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Veröffentlicht am 14.07.2020

Lieblingsbuch!

Mein bester letzter Sommer
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Inhalt:
In der U-Bahn hat sie ihn das erste Mal getroffen- und sich immer geärgert, ihn nicht angesprochen zu haben. Dann erfährt Tessa plötzlich, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Durch Zufall trifft ...

Inhalt:
In der U-Bahn hat sie ihn das erste Mal getroffen- und sich immer geärgert, ihn nicht angesprochen zu haben. Dann erfährt Tessa plötzlich, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Durch Zufall trifft sie bei einem Familienabendessen Oskar, den Jungen aus der U-Bahn, wieder und es ist Liebe auf den ersten Blick. Als sie ihm von ihrem schweren Schicksalsschlag erzählt, will er, dass sie ihre letzte Zeit gemeinsam verbringen, und so machen sie sich auf, auf den besten letzten Sommer.

Danke, Anne Freytag, für dieses fantastische Buch. Von der ersten Seite an war ich gefesselt und konnte bis zur letzten Seite, bis zum letzten Buchstabe nicht mehr aufhören, weiterzulesen, mitzufiebern und zu bibbern.

Tessa ist eine ganz besondere Person. Sie ist so unglaublich stark und selbstbewusst und gibt nicht auf, selbst, als sie weiß, dass sie bald sterben wird. Und auch Oskar ist einfach perfekt. Er ist genauso, wie ich mir meinen späteren Ehemann vorstellen würde. Er ist so liebenswert und charmant, wie er sich um Tessa kümmert und alles daran setzt, dass sie eine tolle Zeit hat. Er macht sich so viele Gedanken um sie. Die Lebensfreude, die die beiden ausstrahlen, finde ich toll. Danke, für diese zwei tollen Menschen.

Ich habe schon mehrere Bücher gelesen, in denen es um das Thema Tod geht, vor allem "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ja sehr gehypt worden. Allerdings finde ich die Geschichte, die Anne Freytag hier auf Papier gebracht hat, tausend mal berührender. Ich musste glaube ich schon auf der ersten Seite weinen, so gefühlsvoll ist dieses Buch. Diese unbändige Trauer, gemischt mit der Liebe, war eine Mischung, bei der ich viel zu oft zum Taschentuch greifen musste. Als ich bei anderen Lesern damals gelesen habe, dass sie weinen mussten, dachte ich, dass ich es nicht müsse. Denn normalerweise bekommt mich nichts so schnell zum weinen. Aber "Mein bester letzter Sommer" hat es geschafft. Der Schreibstil ist perfekt, er hat aus dieser wunderbaren Geschichte ein rundum perfektes Buch gemacht. Besonders gut haben mir auch die Lieder gefallen, die immer erwähnt wurden.

Am traurigsten fand ich direkt eine Stelle, relativ weit vorne, als Tessa Oskar erzählt, dass sie sterben wird. Die Art und Weiße, wie Tessa es sagt, lässt es gleichzeitig so hart und gefühlslos rüberkommen, als würde ihr der immer näher kommende Tot überhaupt nichts ausmachen, gleichzeitig wirkt Tessa in diesem Moment total verletzlich. Eine Mischung, die ich nicht für möglich gehalten hätte.

Trotzdem hatte dieses Buch auch so viele Stellen, die von Liebe gestrotzt haben, in denen man den Tot schon fast vergessen hat. Und auch diese Rundreise, die die beiden machen, hat mir sehr gefallen, Anne Freytag hat es geschafft, dass ich während dem Lesen selbst dachte, ich sei in Italien.


Mein Fazit: "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag ist das berührensten Buch, dass ich je gelesen habe. Es ist die perfekte Mischung aus Traurigkeit und Liebe, die dieses Buch perfekt macht. Vom Cover, über den Inhalt bis zum bitteren Ende konnte mich dieses Buch vollends überzeugen. Deswegen gebe ich dem Buch volle 5 von 5 Sternen. (Es hätte auch 100 von 5 verdient). Ich kann das Buch wirklich jedem weiterempfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Wunderschön!

Der letzte erste Blick
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Inhalt:
Emery verlässt ihre Heimat und geht auf ein College am anderen Ende des Landes um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Doch anders wie erwartet muss sie sich ihr Zimmer dort mit einem Jungen ...

Inhalt:
Emery verlässt ihre Heimat und geht auf ein College am anderen Ende des Landes um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Doch anders wie erwartet muss sie sich ihr Zimmer dort mit einem Jungen teilen, mit dem sie direkt nicht den besten Start hat. Außerdem trifft sie auf Dylan, den besten Freund ihres Mitbewohners, und zu dem fühlt sie sich direkt hingezogen. Die beiden spielen sich gegenseitig Streiche und kommen sich immer näher, wären dort nicht die Geheimnisse, die sowohl Emery wie auch Dylan haben und auf keinen Fall preisgegeben wollen.

Meine Meinung:
Ich habe schon vor einem Monat die Leseprobe der Geschichte gelesen und mir war direkt klar, dass ich dieses Buch lesen muss! Von der ersten Seite an war das Buch fesselnd und die perfekte Mischung aus Romantik und Humor.
Emery wirkte auf mich sehr sympathisch, ich mag ihre lockere Art, sie ist so anders als viele andere Hauptcharakter. Sie nimmt die Sachen nicht so hin, wenn ihr etwas nicht passt, dann ändert sie es. Direkt auf der ersten Seite bricht sie ihrem Mitbewohner fast die Nase, weil er sie am Hintern angefasst hat, allein deswegen musste ich Emery einfach lieben. Sie ist so cool und keck und hat trotzdem diese verletzliche Seite, diese jedoch zu verbergen versucht. Außerdem nimmt sie kein Blatt vor den Mund und sagt, was sie denkt, steht aber auch zu ihren Ängsten und Schwächen, eine Sache, die ich besonders an ihr mag.
Auch Dylan finde ich super! Er ist der perfekte Freund, ist immer für die Menschen da, die ihm wichtig sind und versucht es allen passend zu machen, genau das mag ich an ihm. Man sieht direkt, wie wichtig ihm seine Freunde sind und ich finde es toll, das seine Freunde das auch wertschätzen. Er ist für sie da, wenn sie ihn brauchen. Seinen Humor finde ich auch klasse, die Art wie er mit Emery umgeht. Nur wegen seiner Vergangenheit tut er mir ein wirklich leid, um so mehr schätzte ich es, wie er heute ist!
Die Streiche, die sich die beiden immer spielen sind perfekt. Die beiden haben überhaupt keine Angst davor, dass es peinlich wird und genau deshalb werden ihre Mutproben wirklich lustig. Am Ende werden ihre Wetten etwas waghalsiger, das war dann eher nicht so mein Ding, das war mir schon zu gefährlich. Beide haben schon ganz schön was durchgemacht in ihrem Leben und strotzen trotzdem nur so vor Lebensfreude.
Auch ihre Freunde, der Rest der Clique wirkt sehr sympathisch. Ich mag es, wie alle füreinander da sind, sich helfen und unterstützen, wie eine große Familie. Wenn einer von ihnen ein Problem hat helfen alle mit und sehen es für selbstverständlich.
Die Geschichte spielt auf einem College in West Virginia, eine sehr schöne Gegend. Emery und ihre Freunde unternehmen immer mal wieder Ausflüge in die Umgebung und die Landschaft dort hört sich wirklich toll an.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr geholfen, in die Geschichte hineinzufinden. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und war so schön, dass ich es gar nicht aus der Hand legen wollte. Alles ist toll geschrieben und ich hatte fast das Gefühl, selbst dort in dem Zimmer zu stehen und Teil der Geschichte zu sein.
Die Geheimnisse der beiden haben mich sehr beschäftigt. Ich habe mich von Anfang an gefragt, was die beiden wohl erlebt haben, vor allem, als Emery so ausgerastet ist, wegen dem Video. Ich finde es schlimm, wie so ein kleiner Fehler einem das ganze Leben kaputt machen kann und einem alles nehmen kann, was wichtig ist. Umso erstaunlicher finde ich es, wie Emery weitergekämpft hat und sich nicht unterkriegen gelassen hat. Jeder sollte sich ein Beispiel an Emery und auch an Dylan nehmen, denn wie die beiden weitermachen, finde ich großartig!

Fazit:
Mir hat das Buch "Der letzte erste Blick" sehr gut gefallen, vor allem die Persönlichkeiten von Emery und Dylan haben mich sehr überzeugt. Viele Menschen haben bereits in jungen Jahren ein schweres Leben, aber Emery und Dylan zeigen, das man nicht aufgeben soll sondern immer weiter kämpfen muss und versuchen soll, seine Ziele zu erreichen.
Am Ende des Buches sind noch einige Fragen offen, was mich am Anfang etwas verwirrt hat, weil ich nicht wusste, dass es einen zweiten Teil geben wird, aber jetzt freue ich mich sehr auf Teil zwei, denn ich möchte natürlich wissen, wie das Leben von Emery und Dylan weitergeht.
Ich hätte mir das Buch auch allein wegen dem Cover und dem Titel gekauft, weil es perfekt in meine Leserichtung passt, aber auch der Inhalt konnte mich komplett überzeugen. Das Buch hat genau die richtige Mischung aus Romantik und Humor.
Ich kann euch das Buch wirklich nur weiterempfehlen, denn mir hat es super gefallen und es wird auf jeden Fall zu meinen Lesehighlights im April zählen und es ist eine Neuerscheinung, die ich euch allen ans Herz legen möchte, weil mich das Buch auch zum nachdenken angeregt hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Ein grandioser Abschluss!

These Broken Stars. Sofia und Gideon (Band 3)
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Inhalt:
Vor zwei Jahren waren Lilac und Tarver die einzigen Überlebenden eines Raumschiffabsturzes und gezwungen, von da an ein Doppelleben zu führen. Vor einem Jahr haben Jubilee und Flynn die gesamte ...

Inhalt:
Vor zwei Jahren waren Lilac und Tarver die einzigen Überlebenden eines Raumschiffabsturzes und gezwungen, von da an ein Doppelleben zu führen. Vor einem Jahr haben Jubilee und Flynn die gesamte Galaxis auf die finsteren Machenschaften von LaRoux Industries aufmerksam gemacht. Jetzt treffen die vier auf dem Planeten Corinth, im Herzen der Galaxis, auf zwei weitere Rebellen gegen den übermächtigen Konzern LaRoux Industries. Sofia Quinn ist eine charmante Hochstaplerin. Gideon Marchant ist ein Hacker, der die besten Sicherheitsvorkehrungen umgehen kann. Gemeinsam wollen sie LaRoux endlich zu Fall bringen, und dabei steht nicht nur ihr Leben auf dem Spiel, sondern auch ihre Liebe.

Informationen zum Buch:

http://www.mayersche.de/These-
Broken-Stars-Sofia-und-Gideon-
buch-Amie-Kaufman.html

Titel: These broken Stars - Sophia und Gideon
Autor: Amie Kaufmann, Meagan Spooner
Verlag: Carlsen
Hardcover, 19,99€

Meine Meinung:
Bereits der Einstieg in den dritten Teil hat mir sehr gut gefallen. Es war auch kein Problem, das es schon länger her ist, seit ich die ersten beiden Teile gelesen habe. Das Buch ist von Anfang an sehr spannend und ich mochte Sofia und auch Gideon von Anfang an. Sofias Humor ist klasse. Einerseits wirkt sie perfekt, als hätte sie keine Fehler, aber anderseits hat sie totale Höhenangst, was sie noch echter und sympathischer wirken lässt. Am Anfang haben die beiden ganz schöne Streitereien und ihr erstes Aufeinandertreffen ist auch direkt total spannend aber auch lustig. Aber man weiß auch von Anfang an, dass die beiden ein perfektes Team sind und sich mit ihren Fähigkeiten super ergänzen. Während Gideons Welt eher online ist und er sich dort auskennt, weiß Sofia alles über die reale Welt und hilft, dass die beiden sich dort zurecht finden. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass das Hauptthema die ganze Zeit Rettung vor LaRoux Industries gewesen ist und die Liebesgeschichte immer nur eingestreut wurde. Dadurch wurden die Bemerkungen und Gedanken von Gideon über Sofia etwas besonderes. Als dann ungefähr in der Mitte des Buches auch Flynn, Jubilee, Tarve rund Lilac noch einmal auftauchen und in die Geschichte mit eingebunden werden, war ich vollends begeistert. Das ganze Buch war wieder sehr gut durchdacht und es gab keine einzige Stelle, an der ich es langweilig fand. Kurz vor dem Ende hatte ich ziemlich Angst, dass es doch kein Happyend geben würde und habe mich total gefreut, als Sofia ihren Mut bewiesen hat. Insgesamt lässt das Ende keine offenen Fragen zurück.
Zwischen den einzelnen Kapiteln, die immer abwechselnd aus Sofias und Gideons Sicht erzählt werden, gibt es immer kurze Zwischenkapitel, die nur eine Seite lang sind. AM Anfang fand ich diese sehr verwirrend, aber jetzt, am End bin ich von der Idee begeistert, auch wenn ich echt lange gebraucht habe, um sie ganz zu verstehen.
Auch das Cover hat mir sehr gut gefallen. Anfänglich fand ich es etwas schade, dass Sofias Kopf sich so vor Gideons Kopf drängt, muss aber jetzt sagen, dass das passt, denn Sofia ist die dominantere der beiden. Auch die Farbwahl konnte mich wieder überzeugen.
Fazit:
Ein perfekter dritter Teil! Ich fand ja schon Teil ein super, weil er in der Natur gespielt hat, aber Teil drei mitten in der Großstadt konnte den sogar noch übertreffen! Die Schauplätze wurden super detailliert beschrieben und der Schreibstil war wieder klasse!
Ich kann die komplette Reihe einfach jedem empfehlen! Insgesamt ein grandioser Abschluss einer perfekten Reihe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Einfach Zucker!

Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe
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„Time to Love“ ist der neue Roman von Beth O´Leary, der im DIANA-Verlag erschienen ist. Das Buch handelt von Leena und ihrer Oma Eileen, die beschließen, für zwölf Wochen ihr Leben zu tauschen, als Leena ...

„Time to Love“ ist der neue Roman von Beth O´Leary, der im DIANA-Verlag erschienen ist. Das Buch handelt von Leena und ihrer Oma Eileen, die beschließen, für zwölf Wochen ihr Leben zu tauschen, als Leena eine Zwangspause von ihrem Job verordnet bekommt. Leena zieht für zwölf Wochen in das kleine Örtchen Hamleigh-in-Harksdale, um eine Pause zu bekommen, während ihre Oma ins schnelllebige London zieht und sich dort im Dating ausprobiert. Ein ziemlicher Kontrast – für beide!

' "Ich glaube, du solltest Folgendes wissen, erklärt er. Ich mag dich. Auf eine Weise, wie ich dich nicht mögen sollte. Diese Art von Mögen eben." '
- Time to Love, Beth O'Leary


Meine Meinung:
Ich habe so viel Positives über das Buch gehört, dass ich es einfach lesen musste! Das Cover gefällt mir sehr gut, mir gefallen die Orange- und Violetttöne. Auch der Titel des Buches, „Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe“, klang sehr vielversprechend und hält auch das, nach dem er klingt: eine humorvolle Geschichte mit genau der richtigen Mischung Liebe und Drama um noch als leichte Sommerlektüre durchgehen zu können!

Die Kapitel werden abwechselnd aus Leenas und Eileens Sicht erzählt, wodurch man das Leben beider Frauen mitverfolgen kann. Das ist richtig witzig, da sie ja nach einigen Kapitel sozusagen ihre Leben tauschen und plötzlich Leena die Dinge tun muss, die Eileen vorher erledigt hat und umgekehrt! Vor allem für Eileen ist das Leben in der Großstadt anfangs eine ziemliche Herausforderung, alles ist viel moderner, größer und schneller als in ihrem kleinen Heimatort. Ihre Verwunderung und ihr Verhalten haben mich ziemlich oft an meine eigene Oma denken und schmunzeln lassen! Insgesamt ist der Schreibstil locker und humorvoll, sodass sich das Buch wunderbar leicht lesen lässt.

Anfangs war ich etwas skeptisch, ob mir die Kapitel aus Eileens Sicht wohl gefallen werden, aber sie ist einfach so eine coole und toughe Oma, dass ich Eileen einfach in mein Herz schließen musste und auch ihre Kapitel geliebt habe! Sie ist einfach eine richtig tolle und immer noch wirklich fitte Oma, die eindeutig nicht auf den Mund gefallen ist! Auch Leena, ihre Nichte, ist eine tolle Protagonistin. Ihr Verhalten und Denkmuster hat mich teilweise sehr an mich erinnert, auch wenn ich natürlich noch ein paar Jahre jünger bin als sie. Leena ist sehr verbissen und zielstrebig, gleichzeitig aber auch eine sehr herzliche Persönlichkeit, die man einfach gerne haben muss! Beide Protagonistinnen haben sehr viel Tiefe, was mir sehr gut gefallen hat, weil ich mich dadurch viel besser in sie und ihr Lage hineinversetzen konnte, ihre Probleme nachvollziehen konnte. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass auch die vielen Nebencharaktere alle eine tiefflächige Persönlichkeit bekommen haben! Das ist nicht in vielen Büchern so, aber hier hatte ich den Eindruck, dass auch die Nebencharaktere sehr ausgearbeitet worden sind und ihre eigenen Züge bekommen haben. Insgesamt sind die Charaktere, die Beth O’Leary hier erschaffen hat, einfach alle wundervoll!

Auch das Setting, die Großstadt London, von der man leider nicht zu viel gesehen bekommen hat und insbesondere Hamleigh-in-Harksdale haben mir sehr gut gefallen! Die Atmosphäre, die Beth O’Leary in beiden Orten aufgebaut hat, war einfach unglaublich passend und vor allem letztere einfach wunderschön und heimelig! Wie gerne würde auch ich in Hamleigh-in-Harksdale leben, die Menschen dort sind einfach wundervoll!

Allerdings hat das Buch nicht nur die leichte und lustige Tauschgeschichte der beiden Protagonistinnen als Thema. Beide versuchen durch den Lebenstausch Probleme in ihrem Leben zu lösen, die dem Buch eine gewisse Tiefe verpassen. Beide Frauen haben noch immer einen Verlust zu verarbeiten und müssen teilweise gleich mehrere Beziehungen wieder aufbauen, zwei Themen, die in dem Buch viel Aufmerksamkeit bekommen. Insgesamt bekommt man durch das Buch und die vielen Aktionen, die die beiden Protagonistinnen planen und durchführen einen Einblick in das Leben und die Probleme älterer Menschen, ein Thema, über das ich vorher nie wirklich viel nachgedacht habe. Durch das Buch habe ich gelernt, nicht immer alles für so selbstverständlich zu sehen, meine Freundschaften und Beziehungen mehr wertzuschätzen und aufmerksamer zu sein.



Fazit:
Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen! Ich habe die beiden Protagonistinnen von Anfang an in mein Herz geschlossen, weil sie einfach beide richtige Herzensmenschen sind, die man mögen muss! Ihre Persönlichkeiten sind einfach toll. Das einzige, was mich an Eileen, und damit auch am gesamten Buch, etwas gestört hat, war, dass es mir teilweise schon fast so vorkam, als sei sie besessen von Sex und wollte viel zu krampfhaft unbedingt nochmal eine neue Beziehung haben.

Neben der wunderschönen und lustigen Geschichte über die Abenteuer, die die beiden Frauen erleben, geht es außerdem noch um Trauerverarbeitung, kaputte Beziehungen und ein wenig auch um die Probleme älterer Menschen durch Einsamkeit. Diese Themen wurden fantastisch in die Geschichte eingebaut und haben mich sehr zum Nachdenken anregen können.

Mich konnte das Buch deswegen eindeutig überzeugen, ich liebe es einfach! Deswegen gibt es auch eine klare Leseempfehlung: Dieses Buch ist eine tolle Sommerlektüre für jeden, der eine humorvolle Liebesgeschichte sucht, bei der er oder sie nicht mehr aus dem Schmunzeln rauskommt und gleichzeitig vielleicht auch mal das eine oder andere Tränchen wegwischen muss, denn dieses Buch ist gleichzeitig auch wahnsinnig gefühlvoll. Einfach toll!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2020

Ein gelungener Reihenauftakt!

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
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"Wir waren zu mächtig, um Feinde zu sein. Wir waren dafür gemacht, Seite an Seite die Welt aus ihren Angeln zu reißen."

Emilia fällt aus allen Wolken, als ihr der komische Typ im Museum klarmachen will, ...

"Wir waren zu mächtig, um Feinde zu sein. Wir waren dafür gemacht, Seite an Seite die Welt aus ihren Angeln zu reißen."

Emilia fällt aus allen Wolken, als ihr der komische Typ im Museum klarmachen will, dass ihre Liebe zu Rätseln damit begründet ist, dass sie eine Alchemistin ist und dass er deswegen ihre Hilfe braucht. Denn Emilia ist die Einzige, die das Voynich-Manuskript übersetzen kann, und die Zeit rennt, denn es droht auseinanderzufallen. So kommt es, dass Emilia plötzlich ihre ganze Zeit mit dem komischen Typen, Ben, und dem Goldorden verbringen muss, dem dieser angehört. Und sie lernt auch, dass sie selbst eine Silber-Alchemistin ist, und dass es für die verschiendenen Orden strenge Regeln gibt. Ob ihre Gefühle das auch wissen?

Meine Meinung:
Ich habe noch nie ein Buch mit ähnlicher Idee gelesen und so konnte Kira mich von der ersten Sekunde an fesseln! Schon der Einstieg in die Geschichte ist super gelungen, es beginnt direkt richtig spannend, und diese Spannung bleibt auch das ganze Buch über durchgehend erhalten. Es gibt viele unerwartete Wendungen und überraschende Ereignisse, die es mir schwer gemacht haben, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Auch die Protagonisten sind super! Zugegebenermaßen habe ich am Anfang etwas länger gebraucht, um mit Ben warm zu werden, aber Emilia und die anderen Alchemisten mochte ich von Anfang an total gerne. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Emilia zeischen diesen zwei Welten lebt und dass ihr "altes" Leben nicht komplett in Vergessenheit geraten ist, sondern bis zum Ende des Buches auch vorkam.

Statt mit Zauberstäben und Hokuspokus kämpfen die Alchemisten mit Elementen. Jeder Orden hat seine spezifischen Elemente, die alle aus dem Periodensystem stammen. Am Anfang klingt das alles etwas verwirrend und es sind viele Neuigkeiten, die man als Leser, genau wie Emilia, die ja auch neu in der Sache ist, erstmal verstehen muss. Aber das ist Kira wirklich gut gelungen! Sie verabreicht die Informationen immer in kleinen Happen und gemeinsam mit ihrem wunderbaren Schreibstil kommt man wirklich schnell in die Welt der Alchemisten herein und kann mit Emilia und den anderen Alchemisten mitfiebern.

Kiras Schreibstil ist wirklich sensationell! Er ist super detailreich, ohne überlanden zu wirken und sorgt so dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte und mir alles sehr gut vorstellen konnte, mit den Charakteren mitfühlen konnte.

Und auch fürs Bücherregal macht das Buch gut was her, denn das Cover ist einfach unglaublich schön!

Fazit: Ein starker Reihenauftakt mit tollen Protagonisten, super Humor und der perfekten Mischung aus Magie und Liebe. Einzig allein ein bisschen mehr Spannung und actionreichere Kampfszenen hätte ich mir noch gewünscht. Dafür gab es viele unerwartete Wendungen und ein richtig fiesen Ende - gut, dass Teil zwei schon im März erscheint!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre