Leidwr war es nichts
Verdacht - Drei Frauen. Zwei Opfer. Ein mörderischer Plan.Meinung: Das Cover und der Titel haben meine Neugier sofort geweckt. Natalie, die unter traumatischen Erinnerungen und Blackouts leidet, ein anonymer Drohbrief, ein Mord und der Verdacht gegen ihren Ehemann, ...
Meinung: Das Cover und der Titel haben meine Neugier sofort geweckt. Natalie, die unter traumatischen Erinnerungen und Blackouts leidet, ein anonymer Drohbrief, ein Mord und der Verdacht gegen ihren Ehemann, das hätte richtig spannend werden können. Leider beginnt die Geschichte sehr ruhig und entfaltet sich nur langsam. Für mich zog sich der Anfang deutlich in die Länge, ohne dass wirklich Spannung aufgebaut wurde. Zwar ist der Schreibstil leicht und flüssig zu lesen, und auch die wechselnden Erzählperspektiven haben mir grundsätzlich gefallen, doch das allein konnte die fehlende Intensität nicht ausgleichen.
Besonders enttäuscht haben mich die Charaktere. Sie blieben für mich durchweg zu distanziert und blass. Ich konnte zu keiner Figur eine echte Bindung aufbauen. Gerade Natalies Angst und ihre Verzweiflung hätten emotional spürbar sein müssen, doch bei mir kam davon leider nichts an. Ihre innere Zerrissenheit wirkte eher oberflächlich als greifbar.
Auch die Spannung blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Es gab vereinzelte Momente, in denen sie kurz aufflackerte, doch für einen Thriller war mir das insgesamt deutlich zu wenig. Ich habe auf mitreißende Wendungen und nervenaufreibende Szenen gehofft, aber diese blieben weitgehend aus.
Das Ende war ganz in Ordnung, konnte für mich jedoch nichts mehr retten. Insgesamt hatte die Geschichte eine interessante Idee, doch die Umsetzung hat mich leider nicht überzeugt