Cover-Bild Heldentage
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17,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Fischer Sauerländer
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 08.10.2025
  • ISBN: 9783737343602
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Martin Schäuble

Heldentage

Drei Freunde, eine Flucht und ein unvergesslicher Roadtrip. Ein Coming-of-Age-Roman ab 12 Jahren

Der Roadtrip ihres Lebens: drei Jugendliche fliehen aus der psychiatrischen Klinik, um sich selbst zu suchen. Was sie finden? Echte Freundschaft und das große Abenteuer. Bewegender Jugendroman ab 12  Jahren

Nilo ist fünfzehn, hängt am Handy und manchmal auch in der Luft. Als ein Streit mit seiner Mutter eskaliert, landet er in der Psychiatrie. Dort trifft er Faris, der ebenfalls mehr Zeit im Spiel als im echten Leben verbringt. Und Mayla – faszinierend, unberechenbar und mit eigenen Dämonen. 

Als Mayla abhaut, folgen die Jungs ihr – und finden sich im Abenteuer ihres Lebens wieder!

Aber können sie ihre Vergangenheit abschütteln? Und wo führt diese Flucht überhaupt hin?

  • Ein Roman über Geheimnisse, Vertrauen und echte Freundschaft
  • Für Fans von »Tschick« 
  • Zwischen Lachen und Weinen: ein schwereloser Coming-of-Age Roman mit ernstem Hintergrund

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

Analoger Roadtrip für Schulkinder

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Dass ich sicherlich nicht mehr in die Zielgruppe für dieses Buch falle, war klar. Denn Martin Schäuble schreibt sehr gute Bücher für den Schulunterricht. Und dort reiht sich "Heldentage" nahtlos ein.

Wir ...

Dass ich sicherlich nicht mehr in die Zielgruppe für dieses Buch falle, war klar. Denn Martin Schäuble schreibt sehr gute Bücher für den Schulunterricht. Und dort reiht sich "Heldentage" nahtlos ein.

Wir begleiten Nilo, Faris und Mayla, drei Teenager, die aus der Jugendpsychatrie abhauen. Nilo ist handysüchtig (kann man eigentlich die halbe Menschheit einliefern), Faris, mit demselben Problem und Mayla, die sowas wie Familie, Sicherheit und Strukturen überhaupt nicht kennt. Während ihrer Reise lernen sie sich nicht nur gegenseitig kennen, sondern sich selbst auch ein bisschen besser.

Die Abenteuer, die unsere Ausreißer erleben, halten sich in Grenzen. Das ist nichts Wildes, bleibt stets gesittet und dementsprechend harmlos. Was völlig okay ist, denn ausgebüxte Psychiatriepatienten, die auch noch straffällig werden, würden kein sonderlich positives Verhalten für die Jugendlichen darstellen, die diesen Roman lesen.

Was mich eher gestört hat, ist die fehlende Liebe zum Detail. Die Charaktere bleiben eindimensional, die Beschreibung der Umgebung ist sehr rudimentär. Somit fand ich es schwer, die Personen greifen zu können. Bei einem Buch, das ziemlich dünn ist und dann noch Buchstaben in der Größe von Brasilien hat, wäre mehr möglich gewesen. Aber für die Zielgruppe ist das vielleicht nicht von entscheidender Wichtigkeit.

Sprachlich kann man von "authentisch" sprechen oder auch von "sehr begrenzt". Dass sich Fünfzehnjährige nicht in Form eines Sonnets von Shakespeare unterhalten, ist klar. Aber diese Einfachheit hat mich mit der Zeit etwas ermüdet.

Wenn ich diesen Roman nur für mich bewertet hätte, dann würde ich 3 Sterne vergeben. In Anbetracht dessen, dass es sich hier um ein Buch für Kinder ab 12 Jahren handelt, hat Martin Schäuble sein Soll vollkommen erfüllt und bekommt einen Stern mehr. Heldentage überlasse ich aber dann doch lieber den Avengers. Die kennen sich mit sowas aus.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Flucht ins wahre Leben

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Martin Schäuble war mir bisher als Autor unbekannt. Doch seine Schreibweise und auch die Buchvorschauen bzw Leseprobe im Buch haben mich sehr neugierig auf weitere Werke aus seiner Feder gemacht.

Die ...

Martin Schäuble war mir bisher als Autor unbekannt. Doch seine Schreibweise und auch die Buchvorschauen bzw Leseprobe im Buch haben mich sehr neugierig auf weitere Werke aus seiner Feder gemacht.

Die Themen , die in diesem Buch angeschnitten werden finde ich allesamt erwähnenswert und wichtig sich näher damit zu befassen. Von daher kann ich mir das Buch gut als Schullektüre vorstellen. Es ist jedoch erforderlich den Stoff im Unterricht näher zu beleuchten. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Leser aus der Zielgruppe dieses Buches mit +/- 12 Jahren die Andeutungen umfassend bedenken.

Wir lernen in Heldentage den 15 jährigen Nilo kennen. Er ist völlig in seiner Handy- und Spielesucht gefangen. Seine Mutter kommt schon lange nicht mehr zu ihm durch. Als es eines Abends diesbezüglich zu Streit kommt findet sich seine Mutter plötzlich von einem Messer bedroht vor und zieht die Reißleine. Nilo muss in die Jugendpsychiatrie um von seiner Sucht zu genesen.

Dort trifft er auf Faris der an dem gleichen Problem leidet und sich sein Zimmer mit ihm teilen soll. Doch bereits am ersten Tag beobachten die beiden ein geheimnisvolles Mädchen mit blauen Haaren, das durchs Fenster der Klinik flieht und beschließen ihr zu folgen. Es folgt eine rasante Reise ins Ungewisse.

Besonders beeindruckt hat mich, wie der Autor die Sprache und Gedankenwelt von Nilo eingefangen hat. Wir lesen die Geschichte aus seiner Sichtweise und man merkt die jugendliche Sprache, aber auch das unstete Denken dieses Jungen. Von einem Gedanken in den anderen Gedankengang gerissen ohne auf tiefergehende Bedeutungen achtend. Dieser Erzählstiel ist besonders, aber hier liegt meiner Meinung nach auch die Gefahr. Das Buch kratzt eher an der Oberfläche. Es deutet wichtige Themen an ohne wirklich Lösungsansätze oder tiefergehende Bedeutungen zu finden. Hier sollte der Unterricht ansetzen. Denn ohne sich näher mit der Thematik zu beschäftigen verpuffen die aufgeworfenen Gedankengänge leider im nichts.

Ich bin sehr schnell durch diese leicht erzähle Geschichte gekommen. Doch mit fehlte Tiefe. Ich sehe vom der Geschichte selbst keine Lösungsansätze zu den angesprochenen Themen. Da fehlt mir etwas. Doch wie gesagt mit guten Diskussionen kann das Buch Menschen erreichen und ein Augenöffner sein.

Von daher empfehle ich das Buch nur bedingt weiter. In einer Leserunde oder als Schullektüre kann ich es mir gut als Diskussionsgrundlage vorstellen. Von daher gebe ich gerne 3 Sterne für Heldentage und freue mich weitere Bücher von Martin Schäuble kennenzulernen.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

wichtiges Thema, Umsetzung ausbaufähig

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Das Thema des Buches finde ich total wichtig. Man hat ja wirklich das Gefühl, dass viele Kids heute nur noch am Handy kleben und nicht nur das Zocken, sondern auch Social Media immer mehr zur Sucht werden. ...

Das Thema des Buches finde ich total wichtig. Man hat ja wirklich das Gefühl, dass viele Kids heute nur noch am Handy kleben und nicht nur das Zocken, sondern auch Social Media immer mehr zur Sucht werden. Von dem Gesichtspunkt aus fand ich es auch gut umgesetzt. Man merkt, wie süchtig vor allem Nilo ist. Auch der Schreibstil ist passend für die junge Zielgruppe. Er ist einfach und gut verständlich, ohne krampfhaft jugendlich sein zu wollen. Die Kapitel sind eher kurz und lassen sich sehr flüssig lesen.

Leider war aber vieles für meinen Geschmack einfach zu unglaubwürdig und unrealistisch. Vom Verhalten der drei Jugendlichen, bis hin zu ihren Erlebnissen. Und ich fand es auch schade, dass man doch so wenig über sie erfährt. Gerade Mayla bleibt ein ziemliches Mysterium. Aber auch für die Jungs bekam ich nicht wirklich ein Gefühl.

Insgesamt ging mir alles zu schnell und vor allem auch zu glatt. Die drei kommen zwar ab und zu in eine brenzlige Situation, aber diese löst sich jedes Mal quasi von selbst auf. Das war einfach nicht stimmig.

Trotz dieser Schwächen würde ich das Buch für Jugendliche empfehlen.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Als Schullektüre definitiv nicht geeignet

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Martin Schäubles Roman ,,Heldentage" versucht, aktuelle gesellschaftliche Themen wie Suchtverhalten, schwierige Elternhäuser und vielleicht auch ein wenig Zivilcourage in eine jugendgerechte Geschichte ...

Martin Schäubles Roman ,,Heldentage" versucht, aktuelle gesellschaftliche Themen wie Suchtverhalten, schwierige Elternhäuser und vielleicht auch ein wenig Zivilcourage in eine jugendgerechte Geschichte zu verpacken. Leider gelingt ihm das nur sehr eingeschränkt. Die Themen werden zwar angesprochen, aber kaum vertieft. Viele Fragen bleiben offen, und die Figuren scheinen eher dazu da zu sein, oberflächliche Positionen zu vertreten, als wirkliche Entwicklung zu zeigen. Dadurch wirkt der Roman oft flach und unausgereift. Dazu kommt, dass einfach mehrere schwierige Themen aneinandergereiht werden und kein einziges davon tiefgründig ausgearbeitet wird.

Auch die Handlung überzeugt nicht. Zahlreiche Ereignisse und Wendungen sind wenig glaubwürdig, was es schwer macht, sich auf die Geschichte einzulassen oder mit den Charakteren mitzufühlen. An manchen Stellen hat man fast den Eindruck, als würde der Autor die Realität zu stark beugen, um bestimmte Situationen erzwingen zu können. Auch für einen Jugendroman sind die Szenen zu weit hergeholt.

Als Schullektüre ist ,,Heldentage" daher kaum geeignet. Weder bietet das Buch genügend inhaltliche Tiefe, um über Werte, Moral oder politische Zusammenhänge ernsthaft zu diskutieren, noch vermittelt es eine klare oder nachhaltige Botschaft. Statt zum Nachdenken anzuregen, bleibt am Ende vor allem das Gefühl zurück, dass hier ein großes Thema verschenkt wurde.

Insgesamt ist ,,Heldentage" ein Roman, der viel verspricht, aber wenig einlöst – weder erzählerisch noch thematisch.

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