Profilbild von Angi_molly

Angi_molly

Lesejury Star
offline

Angi_molly ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Angi_molly über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2026

Highlight

Marsolleks Morde / Der gebrochene Kreis
0

Meinung: Was soll ich sagen … schon wieder hat mich die liebe Kati erwischt. Mit voller Wucht. Direkt ins Herz und ohne Gnade hinein in die dunkelsten, schmerzhaftesten Abgründe der menschlichen Seele. ...

Meinung: Was soll ich sagen … schon wieder hat mich die liebe Kati erwischt. Mit voller Wucht. Direkt ins Herz und ohne Gnade hinein in die dunkelsten, schmerzhaftesten Abgründe der menschlichen Seele. Dieser Band lässt einen nicht langsam eintauchen, er reißt einen mit. Von der ersten Seite an ist alles da: Beklemmung, Intensität, Schmerz und diese unaufhörliche Spannung, die einen nicht mehr loslässt.
Lukas und Aki schleppen noch immer die Narben der Vergangenheit mit sich herum. Man spürt sie in jedem Gedanken, in jeder Handlung. Doch Zeit zum Atmen gibt es nicht. Dortmund wird in der Silvesternacht von einem grausamen Mord erschüttert, und schon bald wird klar: Das war erst der Anfang. Weitere Taten folgen, verbunden durch ein verstörendes Muster, das mir mehr als einmal einen kalten Schauer über den Rücken gejagt hat.
Der Täter ist früh bekannt. Und trotzdem: Die Spannung leidet nicht im Geringsten. Im Gegenteil. Es macht alles noch intensiver, noch quälender. Ich habe jede Ermittlung aufgesogen, habe mitgedacht, mitgezittert, gezweifelt und gehofft. Die Teamarbeit fühlt sich so echt an, dass ich das Gefühl hatte, mitten im Geschehen zu stehen als wäre ich selbst Teil dieses Teams.
Der Schreibstil ist flüssig, packend und emotional genau auf den Punkt. Besonders geliebt habe ich die Dialoge: humorvoll, ehrlich, manchmal ein kleiner Lichtblick in all der Dunkelheit und genau deshalb so wirkungsvoll. Die wechselnden Erzählperspektiven halten die Spannung konstant hoch und lassen einen tief in die Gedanken und Gefühle der Figuren eintauchen. Ich kenne sie, ich fühle mit ihnen, ich leide mit ihnen. Sie sind so menschlich, so verletzlich, so echt gezeichnet, dass sich ganz automatisch eine tiefe Bindung aufbaut. Dieser Band hat mich emotional richtig mitgenommen. Ich habe geschluckt, innegehalten und ja, auch Tränen sind geflossen.
Gleichzeitig wird es hier deutlich blutiger als zuvor. Schonungslos. Hart. Und genau richtig. Denn dieser Thriller zeigt auf schmerzhafte Weise, wie sehr Menschen durch ihre Vergangenheit geformt und manchmal auch zerbrochen werden können.

Für mich wieder ein Highlight

Absolute Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2026

grandios

Marsolleks Morde / M.A.D.I.L.
0

Meinung: Tja … was soll ich sagen? Schon wieder ein absolutes Ausnahmebuch. Und ehrlich: Ich bin unendlich dankbar, dass ich dich, liebe Kati, entdeckt und kennenlernen durfte. Diese Reihe hat mich längst ...

Meinung: Tja … was soll ich sagen? Schon wieder ein absolutes Ausnahmebuch. Und ehrlich: Ich bin unendlich dankbar, dass ich dich, liebe Kati, entdeckt und kennenlernen durfte. Diese Reihe hat mich längst komplett in ihren Bann gezogen. Das große Glück, alle Bände direkt hintereinander lesen zu können, ohne warten zu müssen, macht dieses Erlebnis noch intensiver, fast schon gefährlich süchtig.
Im niederländischen Venlo wird der leblose Körper eines Mädchens entdeckt, kopfüber an einem Baum hängend. Allein dieses Bild jagt mir einen Schauer über den Rücken. Bereits die zweite Spur am Tatort führt die Ermittler nach Nordrhein-Westfalen. Schon hier wird klar: Dieser Fall wird anders. Dunkler. Näher. Weder Fallanalytiker Lukas Marsolek noch sein bester Freund Aki hätten je damit gerechnet, sich erneut mit solch tiefen menschlichen Abgründen konfrontiert zu sehen. Dann tauchen plötzlich mysteriöse Nachrichten auf, jede einzelne wie ein gezielter Schlag ins Herz. Von wem stammen sie? Und warum treffen sie jeden der fünf Freunde so persönlich, so gnadenlos?
Bis zu diesem Zeitpunkt führten Lukas und Aki ein nahezu perfektes Leben. Doch von einem Moment auf den anderen zerbricht diese Sicherheit. Nichts ist mehr, wie es war. Der schlimmste Albtraum beginnt … denn dieser Fall geht unter die Haut. Er ist persönlich. Und er ist für alle kaum zu ertragen, auch für mich als Leserin.
Der Schreibstil ist unfassbar fesselnd, intensiv und dabei trotzdem angenehm flüssig zu lesen.


Die Charaktere sind so lebendig und tief ausgearbeitet, dass sie mir längst ans Herz gewachsen sind. Hier geschieht alles in einem atemlosen Tempo, Schlag auf Schlag, ohne Verschnaufpause. Nicht nur die Figuren leiden. Ich habe mitgefiebert, mitgezittert, mitgelitten. Man wartet förmlich auf den nächsten Tiefschlag und stellt sich ständig die Frage: Wie viel kann man noch ertragen?

Mit jeder einzelnen Seite zieht die Spannung weiter an, bis Aufhören schlicht unmöglich wird. Für mich war dieses Buch eine gnadenlose, intensive und emotionale Achterbahnfahrt. Und dann dieser Plot. Dieser Cliffhanger. Gemein. Unverschämt gut. Genau so, wie ich es liebe.
Ein absolutes Highlight.
Eine riesige Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2026

grandios

Marsolleks Morde / Ifrit
0

Meinung: Nachdem mich Band 1 bereits vollkommen in seinen Bann gezogen hatte, war für mich sofort klar: Die Fortsetzung muss ich lesen. In Dortmund werden Obdachlose brutal mit einem Baseballschläger ermordet. ...

Meinung: Nachdem mich Band 1 bereits vollkommen in seinen Bann gezogen hatte, war für mich sofort klar: Die Fortsetzung muss ich lesen. In Dortmund werden Obdachlose brutal mit einem Baseballschläger ermordet. Schnell zeigt sich eine erschreckende Parallele zu einem Fall, der über 20 Jahre zurückliegt. Alte Wunden werden aufgerissen, ungelöste Fragen drängen wieder an die Oberfläche. Wer steckt hinter diesen grausamen Taten? Ist es ein Nachahmungstäter oder kehrt ein Monster aus der Vergangenheit zurück? Erneut begleiten wir Lukas Marsollek, der inzwischen als Fallanalytiker tätig ist, sowie seinen Kollegen bei den Ermittlungen. Besonders die Arbeit des OFA-Teams hat mich fasziniert. Sie wird sehr detailliert und realistisch beschrieben, ohne dabei trocken zu wirken. Im Gegenteil: Ich hatte mehr als einmal das Gefühl, direkt neben dem Team zu stehen, die Gedankengänge mitzuvollziehen und selbst Teil der Ermittlungen zu sein.
Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und unglaublich mitreißend. Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und entwickeln sich von Band zu Band spürbar weiter. Sie wirken authentisch, menschlich und nahbar. Mit jedem Buch wachsen sie mir mehr ans Herz, und gerade der liebevolle, respektvolle Umgang miteinander hat mich emotional sehr abgeholt.


Auch Melissa spielt eine zentrale, emotionale Rolle. Als Streetworkerin kennt sie viele der Opfer persönlich, was die Ermittlungen für sie extrem belastend macht. Als sie ihrem Ehemann mit ihrem Wissen helfen möchte, war ich gleichzeitig stolz auf ihren Mut und voller Angst um sie. Diese Zerrissenheit war so intensiv beschrieben, dass sie mich wirklich mitgenommen hat.
Die Morde an den Obdachlosen sind hart und schonungslos dargestellt. Hier wird nichts beschönigt, und genau das macht die Geschichte so eindringlich. Der Fall selbst ist durchgehend spannend, voller Wendungen und emotionaler Momente. Neben der klassischen Ermittlungsarbeit geht es auch um Menschlichkeit, Verantwortung und den Blick auf jene, die in der Gesellschaft oft übersehen werden.

Eine klare absolute Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2026

tolles Debüt

Marsolleks Morde / Die Achte Linie
0

Meinung: Dieses Buch lag über ein Jahr ungelesen bei mir. Still. Fast vergessen.
Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt nicht leicht. Ich musste mich erst hineinfinden, stolperte stellenweise über den Rhythmus ...

Meinung: Dieses Buch lag über ein Jahr ungelesen bei mir. Still. Fast vergessen.
Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt nicht leicht. Ich musste mich erst hineinfinden, stolperte stellenweise über den Rhythmus und fragte mich kurz, ob die Geschichte mich wirklich packen würde. Doch dann kam dieser Punkt, dieser Moment, an dem ich merkte: Jetzt hat es mich. Ab da ließ mich das Buch nicht mehr los.
Gemeinsam mit Hauptkommissar Lukas Marsollek tauchen wir in einen verstörenden Mordfall ein. Wieder ist das Opfer eine zierliche Brünette. Wieder diese seltsamen, fast schon ritualhaften Schnitte. Und dann diese geometrischen Muster, die sich langsam wie ein dunkler Schleier über den Stadtplan legen. Die Signatur des Täters ist kalt, berechnend und sie kriecht einem unweigerlich unter die Haut. Je mehr sich das Puzzle zusammensetzt, desto beklemmender wird das Gefühl beim Lesen.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig, was den Kontrast zur Brutalität der Taten noch verstärkt. Man gleitet förmlich durch die Seiten und merkt oft erst zu spät, wie tief man bereits in dieser düsteren Welt steckt. Besonders intensiv empfand ich die wechselnden Perspektiven zwischen den Ermittlern und dem Täter. Dem Mörder so nah zu kommen, ihn bei seinen Taten zu begleiten, seine Gedanken mitzuerleben, das war verstörend, beklemmend und unglaublich eindringlich. Diese Passagen haben mich stellenweise richtig frösteln lassen.
Die detaillierten Beschreibungen der Morde sind hart, schonungslos und nichts für schwache Nerven. Aber genau diese Konsequenz macht diese Story so wirkungsvoll.
Hier wird nichts beschönigt, nichts abgeschwächt und genau das mag ich.
Auch die Figuren haben mich überrascht. Sie fühlen sich echt an, greifbar, menschlich. Besonders Lukas Marsollek konnte ich schnell nah kommen. Und dann ist da Aki bester Freund, Kollege, Ruhepol. Die Dynamik zwischen den beiden bringt Wärme in eine ansonsten sehr dunkle Geschichte. Ihre Dialoge lockern auf, schenken kleine Atempausen und haben mir mehr als einmal ein Lächeln entlockt.
Das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen und fühlt sich stimmig an. Vor allem aber hat es mir gezeigt, welches Potenzial in dieser Autorin steckt.
Kein Buch für Zartbesaitete, aber für alle, die düstere, intensive und schonungslose Krimis lieben, eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2025

spannender Thriller

Sturmschreie
0

Meinung: wie ihr wisst, liebe ich skandinavische Thriller und genau deshalb bedeutet mir diese Reihe so viel. Ich begleite sie von Anfang an, und mit jedem neuen Band fühlt es sich an, als würde ich zu ...

Meinung: wie ihr wisst, liebe ich skandinavische Thriller und genau deshalb bedeutet mir diese Reihe so viel. Ich begleite sie von Anfang an, und mit jedem neuen Band fühlt es sich an, als würde ich zu alten Bekannten zurückkehren. Am Seeufer nahe dem kleinen Dorf Harads wird ein toter Mann gefunden. Schnell wird klar, dass der Tote ein ehemaliger Bewohner des nahegelegenen Abschiebelagers für Geflüchtete war. Für Kommissarin Idun Lind und Kommissar Calle Brandt beginnt ein Fall, der von Anfang an schwer auf der Seele liegt. Je tiefer sie ermitteln, desto dichter wird das Schweigen um sie herum. Es fühlt sich kalt an, abweisend, bedrückend fast so, als würde sich die ganze Umgebung gegen sie stellen.
Parallel dazu begegnen wir Nadira. Ein junges Mädchen aus Syrien, dessen Leben vom Krieg zerrissen wurde. Ihre Flucht ist kein Weg, sondern ein Kampf gegen Angst, gegen Misstrauen, gegen die ständige Unsicherheit, ob sie den nächsten Tag erleben wird. Nadiras Geschichte hat mich tief im Herzen getroffen. Die Trennung von ihrer Familie, diese unendliche Sehnsucht, das Hoffen und gleichzeitige Verzweifeln all das war beim Lesen so spürbar, so schmerzhaft nah.
Der Schreibstil ist angenehm ruhig und flüssig, fast sanft und gerade dadurch entfalten die schweren Themen ihre volle Wucht. Die Seiten sind nur so dahin geflogen, während mein Herz immer schwerer wurde. Die verschiedenen Perspektiven verleihen der Geschichte eine enorme Intensität.
Jeder Erzählstrang bringt eigene Emotionen mit sich, doch besonders Nadiras Vergangenheit hat sich unauslöschlich in mein Herz eingebrannt. Die Charaktere wirken lebendig, echt und nahbar. Gleichzeitig haben auch die neuen Figuren schnell einen Platz in meinem Herzen gefunden. Ich habe mitgefiebert, mitgerätselt, mir Theorien zurechtgelegt und wollte unbedingt verstehen, wie all diese Schicksale miteinander verwoben sind. Die Spannung war von Anfang bis zum Schluss aufrecht erhalten.
Das Ende ist stimmig, rund und fühlt sich ehrlich an. Kein lauter Knall, sondern ein leiser Abschluss

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere