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Veröffentlicht am 28.03.2020

Rockerclub

Rockerclub
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Meine Meinung
„Rockerclub“ ist die Gesamtausgabe von sechs Kurzromanen, in deren Mittelpunkt die Mitglieder des Dead Angels Rockerclubs stehen.

Nachdem ich bereits etliche Rockergeschichten von Bärbel ...

Meine Meinung
„Rockerclub“ ist die Gesamtausgabe von sechs Kurzromanen, in deren Mittelpunkt die Mitglieder des Dead Angels Rockerclubs stehen.

Nachdem ich bereits etliche Rockergeschichten von Bärbel Muschiols verschlungen hatte und nichts neues in Sicht war, habe ich ihre bisher veröffentlichten Geschichten nach neuem Lesestoff durchstöbert und dabei bin ich auf eine ihrer ersten Rockergeschichten gestoßen. „Rockerclub“ ist ihre erste Kurzgeschichtensammlung und da ich bereits ein paar ihrer aktuelleren Rockergeschichten gelesen habe, fiel mir auf, dass dem Buch irgendetwas fehlt. Zwar konnte mich die Geschichte durchaus in ihren Bann ziehen, so ganz das locker, leichte Lesefeeling, dass ich sonst von Bärbel Muschiol gewohnt bin, kam bei mir aber leider nicht auf.

Nach und nach findet jeder der fünf Rocker seine Old Lady und auch wenn sie sich zu Beginn alle dagegen sträuben ihre heißgeliebte Freiheit aufzugeben, müssen sie am Ende doch einsehen das diese eine Frau ihr Leben nicht nur auf den Kopf stellt, sondern sich auch in ihr Herz geschlichen hat.

Rockerbraut: Marie & Darmian
Marie ist die kleine Schwester von Joe dem Vizepräsidenten der Dead Angels. Als sie feststellen muss das sie ihr Leben nicht mehr alleine bewältigen kann bittet sie ihren älteren Bruder um Hilfe und willigt damit ein sich dem Club und seinen Regeln unterzuordnen. Darmian ist der „Dämon“ der Unterwelt und der Präsident der Dead Angels. Seit er denken kann hat er ein Auge auf Marie geworfen und er wünscht sich nichts mehr, als Marie endlich zu seinem Eigentum zu machen.

Rockerherz: Anette & Joe
Anette ist Maries beste Freundin und seitdem sie von ihrem Freund verlassen wurde alleinerziehende Mutter. Ihr Sohn Max ist acht Jahre alt und der wichtigste Mensch in ihrem Leben. An eine weitere Beziehung verschwendet sie daher kaum einen Gedanken. Joe ist der Vizepräsidenten der Dead Angels und Anette bereits seit etlichen Jahren seine heimliche Leidenschaft. Als Anette Marie im Clubhaus besuchen kommt ergreift er seine Chance und zeigt ihr wie sehr er sie will, doch Anette wehrt sich mit Händen und Füßen.

Rockerlady: Marie & Darmian
Marie und Darmian haben ihr Glück gefunden. Jetzt fehlt nur noch die offizielle Zeremonie, durch die Marie zu Darmians Lady wird. Doch bevor die beiden ihr Happy End bekommen, sorgt ein illegaler Kampf für ordentliches Chaos in der Rockerwelt.

Rockerpussy: Luci & Snake
Luci wurde von der Russenmafia zur Zwangsprostitution gezwungen, um die Schulden ihres Vaters zu begleichen. Bei einem illegalen Kampf rettet ihr Snake das Leben. Luci schöpft neuen Lebensmut und hofft das sie sich eine Zukunft aufbauen kann, doch sie hat Snakes Beschützerinstinkt unterschätzt. Snake ist ein Krieger, mit einem extremen Aggressionspotenzial, der vor keinen Kampf zurückschreckt und der seinem Gegner das Fürchten lehrt. Nur wenn es um Gewalt gegenüber Frauen und Kinder geht, hört der Spaß bei ihm auf.

Rockerlove: Mia & Tracker
Mia ist die kleine Schwester von Hank. Als sie von der Russenmafia entführt wird, ziehen Tracker und ihr Bruder los, um sie zu retten, denn für ihr Familie gehen die Dead Angels über Leichen. Seit einem heimlichen Kuss fühlt sich Mia zu Tracker hingezogen, doch ihre Gefühle verwirren sie zu tiefst, denn eigentlich hat Mia einen Freund, von dem sie glaubt, er sei der Richtige für sie. Tracker ist der gefährlichste unter den Rockern und für ihn ist längstens klar, dass Mia ihm gehört. Doch bevor Tracker Mia zu seinem Eigentum machen kann muss er sich erst noch mit ihrem großen Bruder Hank auseinandersetzen, der davon alles andere als begeistert ist.

Rockerluder: Verena & Hank
Verena verdankt Hank ihr Leben, denn er hat sie aus den Fängen der Russenmafia befreit und zusammen mit ihr den Drogenentzug durchgestanden. Als sie Marie dann auch noch vor dem sicheren Tod rettet, hat sie endgültig das Herz ihres Rockers erobert. Hank hat bisher nie an die Liebe geglaubt, doch dann begegnet er Verena und plötzlich steht seine Welt Kopf. Für diese Frau ist er bereit all seine bisherigen Regeln über den Haufen zu werfen.

Die einzelnen Geschichten zeichnen sich durch eine explizite Wortwahl, ein paar interessante und unterhaltsamer Charaktere und einer Menge prickelnder Sexszenen aus. Mit den weiblichen Hauptcharakteren hat die Autorin fünf Protagonistinnen geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dadurch habe ich ein spannendes Lesevergnügen erlebt. Leider hat mir die Leichtigkeit ein bisschen gefehlt und die Sexszenen waren mir Stellenweise zu viel des Guten, sodass ich nur 4 von 5 Sternen vergeben kann.

Jede Geschichte ist in sich abgeschlossen. Bärbels Schreibstil habe ich bei diesem Buch allerdings ein bisschen vermisst, denn die Bücher aus ihren Anfangszeiten lassen sich nicht ganz so flüssig lesen. Erzählt werden die Kurzgeschichten aus jeweils zwei Perspektiven. Der Leser bekommt also immer einen Einblick in die Gedanken beider Protagonisten.

Fazit
Nach etlichen Rockerabenteuern habe ich nun Muschiols ersten Rockersammelband gelesen und auch wenn er mich nicht zu 100% überzeugen konnte, habe ich mich doch gut unterhalten gefühlt. Von mir bekommt das Buch eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 23.03.2020

Ein guter Debütroman

Wie viele willst du töten
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Meine Meinung
„Wie viele willst du töten“ ist die deutsche Übersetzung des Debütromans von Joanna Schaffhausen, die 2020 im dtv Verlag erschienen ist. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Officer Ellery ...

Meine Meinung
„Wie viele willst du töten“ ist die deutsche Übersetzung des Debütromans von Joanna Schaffhausen, die 2020 im dtv Verlag erschienen ist. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Officer Ellery „Ellie“ Hathaway.

Ellie, die früher Abigail hieß und die einzige Überlebende des Serienkillers Francis Michael Coben ist, lebt nun in Woodbury und arbeitet dort als Polizistin. Eigentlich führt Ellie ein relativ normales Leben, doch dann bekommt sie jedes Jahr zu ihrem Geburtstag eine anonyme Karte zugeschickt und gleichzeitig verschwindet jedes Mal ein Mensch aus ihrem Umfeld spurlos. Nur weiß in Woodbury niemand von ihrer Vergangenheit und so wird Ellie von ihren Kollegen für verrückt erklärt als sie an einen Zusammenhang glaubt. Weil Ellie vermutet, dass es sich um das Werk eines Nachahmungstäters handelt, kontaktiert sie in ihrer Verzweiflung den FBI-Agenten Reed Markham, den Mann, der sie damals vor dem sicheren Tod gerettet hat. Doch Reed ist skeptisch. Kann er der traumatisierten Ellery vertrauen?

Ellery ist der Autorin gut gelungen. Sie hat einen interessanten Charakter, der dank seiner Ecken und Kanten authentisch wirkt und sich so gut in die Geschichte einfügt. Natürlich sind die Ereignisse aus ihrer Vergangenheit nicht spurlos an ihr vorbeigegangen. Ellery ist schwer traumatisiert, lebt zurückgezogen und das einzige Lebewesen, dass sie in ihrem Haus duldet ist ihr Hund Bump. Allerdings muss ich zugeben das mir Ellery am Ende zu viele falsche Entscheidungen getroffen hatte und sie mir daher nicht sonderlich sympathisch war.

In den meisten Fällen kann ich mich mit dem männlichen Protagonisten besser anfreunden als mit dem weiblichen. Bei Reed war das leider nur bedingt der Fall. Wahrscheinlich wäre er mir sympathisch gewesen, wenn sein Charakter nicht ewig wiederkehrende Klischees bedient hätte. Da wären seine Eheprobleme, seine Affären, sein Alkoholproblem (glücklicherweise hält sich dieses halbwegs in Grenzen) und die Tatsache, dass sein Job absolut immer an erster Stelle steht. Sicherlich ist es positiv, dass er sich bis zum Schluss um Ellies Sicherheit sorgt und sie daher keine Sekunde aus den Augen lässt. Sein extremes Misstrauen gegenüber Ellery gefiel mir nur mäßig aber als er ihr wichtige Informationen verschweigt war meine Geduld am Ende.

Was mir bei einem Spannungsroman immer sehr wichtig ist, ist eine ordentliche Portion Spannung, die irgendwann im Verlaufe der Handlung dafür sorgen muss, dass ich das Buch keine Sekunde mehr aus der Hand legen kann. „Wie viele willst du töten“ beginnt mit einer Rückblende, die nicht durch ihre Brutalität besticht, sondern durch eine mehr als nur gruslige Atmosphäre. Zwar enden die meisten Kapitel mit einem Cliffhanger so richtig spannend wird es aber erst zum Ende hin. Das große Finale schlägt dann allerdings ein wie eine Bombe und mit dem Täter konnte mich die Autorin tatsächlich überraschen. Angeblich gibt es immer wieder Hinweise auf den Täter, die ich aber scheinbar allesamt überlesen habe, denn ich wusste erst ganz zum Schluss wer es ist.

Warum auf dem Cover „Thriller“ steht hat sich mir bis zum Schluss nicht erschlossen, denn für mich handelt es sich bei diesem Buch eher um einen Krimi. Leider sind mir in letzter Zeit mehrere solcher Bücher in die Hände gefallen und ich frage mich mittlerweile nach welchen Kriterien die Verlage die Bezeichnung „Thriller“ vergeben.

Erzählt wird das Buch aus der Sicht von Ellery und Reed. Der Perspektivwechsel hat die Geschichte für mich noch spannender gemacht. Trotz dem ein oder anderen Übersetzungsfehler ließ sich die Geschichte recht flüssig lesen. Mein einziger Kritikpunkt ist die Länge der einzelnen Kapitel, die viel zu lang waren, was meinen Leserhythmus negativ beeinflusst hat. Bei 333 Seiten besteht das Buch mal gerade aus 12 Kapiteln, die zwischen 20 und 40 Seiten lang sind. Mehrere kürzere Kapitel hätten mir deutlich besser gefallen.

Fazit
Joanna Schaffhausen ist mit ihrem Debüt ein passabler Spannungsroman gelungen, der zwar zu Beginn so seine Längen hat, zum Ende hin aber mit einer guten Portion Spannung daherkommt. „Wie viele willst du töten“ ist für mich definitiv kein Pageturner, weil mir aber die Idee gefallen hat und die Umsetzung in Ordnung ist, bekommt das Buch von mir eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 18.03.2020

Ezekiel & Alexandra

Rockerschmerz. Ezekiel und Alexandra
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Meine Meinung
„Rockerschmerz“ ist der zweite Band einer Dilogie, die im Angels of Devils Motorcycle Club in Texas spielt. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Ezekiel der Sergeant at Arms der Angels of ...

Meine Meinung
„Rockerschmerz“ ist der zweite Band einer Dilogie, die im Angels of Devils Motorcycle Club in Texas spielt. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Ezekiel der Sergeant at Arms der Angels of Devils und Alexandra eine Polizistin. Mit dieser Rockergeschichte hat Bärbel Muschiol ein weiteres Buch geschrieben, das ich in einem Rutsch verschlungen habe.

Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch die Grundidee. Alexandra arbeitet als Polizistin und steht somit auf der anderen Seite des Gesetzes. Die kriminellen Machenschaften, die von ihren Kollegen in regelmäßigen Abständen unter den Tisch gekehrt werden, regen sie extrem auf und sie ist es leid die Korruption geheim zu halten. Leider sehen ihre Kollegen das ein bisschen anders und so wird sie eines Nachts dem Sergeant at Arms der Angels of Devils buchstäblich vor die Füße geworfen. Ezekiel und seine Brüder habe sich jedoch geschworen niemals eine Frau zu ermorden und so sieht sich der Sergeant at Arms der Angels of Devils dazu gezwungen Alexandra mit in seinen Club zu nehmen.

Einer der Gründe warum ich von Muschiols Rockergeschichten niemals bekommen kann ist die grandiose Mischung aus Action und Romantik. Ein weiter sind ihre Charaktere, die mich immer wieder aufs Neue faszinieren und mir meistens bereits nach den ersten Seiten sympathisch sind. Ebenfalls positiv sind die phänomenalen Sexszenen und ihr Schreibstil, der sich nicht nur angenehm und flüssig lesen lässt, sondern der der Geschichte auch jedes Mal das gewisse Etwas verleiht.

Ezekiel sowie Alexandra konnten mich von der ersten Seite an fesseln und ich habe zusammen mit ihnen geweint, gelitten und gelacht. Die Autorin konnte mich erneut auf eine hoch emotionale Achterbahnfahrt schicken, nach der ich bereits nach wenigen Seiten süchtig war. Mit Ezekiel und Alexandra hat Bärbel Muschiol zwei Protagonisten geschaffen die perfekt zu dieser Geschichte passen und die mir ein wundervolles Leseerlebnis geschenkt haben.

Erzählt wird das Buch sowohl aus der Perspektive von Ezekiel als auch aus der von Alexandra. Beim Genre „erotische Liebesgeschichten“ gefällt mir das immer besonders gut, denn es macht die Charaktere für mich greifbarer.

Fazit
Obwohl Bärbel Muschiol bereits etliche Rockergeschichten veröffentlicht hat werden sie für mich niemals langweilig und ich bin schon sehr gespannt auf ihr nächstes Werk. Wer also gerne Rockergeschichten mit einer spannenden Story, guten Sexszenen und der richtigen Portion an Action liest dem empfehle ich ihre Bücher.

Veröffentlicht am 18.03.2020

Fae & Chase

Scarred Ink: Soul
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Meine Meinung
„Scarred Ink: Soul“ ist der zweite Band der „Tailors Ink“ Trilogie von K. Elly de Wulf. Im Mittelpunkt der Reihe stehen drei Freunde, die in Hollywood das Tattoostudio »Tailors Ink« betreiben. ...

Meine Meinung
„Scarred Ink: Soul“ ist der zweite Band der „Tailors Ink“ Trilogie von K. Elly de Wulf. Im Mittelpunkt der Reihe stehen drei Freunde, die in Hollywood das Tattoostudio »Tailors Ink« betreiben. Der zweite Band erzählt die Geschichte von Fae und Chase. Fae ist von Chicago nach Hollywood geflüchtet, um ihrer traumatischen Vergangenheit zu entkommen. Leider haben die grauenvollen Ereignisse auch Jahre später noch Einfluss auf ihren Alltag, den Fae wird immer wieder von Panikattacken heimgesucht, die ihr das Leben schwer machen. Chase, der in seiner Vergangenheit ähnlich schlimme Erfahrungen machen musste, hat die Hoffnung, dass ihm Fae ein Tattoo sticht, mit dem er gerne alte Narben verschwinden lassen möchte. Vielleicht hat er so die Chance ihr näher zu kommen, den Chase empfindet etwas für Fae, nur will die davon nichts wissen.

Mit Chase konnte ich mich bis zum Schluss nur mäßig anfreunden, denn er trifft für mich einfach zu viele Entscheidungen, die ich weder gut fand noch nachvollziehen konnte. Zwar bemüht er sich um Fae und zeigt im Verlaufe der Handlung immer öfters, dass sie ihm eine Menge bedeutet, geht aber hinter ihrem Rücken einem illegalen Lebensstil nach, von dem er ganz genau weiß, dass Fae ihn niemals gutheißen würde. Dieses Verhalten war für mich einfach zu widersprüchlich und die Tatsache, dass er es erst ganz zum Schluss ändert hat mich gestört.

Auf Faes Vergangenheit war ich ganz besonders neugierig. Zwar erfährt der Leser bereits im Klappentext, dass sie vor ihrem brutalen Ex-Freund geflohen ist, mehr aber auch nicht. Im Laufe der Geschichte bekommt der Leser ein immer besseres Bild von Faes damaliger Lebenssituation und ich war irgendwann zwiegespalten. Einerseits konnte ich absolut nicht nachvollziehen warum sie so lange an der Beziehung mit ihrem Ex-Freund festgehalten hat. Anderseits fand ich es gut, dass sie etwas gegen ihre Panikattacken unternimmt und sich nicht länger von ihnen lähmen lässt. Dafür konnte ich am Ende sehr gut verstehen warum Chase illegale Machenschaften für sie ein absolutes No-Go sind.

Im Gegensatz zum ersten Band habe ich den zweiten als deutlich spannungsgeladener empfunden. Im Laufe der Handlung kommt es zu einer Menge schlimmer Ereignisse, die am Ende nicht aufgeklärt wurden und von den ich sehr hoffe, dass sie im dritten und letzten Teil eine Auflösung bekommen.

Erzählt wird das Buch abwechselnd aus der Sicht von Fae und Chase. Was mir einen wundervollen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden gegeben hat und so konnte ich die Geschichte noch intensiver erleben. Der Schreibstil von K. Elly de Wulf ließ sich sehr angenehm lesen und die Wortwahl hat die spannungsgeladene Stimmung perfekt unterstützt. Die Kapitel hatten für mich genau die richtige Länge und so habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen regelrecht verschlungen.

Fazit
Mit „Scarred Ink: Soul“ hat K. Elly de Wulf eine gute Fortsetzung geschrieben. Zwar konnte mich der zweite Band nicht so sehr begeistern wie der erste, gut unterhalten gefühlt habe ich mich aber trotzdem. Jetzt bin ich auf den dritten und letzten Teil der Trilogie gespannt. Obwohl das Buch alles andere als perfekt ist, gibt es von mir eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 18.03.2020

Morris & Jada

Scarred Ink: Body
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Meine Meinung
„Scarred Ink: Body“ ist der erste Band der „Tailors Ink“ Reihe von K. Elly de Wulf. Im Mittelpunkt der Reihe stehen drei Freunde, die in Hollywood das Tattoostudio »Tailors Ink« betreiben. ...

Meine Meinung
„Scarred Ink: Body“ ist der erste Band der „Tailors Ink“ Reihe von K. Elly de Wulf. Im Mittelpunkt der Reihe stehen drei Freunde, die in Hollywood das Tattoostudio »Tailors Ink« betreiben. Der erste Band erzählt die Geschichte von Morris und Jada. Morris hat durch tragische Umstände seine Mutter und seinen kleinen Bruder verloren und führt seit diesem Tag einen heftigen Kampf mit seinen inneren Dämonen. Jada die einst die Chance auf eine große Musikkarriere hatte, ist seit einem verehrenden Unfall nur noch ein Schatten ihrer Selbst und lebt völlig isoliert von der restlichen Welt.

Morris konnte ich anfänglich nur schwer einschätzen und eine richtige Bindung habe ich erst im Verlaufe der Handlung zu ihm aufbauen können. Sein Schicksal hat ihn schwer mitgenommen und obwohl er auf der falschen Seite der Stadt aufgewachsen ist und seine Kindheit alles andere als rosig war, hat er es geschafft etwas aus sich und seinem Leben zu machen und dafür bewundere ich ihn. Seine Dämonen lassen ihm keine Ruhe und erst Jada gelingt es ihm ein bisschen inneren Frieden zu schenken.

Jadas Verhalten konnte ich zu Beginn der Geschichte nur schwer nachvollziehen. Sie ist eine graue Maus, die scheinbar panische Angst vor ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen hat und ihren Körper trotz hochsommerlicher Temperaturen unter langer Kleidung versteckt. Was ist dieser Frau passiert, dass sie sich so sehr isoliert?! Ihr Schicksal, über das der Leser ziemlich früh aufgeklärt wird, hat mich zutiefst geschockt. Diese Frau ist ein wahres Wunder, denn sie hat etwas wirklich Grauenhaftes überlebt. Das einzige was ich bei diesem Unfall nicht nachvollziehen konnte war ihre Überzeugung sie sei schuld an dem Ganzen. Die Narben, die seit jenem Tag ihren Körper bedecken empfindet sie als hässlich und glaubt fest daran, dass ihre Mitmenschen sie für ein abstoßendes Monster halten. Morris beweist ihr jedoch das Gegenteil und am Ende sind es genau diese Narben und das was Morris aus ihnen macht, was ihr neuen Mut gibt. In diesem Moment war ich unglaublich stolz auf ihre mutige Entscheidung.

Ich liebe Tattoos. Zwar habe ich riesige Angst vor Nadeln und werde mir aus diesem Grund wahrscheinlich niemals eins stechen lassen. Vom Anblick kann ich aber gar nicht genug bekommen. Das ein Großteil der Geschichte in einem Tattoostudio spielt hat mir sehr gut gefallen und so habe ich mich über jedes kleine Detail aus dieser Welt riesig gefreut.

Erzählt wird das Buch abwechselnd aus der Sicht von Morris und Jada. Was mir einen wundervollen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden gegeben hat und so konnte ich die Geschichte noch intensiver erleben. Der Schreibstil von K. Elly de Wulf ließ sich sehr angenehm lesen und die Wortwahl hat die tolle Stimmung perfekt unterstützt. Die Kapitel hatten für mich genau die richtige Länge und so habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen regelrecht verschlungen.

Fazit
Mit „Scarred Ink: Body“ ist K. Elly de Wulf ein grandioser Reihenauftakt gelungen, der mich trotz kleinerer Schwächen in seinen Bann ziehen konnte und der mich definitiv neugierig auf den nächsten Band gemacht hat. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!