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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2019

Liebesgeschichte mit kleineren Mängeln

Dirty
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Meine Meinung
„DIRTY: In seiner Gewalt“ ist der erste Band einer Trilogie, in deren Mittelpunkt Benedict genannt Dirty und Olivia stehen. Dirty verdient sein Geld als Geschäftsmann, verbringt seine Freizeit ...

Meine Meinung
„DIRTY: In seiner Gewalt“ ist der erste Band einer Trilogie, in deren Mittelpunkt Benedict genannt Dirty und Olivia stehen. Dirty verdient sein Geld als Geschäftsmann, verbringt seine Freizeit aber sehr gerne mit gutem Sex und damit der nicht langweilig wird sucht er sich, über eine eigens dafür angelegte Webseite, immer wieder neue Spielgefährtinnen. Olivia wurde während eines Clubbesuches von einem Drogenboss entführt und muss seitdem die brutalen Misshandlungen ihres Peinigers über sich ergehen lassen. Erst als sie von Dirty und seinen beiden Freunden gerettet wird fängt sie wieder an Hoffnung zu schöpfen.

Olivia konnte mich von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen und ich habe zusammen mit ihr eine wahre Achterbahnfahrt der Emotionen erlebt. Zusammen mit ihr habe gelacht und geweint und als klar wurde was sie alles durchmachen musste hätte ich sie sehr gerne in den Arm genommen. Für mich ist Olivia eine sehr starke Frau, die bis zuletzt nicht aufgegeben hat und das bewundere ich sehr.

Dirty stand ich zu Beginn des Buches eher neutral gegenüber aber im Verlaufe der Handlung trifft er leider ein paar Entscheidungen, die für mich absolut nicht nachvollziehbar waren und das hat ihn mir leider sehr unsympathisch gemacht. Zwar sorgt und kümmert er sich am Ende um Olivia, meine Meinung über ihn konnte das aber nicht anderen.

Ja ich weiß bei diesem Buch handelt es sich um eine Liebesgeschichte in dem Sex eine große Rolle spielt, aber stellenweise fand ich die Sexszenen mehr als nur unangebracht. Leider hat das meinen Lesegenuss beeinflusst und so hat mir das Buch nur bedingt gefallen.

Positiv hingegen fand ich die Erzählung aus zwei Perspektiven und auch der Schreibstil ließ sich größtenteils angenehm lesen. Die Kapitel waren mir bisweilen ein bisschen zu lang, so dass ich am Ende länger für das Buch gebraucht habe, als ich anfänglich vermutet hatte.

Fazit
Im Grunde ist der Autorin hier eine gute Liebesgeschichte gelungen, die mich größtenteils gut unterhalten konnte und die mich neugierig auf den zweiten Band macht. Allerdings gibt es für mich noch Luft nach oben und so bin ich gespannt ob mich der zweite Teil mehr begeistern kann. Trotzdem gibt es von mir für diese Buch eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Ein gelungener Auftakt

Flirting with Fire
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Meine Meinung
Mit „Blue Collar Brothers“ wird bereits die dritte Reihe der amerikanischen Bestsellerautorinnen Piper Rayne ins Deutsche übersetzt. Der erste Band trägt den Titel „Flirting with Fire“ und ...

Meine Meinung
Mit „Blue Collar Brothers“ wird bereits die dritte Reihe der amerikanischen Bestsellerautorinnen Piper Rayne ins Deutsche übersetzt. Der erste Band trägt den Titel „Flirting with Fire“ und erzählt die Geschichte von Madison Kelly und Mauro Bianco. Mauro ist der älteste von drei Brüdern, die der Leser bereits in der „Charity Case“ Reihe kennengelernt hat.

Ich bin zwar ein großer Fan von Liebesromanen muss aber zu geben, dass mir die weibliche Protagonistin in den meisten Fällen unsympathisch ist. Dieses Buch bildet da leider keine Ausnahme. Bereits zu Beginn der Geschichte hatte ich schon meine ersten Schwierigkeiten mit Madisons Verhalten. Bis zu einem gewissen Grad entwickelt sich Madison zwar weiter, zum Ende hin trifft sie aber eine Entscheidung, die für mich alles bisherige kaputte gemacht hat. Ja am Ende gibt es ein Happy End wir haben es hier ja immer hin mit einem Liebesroman zu tun, über Madisons Fehlentscheidung konnte es mich allerdings nicht hinwegtrösten.

Mauro fand ich dagegen um längen besser. Er konnte mich von der ersten Seite an in seinen Bann ziehen und spätestens ab der Hälfte der Geschichte war ich regelrecht süchtig nach ihm. Ja irgendwie kann ich Madisons Verliebtheit verstehen, dieser Mann ist einfach unglaublich und ich kann mir sehr gut vorstellen das sich jede Frau solch einen Partner in ihrem Leben wünscht.

Typisch für die Bücher von Piper Rayne sind die lebhaften Nebencharaktere. Die auf der einen Seite aus Madisons besten Freundinnen Lauren und Vanessa und auf der anderen Seite aus Mauros jüngeren Brüdern Christian und Luca bestehen. Sowohl der starke Zusammenhalt zwischen den drei Freundinnen als auch die lustigen Frotzeleien zwischen den drei Brüdern haben mir sehr gut gefallen und ich bin schon jetzt neugierig auf die anderen beiden Geschichten dieser Reihe.

Was mir an dieser Reihe bisher besonders gut gefällt, ist die Erzählung aus zwei Perspektiven. Der Leser darf nämlich sowohl in die Gedanken von Madison als auch in die von Mauro einen Blick werfen. Vom Schreibstil bin ich natürlich wieder maßlos begeistert, die beiden können aber auch verdammt gut schreiben.

Fazit
Trotz kleiner Schwächen haben Piper Rayne für mich einen gelungenen Reihenauftakt geschrieben, der mich schon jetzt sehr neugierig auf die beiden folge Bände dieser Reihe macht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 06.11.2019

Fesseln bis zur letzten Seite

SOG
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Meine Meinung
„SOG“ ist der zweite Fall für Kommissar Huldar und Psychologin Freyja. Nachdem Huldar seinen ersten Fall als Chef vergeigt hat, wurde er von seinen Vorgesetzten ans Ende der Hackordnung degradiert ...

Meine Meinung
„SOG“ ist der zweite Fall für Kommissar Huldar und Psychologin Freyja. Nachdem Huldar seinen ersten Fall als Chef vergeigt hat, wurde er von seinen Vorgesetzten ans Ende der Hackordnung degradiert und muss sich nun mit Fällen rumärgern, denen sonst niemand nachgehen will. So bekommt er einen möglicherweise besorgniserregenden Aufsatz aus einer Zeitkapsel auf den Tisch, indem ein unbekannter Schüler droht Menschen zu ermorden. Die Polizei nimmt diesen Aufsatz zunächst alles andere als ernst und so bleibt er an Huldar hängen. Bis plötzlich die ersten Leichen auftauchen.

Nach aktuellem Stand (2019) besteht die Reihe mittlerweile aus fünf Bänden, von denen bisher drei ins Deutsche übersetzt wurden. Ich habe die Reihe mit dem dritten Band begonnen und weil mir dieser gut gefallen hat, wollte ich auch die beiden Vorgängerbände lesen. Nach dem ich vom ersten Band ein bisschen enttäuscht war, hatte ich Hoffnung, dass mir der zweite Band mehr zusagt und dies ist glücklicherweise auch eingetreten. Kurz gesagt ich fand ihn genial!

Dank der Tatsache, dass ich die Reihe mit dem dritten Band begonnen hatte, hatte ich natürlich Vorwissen, dass mich theoretisch gespoilert hat. Praktisch hat mich das weder gestört noch hat es der enormen Spannung einen Abbruch getan. Mir hat es sogar das Lesen in gewisser Weise erleichtert, denn ich konnte mich dank meinem Vorwissen bezüglich der Personenentwicklung der Protagonisten voll und ganz auf den Kriminalfall konzentrieren und so konnte ich das Buch umso mehr genießen.

Ein Störfaktor, der meinen Genuss bisweilen geschmälert hat, ist die Atmosphäre innerhalb der Polizei. Zwischen Huldar und seinen Kollegen herrscht, die meiste Zeit ein wirklich miese Arbeitsklima und das hat, mich irgendwann nur noch genervt. SPOILER! - Leider entwickelt sich dieser Zustand im dritten Band kein Stück weiter. Von daher hoffe ich sehr, dass sich die Charaktere in den beiden folge Bänden (Band 4 & 5) zu einem besseren weiterentwickeln werden.

Was das Verhalten von Huldar und Freyja angeht, so fand ich es im ersten Band noch halbwegs ertragbar. Zum Ende der Geschichte hatte ich also ernsthaft die Hoffnung, dass sich dieser Zustand im zweiten Band dahingehend entwickeln könnte, dass sie mir irgendwann sympathisch werden. Leider war dies aber überhaupt nicht der Fall. Viel mehr ist das Gegenteil eingetreten, denn spätestens nach dem ersten Drittel gingen mir die beiden gehörig auf die Nerven und ihr absolut nicht nachvollziehbares Verhalten war extrem anstrengend. Die Hoffnung das ich mit den beiden irgendwann noch mal warm werde habe ich mittlerweile aufgegeben.

Im ersten Band hatte ich mit dem Kriminalfall leider so meine Schwierigkeiten. Daher hatte ich mir vorgenommen den zweiten Band komplett ohne Erwartungen zu lesen und das war eine sehr gute Entscheidung. Zwar tappt die Polizei mal wieder relativ lange im Dunkeln gegen Ende des Buches kommt aber ordentlich Action auf und so konnte ich das Buch keine Sekunde mehr aus der Hand legen. Ebenfalls gleich geblieben sind die etlichen Einzel Fälle, die zum Schluss ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Ja mir geisterten im Verlaufe der Handlung ein Menge Fragen durch den Kopf am Ende wurden diese aber glücklicherweise alle beantwortet.

Fazit
Mit „SOG“ ist der Autorin eine grandiose und spannungsgeladene Fortsetzung gelungen, die ich keine Sekunde aus der Hand legen konnte. Wie bereits im ersten Band ist der Kriminalfall alles andere als harmlos und wer ein Problem mit besonders heimtückischen und brutalen Mordmethoden hat, der sollte von dieser Reihe wohl besser die Finger lassen. Für alle anderen gilt lesen, denn wer dieses Buch angefangen hat, den lässt es nicht mehr los. Definitiv eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 02.11.2019

Feuer und Eis

Rockerbeute. Hunter und Elizabeth
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Meine Meinung
„Rockerbeute“ ist der erste Band einer Dilogie, die im Angels of Devils Motorcycle Club in Texas spielt. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Hunter der Vizepräsident der Angels of Devils ...

Meine Meinung
„Rockerbeute“ ist der erste Band einer Dilogie, die im Angels of Devils Motorcycle Club in Texas spielt. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Hunter der Vizepräsident der Angels of Devils und Elizabeth die Tochter von Devon, dem Präsidenten der Angels of Devils. Mit dieser Rockergeschichte hat Bärbel Muschiol ein weiteres Buch geschrieben, das ich keine Sekunde aus der Hand legen konnte.

Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch die Grundidee. Elizabeth wurden als Tochter von Devon, dem Präsidenten der Angels of Devils geboren. Als ihre Mutter den Präsidenten verlassen hat ist sie zusammen mit ihr geflohen. Von diesem Tag an ist Elizabeth im Death Outlaw Motorcycle Club in Kansas aufgewachsen. Die Geschichte beginnt mit Elizabeths Flucht vor Trey dem gewalttätigen Vizepräsidenten der Death Outlaws, der sie zwar als seine Lady beansprucht hat, dem Elizabeth aber niemals ihr Herz geschenkt hat. Im Angels of Devils Motorcycle Club erfahrt Hunter währenddessen von der Tochter seines Präsidenten und dieser nimmt ihm auch noch das Versprechen ab sich um eben diese zu kümmern. Kurzdarauf nimmt sich Devon das Leben und so ist es Hunters Aufgabe für Elizabeths Sicherheit zu sorgen.

Einer der Gründe warum Muschiols Rockergeschichten niemals langweilig werden ist die unvergleichliche Mischung aus Romantik und Action. Ein weiter sind ihre Charaktere, die mich immer wieder aufs Neue faszinieren und mir meistens bereits nach den ersten Seiten sympathisch sind. Ebenfalls positiv sind die wundervollen Sexszenen und ihr Schreibstil, der sich nicht nur angenehm lesen lässt, sondern der der Geschichte auch ihren letzten Schliff gibt.

Hunter sowie Elizabeth konnten mich von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen und ich habe zusammen mit ihnen gelacht, geweint und gelitten. Die Autorin hat mich erneut auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen geschickt, die ich mit jeder Seite in vollen Zügen genossen habe. Mit Hunter und Elizabeth hat Bärbel Muschiol zwei Protagonisten geschaffen die perfekt zu dieser Geschichte passen.

Erzählt wird das Buch sowohl aus der Perspektive von Hunter als auch aus der von Elizabeth. Beim Genre „erotische Liebesgeschichten“ gefällt mir das immer besonders gut, denn es macht die Charaktere für mich greifbarer.

Fazit
Obwohl Bärbel Muschiol bereits etliche Rockergeschichten veröffentlicht hat werden sie für mich niemals langweilig und ich freue mich jetzt schon auf ihr nächstes Werk. Wer also gerne Rockergeschichten mit einer spannenden Story, guten Sexszenen und der richtigen Portion an Action liest dem empfehle ich ihre Bücher.

Veröffentlicht am 29.10.2019

Eine Unendliche Zeitschleife, die ebenso irreführend wie genial ist

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Meine Meinung
Der Kriminalroman „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ ist das Autorendebüt des britischen Schriftstellers Stuart Turton. Ich habe dieses Werk das erste Mal bei Vorablesen entdeckt und ...

Meine Meinung
Der Kriminalroman „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ ist das Autorendebüt des britischen Schriftstellers Stuart Turton. Ich habe dieses Werk das erste Mal bei Vorablesen entdeckt und dort wurde es mit dem Slogan „Agatha Christie meets »Und täglich grüßt das Murmeltier«“ beworben. Als großer Krimi-Fan habe ich den Namen Agatha Christie natürlich schon mal gehört und ich weiß auch, dass sie eine der bekanntesten Autoren dieses Genres ist, allerdings habe ich bisher keines ihrer Werke gelesen. Dafür kenne ich die Idee, die hinter „Und täglich grüßt das Murmeltier“ steckt sehr gut, denn sie wurde bereits in etlichen Geschichten verwendet und ich bin ein großer Fan davon.

Allerdings muss ich zugeben das ich mich im Nachhinein ein bisschen Ärgere, das ich den Klappentext gelesen habe, denn für meinen Geschmack enthält er viel zu viele Details, die bei mir nicht nur für gewisse Erwartungen gesorgt, sondern mir Stellenweise auch die Spannung genommen haben. Aus diesem Grund werde ich in meiner Rezension nur sehr begrenzt auf den Inhalt des Buches eingehen.

Eine große Überraschung für mich war der Aufbau der Handlung, denn der gestaltet sich ganz anders als ich mir das ursprünglich vorgestellt hatte. Wie bereits oben erwähnt hatte ich ein paar Erwartungen an das Buch, ein paar wurden erfüllt ein paar aber auch nicht. Bin ich jetzt enttäuscht? Nein! Denn dem Autor ist es gelungen eine Welt zu schaffen, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen und mich erst nach der letzten Seite wieder losgelassen hat. Von daher war das Buch für mich ein voller Erfolg.

Der Klappentext ließ es bereits erahnen aber wie komplex die Geschichte wirklich ist, wurde mir erst beim Lesen klar. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie es dem Autor beim Schreiben eigentlich gelungen ist nicht den Überblick zu verlieren. Das Buch lebt nämlich von einer beachtlichen Menge an Wendungen, die bei mir ordentlich für Irrungen und Wirrungen gesorgt haben. Sicherlich hatten die auf meine Neugierde positive Auswirkungen, allerdings wurde es mir Stellenweise auch ein bisschen zu viel.

Wer, genauso wie ich, Schwierigkeiten hat sich mehrere Namen auf einmal zu merken, der wird seine ganz besondere Freude mit diesem Buch haben. Die Menge an handelnden Charakteren ist nämlich beachtlich und wenn es ganz vorne im Buch nicht die „Einladungskarte“ (inklusive Gästeliste) gegeben hätte, dann hätte ich wahrscheinlich spätestens nach den ersten fünf Kapiteln den Überblick verloren.

Ähnlich verhält es sich mit der Orientierung auf Blackheath. Zwar gibt es im Buchdeckel einen Lageplan von Blackheath der ist aber alles andere als maßstabsgetreu. Zusätzlich kam es mir so vor als sei er auch nicht wirklich vollständig. Ich glaube letzten Endes habe ich mir diesen Lageplan zwei Mal angesehen, danach habe ich festgestellt das ich mich ohne besser orientieren kann.

Schauplatz der Handlung ist Blackheath House und das Stück Land, auf dem es steht. Das alte Herrenhaus, das der Familie Hardcastle gehört, befindet sich mitten im Nirgendwo, ist ringsum von Wald umgeben und längstens dem Verfall zum Opfer gefallen. Die Tatsache das der Schauplatz während der gesamten Handlung niemals wechselt, hat für mich die düstere Stimmung nur noch verstärkt. Wie ein roter Faden zieht sie sich durch die ganze Geschichte und steigert so Spannung und Nervenkitzel.

Auf dem Cover steht in Großbuchstaben „Kriminalroman“ und das ist tatsächlich auch das Hauptgenre des Buches. Neben diesem enthält das Werk aber auch noch historische Aspekte, denn es spielt definitiv nicht im 21. Jahrhundert. Niemand besitzt ein Mobiltelefon, das Hauptfortbewegungsmittel sind Pferdekutschen und immer wieder spielt das Mittel Laudanum eine Rolle.

Achtung! Das gesamte Buch ist ein einziges Rätsel und definitiv keine Geschichte für zwischendurch, von der man mal hier ein paar Seiten liest und dann nach längerer Pause die nächsten paar. Wer das Rätsel lösen möchte für den ist aufmerksames Lesen unerlässlich, denn auf jeder einzelnen Seite verrät der Autor wichtige Details, die erst ganz zum Schluss zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengefügt werden. Bei diesem Buch ist es völlig normal das einem während des Lesens gefühlt eine Milliarde Fragen durch den Kopf geistern. Aber keine Sorge am Ende werden sie alle beantwortet.

Aus dem simplen Grund das ich niemanden spoilern möchte, werde ich an dieser Stelle zwar auf die Charaktere eingehen, dabei aber keine Namen nennen. Aiden war für mich nicht wirklich der Protagonist, was vor allem daran lag, dass seine Persönlichkeit neben denen seiner verschiedenen Körper mehr oder weniger untergeht. Bei den restlichen Charakteren kann man irgendwann relativ gut in „Gut“ und „Böse“ unterteilen, allerdings heißt es Vorsichtig, denn ich musste sehr schnell lernen das der erste Schein trügt.

Da ich nur die deutsche Übersetzung von „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ gelesen habe. Kann ich Stuart Turtons Schreibstil nur anhand der Übersetzung bewerten. Auf den ersten Blick fand ich seine Wortwahl ein bisschen gewöhnungsbedürftig aber mit der Zeit ließ sich das Buch recht angenehm lesen. Trotz der Tatsache, dass das Buch nur aus der Perspektive von Aiden erzählt wird erleben wir die Geschichte durch die Augen mehrerer Charaktere, denn während seiner Zeit auf Blackheath wechselt Aiden mehrmals den Körper.

Fazit
Stuart Turton ist mit seinem Debütroman ein Meisterwerk des Krimigenres gelungen. Das mich nicht nur mit dem typischen Krimielement Spannung überzeugen konnte, sondern auch mit seinen Charakteren und seiner grandiosen Umsetzung der Grundidee. Ich vergebe daher volle 5 Sterne und empfehle es jedem weiter, der gerne Krimis liest, die nicht nach Schema F aufgebaut sind.