Cover-Bild Dinge, die so nicht bleiben können
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 15.02.2021
  • ISBN: 9783446268012
  • Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
Michael Gerard Bauer

Dinge, die so nicht bleiben können

Ute Mihr (Übersetzer)

Michael Gerard Bauer, Autor der „Nennt mich nicht Ismael“-Trilogie, erzählt die ebenso ungewöhnliche wie zarte Liebesgeschichte zwischen Ms. Wrong Girl und Mr. Right Guy

Wer sind wir? Und wie wollen wir von anderen wahrgenommen werden? Mit seinem besten Freund Tolly besucht Sebastian den Tag der offenen Tür an der Uni. Dort begegnet er Frida. Frida ist schräg, frech und äußerst schlagfertig. Scheinbar mühelos schwindelt sie die abenteuerlichsten Geschichten zusammen. Doch so unterhaltsam das auch zunächst ist, wenn es um ihre Person geht, verstrickt sich Frida immer wieder in Ungereimtheiten. Sebastian fällt es zunehmend schwer, Wahres von Erfundenem zu unterscheiden. Trotzdem ist er beeindruckt von Frida, vielleicht sogar mehr als das. Wer ist sie wirklich? Und wie nah kann er ihr an einem einzigen Tag kommen? Aber vor allem: Was ist er bereit, dafür von sich preiszugeben?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2021

Üppiges Jugendbuch mit Tiefgang

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Liebe Daisy,

heute melde ich mich mit meiner Rezension zu „Dinge, die so nicht bleiben können“ von dem australischen Autor Michael Gerard Bauer. Das Buch ist ursprünglich 2019 unter dem Titel „The Things ...

Liebe Daisy,

heute melde ich mich mit meiner Rezension zu „Dinge, die so nicht bleiben können“ von dem australischen Autor Michael Gerard Bauer. Das Buch ist ursprünglich 2019 unter dem Titel „The Things That Will Not Stand“ erschienen und 2020 in einer Übersetzung von Ute Mihr von Hanser auf dem deutschen Markt veröffentlicht worden. Ich hatte das große Glück, das Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks lesen zu dürfen.

Inhalt
Sebastian und sein bester Freund Tolly besuchen den Tag der offenen Tür einer Universität. Dabei lernen sie ein außergewöhnliches Mädchen kennen: Frieda. Sie ist das genaue Gegenteil des geradlinigen Sebastian: frech, schlagfertig und immer dabei, sich neue Geschichten auszudenken. Unter anderem Geschichten über sich selbst, die sich zunehmend mehr widersprechen. Sebastian möchte nichts lieber als sie besser kennenzulernen, aber wo verbirgt sich die Wahrheit in all ihren Erzählungen?

Erzählstruktur
Die Kapitel sind ziemlich kurz, was ich überaus praktisch fand, um das Buch beim Pendeln zu lesen. Das Buch selbst ist im Präsens aus der Sicht des Protagonisten Sebastian geschrieben. Er war mir vom ersten Moment an sympathisch, insbesondere sein selbstironischer Humor. Einen stilistisch genialen Schachzug finde ich, dass er regelmäßig von sich selbst in der Dritten Person spricht und dadurch eine Metaebene aufmacht, bei der er stellenweise sogar die vierte Wand durchbricht. Das passte hervorragend zu dem zugrundeliegenden Thema von Filmen: Das Buch war gespickt mit Referenzen und Vergleichen, aber auch mit Instanzen, in denen Sebastian diverse Situationen, in denen er sich gerade befand, mit verschiedenen Genres verglichen hat. Ein durch und durch rundes Konzept war das!

Figuren
Michael Gerard Bauer gelingt es mit großem Geschick, drei lebhafte Hauptfiguren zu zeichnen. Natürlich gibt es auch noch einige interessante Nebenfiguren, aber die drei erwähnten tragen einen mühelos und mit großer Leichtigkeit, trotz schwerer Themen, die angeschnitten werden, durch die Erzählung. Als Lesende durfte ich den Tag der offenen Tür mit ihnen verbringen und hatte große Freude daran, sie nach und nach besser kennenzulernen. Ich durfte Dinge, die ihnen Freude bereiten miterleben und von belastenden Erlebnissen erfahren. Es fühlte sich fast an als wäre ich selbst dabei. Hierfür essenziell waren die Dialoge, die es, gemeinsam mit Sebastians innerem Monolog, schaffen, die Essenz des Teenagerseins einzufangen, ohne dass ich beim Lesen in’s Fremdschämen verfallen bin: Eine Gratwanderung, die, im Gegensatz zu vielen anderen Jugendbüchern, gelingt.

Fazit
Du merkst schon, ich bin durch und durch begeistert von dem Buch. Ich würde es Leserinnen und Lesern ab 12 Jahren empfehlen, die Lust auf ein peppiges Jugendbuch mit Tiefgang haben (klingt nach einer unmöglichen Mischung, oder? Hier gelingt sie aber!)

Deine Daffy

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Es ist nicht entscheidend, woher du kommst, sondern wohin du gehen willst

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Orientierungstag an der Uni: Sebastian meint, dort seine Traumfrau gefunden zu haben und gerät stattdessen an Frida. Frida ist in allen Dingen aussergewöhnlich, im Aussehen, im Verhalten und darin, eine ...

Orientierungstag an der Uni: Sebastian meint, dort seine Traumfrau gefunden zu haben und gerät stattdessen an Frida. Frida ist in allen Dingen aussergewöhnlich, im Aussehen, im Verhalten und darin, eine gänzlich neue Seite an Sebastian herauszukitzeln. Gemeinsam mit bzw. mithilfe von Sebastians bestem Freund Tolly lernen Sebastian und Frida an diesem Tag sehr viel über das Leben und die eigenen Ziele.

„Nicht jeder ist dafür geschaffen, Batman zu sein, weißt du. Jemand muss auch Robin sein. Es ist nicht verkehrt, ein Sidekick zu sein.“ (Zitat S. 93)

Im Gegensatz zu seinem besten Freund Tolly ist Sebastian eher zurückhaltend und weiß noch nicht so recht, was er will. Da begegnet er Frida, die scheinbar auf alles eine schlagfertige Antwort hat, aber trotz vieler Worte um die eigene Person ein großes Geheimnis macht. So nach und nach wird Sebastian die Verletzlichkeit von Frida immer mehr bewusst und im Lauf des Romans kristallisiert sich heraus, dass die beiden einander gut tun. Und zwar mehr, als zunächst gedacht.
Ein sehr unterhaltsames Buch mit lustigen wie auch tragischen Momenten. Sehr gefallen hat mir Tolly - jeder sollte einen Tolly haben. Warum, liest man am besten selbst. Dass die eigene Vergangenheit einen manchmal belasten kann wird im Buch sehr gefühlvoll und verständlich behandelt, überflüssige Klischees wurden vermieden - in meinen Augen ein großer Pluspunkt für das Buch! Zwischen lustigen und persönliche Momenten entwickelt sich das Buch von dem Lösen von Geheimnissen zur Frage, wie man am besten mit negativen Erlebnissen umgeht, sowohl mit den eigenen als auch mit denen anderer. Auch hier wirkt Tolly ein wenig wie ein Vermittler zwischen Frida und Sebastian und dennoch wie ein guter Freund.
Einfühlsam und dennoch unterhaltsam wird thematisiert, wie schwierig es manchmal ist, anderen den Blick auf die Person hinter der Maske zu ermöglichen.

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Veröffentlicht am 07.04.2021

Lustig, traurig, ernst, absurd - alles in einem

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An der Uni ist Tag der offenen Tür. Sebastian, 16 Jahre, extrem schüchtern und hoffnungslos romantisch, wartet im Foyer eines Kinos ohne wirklichen Grund auf ein bestimmtes PWW – ein perfektes weibliches ...

An der Uni ist Tag der offenen Tür. Sebastian, 16 Jahre, extrem schüchtern und hoffnungslos romantisch, wartet im Foyer eines Kinos ohne wirklichen Grund auf ein bestimmtes PWW – ein perfektes weibliches Wesen. Statt dessen lernt er Frida kennen: frech, schlagfertig und ziemlich schräg. Wie auch Sebastian ist sie meisterhaft im Geschichtenerfinden, doch bald wird es immer nebulöser, was von dem, was sie über sich selbst erzählt, tatsächlich stimmt. Aber auch Sebastian ist zurückhaltend mit der Wahrheit …

Es sind ernste Dinge, die die beiden Jugendlichen zu verarbeiten haben; es geht um Trauer, Verletzung, Gewalt, Einsamkeit. Doch keiner von Beiden will (natürlich) offen darüber reden und so liefern sie sich statt dessen einen verbalen Schlagabtausch voller Witz, Intelligenz und Schlagfertigkeit, der jedoch über ihre Verletzlichkeit nicht hinwegtäuschen kann. Gemeinsam mit Sebastians Freund Tolly, der auf der Sonnenseite des Lebens steht, nähern sie sich sehr vorsichtig einander an, was trotzdem für eine/n noch immer zu schnell geht.

Michael Gerard Bauer hat hier ein tolles Jugendbuch geschrieben, dass mit den Problemen in diesem Alter (und noch ganz anderen) nicht hinterm Berg hält, diese jedoch geschickt unter mehr oder weniger geistreichen, aber stets witzigen Wortspielen und Frotzeleien verbirgt, die von Ute Mihr grandios übersetzt sind. Ich bin mir sicher, Jugendliche werden das Buch lieben – Erwachsene auf jeden Fall auch 😉

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Veröffentlicht am 01.04.2021

Einfühlsam, schlagfertig und super sarkastisch!

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Sebastian und Frida treffen beim Schnuppertag der Universität aufeinander und verstehen sich auf Anhieb sehr gut. Frida erzählt sehr gerne erfundene Geschichten und Sebastian steigt darauf ein, doch bald ...

Sebastian und Frida treffen beim Schnuppertag der Universität aufeinander und verstehen sich auf Anhieb sehr gut. Frida erzählt sehr gerne erfundene Geschichten und Sebastian steigt darauf ein, doch bald kann er die echten Geschichten nicht mehr von den erfundenen unterscheiden und begeht einen großen Fehler. Wird Frida ihm verzeihen und ihm die ganze Wahrheit über ihr Leben erzählen?



Das Cover ist mir aufgefallen, weil es mit den knalligen Farben und dem langen Titel einfach mal etwas anderes ist als der Durchschnittsbrei. Mir gefällt es sehr gut. Bereits im ersten Kapitel habe ich mich in den Schreibstil und Sebastian verliebt, der mit viel sarkastischen Humor von seinen Wunschvorstellungen und den daraus folgenden Misserfolgen erzählt. Das macht ihn sehr sympathisch und authentisch, weil man sich so leicht in ihn hineinversetzen kann. Auch Frida ist eine tolle Protagonistin. Sie frech, sehr kreativ und genauso schlagfertig. Trotzdem spürt man von Anfang an, dass auch sie ein Geheimnis hat. Das macht sie wahnsinnig interessant, da man unbedingt wissen will, was sich hinter ihrer Fassade verbirgt. Als drittes kommt Tolly mit ins Spiel und ergänzt das Trio perfekt. Er ist super schlau und zeigt sehr viel Zivilcourage. Zusätzlich ist er wirklich mutig und sehr loyal Menschen gegenüber, die er mag. Gemeinsam liefern sie sich so einige Schlagabtausch, in denen sie ihre Wahrheiten geschickt verbergen.

Auch das Rahmenprogramm in der Geschichte hat einiges zu bieten und macht das Buch dadurch noch besser, als es sowieso schon ist.

Ich bin absolut begeistert und werde auf jeden Fall noch andere Bücher von Michael Gerard Bauer lesen.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Der lustigste Jugendroman seit langem

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„Dinge, die so nicht bleiben können“ von Michael Gerard Bauer ist der lustigste Jugendroman, den ich seit langem gelesen habe. Sebastian begegnet am Tag der offenen Tür seiner favorisierten Uni dem Mädchen ...

„Dinge, die so nicht bleiben können“ von Michael Gerard Bauer ist der lustigste Jugendroman, den ich seit langem gelesen habe. Sebastian begegnet am Tag der offenen Tür seiner favorisierten Uni dem Mädchen Frida. Frida ist frech, schlagfertig und irgendwie schräg. Tolly und Sebastian mögen Frida sofort und verbringen den Tag mit ihr und blödeln herum. Mühelos denkt sich Frida die obskursten Geschichten aus, lässt aber niemanden an ihrem persönlichen Leben teilhaben. Nach und nach findet Sebastian heraus wer Frida wirklich ist und gibt dabei auch viel von sich selbst preis.
„Dinge, die so nicht bleiben können“ hat mir total gut gefallen. Ich habe in dem Buch so viel gelacht und ich fand alle drei Protagonisten gleichermaßen gut ausgearbeitet. Sebastian hat mich von der ersten Seite an fasziniert und durch seine unnachahmliche Art habe ich ihn echt ins Herz geschlossen. Seinen besten Kumpel Tolly hätte ich auch gerne als Freund. Die beiden sind echt ein super Duo. Besonders gefallen hat mir, dass der Titel im Buch erklärt wurde (also woher der Spruch kommt und warum er für die beiden eine Bedeutung hat). Das zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Da es sich um ein Filmzitat handelt, werde ich mir diesen Film wohl auch ansehen.
Sprachlich ist das Buch einfach geschrieben aber dennoch für junge wie auch erwachsene Leser geeignet. Ich fand es hat insbesondere durch die Dialoge gelebt. Die Ideen für Diskussionen oder absurde Situationen waren wirklich genial. Und auch von der Dynamik der Dialoge war ich begeistert. Manchmal war es ein regelrechter Schlagabtausch.
Ich kann das Buch jedem ans Herz legen und habe beim Lesen einen riesen Spaß gehabt.

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