Cover-Bild Luzerner Totentanz
Band 4 der Reihe "Cem Cengiz"
11,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 21.09.2017
  • ISBN: 9783740801939
Monika Mansour

Luzerner Totentanz

Kriminalroman
Ein mystischer Krimi aus der Zentralschweiz.

Heiligabend: Im Luzerner Männliturm wird ein vermisstes Mädchen aufgefunden, gekleidet in ein Engelskostüm. Die Wände des Turms zieren mystische Zeichen, mit Blut gemalt. Das Mädchen lebt, spricht aber nicht. Ist es ein Opfer der Sträggele, die der Sage nach in den kalten Winternächten ihr Unwesen treibt? Ermittler Cem Cengiz begibt sich gemeinsam mit einem Okkultismus-Experten auf die Spur der Hexe. Doch dessen Eingreifen verschärft die Lage nur noch, und die Medien schaukeln das Drama weiter hoch. Die öffentliche Jagd beginnt, und der Scheiterhaufen ist bereits errichtet . . .

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2017

Hexenverfolgung in der Schweiz

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Es ist Heiligabend, aber den Mitgliedern des Teams Leib und Leben in Luzern ist nicht nach feiern zu Mute. Sie werden an einen Tatort gerufen, wo ein kleines Kind als Engel verkleidet aufgefunden wird. ...

Es ist Heiligabend, aber den Mitgliedern des Teams Leib und Leben in Luzern ist nicht nach feiern zu Mute. Sie werden an einen Tatort gerufen, wo ein kleines Kind als Engel verkleidet aufgefunden wird. Es wurde mit Schlaftabletten ruhiggestellt und kann unverletzt zu den Eltern gebracht werden. Der Tatort selber ist mit vielen okkultischen Symbolen versehen und nicht weit entfernt können die Ermittler eine Frau mit roten Haaren auf einem Pferd fliehen sehen. Was hat diese seltsame Szene zu bedeuten? War das die Tat einer Hexe? Sind weitere Taten zu befürchten? Es geht die Angst in Luzern um, und der weihnachtliche Frieden rückt in weite Ferne...

"Luzerner Totentanz" ist bereits der vierte Band mit dem Ermittler-Team u Cem Cengiz. Der Vorgängerband "Luzerner Todesmelodie" hatte mir schon sehr gut gefallen und dieses Buch steht ihm in nichts nach. Die alten liebgewonnen Protagonisten können auch im vierten Teil überzeugen. Sie werden interesssant charakterisiert und ihre persönlichen Schicksale und Verwicklungen tragen zum hohen Unterhaltungswert des Buches bei. Die Autorin Monika Mansour versteht es wieder hervorragend mit ihrer lebendigen und tempo-reichen Schreibweise den Leser an die Geschichte zu fesseln. Die Rahmenhandlung ist mit der Sage um die Hexe "Sträggele" außergewöhnlich und interessant. Sehr geschickt hat die Autorin diese Rahmenhandlung in einen packende und clever konzipierte Geschichte eingebettet. Der Spannungsbogen wird mit der Entführung eines kleinen Kindes zu beginn des Buches gut aufgebaut und durch die mystischen und undurchsichtigen Tatumstände auf einem hohen Niveau gehalten. Das fulminante Finale war für mich überraschend und überzeugend, so dass ich hoffe, dass das sympathische Ermittlerteam noch den einen oder anderen Fall zu lösen bekommt.

Ein toller Kriminalroman, der mir einige spannende Stunden beschert hat. Aus meiner Sicht ist "Luzerner Totentanz" ein sehr lesenswertes Buch, so dass ich es gerne weiterempfehle und mit vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 08.10.2017

Die Sträggele ist zurück

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Weihnachten in Luzern. Kurz hintereinander werden 3 kleine Mädchen entführt. Sie werden zwar bald gefunden, aber ihre Umgebung ist mit Hexensymbolen oder Blut verschmiert. Cem Cengiz und Barbara Amato ...

Weihnachten in Luzern. Kurz hintereinander werden 3 kleine Mädchen entführt. Sie werden zwar bald gefunden, aber ihre Umgebung ist mit Hexensymbolen oder Blut verschmiert. Cem Cengiz und Barbara Amato haben jede Menge zu tun um für Aufklärung zu sorgen. In ihr Blickfeld gerät bald eine Luzerner Sagenfigut: die Strägele. Ab nun stehen alle rotharigen Frauen unter Generalverdacht. Und die Berichte in den Zeitungen tragen nicht gerade zur Eskalation bei.
Nach Luzern kommen ist für mich wie sich mit guten Freunden zu treffen. Ich kenne Cem, Lila, Eva und Barbara ja nun schon einige Zeit und habe schon einige Fälle mit ihnen zusammen gelöst. Nur schade, dass Rolf nicht mehr mit dabei ist. Neu hinzu kommt diesmal ein interessanter Mann: Marius, ein ehemaliger Journalist in Kriesengebieten. Die Dialoge zwischen ihm und Cem liebe ich.
Aber auch die weiteren Handelnden kommen lebensecht und bis auf einen Pfarrer für mich sympathisch rüber.
Hier geht es um Okkultismus, um okkulte Dinge und Symbole, eine Hexe mit roten Haaren, um die Sträggele und um den Türst. Richtig gekonnt hat Monika Mansour hier die Schweizer Sagenwelt mit einem spannenden Kriminalfall zusammen gebracht. Spannung ab der ersten Seite, wo ich mich nach dem Prolog schon gefragt habe, wo hier die Reise hingehen mag. Der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss erhalten, wo sich alles schlüssig, nachvollziehbar und für mich doch überraschend auflöst.
Durch viele schweizer Ausdrücke, die nicht eingedeutscht wurden, sich aber aus dem Zusammenhang erklären, fühle ich mich sofort mittendrin in unserem kleinen Nachbarland. Die Beschreibungen der Luzerner Stadtmauer und die Streifzüge durch die Stadt, bei denen ich dabei sein darf, geben der Geschichte den Lokalkolorit.
Auch das Private der Ermittler und der Staatsanwältin haben wieder ihren Raum gefunden. Und nach dem, was diesmal alles passiert ist, bin ich sehr gespannt wie´s weiter geht.
Ein spannender, sehr interessanter Fall, den man nicht unbedingt an Weihnachten lesen muss. Lesenswert ist er zu jeder Zeit.

Veröffentlicht am 04.10.2017

die Sträggele geht um

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"Luzerner Totentanz" ist der vierte Teil um den charismatischen Luzerner Ermittler Cem Cengiz und sein Team. Es ist Winter, kalt, Weihnachten steht bevor. In dieser Zeit der Einkehr und Stille wird auf ...

"Luzerner Totentanz" ist der vierte Teil um den charismatischen Luzerner Ermittler Cem Cengiz und sein Team. Es ist Winter, kalt, Weihnachten steht bevor. In dieser Zeit der Einkehr und Stille wird auf dem Männliturm ein kleines Mädchen aufgefunden, ausstaffiert mit einem weißen Kleid, Flügeln und mit Goldstaub bepudert, hergerichtet wie ein Engel. Auf dem Turm finden sich unzählige okkulte Zeichen, geschrieben mit Blut. Was hat es damit auf sich? Das kleine Mädchen schläft, ist unverletzt, weigert sich später aber beharrlich zu sprechen. Cem Cengiz und seine Kollegin Barbara Amato ermitteln, stehen aber vor einem Rätsel.

Dann wird ein weiterer "Engel" gefunden, wieder ein kleines Mädchen, das gekidnappt wurde. Und wieder gibt es okkulte Symbole. Schnell verbreitet sich das Gerücht, dass die Sträggele, eine Sagengestalt und Hexe in Luzern ihr Unwesen treibt.

Wie die vorigen Bände ist auch dieser Krimi in sich abgeschlossen, so dass man ihn für sich lesen kann. Ich würde aber empfehlen, unbedingt auch die anderen Teile zu lesen, um Cem und sein Umfeld kennenzulernen. Seit dem letzten Teil ist das Team um Cem ohne Chef, Barbara soll die Stelle übernehmen. Fühlt sie sich der Aufgabe gewachsen? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch so recht kommen sie nicht voran. Erst der gutaussehnde Journalist Marius kann entscheidende Hinweise geben.

Was mir bei dieser Reihe am meisten gefällt sind die Protagonisten, die wunderbar liebevoll gezeichnet sind. Cem ist der Herzensbrecher schlechthin, ihm sitzt der Schalk im Nacken. Er bekommt aber Konkurrenz von Marius, der ein sehr interessanter neuer Protagonist ist. Im Gegensatz um südländischen Cem ist er der norddeutsche, kühle Typ. Ein Duo, das die Blicke auf sich zieht.

Die Figuren wirken so menschlich und sympathisch, das Team harmoniert. Richtig rund werden die Menschen durch ihr Privatleben: Cem liefert sich immer wieder spritzige Wortgefechte mit seiner Freundin Lila, Barbara hat die Trauer über Rolfs Tod noch lange nicht überwunden und Eva ist nach dem Erlebten im letzten Teil psychisch noch angeknackst.

Monika Mansour zaubert eine mystische Atmosphäre und bettet die alten Luzerner Sagen um die Sträggele und den Türst sehr geschickt in die Kimihandlung ein. Typische Schweizer Begriffe sorgen für viel Lokalkolorit, hier konnte ich wieder einige neue Begriffe aufschnappen. In unterschiedlichen Strängen rollt sich die Geschichte auf, so dass wir als Leser auch einen Einblick in die Sicht der bösen Figur erhalten und somit den Ermittlern einen Schritt voraus sind.

Fazit: "Luzerner Totentanz " ist ein Krimi zum miträtseln, bei dem ich zwar nah dran war, aber doch falsch lag, die Auflösung gibt es erst zum Schluss. Die Handlung ist fesselnd, die Spannung steigert sich gegen Ende hin immer mehr, um in einem genialen Showdown zu enden. Begeisterte 5 Sterne, ich freue mich schon auf den nächsten Fall.

Veröffentlicht am 04.10.2017

Hexenrache in Luzern

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Klappentext:

Ein mystischer Krimi aus der Zentralschweiz. An Heiligabend wird im Luzerner Männliturmein kleines Kind, als Engel verkleidet, schlafend aufgefunden – zuvor war es entführt worden, angeblich ...

Klappentext:

Ein mystischer Krimi aus der Zentralschweiz. An Heiligabend wird im Luzerner Männliturmein kleines Kind, als Engel verkleidet, schlafend aufgefunden – zuvor war es entführt worden, angeblich von der Sträggele. Ermittler Cem Cengiz begibt sich auf die Spur der Hexe, die Kinder raubt. Als seine Suche erfolglos bleibt, wendet er sich an einen Experten in okkulten Fragen. Doch dessen Eingreifen verschärft die Lage nur noch, und die Medien schaukeln das Drama weiter hoch. Die öffentliche Jagd auf die Hexe beginnt, und der Scheiterhaufen ist bereits errichtet ...


Leseeindruck:

Nachdem ich vor gar nicht all zu langer Zeit den Vorgängerband "Luzerner Todesmelodie" gelesen hatte, freute ich mich sehr auf ein Wiederlesen mit dem Ermittler Cem Cengiz, mit dem ich ja bereits bestens vertraut war. Auch diesem Regional-Kriminalroman hat die Autorin Monika Mansour herrlich düsteren Luzerner Lokalkolorit eingehaucht mit schweizerischen Elementen und Namen und Gebräuchen. Sämtliche Charaktere werden detailliert gezeichnet und so beschrieben, dass man sie sich bildhaft und leibhaftig vorstellen kann. Wer ist die Sträggele, die hier ihr Unwesen treibt?

Gemeinsam mit dem Ermittler habe ich mitgerätselt, kombiniert und Indizien gesammelt.

Der Schreibstil liest sich angenehm lesenswert, nur dann und wann gab es doch den ein oder anderen Begriff, den ich als Deutsche nicht kannte und nachschauen musste, was schon mit dem Wort Sträggele losging. Vielleicht wäre da ein Glossar ein wenig hilfreich gewesen. Ansonsten lasen sich die 267 Seiten unterhaltsam, kurzweilig und fesselnd.

Das Cover ist passend zum Thema gefällt und sticht sofort ins Auge.

Insgesamt hat mir dieser Kriminalroman gut gefallen, so dass ich 5 Sterne vergeben möchte.


@ esposa1969

Veröffentlicht am 01.10.2017

Begeistert und beeindruckt!

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An Weihnachten wird in Luzern auf dem Männliturm ein dort ausgesetztes, kleines Mädchen gefunden. Sie liegt in einer Art Krippe aus Stroh und wurde als Engel verkleidet. Die Kleine lebt, spricht jedoch ...

An Weihnachten wird in Luzern auf dem Männliturm ein dort ausgesetztes, kleines Mädchen gefunden. Sie liegt in einer Art Krippe aus Stroh und wurde als Engel verkleidet. Die Kleine lebt, spricht jedoch kein Wort. Alles deutet darauf hin, dass sie entführt wurde. Ermittler Cem Cengiz und Barbara Amato stehen vor der schwierigen Aufgabe genau das herauszufinden. Sie stossen auf die Sage der "Sträggele", da die Kleine seltsame Symbole auf dem Bauch hat. Hat die Hexe, die in Winternächten ihr Unwesen treibt, die Kleine geraubt?

In der nächsten Nacht wird wieder ein kleines Mädchen aufgefunden, diesmal im Zytturm….



Ich war sehr gespannt auf diesen Krimi aus der Feder von Monika Mansour. Schon viel habe ich von ihr gehört, doch noch nie etwas gelesen. Und ich bin beeindruckt und begeistert. Beeindruckt, weil die Autorin Schweizer Sagen geschickt mit einem spannenden Kriminalfall verwoben hat. Begeistert, weil dieser Krimi im Herzen Luzerns sehr authentisch ist. Mir hat besonders gefallen, dass der Schreibstil "echt schweizerisch " ist. So wurden nicht nur Ausdrücke wie "Velo" (Rad) oder "Finken" (Hausschuhe) original schweizerisch belassen,sondern auch Begriffe wie der Samichlaus und sein Schmutzli (St. Nikolaus und sein Gehilfe) eingeflochten. Als Schweizerin habe ich mich sehr wohl gefühlt mit dem Stil, kann mir aber auch vorstellen, dass Leser ausserhalb der Schweiz einiges nachschlagen müssen. Denn wer weiss schon was ein "Mutschli (kleines Brötchen ) oder ein "Trottoir "(Gehsteig)ist ?

Schon der Start ist gelungen, denn die verschiedenen Erzählstränge zu Beginn verraten schon einiges und machen Lust auf mehr. Sehr schnell grübelt man als Leser über das Motiv der Taten nach. Dieses wird erst fast ganz am Schluss des Buches aufgelöst und ist sehr schlüssig. Wie übrigens die ganze Story. Nie hatte ich das Gefühl, die Ermittlungsergebnisse sind an den Haaren herbei gezogen oder dem Zufall geschuldet.

Etwas schade empfand ich die Anspielungen zu der Vergangenheit der Ermittler, die ich oftmals nicht richtig einordnen konnte. Da die jedoch eher dezent waren, haben sie mich nicht gross gestört. Ich werde nun einfach die ersten 3 Fälle von Cem und Barbara noch nachholen .Darauf freue ich mich, denn die Ermittler sind so gut charakterisiert, dass sie mir ans Herz gewachsen sind. Cem ist der typische Sunnyboy mit einem grossen Herz, offen und in Sachen Liebesdingen etwas wankelmütig. Barbara ist die ruhigere, ernstere und in Punkte Arbeit und Ermittlungen die verbissenere.

Ein sehr spannender Krimi, der den Leser in die Sagen und Märchen der Schweiz entführt.