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Veröffentlicht am 13.02.2026

Weeping Willow Society

A Lesson in Murder
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Astoria Blairwood gehört zur Elite. Ihr Dad arbeitet im Ministerium, sie selbst geht auf die mega elitäre St. Moriarty, wo unter anderem Kriminologie gelehrt wird. Sie liebt es, Fälle zu lösen und ist ...

Astoria Blairwood gehört zur Elite. Ihr Dad arbeitet im Ministerium, sie selbst geht auf die mega elitäre St. Moriarty, wo unter anderem Kriminologie gelehrt wird. Sie liebt es, Fälle zu lösen und ist ein Sherlock-Holmes-Fangirl. Doch dann wird an dieser Schule ihre Ex-Freundin ermordet und sie selbst gerät unter Mordverdacht. Wenn sie nicht unschuldig im Knast landen will, muss sie diesen Fall lösen. Wie gut, dass ausgerechnet jetzt die beiden hottesten Jungs der Schule beschließen, ihr zu helfen. Doch der eine ist seltsam und der andere ihr Erzfeind und beide ihre Konkurrenten um den besten Abschluss ...

Also vorneweg: Es hat Spaß gemacht zu lesen. Astoria ist meistens ziemlich cool und sie verliert trotz der heißen Jungs nur selten den Verstand. Und auch die Jungs sind ziemlich cool. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass Astoria in den Knast gegangen wäre, irgendwo bei Null, egal ob ein mächtiger Politiker ihr droht (und warum hat er das überhaupt getan? Er verbreitete so sinnlose Schurkenvibes um der Vibes Willen). Da die Türen immer auf sein müssen, besteht keine Gefahr, dass sie die Mordanklage überhaupt am Hals hat. Auch ein bisschen spät kam die Sache mit der Entführung, das war ein bisschen aus dem Hut gezaubert. Die Lösung war auch ein bisschen arg konstruiert, aber gut. Alles in allem war es ein solides Debüt. 3.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 11.02.2026

Heimsuchung

Good Spirits
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Harriet York stammt aus einer wohlhabenden Anwaltsfamilie, zu der sie kaum noch Kontakt hat. Sie führt einen Antiquitätenladen und versucht, ein guter Mensch zu sein. Dass also ausgerechnet sie Anfang ...

Harriet York stammt aus einer wohlhabenden Anwaltsfamilie, zu der sie kaum noch Kontakt hat. Sie führt einen Antiquitätenladen und versucht, ein guter Mensch zu sein. Dass also ausgerechnet sie Anfang Dezember von dem Geist der Vergangenheit heimgesucht wird, ist ihr unverständlich. Da sie jedoch ein People Pleaser ist, möchte sie auch dem Geist, einem mürrischen Mann namens Nolan Calahan, helfen. Die beiden machen sich also mehrmals auf, ihre Vergangenheit zu erkunden. Dabei kommen sie sich näher, als man bei einem Geist und seiner Heimgesuchten erwarten sollte und plötzlich spielt die Magie von Nolan verrückt ...

Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gut gefallen. Die beiden Protagonisten sind sehr sympathische Leute, Nolan ist eine ziemliche green flag, obwohl er aus dem 19. Jahrhundert stammt, und Harriet ist wirklich so gut wie behauptet. Daraus ergibt sich ein richtig cosy read, der manchmal so cosy wurde, dass ich beim Lesen eingeschlafen bin. Das ist nicht unbedingt schlecht, nur sollte man Bescheid wissen, dass trotz familiärer Konflikte keine wirklichen Spannungen in irgendeinem Umfeld auftauchen. Wem das taugt, der wird hier mega gut bedient. Was mich auch ein bisschen irritiert hat, war diese Verbindung, die da zwischen Harriet und Nolan geschaffen wurde; die hätte es für mich nicht gebraucht. Alles in allem: ganz nett. 3.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 08.02.2026

Die Geisterflüsterin

Whisperling - Die Geister-Detektivin
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Peggy Devona ist gerade mal zwölf, lebt in einem kleinen englischen Dorf und kann Geister sehen und mit ihnen sprechen. Dafür wird sie von dem unsympathischen und gehässigen Pastor Tate verfolgt, obwohl ...

Peggy Devona ist gerade mal zwölf, lebt in einem kleinen englischen Dorf und kann Geister sehen und mit ihnen sprechen. Dafür wird sie von dem unsympathischen und gehässigen Pastor Tate verfolgt, obwohl der nicht genau weiß, dass Peggy ein Whisperling ist, denn das wissen nur ihre Familie und ihre beste Freundin, die vierzehnjährige Sally. Als Sally einen Job bei einer reichen alten Frau erhält, scheint es endlich auch deren Familie besser zu gehen. Bis sie eines Tages des Mordes an ihrer Arbeitgeberin angeklagt wird und gehängt werden soll. Peggy weiß, dass sie es nur mithilfe ihrer Whisperlingfähigkeiten schaffen wird, ihre Freundin zu retten.

Ich hatte anhand des doch relativ niedlichen Covers etwas anderes erwartet, aber das heißt nicht, dass das Buch schlecht war, im Gegenteil. Verpackt in eine kindgerechte Story wird vieles aufgegriffen, das für das 19. Jahrhundert typisch war. Arme Bauernfamilien, bei denen schon die Kinder mitarbeiten mussten, dasselbe für Arbeiter und Minenkumpel. Der Tod war allgegenwärtig und konnte jeden treffen. Mir gefiel auch, dass der schurkische Geistliche Tate heißt, das schlägt so einen schönen Bogen in die heutige Zeit zu einem wirklich ekelhaften Brüderpaar. Auf angenehme Weise bekam man hier jedenfalls ganz nebenbei in eine fantastische Geschichte noch ein wenig ... Geschichte vermittelt.

Veröffentlicht am 05.02.2026

Teuflisch

Devil's Deal
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Jaga ist eine junge Frau, die in ihrem Dorf fast nur mit Misstrauen und Verachtung behandelt wird. Sie besitzt magische Kräfte und möchte die Heilerin ihrer Gemeinde werden, aber weil man sie für eine ...

Jaga ist eine junge Frau, die in ihrem Dorf fast nur mit Misstrauen und Verachtung behandelt wird. Sie besitzt magische Kräfte und möchte die Heilerin ihrer Gemeinde werden, aber weil man sie für eine Hexe hält, wird jemand anders für diesen Posten ausgesucht. Doch dann passiert das Unmögliche: Während der Sommersonnenwende erscheinen Götter und Dämonen auf dem Festplatz und Jaga tanzt die ganze Nacht mit Woland, dem Teufel, der sie für sich beanspruchen will. Doch dafür soll sie in seinen Besitz übergehen und sie weiß nicht, was er plant, also lehnt sie ab. Von nun an macht er ihr das Leben zur Hölle.

Es wird als dunkle Enemies-to-Lovers-Romantasy angepriesen, aber ganz ehrlich? Was ist daran romantisch? Ich sag's euch ohne Spoiler: nichts. Wer das als romantisch verkauft, hat jedenfalls eine andere Vorstellung von Romantik als ich. Woland manipuliert sämtliche Menschen und wenn das nicht reicht, bringt er einfach Leute um, die Jaga am Herzen liegen. Wenn sie nicht will, dass anderen noch mehr passiert, muss sie Sex mit ihm haben. Keine Ahnung, wer das als Romantasy betrachtet, mir bereitet es Übelkeit. Eigentlich schade, weil die Autorin gut schreiben kann und auch Athmosphäre aufbaut. Ich hatte mich auf slawische Folklore gefreut, aber das war einfach furchtbar.

Veröffentlicht am 05.02.2026

Metoo

Hazel sagt Nein
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Die Familie Blum zieht von New York nach Riverburg, ins Hinterland von Maine. Gus, der Vater, hat dort an der Universität einen guten Job erhalten, außerdem ist hier alles billiger und es lebt sich einfacher. ...

Die Familie Blum zieht von New York nach Riverburg, ins Hinterland von Maine. Gus, der Vater, hat dort an der Universität einen guten Job erhalten, außerdem ist hier alles billiger und es lebt sich einfacher. Oder sollte es. Denn gleich am ersten Tag in der neuen Schule erlebt Hazel Blum, die achtzehnjährige Tochter, etwas Schreckliches. Der Direktor der Schule erklärt ihr, dass er jedes Jahr Sex mit einer Schülerin der Abschlussklasse hat und er dieses Jahr sie auswählt. Geschockt sagt Hazel Nein und dieses Nein zieht Wellen nach sich, die nicht nur die Gemeinde von Riverburg erschüttern.

Das ist mit Sicherheit ein wichtiges Buch und es sollte gelesen werden. Denn das, was Hazel hier passiert, passiert noch immer überall. Und wie auch im Buch gehen die Täter auf Konfrontation, versuchen es mit Täter-Opfer-Umkehr, mit Drohungen, Einschüchterungen, Lügen, Manipulation. Das Schlimme daran ist, dass sie oft genug damit durchkommen - nicht nur, weil sie in Machtpositionen sitzen, sondern weil sie Hilfe und Unterstützung von Leuten in Machtpositionen bekommen. Wie sich das auf die Überlebenden - ich werde nicht Opfer schreiben! - auswirkt, kann man sich vorstellen. Das wird hier im Buch auch teilweise gut vermittelt. Manchmal jedoch auch zu oberflächig aufgeführt. So entscheidet sich Hazel irgendwann, dass sie genug von ihrer Depression hat, steht auf und geht joggen und bekommt ihr Leben wieder in den Griff. Einfach so. Es wäre schön, wenn mit Depressionen sensibler, auch in Büchern, umgegangen wird. Auch verliert sich die Autorin mit ihrem ganzen Bücher/Agenten/Filmstrang. Vielleicht soll das Hoffnung vermitteln, aber es nimmt den Impact aus der Geschichte, zerfasert sie, macht sie kleiner. Und das hat dieses Buch nicht verdient, es sollte und könnte weitaus intensiver sein, eine Stimme für alle Überlebenden. Ein Plädoyer dafür, dass die Scham endlich die Seiten wechseln muss, dass niemand mehr wegsieht oder sich hinter die Täter stellt. 3.5/5 Punkten.