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Veröffentlicht am 09.04.2020

Die besten Freunde

Trust Again
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„Wir unterhielten uns über unsere Vergangenheit, als wäre sie genau das. Vergangen.“

Spencer und Dawn sind beste Freunde. Doch keiner von beiden kann leugnen, dass da ein gewisser Funken ist. Spencer ...

„Wir unterhielten uns über unsere Vergangenheit, als wäre sie genau das. Vergangen.“

Spencer und Dawn sind beste Freunde. Doch keiner von beiden kann leugnen, dass da ein gewisser Funken ist. Spencer lädt Dawn immer wieder auf ein Date ein – und Dawn lehnt immer wieder ab. Zu groß ist der Schmerz, den Exfreund Nate ihr zugefügt hat. Ob sie es schafft, wieder zu vertrauen?

Ich habe mich unendlich auf dieses Buch gefreut! Nachdem ich Begin again verschlungen habe, habe ich mir direkt Trust again geschnappt. Denn Spencer und Dawn gefielen mir bereits in Band 1 wahnsinnig gut. Und eins kann ich vorab direkt wieder sagen: Der Schreibstil, das Gefühl und den Humor der Reihe finde ich nach wie vor grandios.

Dawn ist ein sehr humorvoller, aufgeweckter Charakter. Außerdem ist sie nicht auf den Mund gefallen und sagt gerade heraus, was sie denkt. Das mag ich wirklich sehr an ihr und es wird mit ihr auch nie langweilig. Die Szenen mit ihrem Dad finde ich besonders herzerwärmend. Spencer ist ein intelligenter, fröhlicher aber auch tiefgründiger Charakter. Nach außen hin gibt er sich sehr locker, ist immer gut drauf und hat immer einen Spruch auf den Lippen. Er hat so etwas jungenhaftes, was mir sehr gefällt, mich manchmal aber auch etwas genervt hat. Beim Tippen merke ich aber, wie leicht es mir fällt, die Charakterzüge der Figuren auszumachen, und das geht mir mit allen Charakteren so. Die Autorin hat wirklich fein ausgearbeitete Persönlichkeiten geschaffen, die man nur gern haben kann.

Das ist auch bei den Nebenfiguren der Fall. Vor Allem Kaden mag ich seit diesem Band sehr gern und auch Sawyer, die ich in Begin again gar nicht ausstehen konnte, fange ich wirklich an zu mögen. Ich freue mich sogar richtig auf ihren Teil Feel again. Kein Charakter wirkt blass und die Protagonisten dadurch nur noch kräftiger.

Was mir an diesem Teil sehr gefällt, ist, das man mehr von dem Universitätsleben mitbekommt. Man begleitet Dawn auch mal zu ihren Kursen. Natürlich gibt es auch nicht zu wenige Partys 😉 Langsam wird das Bild von Woodshill immer klarer, als würde man sich die Stadt zusammenpuzzeln. Und ich wette: Mit jedem neuen Buch kommt man wieder nach Hause.

Trotzdem gefällt mir Trust again nicht ganz so gut wie Begin again. Zum Einen, weil es dem Schema seines Vorgängers zu sehr folgt. Ich wusste bei einem Blick auf die Seitenzahl oft, was als nächstes passieren musste. Es ist mir von der Handlung und der Struktur zu ähnlich, obwohl die Protagonisten und ihre Geschichten ja doch ganz anders sind. Gegen Ende wirkt ihr Verhalten dann manchmal gar nicht echt, sondern so, als brauchte man eben noch etwas, das Drama erzeugt. Das hatte ich bei diesen zwei Figuren anders erwartet. Es gab einige Momente, in denen ich lieber länger verweilt wäre, und wiederum andere, die mir dann zu lang vorkamen.

Fazit

Auch Trust again konnte mich überzeugen, auch wenn ich Begin again ein bisschen mehr liebe 🙂 Ich mag Spencer und Dawn zwar sehr, aber ich hatte erwartet, dass mich ihre Geschichte mehr umhaut. Und vielleicht war genau das mein Problem.

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Veröffentlicht am 02.04.2020

Auftakt in Woodshill

Begin Again
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„Ich werde das alles wiedergutmachen. Bis wir beide wieder heil sind.“

Nochmal neu anfangen in einer neuen Stadt mit einem neuen Namen. Allie hat sich getraut und ist für ihr Studium nach Woodshill gezogen. ...

„Ich werde das alles wiedergutmachen. Bis wir beide wieder heil sind.“

Nochmal neu anfangen in einer neuen Stadt mit einem neuen Namen. Allie hat sich getraut und ist für ihr Studium nach Woodshill gezogen. Allerdings ist sie ausgerechnet in einer WG mit Kaden White gelandet. Der Bad Boy mit seiner unverschämten Art ist nur leider auch unverschämt attraktiv. Doch er stellt Regeln auf. Die wichtigste: Allie und Kaden fangen nichts miteinander an. Schwieriger als gedachte, denn bei Allie bröckelt Kadens Fassade und die Funken zwischen ihnen können sie nicht lange abstreiten…

Was macht für dich ein gutes NA-Buch aus? Ich für meinen Teil brauche einen lockerleichten Schreibstil, eine kleine Portion Drama (aber bitte nicht zu viel), liebenswerte Protagonisten mit vorzugsweise tollen Freunden und ein traumhaftes Setting. Und genau das hat Begin Again alles zu bieten.

Beginnen wir doch gleich mal beim Schreibstil. Der ist flüssig und schlichtweg so gut zu lesen, dass man gar nicht bemerkt, wie die Seiten dahin fliegen. Stellenweise konnte ich das Buch nur mit einem fetten Grummeln aus der Hand legen. Außerdem gibt es wirklich schöne Passagen und Zitate ohne, dass das Buch zu kitschig oder voll wirkt. Zudem ist es auch humorvoll, was ich sehr genossen habe. Die Handlung ist natürlich etwas dramatisch (sonst wäre eine Liebesgeschichte ja auch weniger erzählenswert), aber meist plausibel. Das Ende war mir etwas too much, aber der restliche Anteil Drama hat für mich perfekt gepasst. Ein bisschen Aufregen will ich mich ja vielleicht sogar 😉

Die Protagonisten Allie und Kaden passen für mich wirklich gut zusammen. Allie ist eine wirklich tolle Figur mit Stärken und Schwäche. Sie ist einfühlsam und stark (obwohl sie echt nah am Wasser gebaut ist 😀 ), zeigt aber auch Gefühle, macht Fehler und ist keineswegs perfekt. Aber ich konnte sie durchweg verstehen und sie hatte eine gute Mischung: Sie hat um schon um Kaden gekämpft, ist ihm aber auch nicht immer hinterhergelaufen. Kaden ist nun mal anfangs ein grummeliger Vollidiot und mit denen kann ich eben nicht viel anfangen 😀 Für mich ist er auch nicht wirklich ein Bad Boy und am Ende kamen wir dann auch ganz gut miteinander aus. Insgesamt mag ich die gesamte Clique aber auch sehr. Diese Momente mit den Freunden machen für mich auch ganz viel aus.

Woodshill selbst bleibt mir fast noch ein wenig zu blass. Ich hätte gern noch mehr vom Campus und vom Unileben gelesen. Trotzdem wirkt das kleine Städtchen in Oregon herrlich heimelig und hat den gewissen Wohlfühlfaktor. Ich bin mir auch sicher, dass es die nächsten Teile wie ein Nach-Hause-Kommen sein wird 🙂

Fazit

Begin again hat es geschafft, mich bei NA wirklich kritischen kleinen Leser zu begeistern und mitzunehmen. Ich bin nur so dadurch geflogen, habe geschmunzelt und mich aufgeregt. Ich hab auch direkt mal mit Trust again angefangen. Denn Spence und Dawn haben es mir bereits jetzt angetan.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Die düstere Seite des Wunderlands

Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland
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Alice ist bereits seit zehn Jahren im Hospital gefangen, doch sie selbst erinnert sich an nichts. Ihr einziger Lichtblick in der Zeit: Ihr Zellennachbar Hatcher, ein Axtmörder, der sich ebenfalls an kaum ...

Alice ist bereits seit zehn Jahren im Hospital gefangen, doch sie selbst erinnert sich an nichts. Ihr einziger Lichtblick in der Zeit: Ihr Zellennachbar Hatcher, ein Axtmörder, der sich ebenfalls an kaum etwas erinnern kann. Als ein Feuer im Hospital ausbricht, gelingt den beiden die Flucht. Doch auch der gefährliche Jabberwock ist dadurch erwacht und jagt das Duo. Alice muss ihn besiegen. Und sie muss herausfinden, warum sie ständig diese Albträume von dem Mann mit Kaninchenohren plagen.

Christina Henry zeigt eine düstere, gefährliche und brutalere Welt des Wunderlands, das plötzlich gar nicht mehr so wunderbar wirkt. Dabei hat sie auf großartige Weise Parallelen zur originalen Geschichte aufgegriffen und mit ihrer Geschichte verflochten. Selbst einzelne Zitate tauchen leicht verändert auf, was mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Ich mag die Art und Weise total, wie die Autorin die Figuren zu ihren eigenen gemacht hat, ohne die Charaktere gänzlich zu verändern.

So ist Alice anfangs ein eher ängstliches Mädchen, das schon früh viel Leid erfahren musste. Immer wieder blitzen Erinnerungsfetzen auf, die den Leser neugierig und hellhörig werden lassen. Sie wird aber immer mutiger und tapferer und setzt sich für die Dinge ein, die ihr wichtig sind. Diesen Wandel finde ich wirklich gelungen. Hatcher bleibt dabei immer ihre Stütze. Auch er hat dunkle Geheimnisse, die es als Leser herauszufinden gilt. So haben beide Hauptfiguren eine wirklich gut ausgearbeitete Hintergrundstory. Am besten gefallen hat mir aber – wie sollte es anders sein – Grinser. Er behält seinen durchtriebenen Charme, weshalb ich ihn auch am gelungensten finde.

Das Buch überzeugt außerdem durch einen sehr guten Schreibstil. Er ist düster, aber nicht zu schwerwiegend, weshalb ich gerade am Ende gar nicht mehr aufhören konnte. Ich hätte auch direkt mit dem nächsten Band anfangen können, aber bis dahin muss ich noch etwas warten. Bis zum Herbst um genau zu sein. :( Das Cover vom nächsten Band sieht aber übrigens genauso fantastisch aus wie das des ersten Bands, das ich wirklich liebe!

Fazit

Am Anfang brauchte ich ein wenig, um warm zu werden. Aber spätestens nach der ersten Begegnung mit einer Figur aus dem „originalen“ Wunderland war ich hin und weg. Ich hab jede Anspielung (die ich gefunden habe) gefeiert. Habe mich über die Umsetzung der Charaktere gefreut. Die Geschichte ist blutig, finster und nichts für schwache Nerven, aber ich habe sie lieben gelernt. Wegen der Hoffnungsschimmer und Lichtblicke, die mich jedes Mal begeistert haben. Und deshalb zählt es jetzt auch zu meinen Lieblingen :)

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Veröffentlicht am 24.03.2020

Die Flucht vor... ja was eigentlich?

KRYONIUM
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Der Erzähler ist gefangen in einem märchenhaften Schloss in einer mysteriösen Welt. Der Drang zu flüchten ist groß und nicht nur die Hexe, ihr Drache und das Ungeheuer erschweren das Vorhaben. So muss ...

Der Erzähler ist gefangen in einem märchenhaften Schloss in einer mysteriösen Welt. Der Drang zu flüchten ist groß und nicht nur die Hexe, ihr Drache und das Ungeheuer erschweren das Vorhaben. So muss der Protagonist verschiedenste Rätsel lösen, um die Erinnerungen wiederzufinden.

Wer sich jetzt denkt: Ok, aus dem kleinen Absatz konnte ich jetzt nicht so viel Information schöpfen… hat leider Recht 😀 Aber alles Weitere, was ich sagen würde, würde schon wieder zu viel verraten. Grundsätzlich vereint das Buch Fantasy- und Sci-Fi-Elemente. Jedes erdenkliche Fabelwesen findet seinen Platz und doch herrscht in diesem Buch Logik und Mathematik. Denn Zahlen spielen eine sehr bedeutende Rolle. Es hat ewig gedauert, bis ich wusste, worauf das Buch eigentlich hinaus will. Man muss also dran bleiben und darf nicht aufgeben – so wie der Protagonist.

Der Schreibstil ändert sich im Laufe des Buches, was ich sehr interessant finde. Er ist allerdings immer klug und raffiniert. Manchmal sogar fast schon zu clever. Das wird etwas anstrengend, wenn man eigentlich beim Lesen abschalten möchte. Außerdem werden viele Anspielungen für mich zu offen erklärt und runtergerattert, wodurch diese ihren Charme etwas verlieren. Trotzdem schätze ich sehr, wie die Einzelnen Puzzleteile ineinander greifen und so das große Ganze ergeben.

Der Protagonist/Die Protagonistin wirkt leider bis zum Ende hin sehr blass. Er (bleiben wir mal beim Er einfachheitshalber) wird kaum beschrieben. Er handelt sehr besonnen und rational, was durchaus zum Buch passt, für mich aber deswegen sehr kühl wirkt. Die kleinen Nebencharaktere finde ich allerdings wirklich niedlich, ich bin großer Fan vom Schaukeleinhorn.

Fazit



Ein sehr intelligentes Buch, das man mit Ruhe lesen muss. Definitiv nichts für zwischendurch, aber wer Lust auf eine unerwartete Geschichte mit viel Cleverness hat, wird bestimmt Gefallen an Kryonium finden. Mir persönlich fehlt aber leider die Bindung zum Protagonisten, was mir bei einem Buch sehr wichtig ist.

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Veröffentlicht am 21.03.2020

Der letzte Kamf

Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen
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Der Kampf zwischen dem Könighaus und der Widerstandsgruppe ReVerse spitzt sich zu. Die Rebellen haben einen klugen und mächtigen Mann als ihren Anführer und die Stimmung im Volk droht immer wieder kippen. ...

Der Kampf zwischen dem Könighaus und der Widerstandsgruppe ReVerse spitzt sich zu. Die Rebellen haben einen klugen und mächtigen Mann als ihren Anführer und die Stimmung im Volk droht immer wieder kippen. So beginnt für Ophelia und Luc die letzte Schlacht im Kampf gegen die OmnI.

Endlich konnte ich mich dazu durchringen, den letzten Teil der Trilogie zu lesen. Genau ein Jahr haben mich Ophelia und Luc begleitet und in dem Fall kann man das wirklich so sagen. Eines meiner ersten Rezensionsexemplare war der erste Teil, der zweite Band eine meiner ersten Leserunden. Es gab viele tolle Aktionen von Lena und sogar eine WhatsApp-Gruppe mit ihr und anderen Bücherwürmern, wo wir Theorien gesponnen und uns ausgetauscht haben. Also ja: Diese Trilogie hat mich wirklich begleitet und begeistert.

Vor finalen Bänden habe ich ja bekanntlich immer etwas Angst. Oft sind sie mir zu gehetzt oder haben, genau gegenteilig, ihre Längen. Auch dieses Finale hatte für mich leider so seine Längen, weshalb der Band für mich der Schwächste ist. Die ersten beiden Bücher haben aber auch richtig vorgelegt und so gefällt mir das Ende trotzdem noch richtig gut.

Die Handlungen sind weitestgehend logisch. Phee und Luc haben mir manchmal zu wenig miteinander agiert und kommuniziert, das hätte ich von beiden einfach anders erwartet. Aber sie befinden sich ja schließlich auch in einer Ausnahmesituation. Die ersten beiden Bände haben mich oft überrascht und überzeugten mit vielen unerwarteten Wendungen. Das blieb dieses Mal leider aus, aber vielleicht bin ich auch einfach abgehärtet 😀 So hätte ich mir das Ende schon etwas spektakulärer gewünscht, aber wie gesagt: Bei Enden bin ich sehr anspruchsvoll!

Fazit
Auch der letzte Band ist wieder raffiniert und intelligent. Mir fehlte leider ab und an die Spannung, so wie ich sie aus den Vorgängern gewohnt war. Ich kann die Trilogie aber nur empfehlen und ich freue mich immer wieder, wie viel Hype diese Reihe zu Recht erfährt

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