Auf "Die Zuckermeister" von Tanja Voosen habe ich mich unglaublich gefreut. Normalerweise bin ich kein Mensch, der zwangsläufig Kinderbücher liest, aber dieses hier hatte mich schon aufgrund des Covers ...
Auf "Die Zuckermeister" von Tanja Voosen habe ich mich unglaublich gefreut. Normalerweise bin ich kein Mensch, der zwangsläufig Kinderbücher liest, aber dieses hier hatte mich schon aufgrund des Covers und des Titels in den Bann gezogen. Ich meine: magische Süßigkeiten! Wer kann da bitte widerstehen?
In der Geschichte geht es darum, dass Charlie eine Süßigkeit gegessen hat, die dazu führt, dass ihr Schreckliche Dinge geschehen. Gemeinsam mit Elina und Robin versuchen sie, hinter das Geheimnis zu kommen und den Fluch zu brechen. Elina und Charlie sind zwei gewöhnliche Mädchen ohne Magie, die plötzlich in eine magische Welt geworfen werden, in der Süßigkeiten verschiedene Fähigkeiten haben. Aber nur ganz besondere Süßigkeiten, die von Süßigkeitenwerkern geschaffen wurden.
Die ganze Idee, die dahintersteckt, hat mich sofort in den Bann gezogen und für dich gewonnen. In der Handlung steckt so viel Liebe zum Detail. Die Welt Belony, die magischen Süßigkeiten, die Zuckermeister - alles ist hervorragend ausgearbeitet und mit liebevollen Charakteren ausgestattet.
Zudem ist die gesamte Aufmachung vom Buch einfach fabelhaft! Die Illustrationen sind detailreich und perfekt auf die Handlung abgestimmt. Auch der Goldschimmer und der Schimmer der Süßigkeiten auf dem Cover sind in Optik und Haptik wirklich gut gemacht. Ich habe selten ein so hübsch gestaltetes Kinderbuch gesehen!
Es handelt sich bei "Die Zuckermeister" um einen himmlischen Roman über Mut und wahre Freundschaft. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
"Game of Gold" ist eines dieser Bücher, dem ich lange entgegengefiebert habe. Es hat viele Jahre gedauert, ehe ich mich mit Hexen anfreunden konnte, aber mittlerweile lese ich solche geschichten ziemlich ...
"Game of Gold" ist eines dieser Bücher, dem ich lange entgegengefiebert habe. Es hat viele Jahre gedauert, ehe ich mich mit Hexen anfreunden konnte, aber mittlerweile lese ich solche geschichten ziemlich gerne. Wenn es dann noch eine gesunde Prise Romantik gibt, dann bin ich an vorderster Front dabei. Und das hatte mir der Klappentext versprochen.
Shelby Mahurin hat einen angenehmen Schreibstil, der sehr flüssig und schnell zu lesen ist. Das hat dafür gesorgt, dass ich dieses Buch relativ schnell beenden konnte, auch wenn es ziemlich dick ist - zumindest lese ich momentan eher kürzere Bücher :D
Der größte Kritikpunkt liegt aber leider in Handlung und Protagonisten. Lou ist ... wow, kaum in Worte zu fassen. Ich persönlich empfand ihren Charakter als etwas over the top. Hauptsache noch eine Schippe an Dreistigkeit oben drauflegen. Selten habe ich einen so offenherzigen und vulgären Charakter in einem Buch erlebt, wie es Lou ist.
Hinzukommt, dass diese ganze Zwangsheiratsgeschichte von ihr und dem Hexenjäger irgendwie etwas skurril und unglaubwürdig rübergekommen ist. Ich konnte mich damit bis zum Ende hin nicht wirklich anfreunden. Zudem empfand ich Lou und Reid gemeinsam als ein katastrophales Paar, das gegensätzlicher nicht sein kann. Ist sie in allem etwas zu extrem, ist er hingegen in allem etwas zu eindimensional. Man hätte hier besser einen gesunden Mittelweg finden sollen.
Nichtsdestotrotz war das Buch wenigstens spannend genug, um mich bei der Stange zu halten. Was komischerweise aber nicht an den Protagonisten lag, sondern am gesamten Drumherum, das mich faszinieren konnte. Ob ich die Folgebände allerdings lesen werde, sei mal in den Raum gestellt.
Inhalt
Um sich das College und ihren Wunschstudiengang Game Design zu finanzieren, streamt Teagan jeden Abend Videospiele. Bei einer besonders gut laufenden Session, gelingt es ihr sogar den beliebten ...
Inhalt
Um sich das College und ihren Wunschstudiengang Game Design zu finanzieren, streamt Teagan jeden Abend Videospiele. Bei einer besonders gut laufenden Session, gelingt es ihr sogar den beliebten Gamer Parker zu besiegen. Daraufhin möchte er unbedingt herausfinden, wer die unbekannte Spielern ist, die ihm den Garaus gemacht hat, und schreibt sie an. Teagan und Parker sind augenblicklich auf einer Wellenlänge und nicht nur online sprühen die Funken, sondern auch, als sie sich auf einer Convention das erste Mal treffen. Trotz der Tatsache, dass die beiden tausende Meilen voneinander entfernt leben, gelingt es ihnen nicht, den jeweils anderen zu vergessen. Aber kann das wirklich gutgehen?
Kritik
"Feeling Close to you" ist eines dieser Bücher, bei denen es mir unglaublich schwerfällt, eine Rezension zu schreiben. Ich musste nun einige Nächte darüber schlafen und meine Notizen beinahe totanalysieren, ehe ich der Meinung war, nun endlich die passenden Worte zu finden. Denn das Buch lässt mich ziemlich zwiegespalten zurück.
Bianca Iosivoni ist eine grandiose Autorin, die genau weiß, wie man die Leser catcht. Das hat sie schon in der Vergangenheit des Öfteren bewiesen, weshalb ich hohe Erwartungen an "Feeling Close to you" hatte. Gaming im New Adult-Genre ist zudem etwas Neues, das mich aber unfassbar neugierig gemacht hat, da auch ich gerne vor der Konsole entspanne. Leider muss ich aber sagen, dass der Funke bei dem Buch und mir einfach nicht überspringen wollte.
Die Geschichte hat ziemlich stark angefangen. In kurzen Abschnitten lernen wir die Protagonistin Teagan und das Umfeld, in dem sie lebt, kennen. Gleich zu Beginn wird ziemlich viel angeschnitten, wo man denkt, dass es zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt noch wichtig werden könnte. Spoileralarm: wird es nicht. Dennoch begleitet man die Protagonistin gerne auf ihrem Weg und wird von ihr in die Gamingszene geführt. Auch für diejenigen, die mit dieser Thematik nichts anfangen können, dürfte das ein gelungener Einstieg sein, da das Wichtigste auch genauer erklärt wird. Das hat mir schon mal sehr gut gefallen.
Teagan ist ein sehr zynischer Charakter, der im Leben oft verletzt wurde, und sich aus diesem Grund eher schwer jemandem öffnen kann. Ich konnte mich zu Beginn noch sehr gut mit ihr identifizieren, auch wegen ihrer "Ich hasse Menschen"-Einstellung, die genau auf mich zutrifft.
Ihr Gegenstück ist Parker, den man bereits aus dem Vorgänger "Finding back to us" kennt. Schon in der Geschichte von Callie und Keith hat er mir ausgesprochen gut gefallen und dieses Bild hat sich auch hier bestätigt. Ich mag Parker als Charakter, auch wenn er etwas zu verschlossen ist und es Dinge gibt, über die er nicht redet.
Einzeln gesehen sind Teagan und Parker interessante Charaktere. Aber gemeinsam wollte der Funke einfach so gar nicht überspringen. Ihre Chatverläufe empfand ich überwiegend als sehr plump, weshalb dieses angebliche Knistern zwischen den beiden für mich etwas aus dem Nichts kam und ich es nicht nachempfinden konnte. Bei mir kam davon leider nicht viel an. Das hat sich leider auch nicht wirklich geändert, als sie dann endlich aufeinandergetroffen sind. Für mich geben sie gute Freunde ab, aber für das romantische Liebespaar fehlt hier das gewisse Etwas.
Ich muss sagen, dass deutlich mehr Emotionen und Gefühle bei Parkers WG rüberkommen. Gerade Cole und Sophie haben es mir ziemlich schnell angetan. Die beiden funktionieren zusammen einfach extrem gut, man spürt, dass da irgendetwas zwischen den beiden ist, auch wenn sie es sich selbst nicht eingestehen wollen. Es ist super schade, dass die Nebencharaktere deutlich besser harmonieren als es die Protagonisten tun.
Leider hat besonders Parker auch noch einiges an Sympathie gegen Ende verloren, da er sich wie ein großer Vollidiot aufgeführt hat und sein Verhalten leider gar nicht nachvollziehbar war. Dafür konnte Teagan noch mal richtig punkten, da sie über sich selbst hinausgewachsen ist und für die Dinge einsteht, die ihr etwas bedeuten. Sie entwickelt sich zu einer richtigen Kämpferin, einer starken Frau, die auf niemanden angewiesen ist.
Leider zieht sich auch die Handlung etwas stark, eben weil dieses Knistern nicht spürbar ist. Dennoch liest sich das Buch aufgrund von Biancas tollem Schreibstil relativ flüssig weg. Was aber wirklich das größte Problem an der Handlung ist, ist dass so viele Dinge angeschnitten und dann einfach fallengelassen und nicht weitererzählt werden. Es bleibt so vieles offen, was die Hauptcharaktere betrifft, dass ich etwas verwirrt war und erst wirklich dachte, dass da noch ein weiterer Teil kommt. Das empfand ich als noch viel ärgerlicher als die Liebesgeschichte, die bei mir nicht ankam.
Fazit
Leider ist "Feeling Close to you" ein eher schwaches Werk der Autorin. Ich hatte mir mehr davon erhofft.
Gesa Schwartz ist eine wundervolle Autorin. Ich habe sie bereits vor mehreren Jahren für mich entdeckt. Sie hat einen sehr besonderen Schreibstil, der vermutlich nicht jedem gefällt. Die Sätze sind teilweise ...
Gesa Schwartz ist eine wundervolle Autorin. Ich habe sie bereits vor mehreren Jahren für mich entdeckt. Sie hat einen sehr besonderen Schreibstil, der vermutlich nicht jedem gefällt. Die Sätze sind teilweise sehr verschachtelt und trotzdem wird alles sehr bildgewaltig geschildert - mir gefällt das durchaus, aber ich kann verstehen, wenn das für andere Leser etwas zu viel des Guten ist.
Von "Nacht ohne Sterne" habe ich aufgrund des Klappentextes eigentlich eine etwas andere Geschichte erwartet. Trotzdem bin ich alles andere als enttäuscht, sondern eher positiv überrascht worden, dass ein großer Teil der Handlung im Elfenreich spielt. Besonders gelungen ist hierbei die Schilderung der Elfen, die nicht wie in vielen Jugendfantasyromanen als zierliche und liebliche Kreaturen dargestellt werden, sondern als waschechte Krieger, mit einer gewissen Brutalität.
Naya ist die Protagonistin der Handlung, wenn Gesa Schwartz sich auch für eine allwissende Erzählerperspektive entschieden hat. Mir hat sie sehr gut gefallen, da sie eine enorme Wandlung durchlebt. Doch auch in Kombination mit den anderen Charakteren war das Zusammenspiel einfach fabelhaft.
Dennoch muss ich einen Punkt dafür abziehen, dass sich gerade der Mittelteil etwas arg gezogen hat, was gerade an dem verschachtelten und bildhaften Schreibstil wirkt. Das Poetische gefällt mir zwar, aber ein paar Beschreibungen weniger hätten dem Ganzen keinen Abbruch getan.
Nichtsdestotrotz handelt es sich bei "Nacht ohne Sterne" um einen lesenswerten Fantasyroman.
"A Wish for us" ist das neue Buch von Tillie Cole, dessen Cover allein schon durch die sich darauf befindende Farbexplosion besticht. Zunächst mag man sich noch fragen, inwiefern es den Inhalt repräsentiert, ...
"A Wish for us" ist das neue Buch von Tillie Cole, dessen Cover allein schon durch die sich darauf befindende Farbexplosion besticht. Zunächst mag man sich noch fragen, inwiefern es den Inhalt repräsentiert, aber schnell wird klar, dass es das perfekte Zusammenspiel von Farbe und Musik wiedergibt - ein vorherrschendes Thema des Buches.
Tillie Cole ist eine begnadete Autorin mit einem wirklich fantastischen und bildhaften Schreibstil, der das Abtauchen in ihre Geschichten wirklich leicht macht. Auch hier sind die Seiten wiedermal nur so dahingeflogen und kaum hat man begonnen, ist das Buch auch schon wieder vorbei. Dafür gibt es auf jeden Fall einen Extrapunkt, denn ich liebe es, wenn man während des Lesens alles um sich herum vergessen oder ausblenden kann.
Cromwell Dean und Bonnie Farraday sind zwei unglaublich sympathische Protagonisten, die perfekt harmonieren - im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sind zwar grundverschieden und doch gibt es einiges, was sie miteinander verbindet. Das Zusammenspiel der beiden hat mir unglaublich gut gefallen, wenn es auch an einigen Stellen etwas arg ins Kitschige abdriftet. Das muss man schon mögen. Manchmal habe ich der Tat das Bedürfnis, ganz viel triefenden Kitsch zu lesen, aber in "A Wish for us" war mir das doch etwas zu viel.
Leider empfinde ich das Buch als großes Ganzen eher als mittelmäßig, was daran liegt, dass viel Potenzial gerade im Mittelteil verschenkt wird. Das liegt daran, dass viel passiert, zu viel. Aus diesem Grund werden einige Aspekte lediglich oberflächlich angekratzt. Ebenfalls ist das Buch ziemlich vorhersehbar und für mich eine Mischung aus "A Walk to Remember" und "The Best of Me" von Nicholas Sparks. Mit dem Ende hatte ich leider gerechnet, weshalb der Überraschungsmoment verloren gegangen ist.
Fazit
Trotz aller Kritikpunkte, handelt es sich bei "A Wish for Us" um einen schönen Roman, den man Zwischendurch gut weginhalieren kann.