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Marsolleks Morde / IfritMeinung: Nachdem mich Band 1 bereits vollkommen in seinen Bann gezogen hatte, war für mich sofort klar: Die Fortsetzung muss ich lesen. In Dortmund werden Obdachlose brutal mit einem Baseballschläger ermordet. ...
Meinung: Nachdem mich Band 1 bereits vollkommen in seinen Bann gezogen hatte, war für mich sofort klar: Die Fortsetzung muss ich lesen. In Dortmund werden Obdachlose brutal mit einem Baseballschläger ermordet. Schnell zeigt sich eine erschreckende Parallele zu einem Fall, der über 20 Jahre zurückliegt. Alte Wunden werden aufgerissen, ungelöste Fragen drängen wieder an die Oberfläche. Wer steckt hinter diesen grausamen Taten? Ist es ein Nachahmungstäter oder kehrt ein Monster aus der Vergangenheit zurück? Erneut begleiten wir Lukas Marsollek, der inzwischen als Fallanalytiker tätig ist, sowie seinen Kollegen bei den Ermittlungen. Besonders die Arbeit des OFA-Teams hat mich fasziniert. Sie wird sehr detailliert und realistisch beschrieben, ohne dabei trocken zu wirken. Im Gegenteil: Ich hatte mehr als einmal das Gefühl, direkt neben dem Team zu stehen, die Gedankengänge mitzuvollziehen und selbst Teil der Ermittlungen zu sein.
Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und unglaublich mitreißend. Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und entwickeln sich von Band zu Band spürbar weiter. Sie wirken authentisch, menschlich und nahbar. Mit jedem Buch wachsen sie mir mehr ans Herz, und gerade der liebevolle, respektvolle Umgang miteinander hat mich emotional sehr abgeholt.
Auch Melissa spielt eine zentrale, emotionale Rolle. Als Streetworkerin kennt sie viele der Opfer persönlich, was die Ermittlungen für sie extrem belastend macht. Als sie ihrem Ehemann mit ihrem Wissen helfen möchte, war ich gleichzeitig stolz auf ihren Mut und voller Angst um sie. Diese Zerrissenheit war so intensiv beschrieben, dass sie mich wirklich mitgenommen hat.
Die Morde an den Obdachlosen sind hart und schonungslos dargestellt. Hier wird nichts beschönigt, und genau das macht die Geschichte so eindringlich. Der Fall selbst ist durchgehend spannend, voller Wendungen und emotionaler Momente. Neben der klassischen Ermittlungsarbeit geht es auch um Menschlichkeit, Verantwortung und den Blick auf jene, die in der Gesellschaft oft übersehen werden.
Eine klare absolute Leseempfehlung.