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Veröffentlicht am 04.11.2019

Sehr gelungener zweiter Mallorca-Krimi!

Serra de Tramuntana. Blutrot
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Inhalt
Levke Sönkamp, die noch immer ziemlich unter ihrem erlebten Schicksal leidet, sucht Trost in einer Heilwoche in den Bergen von Mallorca. Mit Begeisterung ist sie auf einen Workshop gestoßen, bei ...

Inhalt
Levke Sönkamp, die noch immer ziemlich unter ihrem erlebten Schicksal leidet, sucht Trost in einer Heilwoche in den Bergen von Mallorca. Mit Begeisterung ist sie auf einen Workshop gestoßen, bei dem es gleich mehrere Tage nur darum gehen soll, dass sie wieder zu sich selbst findet und mit der Vergangenheit abschließen kann, denn der Tod ihrer Familie verfolgt sie noch immer. Doch gerade an dem Ort, wo sie ihren persönlichen Alptraum hinter sich lassen will, geschieht erneut eine fürchterliche Geschichte. Denn eines Morgens kommt eine der anderen Teilnehmerinnen des Workshops nicht mehr vom morgendlichen Yoga zurück. Und schon kurz darauf häufen sich auch andere sehr mysteriöse Vorkommnisse. Mit einem Mal ist Levke Sönkamp schon wieder mitten drin in einem waschechten Kriminalfall.


Meinung
Schon vom ersten Mallorca-Krimi der Autorin war ich hellauf begeistert. Vor allem finde ich auch hier wieder das Setting hervorragend. In den Monaten, in denen es hier in Deutschland immer kälter und kälter wird, ist ein solcher Inselkrimi natürlich eine gelungene Abwechslung – auch wenn es mir bei diesem hier hin und wieder ordentlich kalt den Rücken hinuntergelaufen ist.

Levke ist, wie ich finde, eine Protagonistin der anderen Art. Sie ist vor allem deswegen etwas ungewöhnlich, weil sie ihr schweres Schicksal zwar mit sich trägt, aber doch aktiv dagegen ankämpft. Im ersten Buch war das – natürlich – noch einmal ein Stück weit anders. Aber dieses Mal hat sie mich mit ihrer etwas verdeckten Stärke und dem Drang, etwas zu ändern, sehr beeindrucken können. Mir ist Levke einfach grundsympathisch.

Die anderen Figuren sind hervorragend ausgearbeitet und, was noch viel wichtiger ist, sehr markant und doch nicht zu aufdringlich in den Kriminalroman eingearbeitet. Es geht sehr interessant los, wird dann immer spannender und verstrickt sich am Ende richtiggehend in ein sehr spannendes Finale. Mit dabei natürlich auch hier wieder Jordi Barceló, der es mir schon im ersten Krimi angetan hat und den ich als Ermittler sehr mag. Und den auch Levke sehr mag. Besonders toll fand ich auch hier wieder, dass so viele zwischenmenschliche Dinge angesprochen wurden und dass man so viel über die Leben aller Personen erfährt, ohne dass der eigentliche Kriminalfall zu sehr in den Hintergrund rückt.

Und jener besagte Fall hat mich wieder sehr zum Miträtseln animiert. Ich habe tatsächlich schon relativ früh eine Vermutung gehabt, wer am Verschwinden der Kursteilnehmerin Schuld tragen könnte, bin dann aber auf dem Weg durch das Buch wieder davon abgekommen und wurde zunehmend verwirrter. Die losen Enden passen auf eine spannende und interessante Art nicht wirklich zueinander, was mich als Leser auf die verschiedensten Fährten gelockt hat. Und am Ende hat es dann doch alles so erschreckend viel Sinn gemacht. Schade eigentlich, denn ich hätte noch stundenlang weiterlesen können!

Fazit
Super gelungener zweiter Teil der Mallorca-Krimis von Stina Jensen. Auch, wenn man das erste Buch nicht gelesen hat, kann man der Handlung hier gut folgen, allerdings macht es dann vielleicht nicht ganz so viel Spaß, weil man die Entwicklungen nicht vollends mitbekommt.

Sehr empfehlenswerter Krimi, der gut durchdacht und toll recherchiert ist!

5 von 5 Mallorca-Buchherzen ♥♥♥♥♥

Veröffentlicht am 04.11.2019

Abstruse Dinge geschehen in Deutschland!

Der Oktobermann
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Inhalt
Mysteriöse – oder sollten wir lieber sagen abstruse – Dinge geschehen in den Weinbergen bei Trier. In der Mosel gibt es Aufruhr und obendrein gibt es auch noch einen Toten. Auch vor Deutschland ...

Inhalt
Mysteriöse – oder sollten wir lieber sagen abstruse – Dinge geschehen in den Weinbergen bei Trier. In der Mosel gibt es Aufruhr und obendrein gibt es auch noch einen Toten. Auch vor Deutschland macht die Magie keinen Halt und Tobias Winter wird kurzerhand heraus aus seinem Urlaub und hinein in einen neuen Fall geholt. Zusammen mit Vanessa Sommer (kein Spaß!) ermittelt er – und kommt dabei einer Geschichte auf den Grund, die schon Jahrhunderte alt ist.


Meinung
Die Freude war RIESIG, als ich gesehen habe, dass einer meiner absolut liebsten Autoren einen neuen Kurzroman herausbringt. Und als ich dann gelesen habe, dass das neue Buch von Ben Aaronovitch in Deutschland spielen soll, war ich hin und weg.

Genauer gesagt geht es um Tobi Winter, der das deutsche Pendant zu Peter Grant ist und den ich mindestens genauso sehr mag. Mit viel Witz und Durchschlagskraft begleiten wir ihn durch diesen Fall. Er ist ähnlich witzig wie sein Zauberkollege aus London, aber doch ganz anders.

Es wird sehr gut in das Buch in die (mehr oder weniger) neuen Gegebenheiten eingeführt. Natürlich ist die ganze Welt der Zauberei nichts neues mehr für bekennende Peter Grant Fans. Aber wenn man die anderen Bücher aus der “Flüsse von London” Reihe überhaupt nicht kennt, dann kommt man wahrscheinlich auch hier gut mit und kann den Gegebenheiten gut folgen.

Das Buch hat nicht diesen klassischen Krimi-Spannungsbogen, ist aber trotzdem teilweise auch sehr erschreckend und durchaus gemacht zum Mitfiebern. Ich mochte auch hier wieder alle Figuren sehr gerne, der Autor versteht sich einfach sehr gut darin, verschiedene Persönlichkeiten mit wenigen Worten nahe zu bringen. Und generell kann ich auch hier wieder nur sagen, dass ich den Schreibstil dieses Mannes unglaublich gerne habe. Ich finde ihn super amüsant und trotzdem auch sehr bildlich. In meinen Augen gehört diese komplette Reihe mit all ihren Bänden und Kurzromanen zu meinen absoluten All-Time-Favorites – und ich habe wirklich schon viele Bücher gelesen. Die Kombination aus Krimi und Magie ist unschlagbar, auch in diesem kurzen Roman.

Fazit
Ein wunderbar magischer Roman vom Meister der Ironie. 🙂 Sehr gelungener Auftakt um einen neuen zaubernden Ermittler – diesmal mitten in Deutschland anstatt in London. Ich hoffe sehr, dass von Tobi und Vanessa noch mehr kommt!

5 von 5 magische Buchherzen ♥♥♥♥♥
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 13.10.2019

Leider nicht mein Fall ...

Das Mädchen Jannie
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Inhalt
Jannie ist ein junges Mädchen, zu jung, um zu betteln, aber das ist genau das, was von ihr verlangt wird. Vom Großvater wurde sie verkauft und kam bei Miro unter, vor dem sie Angst hat wie vor keinem ...

Inhalt
Jannie ist ein junges Mädchen, zu jung, um zu betteln, aber das ist genau das, was von ihr verlangt wird. Vom Großvater wurde sie verkauft und kam bei Miro unter, vor dem sie Angst hat wie vor keinem anderen Menschen. Deswegen zieht sie auch um die Häuser, obwohl ihr kleiner Bruder fürchterlich krank ist. Dann aber gelingt ihr schließlich die Flucht – und sie landet bei einem netten Mann. Dieter ist Autor, kümmert sich nebenbei um seine stumme, kranke Mutter. Und genau die ist es auch, die Jannie versucht zu erklären, dass das Mädchen in Gefahr ist. In Gefahr bei Dieter. Doch Jannie versteht nicht, was die Frau ihr sagen will …


Meinung
Vorneweg: Leider muss ich gestehen, dass ich das Buch abgebrochen habe. Deswegen gibt es auch keine so genaue Inhaltsangabe wie sonst für euch, weil ich einfach nicht sehr weit kam. Ich habe das Buch nun einige Tage liegenlassen, habe andere Bücher angefangen und zwischenzeitlich sogar beendet, und dann noch einmal mit Petra Hammesfahrs Roman weitergemacht. Ich habe leider trotzdem überhaupt keinen Zugriff auf das Buch bekommen und musste es dann doch schweren Herzens früher beenden.

Ich weiß nicht ganz genau, an was es lag. Klar, das Thema ging mir natürlich auch irgendwie sehr nah. Leidende Kinder, Armut, Gewalt an Kindern. Aber das wusste ich vorher und das macht mir normalerweise nichts aus. Auch hier nicht. Das wollte ich vorneweg nur klar stellen, weil ich selbst oft Rezensionen lese, die einfach gegen den eigentlichen Inhalt des Buches sind – und das ist in meinen Augen ziemlich schwachsinnig, wenn man vorher den Inhalt oder den Klappentext studiert hat. Es lag also nicht an dem Inhalt an sich oder dass ich damit nicht klargekommen bin, auch wenn das hier nichts für schwache Nerven ist und der Zusatz “Roman” vielleicht ein bisschen täuscht.

Vielmehr war es so, dass ich einfach keine einzige Figur wirklich vor mir gesehen habe. Ich fand das Buch verwirrend, konnte den kurzen, sich abwechselnden Kapiteln nicht folgen. Die ersten Kapitel fand ich noch sehr spannend, aber als es dann immer mehr Figuren und Geschichten wurden, bin ich persönlich ausgestiegen. Der Fall, an dem Kommissar Klinkhammer parallel arbeitet, war mir ebenfalls überhaupt nicht präsent. In meinen Augen kam leider keine Spannung auf und ich wurde einfach nicht in die Geschichte gezogen.

Fazit
Leider nicht mein Fall, obwohl die Idee eigentlich sehr spannend klang. Schade!

1 von 5 Buchherzen ♥


Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 13.10.2019

Toller Ratgeber und wichtiger Erfahrungsschatz!

Ein Garten ist niemals fertig
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4000 qm Garten, 25 Jahre pflanzen, jäten, schneiden, 10 Kapitel Gartenwissen pur: Der ganze Erfahrungsschatz zweier Gärtnerleben mit allen Enttäuschungen und Erfolgen ist in diesem Buch enthalten. Es stellt ...

4000 qm Garten, 25 Jahre pflanzen, jäten, schneiden, 10 Kapitel Gartenwissen pur: Der ganze Erfahrungsschatz zweier Gärtnerleben mit allen Enttäuschungen und Erfolgen ist in diesem Buch enthalten. Es stellt Pflanzen und Bäume vor, hält handfeste Tipps und Pflanzvorschläge bereit und zeigt in eindrucksvollen Bildern die ganze Pracht des Gartens durch die Jahreszeiten und über viele Jahre hinweg. Lassen Sie sich von dieser einzigartigen Reise durch ein Paradies inspirieren!


Eine seltene Sachbuch/Ratgeber-Rezension gibt es an dieser Stelle mal von mir. Da auch wir bald unter die Gärtner gehen werden, selbst aber noch nicht mit allzu viel Fachwissen gesegnet sind, war ich auf der Suche nach einem Buch, das Ideen und Tipps bereithält. Mit diesem Buch wurde ich fündig. Auch, wenn der Oktober eigentlich nicht der perfekte Monat dafür zu sein scheint, habe ich mir das wunderschön aufgemachte Buch einmal näher angesehen – und schon jetzt bin ich voller Tatendrang für den Frühling und unsere erste Gartensaison.

Das Buch ist in einem festen Einband und relativ groß, es ähnelt mit seiner Dimension eher einem Bildband. Und das ist in diesem Fall auch ganz wunderbar so. Marion Nickig hat die Fotos für dieses Schätzchen beigesteuert und ich bin wirklich, wirklich verzaubert davon. Tolle Qualität und sehr sehr schöne Fotos warten in diesem Buch auf euch. Allein deswegen lohnt es sich schon.

Noch mehr lohnt das Buch sich aber wegen der wertvollen Tipps. Sicherlich ist das Buch besonders wertvoll für Garten-Neulinge, kann aber auch ungeahnte Tipps für Profis bereithalten. Gegliedert ist der Ratgeber nach verschiedenen Themengebieten, die in Kapitel eingeteilt sind. So gibt es zum Beispiel ein Kapitel zum Thema Bäume, eines zum Thema Gemüsegarten und eines zum Thema Zwiebelblumen. Dabei ist natürlich nicht jedes Thema gleich relevant für einen selbst, interessant zu lesen sind sie aber alle. Und im Zweifel schaut man sich eben nur die tollen Bilder an. 😉

Besonders schön finde ich die herausgegriffenen Zitate und extra benannten Tipps. Es ist nicht einfach ein Text neben Bilder geknallt, sondern vielmehr hat die Aufmachung etwas sehr künstlerisches. Finde ich toll! Das hier ist wirklich ein wunderbarer Garten-Ratgeber, der einen mit vielen Tipps und noch mehr Ideen ausstattet. In meinen Augen sehr zu empfehlen, besonders als Neuling.

5 von 5 Gartenherzen ♥♥♥♥♥
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 10.10.2019

Ganz anders als erwartet!

Die kleine Bäckerei am Strandweg
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Ohne Geld auf dem Konto und mit einer Trennung hinter sich schlägt Polly in dem Küstenort Mount Polbearne auf. Nachdem sie ihre wunderbare Wohnung verkaufen musste und es irgendwann nicht mehr bei ihrer ...

Ohne Geld auf dem Konto und mit einer Trennung hinter sich schlägt Polly in dem Küstenort Mount Polbearne auf. Nachdem sie ihre wunderbare Wohnung verkaufen musste und es irgendwann nicht mehr bei ihrer besten Freundin Kerensa ausgehalten hat, will sie einen Neuanfang wagen. Dass der neue Beginn in einem heruntergekommenen Häuschen, windschief, laut und dann stört sie nachts auch noch das Licht des Leuchtturms. Ein schwerer Start, aber als eines Nachts ein Papageientaucher mit gebrochenem Flügel in ihrer Wohnung strandet, beginnt sie allmählich, sich in die Kleinstadt mit den Gezeiten zu verlieben. Außerdem herrscht ziemlicher Männerüberschuss. Wobei, eigentlich hat Polly doch mit der Männerwelt abgeschlossen …


Lange lag dieses Buch ungelesen in meinem Schrank und schließlich habe ich – als der Sommer schon fast vorbei war – damit begonnen. Ich habe am Anfang einen etwas holprigen Start in das Buch gehabt, mich dann aber wie Polly immer mehr in das Küstenstädtchen verliebt. Ich fand es toll, wie die Geschichte immer mehr gewachsen ist und die Figuren immer sympathischer wurden. Die kleine Bäckerei am Strandweg wächst und mit dabei immer der Geruch von Frischgebackenem. Letztendlich nimmt die Handlung sogar eine wirklich unerwartete Wendung, es wird emotional und hat mich sehr berührt. Und dann war es plötzlich gar nicht mehr der seichte Liebesroman, den ich erwartet habe, sondern so viel mehr.

Tolles, berührendes Buch in toller Atmosphäre. Und, mein persönliches Highlight, am Ende gab es sogar noch Pollys Lieblingsrezepte.

5 von 5 Buchherzen ♥♥♥♥♥