Gelungener Abschluss der Trilogie
Noch einmal nimmt Marie Pierre die Leser mit ins Mädchenpensionat nach Thionville 1912. Neben einigen „alten Bekannten“ aus Band 1 und 2 gibt es mit der neuen Lehrkraft auch wieder neue Entwicklungen in ...
Noch einmal nimmt Marie Pierre die Leser mit ins Mädchenpensionat nach Thionville 1912. Neben einigen „alten Bekannten“ aus Band 1 und 2 gibt es mit der neuen Lehrkraft auch wieder neue Entwicklungen in der Schule. Und auch die Schülerinnen halten Pauline auf Trab. Nicht zuletzt Sophie, die aufgrund einer Frauenrechtskundgebung gleich zu Beginn verhaftet wird. Pauline setzt sich wie gewohnt für ihre Schülerinnen ein und muss in so mancher Situation Mut zeigen.
Mit ihrem früheren Verlobten Roland Dulange tritt neben Erich nun ein weiterer Mann in Paulines Leben. Wird sie sich für ihr Pensionat oder für einen der Männer entscheiden?
Neben dem Thema Frauenrechte werden auch gesundheitliche und gesellschaftliche Themen der damaligen Zeit aufgenommen und kritisch betrachtet. Aber nie hat man das Gefühl des erhobenen Zeigefingers oder einer Belehrung. Alles ist geschickt in die Handlung miteingebunden.
Viele sprachliche Formulieren und Ausdrücke sind von Marie Pierre so geschickt gewählt, dass sie zur Zeit der Handlung perfekt passen und dennoch sehr gut verständlich sind. Auch dadurch werden die Leser in die damalige Zeit zurückversetzt.
Im Anhang findet sich noch eine Karte vom damaligen Thionville und ein Glossar mit Fachbegriffen und französischen Begriffen. Im Nachwort erläutert die Autorin noch geschichtliche Hintergründe der Region Lothringen.
Insgesamt empfinde ich es als einen gelungenen Abschluss der Trilogie, der trotz seiner gut 520 Seiten nicht langatmig wurde. Die Autorin versteht es immer wieder Wendungen einzubauen, die die Spannung aufrechterhalten und liebenswerte Charaktere einzubinden, die man sehr gerne über 500 Seiten begleitet.