Profilbild von Bella0070

Bella0070

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Bella0070 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Bella0070 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2026

Tödliche Prüfungen und düsteres Setting

The Ordeals
0

Sophia de Winter ist seit frühester Kindheit durch einen magisches Schwur an ihren Onkel gebunden, dadurch ist sie gezwungen für ihn zwielichtige Aufträge auszuführen. Um sich von dieser Bindung zu befreien, ...

Sophia de Winter ist seit frühester Kindheit durch einen magisches Schwur an ihren Onkel gebunden, dadurch ist sie gezwungen für ihn zwielichtige Aufträge auszuführen. Um sich von dieser Bindung zu befreien, bewirbt sie sich als Studentin an der Killmarth Academy. Doch bevor sie aufgenommen wird, muss sie mehrerer tendenziell tödliche Prüfungen, die sogenannten Ordeals, bestehen.

Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden, aber nach den ersten Kapiteln hat mich die Erzählung dann doch gepackt. Einige unerwartete Plot-Twists halten die Spannung beständig hoch. Die Atmosphäre ist durch das gesamte Buch hindurch bedrohlich und düster. Verstärkt wird die Grundstimmung durch die Ordeals, die die Anzahl der Studienanwärter schnell minimieren.

Sophia ist eine mutige junge Frau, die sich nicht schnell einschüchtern lässt und für ihre Ziele kämpft. Ihr Charakter ist am tiefgründigsten beschrieben und sympathisch. In sie kann ich mich gut einfühlen. Die anderen Protagonisten hingegen bleiben für mich eher oberflächlich. Auch die Liebesgeschichte packt mich leider nicht wirklich.

Die magische Welt ist faszinierend, wenn auch nicht neu. Die Ordeals werden sehr bildhaft beschreiben und ihre grausame Natur lässt den Leser mitfiebern. Allerdings frage ich mich, warum diese Prüfungen tödlich sein müssen, da Magiebegabte doch so selten sind und daher wertvoll sein müssten. Im letzten Kapitel überrascht das Buch mit einem völlig unerwarteten Showdown, der Lust auf die Fortsetzung macht.

Die Sprecherin des Hörbuchs Sarah Dorsel hat eine sehr angenehme Stimme. Ihre Lesung ist gut verständlich und von de Schnelligkeit genau richtig. Die verschiedenen Charaktere werden unterschiedlich intoniert, so dass ich sie gut auseinander halten kann.

FAZIT: Spannender Fantasy-Roman mit ein paar Mängeln, aber durchaus lesenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2026

Wo sind die Drachen?

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
0

Tamsyn wächst am Hof des Königreiches Penterra als Prügelmädchen der Prinzessinnen auf. Seit ihrer Kindheit erträgt sie die Strafen, die eigentlich ihren königlichen Schwestern gelten. Doch schon bald ...

Tamsyn wächst am Hof des Königreiches Penterra als Prügelmädchen der Prinzessinnen auf. Seit ihrer Kindheit erträgt sie die Strafen, die eigentlich ihren königlichen Schwestern gelten. Doch schon bald werden die Prinzessinnen heiraten, damit endet auch Tamsyns Dienst und ein Leben in Freiheit scheint greifbar nahe zu sein. Doch dann wird sie gezwungen, anstelle einer ihrer Schwester das Ehegelübde mit dem gefürchteten und grausamen Grenzlord Fell zu schwören. Alle ihre Hoffnungen sind damit zunichte und die Reise in eine ungewisse Zukunft steht ihr bevor.

Ich muss zugeben, dass mich das ausnehmend hübsche schwarzrot Cover mit dem dazu passenden Farbschnitt schon vor der Leseprobe in seinen Bann gezogen hat. Doch auch die Geschichte hat mich restlos begeistert und ist für mich eines der ersten Lesehighlights am Beginn des Jahres 2026.

Der einfach zu lesende und flüssige Schreibstil hat es mir leicht gemacht, nur so durch die Seiten zu gleiten. Positiv empfinde ich die wechselnde Erzählperspektive von Tamsyn und Fell. Auf diese Weise wird das gleiche Geschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und ermöglicht es dem Leser, sich in die Protagonisten einzufühlen. Die Charaktere der beiden sind authentisch und sehr gut beschrieben. Ich habe mit ihnen mitgefiebert und mit Spannung ihre sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte verfolgt.

Das Worldbuilding ist einfach nachzuvollziehen und nicht kompliziert. Spannend sind die Intrigen am Hof und diplomatischen Schachzüge. Auch die Idee, das Konzept des Prügelknaben in die Geschichte aufzunehmen, hat mich neugierig gemacht.

Zugegeben ist die Handlung teilweise voraussehbar, doch das hat mich persönlich nicht gestört. Ich habe mit Spannung darauf gewartet, wann sich endlich meine Vermutungen bestätigen. Wann kommen endlich die Drachen ins Spiel, es können doch nicht alle vernichtet sein?

Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich freue mich schon auf den zweiten Band.

FAZIT: Ein absoluter Pageturner!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2026

Spannende Unterhaltung

Das Signal
0

Ursula Poznanski beweist mit „Das Signal“ erneut ihr Talent für packende und fesselnde Thriller. Nachdem ich bereits mehrere ihrer Bücher gelesen habe, bestätigt auch dieser Roman meinen durchweg positiven ...

Ursula Poznanski beweist mit „Das Signal“ erneut ihr Talent für packende und fesselnde Thriller. Nachdem ich bereits mehrere ihrer Bücher gelesen habe, bestätigt auch dieser Roman meinen durchweg positiven Eindruck – enttäuscht wurde ich noch nie.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht zugänglich und zieht mich von der ersten Seite an mitten ins Geschehen.
Der Ausgangspunkt der Handlung wirkt zunächst vertraut, da ich bereits mehrere Bücher mit einer ähnlichen Ausgangssituation gelesen habe: Nach einem Unfall, bei dem Viola ein Bein verloren hat, ist sie in ihrem außerhalb von Wien gelegenen Haus isoliert. Ihr scheinbar fürsorglicher Ehemann engagiert für sie eine eher kühle Pflegerin und ist selbst meist beruflich abwesend. Schon früh kommen Viola Zweifel, ob ihr perfektionistischer Mann eine einbeinige Ehefrau dauerhaft an seiner Seite akzeptieren kann. Sie beginnt, ihn zu beobachten und ihm nachzuspionieren – doch auch sie selbst hütet einige Geheimnisse.

Der Thriller ist aus der Ich-Perspektive erzählt, was dazu führt, dass ich mich als Leserin ebenso gefangen fühle wie Viola und mich intensiv in sie hineinversetzen kann. Ihr Charakter wirkt auf mich durchweg glaubwürdig und authentisch. Von der hilflosen Patientin und bemitleidenswertem Opfer entwickelt sie sich zunehmend zu einer selbstbestimmt handelnden Person, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Gerade diese Entwicklung macht das Buch für mich zu einem echten Lesehighlight.

Einige der Plottwists lassen sich im Verlauf der Handlung erahnen, andere hingegen treffen einen gerade zum Ende hin völlig unerwartet.

Fazit: Der Roman bietet eine äußerst spannende und gelungene Variation eines bekannten Genres, die trotz vertrauter Elemente mit überraschenden Wendungen überzeugt. Ein fesselnder Thriller, der bis zum Schluss packend ist. Definitiv eine Leseempfehlung wert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2026

Düstere Fantasy

House of the Beast
0

Als ihre Mutter erkrankt, bittet die 11jährige Alma ihren bis dahin unbekannten Vater um Hilfe. Dieser entstammt einem mächtigen Geschlecht und dient dem finsteren Dread Beast als menschliches Gefäß. Im ...

Als ihre Mutter erkrankt, bittet die 11jährige Alma ihren bis dahin unbekannten Vater um Hilfe. Dieser entstammt einem mächtigen Geschlecht und dient dem finsteren Dread Beast als menschliches Gefäß. Im Tausch für seine Hilfe zieht Alma in seine imposante, aber kalte Welt ein. Doch die Familie ihres Vaters sieht in ihr nichts weiter als die Bastardtochter, eine unerwünschte Makel in ihrer erhabenen Linie.
Als ihre Mutter trotz allem stirbt, zerbricht Almas Welt endgültig. Von diesem Moment an kennt sie nur noch ein Ziel: Rache an ihrem Vater, der ihr alles genommen hat und sie nur für seine Zwecke missbraucht.
Ihr einziger Lichtblick in dieser düsteren Zeit ist Aster, ein geheimnisvolles, göttliches Wesen, das sie seit ihrer frühesten Kindheit begleitet und ihr in den dunkelsten Stunden zur Seite steht.

Das Cover und die Innengestaltung sind wunderschön. Die Seiten werden durch Zeichnungen der Autorin selbst geschmückt und machen das Buch zu einem Blickfang.

Der Weltenbau und die Handlung sind innovativ und interessant. Dank der detailreichen Beschreibungen fällt es leicht, sich die Schauplätze und Szenen lebhaft vorzustellen. Allerdings ist diese Welt im Gesamten sehr kompliziert und undurchschaubar. Erst in den letzten Kapiteln erklären sich manche Zusammenhänge, doch einiges bleibt bis zum Schluss unklar.

Die Spannung ist stellenweise sehr hoch, doch leider verliert sich die Erzählung zwischendurch in Details, die den Lesefluss merklich verlangsamen. Der Plot Twist am Ende überrascht und ist für mich der Höhepunkt des Buches.

Mit den Charakteren kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Almas Motive und Entscheidungen blieben für mich oft undurchsichtig und wirkten bisweilen inkonsequent, was es schwer machte, ihre Handlungen nachzuvollziehen. Auch die Nebenfiguren blieben in ihrer Darstellung eher eindimensional. Was die im Klappentext angedeutete Liebesgeschichte betrifft, so konnte ich diese nicht wirklich erkennen. Vielmehr empfand ich die dargestellte Beziehung als toxisch und weit entfernt von dem, was ich persönlich unter einer Romanze verstehe.

Die Atmosphäre ist geprägt von Düsternis und Gewalt, was sich durch die gesamte Erzählung als roter Faden durchzieht. Mir war das teilweise schon zu viel. Die Darstellung von Gewalt in den Kampfhandlungen ist sehr plastisch, weshalb das Buch auf den letzten Seiten auch eine Triggerwarnung enthält.

FAZIT: Wer sich auf einen außergewöhnlichen Weltenbau und eine innovative Handlung einlassen möchte, findet hier ein lesenswertes Buch. Man sollte jedoch bereit sein, sich durch gelegentliche Längen und eine durchweg düstere, intensive Atmosphäre zu kämpfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.01.2026

Magische Kräfte und Blutmotten

Blackspell
0

Das wunderschöne Cover war es, das mich dazu bewogen hat, das Buch aus dem Regal zu ziehen. Die kunstvollen und detailreichen Blattranken und die Blutmotten auf dem Farbschnitt lassen das Buch einzigartig ...

Das wunderschöne Cover war es, das mich dazu bewogen hat, das Buch aus dem Regal zu ziehen. Die kunstvollen und detailreichen Blattranken und die Blutmotten auf dem Farbschnitt lassen das Buch einzigartig und kostbar aussehen.

Doch nicht nur äußerlich, auch inhaltlich zog mich die Geschichte sofort in ihren Bann. Eden Blackspell muss gemäß dem Testaments ihres Vaters zwei Jahre lang die Wyndhouse Akademie besuchen, bevor sie ihr Erbe antreten kann. Außerdem soll Eden, so die letzten Worte ihres Vaters, sich unbedingt von der Familie Holmesworth fernhalten. Dass dies nicht funktionieren würde, war abzusehen. Bereits in den ersten Tagen entdeckt Eden, dass die Schüler der Akademie über magische Kräfte verfügen - im Gegensatz zu ihr. Zudem stößt sie auf die Leiche einer Schülerin, die auf mysteriöse Weise mit Motten bedeckt ist.

Die anfängliche Atmosphäre des Buches ist sehr düster. Eden hat es im Leben nicht leicht und als Leserin konnte ich ihre Verzweiflung gut nachempfinden. Die Geschichte ist flüssig zu lesen und die dargestellte magische Welt ist angenehm unkompliziert. Einige unerwartete Wendungen halten die Spannung konstant hoch. Bis zum Schluss hatte ich keine Ahnung, welchem Protagonisten Eden wirklich vertrauen kann, das hält die Neugierde bis zur letzten Seite aufrecht.

Das Buch endet mit einem fulminanten Finale und einem vielversprechenden Ausblick auf die Fortsetzung, auf die ich mich schon freue.

FAZIT: Ein äußerst unterhaltsamer Roman, der durch seine Spannung und leichte Lesbarkeit besticht - eine klare Leseempfehlung meinerseits!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere