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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Cold Storage

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Morde? Kriminelle Machenschaften? Intrigen, die aufgeklärt werden müssen? Fehlanzeige. Dieses Jahr ging es bei Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim äußerst gelassen zu. Das ändert sich erst, als die Hochzeit ...

Morde? Kriminelle Machenschaften? Intrigen, die aufgeklärt werden müssen? Fehlanzeige. Dieses Jahr ging es bei Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim äußerst gelassen zu. Das ändert sich erst, als die Hochzeit von Joyces Tochter Joanna stattfindet. Einer der besten Freunde des Bräutigams, Nick, wendet sich an Elizabeth. Er kennt ihren Ruf und er möchte, dass sie ihm hilft. Jemand wollte ihn umbringen und da er demnächst an ein riesiges Vermögen kommt, hat er Angst, dass es demjenigen auch gelingen könnte. Doch dann verschwindet Nick spurlos und ausgerechnet seine Partnerin Holly, die eben noch vom Donnerstagsmordclub befragt wurde, stirbt durch die Explosion einer Autobombe. Die vier samt ihrem mittlerweile äußerst weitem Kreis an Freunden und Unterstützern müssen einen Code knacken und einen Mörder finden.

Im Donnerstagsmordclub reinzulesen, ist inzwischen ein bisschen wie nach Hause zu kommen. Dieses Mal war die Freude jedoch ein bisschen verhaltener. Elizabeth kommt nur schwer aus ihrer Trauer um Stephen heraus, Joyce hat den Kopf voll mit der Hochzeit, Ron hat mörderische Familienprobleme und Ibrahim ... nun. Der hat Connie. Wer Connie kennt, weiß, dass er damit voll ausgelastet ist. Und so baut sich zwar wieder ein interessanter Fall auf, der mit vielen Irrwegen gepflastert ist, aber ein bisschen kommt mir der DMC ein bisschen zu kurz. Es werden so viele Charaktere noch zwischenzeitlich abgehandelt, dafür aber einige ganz schön außen vorgelassen. Zu wenig Donna und Chris, selbst Bogdan war hier eher Schoßhündchen als der Mann für alles. Die Auflösung war zwar clever, aber auch ein bisschen antiklimaktisch, wenn man mich fragt. Alles in allem war es zwar schön, aber insgesamt ein etwas schwächeres Buch als die Vorgänger.

Veröffentlicht am 12.10.2025

Prinzessin

House of Bane and Blood (Order and Chaos, Band 1) – Packende Rivals to Lovers Romantasy
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Milla ist die Erbin eines Eisenbahnimperiums - allerdings ist das so gut wie pleite. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als eine Ehe mit dem Höchstbietenden einzugehen. Ausgerechnet Nicolai Attano aus der ...

Milla ist die Erbin eines Eisenbahnimperiums - allerdings ist das so gut wie pleite. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als eine Ehe mit dem Höchstbietenden einzugehen. Ausgerechnet Nicolai Attano aus der Familie, die für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist, ist ihr neuer Ehemann. Milla hat sich geschworen, ihn und seine Familie zu bekämpfen. Doch dann sind plötzlich unheimliche Wesen hinter ihr, sie selbst erfährt Neues über ihre Herkunft, ihre eigene Familie scheint sie zu hintergehen und ihr neuer Ehemann hat eigene Geheimnisse. Trotzdem ist er der Einzige, auf den sie sich verlassen kann und irgendwann ist sie nicht mehr sicher, wer Freund und Feind ist und ob Liebe und Hass sich nicht ergänzen.

Wow. Ich hatte dank des Klappentexts einiges erwartet und ich bin auch wirklich nicht enttäuscht worden. Das Worldbuilding ist anfangs nicht ganz einfach zu durchschauen, aber steckt man erstmal drin, ergibt das meiste doch schon Sinn. Der Schreibstil, die Handlung, der ständige Schlagabtausch zwischen Milla und Nico ziehen sofort in seinen Bann. Wer ein ruhiges Buch sucht, ist hier falsch, es geht rasant zur Sache. Milla ist eine wirklich coole Protagonistin, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und Nico - bei all seinen morally grey Aktivitäten - ist ihr gegenüber eine perfekte green flag. Teilweise geht es ganz schön brutal zu, darauf sollte man sich einstellen und die CNs ernst nehmen. Ein paar Sachen, die ich etwas unlogisch fand, sorgen dafür, dass es einen halben Punkt Abzug gibt, aber dennoch eine fette Empfehlung zum Lesen, wenn man auf Dark Fantasy und starke Protagonistinnen steht. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 06.10.2025

Coal und Hex

The Nightmare Before Kissmas
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Angenommen, die Feiertage wären Royals und sie stünden in einem extremen Konkurrenzkampf zueinander? Willkommen bei "The Nightmare before Kissmas". Nicholas, genannt Coal, ist der Prinz von Weihnachten. ...

Angenommen, die Feiertage wären Royals und sie stünden in einem extremen Konkurrenzkampf zueinander? Willkommen bei "The Nightmare before Kissmas". Nicholas, genannt Coal, ist der Prinz von Weihnachten. Sein Vater ist - man kann es nicht anders sagen - ein Tyrann. Nach außen hin der joviale, freundliche Santa, ist er hinter den Kulissen ein knallharter Geschäftsmann, der eben dieses Weihnachtsgeschäft mit eiserner Hand führt. Coal und sein wenig jüngerer Bruder Kristopher stehen unter seiner Fuchtel und müssen tun, was er verlangt. Jetzt eben verlangt Santa, dass Coal die Prinzessin Iris von Ostern heiratet, um ihre Imperien zu vereinen. Doch dann kommt der Prinz von Halloween als Konkurrent um Iris' Hand - und was passiert eigentlich, wenn sich die beiden Konkurrenten ineinander verlieben?

Ich mochte die Ausgangslage sehr. Und um ehrlich zu sein, waren mir die meisten Charaktere wirklich sympathisch, besonders Kristopher und Iris, Bruder und beste Freundin von Coal. Doch auch Hex war nicht uninteressant und ich mochte ihn. Mit Coal selbst bin ich nicht unbedingt warm geworden. Ich mochte, dass er eine Green Flag in einer Beziehung war, aber seine ständige Unentschlossenheit ging mir sauber auf den Keks. Dazu kommt, dass sich genau daraus endlose Gedankenkarussells entwickelt haben. Aber die spicy Szenen waren wirklich geschmack- und gefühlvoll beschrieben, auch wenn sie meinetwegen gern weniger Platz hätten einnehmen dürfen. So hätte ich insgesamt dem Buch vier Punkte verliehen, allerdings gab es einen riesigen Mangel, den ich hier ansprechen möchte, und der dafür sorgt, dass es am Ende doch nur 3 werden: Die ganze Zeit wurde für das A...lochverhalten des Vaters immer die Mutter der Jungs verantwortlich gemacht. Da gab es von Coals Seite aus keine Reflektion, keinerlei Erkenntnis, dass es die Entscheidung des Vaters war, sich wie ein Tyrann aufzuführen. Ja, die Frau hat Santa und die Jungs verlassen, aber es ist dann SEINE Entscheidung gewesen, sich wie ein Drecksack aufzuführen, nichts, was ihre Schuld wäre. Das geht schon so stark ins Misogyne, dass ich da nicht drüber hinwegsehen kann und will.

Veröffentlicht am 06.10.2025

KinTwin

Soulmates and Other Ways to Die
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Stell dir vor, seit einiger Zeit ist es klar, dass jeder Mensch einen Soulmate hat und eine App informiert dich auch darüber, solltet ihr euch in der Nähe befinden. Die Crux an der Sache: Wenn einer der ...

Stell dir vor, seit einiger Zeit ist es klar, dass jeder Mensch einen Soulmate hat und eine App informiert dich auch darüber, solltet ihr euch in der Nähe befinden. Die Crux an der Sache: Wenn einer der beiden Soulmates stirbt, stirbst auch du. Tja. Dumm gelaufen. Findet zumindest Zoey. Zoey ist auf alles vorbereitet, trägt immer einen Notfallbeutel bei sich und weiß sich auch bei Flugzeugabstürzen zu helfen. Als sich ausgerechnet Milo - der wilde, unberechenbare Milo - als ihr Seelenpartner entpuppt, ist sie entsetzt. Sie macht ihm den Vorschlag zu versuchen, ihr Seelenband irgendwie zu lösen. Milo ist einverstanden und die beiden machen sich auf eine rasante Irrfahrt, wobei sie nicht nur die Hintergründe der Seelenverwandtschaft aufdecken, sondern auch in Lebensgefahr geraten.

Oh, ich habe dieses Buch wirklich von Anfang an gefeiert. Es ist einfach so locker-flockig geschrieben, obwohl sofort klar ist, dass man sich in einer Art Dystopie befindet. Und es ist eine Dystopie, die wir eigentlich schon in Amerika und in Ansätzen selbst hier in Deutschland erleben. Ein Multimiliardär kontrolliert quasi den ganzen Staat (und man brauchte wirklich einen Zaunpfahl, um zu erkennen, auf wen damit angespielt wird) und er bzw diejenigen, die er kontrolliert, schrecken auch vor Gewalt und Mord nicht zurück. Die Charaktere sind wirklich liebenswert (zumindest, die, die es sein sollen) und natürlich gibt es ein paar übertriebene Actionszenen, aber mir hat's gefallen. Auf die Thematik "eine Wahl haben" wird starker Fokus gelegt, aber auch auf Freundschaft und Liebe und alles, was dazu gehört. Ich würde dieses Buch wirklich gern verfilmt sehen, empfehle es auch an alle, die einfach locker lassen und eine Dystopie genießen können. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 04.10.2025

Heißkalte Weihnachten

Under the Mistletoe – Die zwangsläufige Zeit der Liebe
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In diesem Buch versammeln sich fünf Weihnachtsgeschichten von Romanceautorinnen (nehme ich an), von denen ich allerdings nur Ali Hazelwood kannte und sie eigentlich der Grund war, warum ich es lesen wollte. ...

In diesem Buch versammeln sich fünf Weihnachtsgeschichten von Romanceautorinnen (nehme ich an), von denen ich allerdings nur Ali Hazelwood kannte und sie eigentlich der Grund war, warum ich es lesen wollte. Es sind Short Stories mit vier/fünf Kapiteln, man kann sie als quasi einfach so wegsnacken, wenn man mal Zeit hat.

Ali Hazelwood - Cruel Winter: Ja, das war eigentlich ganz süß. Jamie und ihr Kindergartenfreund/feind, die sich nie aus den Augen verloren haben und jetzt gemeinsam im Schneesturm festsitzen. Das hat ganz gut funktioniert und war wie üblich bei Ali mega geschrieben. 4/5

Tessa Bayley - Merry Ever After: Diese Geschichte hat mich so gar nicht abholen können. Der riesige Farmer Lukas, der wohl kernig wirken sollte, fühlte sich für mich irgendwie ungepflegt an und bei Daddy-Kinks bin ich gleich raus. Auch dieses "Ich Tarzan, du meine Frau"-Feeling kann ich nicht ab. 2/5

Olivia Dade - All by my Elf: Nett, aber ein bisschen langweilig, weil es auch so extrem vorhersehbar war. Immerhin gute Kritik, wie mit lehrenden Dozenten umgegangen wird. 3/5

Alexandria Bellefleur - Merriment and Mayhem: Das hätte eigentlich eine ausgewachsene Geschichte werden sollen, nicht nur so eine Short Story, dann wären die Entwicklungen glaubhafter gewesen. So war es halt etwas übertrieben, aber wenigstens ganz nett. 3.5/5

Alexis Daria - Only Santas in the Building: Wenn Gefühle nur auf absolute Horniness basieren, ist mir das zu viel, egal, ob das von der Seite des Mannes oder der Frau ausgehen. Auch dieses "Hach, immer wenn mein Schwarm auftaucht, bin ich ungepflegt" nervt. Immerhin war der Typ eine green flag und hat eine Katze, zähle ich als Pluspunkt. 3/5

Alles in allem hätte ich mir einfach ein bisschen mehr echte Gefühle und weniger "Der/die andere ist so scharf, auf den/die will ich drüber" gewünscht. Weniger ist einfach manchmal mehr.