Cover-Bild Unsere Suche nach Zärtlichkeit
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: List Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 27.03.2025
  • ISBN: 9783471370025
Martin Ehrenhauser

Unsere Suche nach Zärtlichkeit

Roman | Monsieur Dumont sucht die Liebe

»Wenn das Leben dich abwirft, ruf an. Ich bin da und höre dir zu.«

Nachts lauscht Dumont den Stimmen einsamer Menschen. Er ist ehrenamtlicher Telefonseelsorger, bis der Anruf einer Frau ihn tief berührt, und er um eine Auszeit bittet. Von Brüssel aus macht er sich auf den Weg in das südfranzösische Antibes, um der Spur der Unbekannten zu folgen. Dumont ahnt nicht, dass die Reise an die Côte d’Azur seinen Maßstab für Richtig und Falsch bald schmerzhaft in Frage stellt. Eine Geschichte über das Unmaß der Liebe.

Dumont, der Telefonseelsorger, findet die Liebe: tröstlich, zart und voll überraschendem Glück. Ein Buch fürs Herz, ein Buch für die Seele und ein wunderschöner Liebesroman.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2025

Eine zarte Liebe

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Dumont lebt in Brüssel und engagiert sich dort ehrenamtlich in der Telefonseelsorge. Tief berührt von einer Anruferin nimmt er sich eines Tages dort eine mehrwöchige Auszeit um ins südfranzösische Antibes ...

Dumont lebt in Brüssel und engagiert sich dort ehrenamtlich in der Telefonseelsorge. Tief berührt von einer Anruferin nimmt er sich eines Tages dort eine mehrwöchige Auszeit um ins südfranzösische Antibes zu reisen. Dort trifft er auf Florence, die ihm ihre Gegend nahe bringt, mit ihm eine tolle Zeit verbringt und mit der ihn bald mehr als nur gegenseitige Sympathie verbindet, bis Florence ihm eines Tages etwas anvertraut, das Dumont fast aus der Bahn wirft und bei ihm Zweifel an der noch jungen Beziehung aufkommen lassen.

Was für einen wunderbaren Roman hat uns hier der Autor präsentiert! Eine Geschichte, die ganz leise daher kommt und ohne Kitsch auskommt, aber dennoch absolut mein Herz berührt hat. Gerade die Hauptperson Dumont, der in den 50ern ist und dessen Vornamen wir erst wesentlich später erfahren, ist so ein stiller, aber auch sehr empathischer Charakter, der auch im Verlauf der Handlung eine tolle Entwicklung mitmacht, man muss ihn einfach mögen. Florence wirkt auf mich zunächst etwas dominant, aber auch sie gewinnt immer mehr meine Sympathie und meinen Respekt. Neben der Geschichte sind auch die Landschaftsbeschreibungen einer bezaubernden Gegend sehr gut gelungen, ich habe mich immer mit an der Seite von Dumont und Florence fühlen können. Leider war dieses tolle Buch viel zu schnell zu Ende gelesen!

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Liebe, Sehnsucht, und die Frage nach dem warum nicht

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Für einen Autor und vor allem für einen Autor mit dieser Biographie finde ich ist es recht ungewöhnliches Buch, ich habe mich gefragt was hat ihn dazu bewogen, weil es eigentlich nicht sein Metier ist. ...

Für einen Autor und vor allem für einen Autor mit dieser Biographie finde ich ist es recht ungewöhnliches Buch, ich habe mich gefragt was hat ihn dazu bewogen, weil es eigentlich nicht sein Metier ist. Dass er gut schreiben kann hat er in dem Buch „Der Liebende“ bereits bewiesen. Ich denke er wollte hier die Sicht und die Sehnsucht eines Mannes zu Beziehung und Liebe darstellen und das ist ihm in diesem sehr warmherzig und einfühlsamen Roman gelungen, aber um was geht es? Dumont arbeitet bei der Telefonseelsorge, und bekommt einen Anruf, der anders verläuft als sonst. Telefonseelsorge bonsoir, ich bin da und höre dir zu. Ein sehr beruhigender Satz finde ich, aber dieser Anruf verläuft anders, eine Frau ist zu hören und sie weint, schweigen kann so vieles sagen aber es macht hilflos, er kann diese Frau nicht erreichen, sie legt wieder auf. Nach diesem Gespräch das ihn tief berührt hat nimmt er sich eine Auszeit und begibt sich auf eine Reise, kann er diese Frau finden, irgendwie hat er das Gefühl sie suchen zu müssen. Er reist in das südfranzösische Antibes, an die Côte d’Azur und bezieht dort einen kleine Pension. In einer Ausstellung lernt er eine Frau kennen und ihre gemeinsame Geschichte beginnt, entwickelt sich und endet mit vielen Fragen, Sehnsüchten, Enttäuschungen und letztendlich doch der Liebe. Welche Fragen stellt man sich, oder kann man nicht einfach diese neue Liebe leben, kann und darf man sie leben, obwohl einer eigentlich vergeben ist? Wie weit kann liebe gehen, wie weit darf sie gehen und welches Versprechen gibt man sich, all diese Fragen finden in dem Buch eine Antwort und es entsteht eine Chance, Gefühle auch einmal einfach zu genießen. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, auch das Cover passt perfekt und ich empfehle es sehr gerne weiter. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Leise, stimmungsvolle Liebesgeschichte, die eine komplexe moralische Frage aufwirft, ohne zu moralisieren

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Es geht um eine zarte, stimmungsvolle Liebesgeschichte zwischen Dumont und Florence. Es ist wunderschön zu lesen, wie die beiden sich langsam kennenlernen und ganz, ganz vorsichtig annähern. Der Titel ...

Es geht um eine zarte, stimmungsvolle Liebesgeschichte zwischen Dumont und Florence. Es ist wunderschön zu lesen, wie die beiden sich langsam kennenlernen und ganz, ganz vorsichtig annähern. Der Titel beschreibt sehr passend, wie beide sich nach einem Menschen sehnen, der sie in den Arm nehmen kann, für sie da ist, zärtlich ist. Wo man einfach man selbst sein kann. Dabei versteht es der Autor, eine angenehme innere Spannung aufzubauen. Ist Florence die gesichtslose Frau vom anderen Ende der Leitung der Telefonseelsorge? Werden sie sich wiedersehen? Und ganz subtil werden Hinweise eingebaut, dass es noch mehr über Florence zu wissen gibt, als es auf den ersten Blick erscheint.

Und als Florences schweres Schicksal transparent wird, fragt man sich, wie man selbst in ihrer Situation damit umgegangen wäre und wie man an seiner Stelle reagieren würde. Eine sehr komplexe Frage, die einen stark beschäftigt und auf die es keine klare Antwort gibt. Und auch Ehrenhauser lässt die Frage offen und driftet nicht in ein moralisierendes richtig-falsch-Schema ab, was mir sehr gut gefallen hat.

Der Autor versteht es ganz wunderbar, Stimmungen zu kreieren, in die man sich hineinversetzen kann: Wie es sich anfühlt, im Nachtdienst einer Telefonseelsorge zu sitzen, wie die Stimmung auf dem Weg nachhause ist, während die Stadt langsam erwacht, wie sich der Tag darauf anfühlt, wenn man nicht schlafen konnte. Dazu werden immer wieder Bilder gemalt, die Dumonts aktuelle Verfassung gut widerspiegeln, wie der einsame, verhungerte und etwas scheue Fuchs zu Beginn oder das vertrocknete Reisig, dass in der Glut knackend verbrennt.

Und auch wenn diese Bilder versuchen, den Zustand von Dumont widerzuspiegeln bekommt man dennoch nicht viel Innensicht, wie es ihm wirklich geht, was er empfindet. Findet er Florence anziehend? Hat er sich verliebt? Offenbar, aber das erfährt man eher aus seinen Handlungen, als dass sein Gefühlsleben beschrieben wird. Auf der anderen Seite drückt das vielleicht seine Distanz zu sich selbst aus und sein selbstzweiflerisches Wesen. Das zeigt sich auch daran, dass er immer wieder feststellt, welche Art von Mann er NICHT ist. Aber was ist er für ein Mann?

Auf jeden Fall ist er ganz anders als die Supermänner, die sonst in einem großen Zweig des Romance-Genres skizziert werden, was mir sehr gut gefallen hat. Hier zeigt sich ein echter Mann, mit seiner Introvertiertheit, Bescheidenheit, Zögerlichkeit, seinen zwiespältigen Gefühlen, Unsicherheiten, der nicht immer alles im Griff hat. Er beschreibt sich als öde, stellt fest, dass er im Leben nichts erreicht hat. Aber er ist auch so liebenswert wahrhaftig, feinfühlig und selbstreflektiert.

Ich empfand es als sehr reizvoll, eine Liebesgeschichte aus der männlichen Perspektive geschildert zu bekommen, die gesichert von einem Mann verfasst wurde, in einem Genre, das sonst von Schriftstellerinnen und weiblichen Pseudonymen dominiert wird. Bei diesen fragt man sich manchmal als weibliche Leserin, ob die männliche Perspektive in den Büchern authentisch getroffen wurde.

Es gibt ein paar Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind, aber für mich die Qualität der Geschichte nur geringfügig beeinträchtig haben:

Im Mittelteil sind mir ein paar Szenen zu schematisch im Stil einer Film-Romcom gewesen, die zeigen sollen, wie Dumont und Florence zusammen aufblühen. Das passte für mich nicht so ganz in die Tonalität der Geschichte und war mir von der Ausgestaltung her zu klischeehaft für ein ansonsten so authentisch wirkendes Buch.

Manchmal bin ich mit der Perspektive nicht klargekommen. Im Wesentlichen wird die Geschichte aus der Sicht von Dumont im Personalen Erzähler oder übergreifend aus dem Auktorialen Erzähler heraus geschildert. Manchmal wechselt die Perspektive aber auch für wenige Sätze zu Florences Perspektive. Das passte für mich nicht so richtig in den Lesefluss.

Kleiner Disclaimer: Wenn du das Buch gelesen hast, wirst du merken, dass eine meiner Einstufungen im Kategoriensystem nicht ganz stimmig ist. Ohne zu viel verraten zu wollen, geht es hier um eine Grauzone, die sich eigentlich nicht so eindeutig einstufen lässt, daher habe ich die unauffälligste Variante ausgewählt, um nichts zu spoilern.
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Kategorisierung
📚 Romance-Sub-Genre: Contemporary
👥 Altersgruppe der Hauptfiguren: Adult
➿ Plot-Trope: Afraid to commit, Dark secret, Long-distance love, Strong female main character
🌎 Setting-Trope: Holiday
⚤ Geschlechterkonstellation: Hetero
💞 Beziehungsstruktur: Monogam
🔪 Spannung: Medium
🧠 Psychologische Tiefe: Medium
🧐 Glaubwürdigkeit: Glaubwürdig
❤️ Sympathiefaktor der Hauptfiguren: Sympathisch
😆 Humor: Ernst
👫 Klassisches Rollenmodell: Weniger
💋 Anzahl Spicy Szenen: 0
🔗 Spielart Spicy Szenen: -
🔥 Explizitheit Spicy Szenen: -
🎨 Originalität der Erzählweise: Teils teils
👀 Erzählperspektive: 3. Person

Veröffentlicht am 03.04.2025

Eine schicksalhafte Begegnung

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Dumont ist Ende vierzig und arbeitet ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge. Er ist ein außergewöhnlich emphatischer und anständiger Mann, der ein ruhiges Leben führt. Es ist Martin Ehrenhauser großartig ...

Dumont ist Ende vierzig und arbeitet ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge. Er ist ein außergewöhnlich emphatischer und anständiger Mann, der ein ruhiges Leben führt. Es ist Martin Ehrenhauser großartig gelungen, diesem ruhigen Mann eine Stimme zu geben, die zwar leise ist, aber viel eindrücklicher als manch laute. Sein großes Einfühlungsvermögen beeindruckt auf den ersten Seiten, wenn man ihn bei der Arbeit erlebt. Als jemand anruft, aber nichts sagt, ist Dumonts besorgt. Er möchte mehr tun, als es ihm am Telefon möglich ist. Als beim zweiten Anruf wenige Worte fallen, die den möglichen Aufenthaltsort der Person preisgeben, plant Dumont ein absurdes Unterfangen und reist nach Südfrankreich an die Côte d’Azur. In einem Museum lernt er Florence kennen und es entwickelt sich langsam eine zarte Liebesgeschichte mit einer Wendung, die man nicht kommen sieht.

Martin Ehrenhauser hat schon mit «Der Liebende» einen Liebesroman geschrieben, der mir in Erinnerung geblieben ist. Seine Geschichten sind mit einfühlsame Sprache verfasst und äußerst feinfühlig und bewegend. Es fiel mir leicht, mich in die Figuren und ihre Gefühlswelt hineinzuversetzen, während äußere Beschreibungen ein lebendiges Bild entstehen lassen haben. Das ermöglicht mir Einblicke in Menschen und Tätigkeiten, die ich faszinierend finde, weil es zu Fragen führt, über die ich noch lange nach dem Buch nachdenke. Ich mag diesen leichten Zugang, die Fähigkeit des Autors, komplexe Gefühle und Gedanken so klar und inspirierend zu formulieren. Dadurch ergeben sich keine Längen, keine unnötigen Ausschweifungen - alles fühlt sich genau richtig an. Mir gefällt besonders, dass Martin Ehrenhauser eine andere Facette von Liebe zeigt. Die Sehnsucht nach Zärtlichkeit und ehrlicher Aufmerksamkeit. Dies wird sehr greifbar und unaufdringlich dargestellt. Es kommt der Punkt, an dem es auch um moralische und ethische Vorstellungen geht und man sich unweigerlich fragt, wie man selbst entscheiden würde.

Ein schönes Buch mit ernsten Themen über die Suche nach Zärtlichkeit und einer schicksalshaften Begegnung zweier leiser Menschen.
Ich würde es allen empfehlen, die eine Liebesgeschichte mal aus einer anderen Sichtweise erleben möchten und die sich auf eine langsame Geschichten einlassen können.

Veröffentlicht am 02.04.2025

Ein kleines Juwel

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In diesem Buch geht es um Dumont, der eine Reise nach Südfrankreich unternimmt und eine Frau kennenlernt, mit der er eine intensive Zeit verbringt. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, vor allem, wenn ...

In diesem Buch geht es um Dumont, der eine Reise nach Südfrankreich unternimmt und eine Frau kennenlernt, mit der er eine intensive Zeit verbringt. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, vor allem, wenn man den Grund kennt, warum Dumont diese Reise angetreten hat. Mehr möchte ich nicht verraten.

Ich kann verstehen, wenn manchen diese Liebesgeschichte zu langsam und unspektakulär ist. In meinen Augen ist es eine große Stärke etwas so genau beobachtet und gut vorstellbar zu erzählen, dass die Handlung beinahe zur Nebensache wird. Die Sprache ist so flüssig und ruhig, dass ich beim Lesen runterkommen konnte. Diese sanfte Erzählweise hat einen ganz eigenen Rhythmus und fängt die Stimmung zwischen Dumont und Florence ganz zauberhaft ein. Für mich war die Geschichte zu keiner Zeit langweilig, denn ich wollte wissen, wie sich die Beziehung entwickelt und wie es endet. Das lässt sich nämlich nicht vorhersehen. Die Charaktere, die Entwicklung, das wirkte alles sehr authentisch auf mich. Florence Geheimnis hat mich intensiv bewegt und ihre Äußerungen dazu sind mir im Gedächtnis geblieben. Das hat mich nachdenklich gemacht und es ist dem Autor gut gelungen, die Sichtweise von Florence und Dumont nachvollziehbar darzulegen. Es gab einige Textstellen, die ich mir rausgeschrieben habe. Textstellen, die viel tiefer gehen oder schön formuliert sind. Definitiv ein Buch, über das man reden möchte. Die Romanze ist im richtigem Maße romantisch, überhaupt nicht kitschig und dem reifen Alter der Hauptfiguren entsprechend. Das hat mich sehr abgeholt. Dieses kleine Buch ist ein Juwel, das sich Zeit für die Charaktere nimmt und lebensnah von Liebe erzählt. Ich freue mich sehr, es bei Vorablesen gewonnen zu haben und irgendwann nochmal lesen zu können.