Alle wollen Halla
Ich durfte an einer Leserunde teilnehmen, was mich sehr gefreut hat, denn die Leseprobe war super spannend. Man wird hier direkt in die Geschichte reingeworfen. Es beginnt direkt mit einer Flucht. Im Fokus ...
Ich durfte an einer Leserunde teilnehmen, was mich sehr gefreut hat, denn die Leseprobe war super spannend. Man wird hier direkt in die Geschichte reingeworfen. Es beginnt direkt mit einer Flucht. Im Fokus steht das kleine Mädchen Halla, das von ihrer Adoptivmutter Xenia um jeden Preis beschützt wird. Da die Gefahr für das Kind aber zu groß wird, sucht Xenia Schutz und Unterstützung bei ihrem Bruder Orpheus - einem Trunkenbold, der als Musiker etwas Geld verdient und viele Liebschaften hat.
Orpheus wird praktisch gezwungen sich um Halla zu kümmern und er muss erkennen, dass er sich wirklich um sie kümmern möchte und ihr Wohl ihm sehr am Herzen liegt.
Viele Leute sind hinter Halla her. Södnern wird viel Geld bezahlt, wenn sie die Kleine ausliefern. Auch Tiere spielen hier eine wichtige Rolle. Halla sieht Tiere in ihren Träumen und kann mit ihnen kommunizieren, doch auch in ihrer realen Welt taucht ein Fuchs auf, der sich ihr und Orpheus anschließt. Bald schon wächst diese Truppe aus Leuten, von denen keiner weiß, ob er dem anderen trauen kann oder nicht.
So weit so gut... Ich muss sagen, das Buch ist nicht mein Fall gewesen. Die Leseprobe war vielversprechend und es gibt auch zwischendurch immer mal interessante Szenen, aber im Großen und Ganzen fehlte es der Geschichte an so vielem. Die Verbindung mit den Tieren mochte ich überhaupt nicht, weil es der Geschichte etwas Niedliches verlieh, was meiner Meinung nach da nicht hingehörte. In gefühlt jedem dritten Satz wurde ordinär geflucht: "Beim Arsch des Thors", "Bei den Hoden von Odin".. Das ging mir so auf den Wecker (niemand flucht immer auf verschiedene Weise und dann auch noch so ordinär). Im Hintergrund hat die Kaiserin Theophanu eine eigene Geschichte, die mit der von Halla verwoben ist, aber hier fehlt ein Crossover. Es wirkt wie eine eigenständige Geschichte, die kaum dazugehört. Es ist der Auftakt einer Reihe, aber mir passiert hier ehrlich gesagt zu wenig. Die Personen bewegen sich andauernd, aber treiben die Handlung trotzdem nicht voran.
Es gab hier viele gute Meinungen zu dem Buch. Es ist historische Fantasy. Ich mochte es nicht so sehr und werde nicht weiterlesen, aber viele andere sehen das ganz anders.