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Veröffentlicht am 18.02.2026

Ein Ass für Jenkins Reid

Carrie Soto is Back
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Carrie Soto is Back. Im Gegensatz zu Rachel Price wusste man, wo Carrie war. Nach ihrer Karriere, die sie zur besten und erfolgreichsten Tennisspielerin aller Zeiten gemacht hat, zog sie sich aus dem Profisport ...

Carrie Soto is Back. Im Gegensatz zu Rachel Price wusste man, wo Carrie war. Nach ihrer Karriere, die sie zur besten und erfolgreichsten Tennisspielerin aller Zeiten gemacht hat, zog sie sich aus dem Profisport zurück. In dem Glauben, niemand könnte ihr ihre Rekorde streitig machen. Doch plötzlich gibt da eine Frau. Nicki Chan, mit knapp über 30 auch nicht mehr die Allerjüngste, aber ihre Erfolge drohen nicht nur größer als die von Soto zu werden, sie nimmt ihr tatsächlich ihren Rekord, der meisten gewonnenen Grand Slam Spiele. Und das kann Carrie Soto nicht akzeptieren und betritt mit Ende 30 wieder den Platz, der ihr alles bedeutet: Den Tennis Court.

Carrie Soto ist anfänglich keine sympatische Figur. Auch in der Mitte des Buches hat sich daran wenig geändert. Und das ist auch gut so. Denn das macht sie irre interessant. Man fühlt mit, wie dieser Mensch von den eigenen Ansprüchen gepeitscht wird. Verlieren verboten und wenn es doch passiert, wird sie wütend und verzweifelt, statt daran zu wachsen. Genau das versucht ihr ihr Vater, Javier Soto, beizubringen. Als ihr Trainer ist er auch ihr Mentor und Förderer. Er möchte, dass Carrie unter all dem Druck Spaß an diesem Spiel hat. Den hat sie verloren. Sie wirkt kühl, distanziert, unnahbar. Spitzname "Die Kampfmaschine". Maschine. Das Menschliche geht ihr ab. Sie ist zwar erfolgreich, aber der Ehrgeiz hat sie zerfressen.

Ein Buch, in dem es um Tennis geht. Naja, das war jetzt nicht gerade eine große Motivation für mich, denn diese Sportart interessiert mich jetzt nicht so besonders. Aber hey, diesen Roman hat Taylor Jenkins Reid geschrieben. Und diese Art zu schreiben ist unvergleichbar. Das ist absolut packend. Wenn die eine Einkommenssteuererklärung ausfüllt, wäre selbst das ein Erlebnis. Sowas grundsätzlich Langweiliges, wie ein Tennismatch in einem Buch zu beschreiben, was ich mir nicht mal live anschauen würde, gelingt ihr soooo spannend, das ist wirklich eine Kunst. Auch die Figurenzeichnungen sind auch bei "Carrie Soto is Back" wieder hervorragend. Ebenfalls bei den Nebencharakteren ist die nötige Tiefe vorhanden, um eine Verbindung mit ihnen herstellen zu können. Sowas kann man nicht lernen. Da kannst Du noch so viele Schreibkurse und Literaturseminare besuchen. Das hat man oder eben nicht. So gesehen ist dieses Buch wie ein Tennisspiel ohne Gegner. Wenn man nicht völlig dämlich ist, gewinnt man das. Und obwohl Carrie ein oberflächlich betrachtet unsympatischer Charakter ist, wünscht man ihr, dass sie es packt. Dass sie es schafft, sich ihren Rekord wieder zurückzuholen. Und man nie denkt "So what? Ist mir doch völlig egal. Hat die doch gar nicht verdient, die Schlampe (So wird sie in den US-Medien bezeichnet)". Und man wünscht sich auch, dass sie mal erkennt, wer es gut mit ihr meint. Denn auch zu diesen Menschen ist die anfänglich ziemlich undankbar. Aber Carrie Soto macht eine bemerkenwerte Entwicklung durch. Aber niemals unrealistisch, so dass man denkt "Klar, in einem Buch oder Film geht das einfach echt zu easy". Und das macht die TJR Bücher so einzigartig. Ich freue mich jetzt schon auf ihren Roman "Eine Fliege sitzt 6 Stunden auf einer Fensterscheibe". Selbst der wäre interessant.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Was? Du hier und nicht in Hollywood?

The Reappearance of Rachel Price (deutsche Ausgabe)
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Rachel Price ist wieder da. Das wäre an und für sich keine große Sensation, wenn diese Person nicht vor 16 Jahren von der einen auf die andere Sekunde wie vom Erdboden verschluckt worden wäre. Der Fall ...

Rachel Price ist wieder da. Das wäre an und für sich keine große Sensation, wenn diese Person nicht vor 16 Jahren von der einen auf die andere Sekunde wie vom Erdboden verschluckt worden wäre. Der Fall ihres Verschwindens hatte damals eine riesiges, mediales Echo nach sich gezogen und auch all die Jahre später sind Tochter Bel, Vater Charlie und alle anderen Familienmitglieder Teil einer Doku, die gerade gedreht wird, um dem Fall "Rachel Price" wieder mehr Aufmerksamkeit und der Familie ein paar Dollar zu verschaffen. Perfektes Timing, als Mom dann plötzlich wieder vor der Türe steht und erklärt, sie wäre damals entführt und die kleine Bel im Auto zurückgelassen worden. Nur, wie geht man jetzt mit einer Frau um, die für Bel eine völlig Fremde ist? Richtig, es wird erstmal eine gewissen Distanz, ob des neuen Hausbewohners aufgebaut. Rückkehrfreude sieht definitv anders aus und auch Papa Price kann sich anfangs schwer mit der neuen Situation arrangieren. Aber noch etwas nagt an Bel, als sich ihre Mom ab und zu in Widersprüche verstrickt. Ist das überhaupt Rachel Price? Und wenn nein, wer ist sie dann? Bel möchte es herausfinden und zusammen mit dem Assistenten des Dokumteams, Ash, macht sie sich auf die Suche nach Antworten.

Von Holly Jackson habe ich die drei "Good Girls Guide to Murder" Bücher gelesen und fand sie fantastisch. Diese Geschichte, die sie später geschrieben hat, kommt allerdings schwer in Schwung. Es wird sich viel Zeit für die Dokudreharbeiten genommen, die Geschichte von Rachel sehr detailliert beschrieben wie auch das jetzige Leben, das die Protagonistin führt. Das ändert sich aber schlagartig, als das Entführungsopfer wieder auftaucht. Denn wie Bel zweifeln wir Leser an der Authentizität von Rachel Price. Sie benimmt sich auffällig, verwechselt Dinge, die sie wissen müssten, weiß Dinge, die sie eigentlich wiederum nicht wissen kann. Das baut sehr clever einen großen Spannungsbogen auf. Ist die Fremde im Haus wirklich eine Fremde? Und wie kann man das beweisen? Bei Jacksons Romanen gibt es nie Ungereimtheiten, nie Logiklöcher. Und das ist eine Kunst, denn die Geschichten sind oft ziemlich verschachtelt und wenn die Geheimnisse Stück für Stück offengelegt und entworren werden, darf man als Autorin nicht den Überblick verlieren. Tut sie auch hier nicht. Die Storyentwicklung ist sehr gelungen und wirklich voll von Überraschungen. Wie ein Ü-Ei, bei dem man denkt, wenn man es schüttelt, dass wieder was zum Zusammenbauen mit 7 Teilen drin ist, aber dann ist es doch eine Sammelfigur.

Wäre der Beginn nicht so zäh, dann hätten wir hier einen astreinen Thriller, der mit interessanten Figuren, einem hervorragenden Setting und einer wirklich guten Übersetzung punktet. Denn man sollte nie vergessen, dass ein übersetztes Buch nur so gut ist wie die Übersetzung.

Fazit: Holly Jackson hat's einfach drauf.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Wenn man sein Glück in anderen sucht

Half His Age
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Waldo. Was bitte ist das denn für ein Name? Das klingt nach einem Hund. Vielleicht noch nach einem Mann (Waldo war z. B. der Name eines brasilianischen Fußballspielers). Hier aber ist Waldo eine Siebzehnjährige ...

Waldo. Was bitte ist das denn für ein Name? Das klingt nach einem Hund. Vielleicht noch nach einem Mann (Waldo war z. B. der Name eines brasilianischen Fußballspielers). Hier aber ist Waldo eine Siebzehnjährige aus der amerikanischen Unterschicht. Aufgewachsen im Trailerpark mit einer Mutter, die sich an ihre permant wechselnden Partner hängt wie die neueste Gucci Tasche an Kylie Jenner. Waldo wird schon früh vorgelebt, dass man nur dann was wert ist, wenn man geliebt wird. Und so sucht Waldo dieses Gefühl. Zwischen High School, dem Nebenjob bei Victoria's Secret, dem völlig außer Kontrolle geratenen Online-Shopping für Dinge, die sie nicht braucht, eigentlich nicht mal will, das Geld nicht dafür hat und das ganze Zeug wieder zurückschickt. Meisten. Doch dann ist da ihr Lehrer für kreatives Schreiben, Mr. Korgy. Er sieht Talent in ihr. Endlich ist da jemand, der überhaupt irgendetwas in ihr sieht. Und das weckt in Waldo das obsessive Verlangen, Mr. Korgy haben zu müssen. Somit startet sie ihren Eroberungsfeldzug, um diesen mehr als doppelt so alten, mit lichtem Haar, wachsendem Bäuchlein und fragwürdigem Klamottengeschmack, Mann ganz für sich zu haben. Was sich Waldo aber nie gefragt hat: Was mache ich mit ihm, wenn ich ihn habe? Und will ich ihn dann noch?

Jennette McCurdy macht keine Gefangenen. Hier wird nichts beschönigt. Alle Gedanken Waldos werden ungefiltert an die Leserschaft weitergegeben. Und das ist teilweise schon ziemlich eklig. Da ist der Sex roh wie ein ungebratenes Stück Steak. Und um Sex geht es in diesem Buch ziemlich viel. Das ist aber nicht die Art von romantischem Bridgerton Sex, sondern der, der als Zuflucht vor allen Problemen gilt. Und als ultimativer Liebesbeweis. Und Waldo will diese Art von Beziehung. Sie will etwas spüren. Das muss nicht mal etwas Gutes oder Positives sein. Sie will es einfach spüren. Und Mr. Korgy ist der vom Schicksal, Gott oder was auch immer auserwählte Erfüllungsgehilfe. Der, der zuhause Frau und Kind sitzen hat, wehrt sich mit Händen und Füßen gegen Waldos sehr plakative Annährungsversuche. Und Waldo konzentriert ihre ganze Energie und ihre ganze Zeit auf das Projekt Korgy. Er soll ihr zu dem verhelfen, was sie am dringendsten im Leben braucht. Liebe. Aufrichtige Liebe. Dass sie gesehen wird. Und das Einzige, was Sinn macht, nämlich das Ganze nicht zu romantisieren, schafft dieser Roman. Denn nach jedem Rausch, egal wie exzessiv er war, kommt dann das meist böse Erwachen. Und auch diese Entwicklung beschreibt McCurdy ohne Rücksicht auf Verluste. Da muss man als Leser schon ein bisschen was aushalten können. Und das sollte man auch. Denn sonst entgeht einem ein etwas anderer Coming-of-Age Roman. Man muss dieses Buch nicht mögen und auch Waldo nicht. Mir tat sie leid, dann hab ich sie wieder gehasst, weil sie sich so gehasst hat, dann war sie wieder bemitleidenswert, um irgendwann verständlich unverständlich zu werden. Klingt komisch, aber genauso war es.

Das Ende fand ich herausragend. Aber das ist ja immer so, wenn eine Geschichte endet, wie man es sich im Laufe des Lesens vorgestellt hat. Sagen wir mal so, die Autorin ist sich bis zu Ende selbst treu geblieben. Und so viel Stringenz sollte gelobt und bejubelt werden, da sie nicht selbstverständlich ist. Ich habe Waldo auf diesem kurzen Stück ihres Lebensweges gerne begleitet. Aber ich kann auch Menschen verstehen, die sagen, nein, die war mir viel zu viel von Allem. Aber so ist das im Leben. Muss halt passen.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Kein Ratgeber, eine Betrachtung

Du musst gar nichts
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Oh Gott, ein Sachbuch. Das ist überhaupt nicht mein Genre. Aber ich hab mich wohl um ein Exemplar beworben (und habe nicht mal was Nettes geschrieben) und wurde dann ausgewählt. Cooler Move des Verlags ...

Oh Gott, ein Sachbuch. Das ist überhaupt nicht mein Genre. Aber ich hab mich wohl um ein Exemplar beworben (und habe nicht mal was Nettes geschrieben) und wurde dann ausgewählt. Cooler Move des Verlags übrigens.

Das Buch ist schon mal angenehm dünn und die Kapitel sind so eingeteilt, dass auf der linken Seiten nur das Thema steht und die Ausführung auf der rechten Seite. So gesehen hat das Buch nur 61 Seiten. Aber die haben es in sich. Man ertappt sich beim Lesen, wie man ständig mit dem Kopf nickt, ob der wirklich schlüssigen Betrachtungen. Aber wer dieses Buch als Ratgeber ansieht, hat es nicht verstanden. Wer meint, er muss sich nach dem Lesen plötzlich an irgendwelche Dinge im Buch halten, hat es nicht verstanden. Man muss nichts davon umsetzen. Denn wenn man dies selbst bisher nicht so praktiziert hat, dann sollte und will dieses Buch auch nichts daran ändern. Denn Veränderung muss man von sich aus wollen. Wenn man nichts ändern will, auch okay. Deshalb tu ich mich schwer damit, wenn ich lese, dieses Buch sei ein Gamechanger. Also mal Hand aufs Herz. Man liest das Buch, ist vielleicht voll euphorisiert, wacht am nächsten Tag auf und ich behaupte, bei 99,99999999 % geht alles so weiter wie immer. Wie gesagt, völlig in Ordnung. Und Martin Brunner macht das in seinem Buch auch deutlich. Das ist keine Anleitung für irgendwas. Auch keine Inspiration. Vieles ist wahr für manche Menschen und für andere Menschen ist das wieder völliger Blödsinn. Man kann was für sich rausziehen, wenn man möchte oder halt nicht.

Ich fand "Du musst gar nichts" großartig, obwohl es für mich null Mehrwert hat. Klingt für Menschen, die dieses Buch nicht gelesen haben, wie ein Widerspruch, ist aber keiner.

Muss man dieses Sachbuch lesen? Nein. Sollte man dieses Sachbuch lesen? Nein. Hätte mir was gefehlt, wenn ich es nicht gelesen hätte? Nein. Kann ich dieses Buch jedem empfehlen? Absolut. Denn für einen kurzen Augenblick denkt man sich in einigen Kapiteln, ja, so wäre ich auch gerne. Bin ich aber nicht. Und damit kann ich wunderbar leben. Und Martin Brunner sicherlich auch.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Dieser Roman geht an die Nieren

Ohne ein letztes Wort
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Maggies Mann ist tot. Ermordet während eines Überfalls auf ein Flüchtlingscamp, in dem er als Arzt beschäftig war. Ihr Leben als Koryphäe der plastisches Chirurgie gerät vollends aus den Fugen, als ihr ...

Maggies Mann ist tot. Ermordet während eines Überfalls auf ein Flüchtlingscamp, in dem er als Arzt beschäftig war. Ihr Leben als Koryphäe der plastisches Chirurgie gerät vollends aus den Fugen, als ihr auch noch die Approbation entzogen wird. Bis zum Zeitpunkt, als ihr ein befreundeter Arzt, der eines der einflussreichsten Unternehmen in diesem Bereich betreibt, ein verlockendes Angebot macht. Sie soll einem russischen Oligarchen zu einem veränderten Gesicht verhelfen und in diesem Zug auch noch seiner jungen Freundin ein üppigere Oberweite verschaffen. Für Maggie ein Klacks, auch in Anbetracht dessen, dass sie dafür fürstlich entlohnt werden soll. Aber wenn was zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es oftmals so. Und so dauert es nicht lange, bis sich die Ärtzin in einer Spirale aus Lug, Trug und Verrat befindet, aus der sie nur noch lebend herauskommen möchte. Aber scheinbar ist ihr verstorbener Mann und dessen Freund, mit dem Maggie früher in Auslandseinsätzen als Militärärzte zusammengearbeitet hat, ebenfalls darin verwickelt gewesen. Aber wie hängt das alles zusammen?

Wenn man bei Netflix eine Thrillerserie sucht, dann stolpert man unweigerlich über den Namen "Harlan Coben". Der Streamingdienst verfilmt seine Romane in atemberaubender Geschwindigkeit. Bei "Ohne ein letzes Wort" hat er sich nun mit Hollywoodschauspielerin Reese Witherspoon zusammengetan, die mit ihrem "Reese's Book Club" Buchempfehlungen in die Welt hinausschickt. Es lässt sich nicht beurteilen, inweiweit sie in diesen Roman mit eingebunden war, aber in Filmen geht die Handlung in der Regel etwas zügiger voran, als der Beginn hier. Die ersten paar Kapitel ziehen sich, aber spätestens mit dem Angebot, die OPs in Russland durchführen zu sollen, wird die Handlung wesentlich interessanter und auch rasanter. Als Leser taucht man tief in die Themen "Organspende" und "Moral in der medizinischen Forschung" ein. Wie weit sind Menschen bereit zu gehen, wenn sie denken, dass ihre Forschungen das Leben aller Menschen verbessern kann? Lebensverlängernde Maßnahmen im Tausch gegen das Umgehen von Regularien, die einen nur aufhalten und Geldgebern, die nicht nicht ganz den wohltätigen Zweck im Augen behalten. Man begibt sich auf ein gefährliches Terrain, denn diesen Menschen sind Leben nichts wert, sondern lediglich ihr Profit.

Sind dies alles neue Erkenntnisse? Sicherlich nicht. Maggies Hatz auf der Suche nach der Wahrheit hat viele spannende Momente. Aber oftmals ist der Inhalt einfach viel zu geschwätzig. Somit geht der Flow verloren, was schade ist, denn wenn man weniger ambitioniert an die Sache rangegangen wäre, wäre das dem Lesefluss zuträglich gewesen. Eigentlich weiß man nicht, ob das ein Thriller, eine Gesellschaftskritik oder ein Moralmanifest hätte werden sollen. Es ist am Ende alles drei geworden. Und das Ergebnis ist dann eben nur so mittelprächtig, wenn man sich für keine Seite entscheidet.

Ich könnte wetten, dass dieses Buch, wenn es dann verfilmt wird, ein Thriller wird und die oben erwähnten, anderen Komponenten eher in den Hintergrund treten werden. Und genau das wäre auch der richtige Weg für dieses Buch gewesen.

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