Profilbild von Angi_molly

Angi_molly

Lesejury Star
offline

Angi_molly ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Angi_molly über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2026

Absolut genial

Das Geheimnis des Geigenbauers
0

Meinung: Manchmal weiß man schon beim ersten Blick, dass ein Buch etwas ganz Besonderes ist. Genau so ging es mir hier. Allein das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen als würde es leise eine ...

Meinung: Manchmal weiß man schon beim ersten Blick, dass ein Buch etwas ganz Besonderes ist. Genau so ging es mir hier. Allein das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen als würde es leise eine Melodie anstimmen, die man unbedingt hören muss. Und genau dieses Gefühl hat mich durch die gesamte Geschichte begleitet.
Schon nach wenigen Seiten war ich komplett verloren in dieser Welt. Es ist nicht einfach nur eine Geschichte es fühlt sich an, als würde man selbst ein Teil davon werden. Diese Geige, die über Generationen hinweg ihren Weg findet, hatte für mich fast etwas Lebendiges. Als würde sie fühlen, erinnern und verbinden. Sie trägt so viel in sich Schmerz, Hoffnung, Vergangenheit und genau das hat mich tief berührt.
Devlin, Walter und Gabrielle sind mir unglaublich nah gegangen. Drei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch alle ihre eigenen Wunden mit sich tragen. Ich habe jede ihrer Emotionen gespürt, ihre Unsicherheiten, ihre Angst, sich zu öffnen, aber auch diese leise, vorsichtige Hoffnung. Dieses langsame Annähern, das wachsende Vertrauen… das war so ehrlich, so zart und gleichzeitig so kraftvoll. Nichts daran wirkte aufgesetzt es hat sich einfach echt angefühlt.
Was mich besonders bewegt hat, war diese Mischung aus Schmerz und Wärme. Das Buch schreckt nicht vor schweren Themen zurück im Gegenteil, es geht mitten hinein. Verlust, Angst, alte Narben… all das bekommt Raum. Und trotzdem ist da immer auch dieses leise Licht. Die Hoffnung. Die Heilung. Die zweite Chance.
Und diese vorsichtige Rückkehr zur Liebe, die sich ganz langsam entfaltet.
Und dann diese unterschwellige Spannung… die gestohlene Geige, das Geheimnis ihrer Herkunft, die ständige Angst, dass alles wieder zerbrechen könnte. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, wie alles zusammenkommt.
Für mich war dieses Buch wie ein Musikstück, das direkt ins Herz geht. Es hat mich tief berührt, nachdenklich gemacht und gleichzeitig auf eine ganz stille Weise getröstet. Und genau dieses Gefühl bleibt noch lange, nachdem man die letzte Seite gelesen hat.
Absolute Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Leider bin ich etwas enttäuscht

Ein dunkles Versteck
0

Meinung: Ich habe bisher alle Bücher von Saskia gelesen und freue mich jedes Mal auf eine Neuerscheinung entsprechend hoch waren auch hier meine Erwartungen. Der Einstieg gelingt dem Buch sehr gut: Ich ...

Meinung: Ich habe bisher alle Bücher von Saskia gelesen und freue mich jedes Mal auf eine Neuerscheinung entsprechend hoch waren auch hier meine Erwartungen. Der Einstieg gelingt dem Buch sehr gut: Ich war schnell in der Geschichte und die Story rund um Isabell sowie die Ermittlungen von Kommissarin Evelyn Holm klangen vielversprechend.
Leider konnte der Thriller dieses Niveau für mich nicht halten. Zwar ist der Schreibstil wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen, und auch die Kapitel sind gut strukturiert, doch die Spannung bleibt über weite Strecken hinter meinen Erwartungen zurück. Es entsteht nie echte Langeweile, aber der Nervenkitzel, den ich mir von einem Thriller erhoffe, stellt sich kaum ein. Gerade im Mittelteil verliert die Handlung spürbar an Intensität, und insgesamt wirkt vieles etwas zu zurückhaltend und „blutarm“, um eine wirklich dichte, düstere Atmosphäre zu erzeugen.
Auch die Figuren konnten mich diesmal deutlich weniger überzeugen. Besonders schade fand ich, dass Evelyn Holm, die ich in vorherigen Bänden als starke und präsente Ermittlerin wahrgenommen habe, hier vergleichsweise blass bleibt. Ihre Figur wirkt weniger greifbar und verliert an Profil. Mit Isabell hatte ich ebenfalls meine Schwierigkeiten: Viele ihrer Entscheidungen wirkten auf mich wenig nachvollziehbar, und emotional blieb sie für mich auf Distanz.
Die Auflösung ist super gelungen: Diese kam für mich überraschend und war gut konstruiert.
Insgesamt ein solider Thriller mit interessanten Ansätzen, der mich jedoch nicht vollständig überzeugen konnte. Gerade im Vergleich zu früheren Werken der Autorin bleibt dieses Buch für mich spürbar zurück. Wer die Reihe kennt, kann dennoch einen Blick riskieren,sollte aber vielleicht nicht mit zu hohen Erwartungen herangehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

anspruchsvolles Buch

Die Stimmen der Nacht
0

Meinung: Ich sag’s ehrlich: Dieses Buch und ich… wir hatten keinen leichten Start.
Zu viele Namen, Zeitsprünge und Perspektiven ich war am Anfang komplett raus und eher verwirrt als gefesselt. Auch der ...

Meinung: Ich sag’s ehrlich: Dieses Buch und ich… wir hatten keinen leichten Start.
Zu viele Namen, Zeitsprünge und Perspektiven ich war am Anfang komplett raus und eher verwirrt als gefesselt. Auch der Schreibstil hat mir den Zugang nicht gerade leicht gemacht. Ich habe mich lange wie eine Außenstehende gefühlt.
Aber dann kam dieser Punkt, an dem plötzlich alles klick gemacht hat. Nach und nach haben sich die einzelnen Geschichten miteinander verbunden und genau das hat mich dann doch noch richtig beeindruckt. Die Verknüpfung über mehrere Generationen hinweg, die Schicksale von Margaret und Benjamin und die überraschenden Verbindungen zwischen ihnen das war wirklich stark gemacht. Inhaltlich konnte mich das Buch am Ende dann doch noch überzeugen: Es geht um Identität, Herkunft und die Kraft von Familiengeheimnissen und darum, wie sehr die Vergangenheit unsere Gegenwart beeinflusst.
Auch die Einblicke in Traditionen, Rituale und spirituelle Vorstellungen waren für mich teilweise ungewohnt, aber genau das hat die Geschichte gleichzeitig so besonders gemacht.

Kein leichtes Buch und definitiv nichts für zwischendurch, aber ein tiefgehender, anspruchsvoller Roman, der sich lohnt, wenn man dranbleibt

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2026

tolle Geschichte

Summer Tides
0

Meinung: Dieses Buch fühlt sich an wie ein warmer Sommertag am Meer. Es hat mich direkt nach Cornwall entführt mit salziger Luft, sanften Wellen und diesem ganz besonderen Gefühl von Neuanfang. Scarlett ...

Meinung: Dieses Buch fühlt sich an wie ein warmer Sommertag am Meer. Es hat mich direkt nach Cornwall entführt mit salziger Luft, sanften Wellen und diesem ganz besonderen Gefühl von Neuanfang. Scarlett und Jonah könnten unterschiedlicher nicht sein, und genau das macht ihre Geschichte so besonders. Beide tragen ihre Vergangenheit mit sich herum, beide suchen einen neuen Weg und finden sich dabei ganz langsam. Leise, vorsichtig und dadurch umso intensiver. Ich habe dieses Cozy Slow Burn wirklich geliebt, weil es ohne künstliches Drama auskommt und stattdessen auf echte Emotionen und glaubwürdige Entwicklung setzt. Besonders Scarlett hat mein Herz erobert mit ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit, während Jonah mit seiner stillen, verletzlichen Art berührt. Und dann dieses Setting: St. Ives wurde so lebendig beschrieben, dass ich am liebsten sofort ans Meer gefahren wäre. Für mich war es ein absolutes Wohlfühlbuch voller Sommer-Vibes, Herz und Hoffnung. Ich freue mich jetzt schon riesig auf die nächsten Bände.
Absolute Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2026

tolles Buch

Die Buchhandlung der Exilanten
0

Meinung: Sachbücher oder Bücher in diese Richtung lese ich immer mal wieder gern doch nur selten erwischt mich eines so sehr wie dieses.
Sylvia Beach und Adrienne Monnier sind zwei Frauen, die mir beim ...

Meinung: Sachbücher oder Bücher in diese Richtung lese ich immer mal wieder gern doch nur selten erwischt mich eines so sehr wie dieses.
Sylvia Beach und Adrienne Monnier sind zwei Frauen, die mir beim Lesen unglaublich nahegekommen sind. Ihre Buchhandlungen waren in den 1920er-Jahren lebendige Treffpunkte der literarischen Welt. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst durch diese Räume zu gehen umgeben von Namen wie Hemingway, Joyce oder Simone de Beauvoir, die hier plötzlich greifbar und lebendig wirken. Gerade diese anfängliche Leichtigkeit macht den späteren Bruch umso intensiver. Mit der Besetzung Frankreichs verändert sich alles. Die Atmosphäre wird spürbar düsterer, Angst und Unsicherheit schleichen sich zwischen die Seiten. Besonders bewegt hat mich, mit welcher Entschlossenheit und Selbstverständlichkeit die beiden Frauen handeln: Sie helfen Verfolgten, organisieren Unterstützung, bieten Schutz und setzen dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel. Ihre Buchhandlungen werden zu Orten des Widerstands, getragen von Mut und Menschlichkeit.
Der Schreibstil ist feinfühlig, leicht und sehr flüssig. Die wechselnden Zeitebenen erzeugen Spannung, auch wenn die Vielzahl an Namen und Details eine gewisse Konzentration verlangt. Doch genau diese Fülle macht das Buch so eindrucksvoll und authentisch, man spürt auf jeder Seite, wie intensiv hier recherchiert wurde.
Diese Geschichte ist eine bewegende Erinnerung daran, wie kraftvoll Literatur sein kann und wie wichtig Menschen sind, die für sie und füreinander einstehen.
Absolute Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere