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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2020

Unbedingt lesen!

The Plus One - Sie baut sich Mr. Right einfach selbst
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Inhalt
Kelly hat so vieles, was sich junge Frauen wünschen. Einen ultra erfolgreichen Job, einen großen Haufen Intelligenz und eine der besten Freundinnen, die man sich wünschen kann. Nur einen Mann, den ...

Inhalt
Kelly hat so vieles, was sich junge Frauen wünschen. Einen ultra erfolgreichen Job, einen großen Haufen Intelligenz und eine der besten Freundinnen, die man sich wünschen kann. Nur einen Mann, den hat sie nicht. Glück, dass Kelly Roboteringenieurin ist – und sich daher kurzerhand einen Mann selbst baut, nachdem ihre Mutter sie zum hundertsten Mal gefragt hat, wen sie denn zur Hochzeit ihrer Schwester mitbringen wird. Was sich am Anfang nach einer brillanten Idee anhört, wird Kelly jedoch schnell zum Verhängnis. Denn kann man sich nicht auch in einen Roboter verlieben? Und was passiert, wenn man einmal angefangen hat zu lügen?


Meinung
Ein tolles, tolles Buch! Ich möchte gerne mit dem super angenehmen Schreibstil anfangen, der es mir total leicht gemacht hat, nur so durch das Buch zu fliegen. Und dann geht es gleich weiter mit dieser wirklich grandiosen Idee für einen Roman. So etwas ist mir glaube ich noch nie untergekommen – und ich war skeptisch, ob das Thema “Roboter-Mann-Bauen” wirklich einigermaßen realistisch dargestellt werden kann, ohne dass es lächerlich wirkt. Ich kann jetzt mit ziemlicher Bestimmtheit sagen: Ja, das funktioniert. Und es funktioniert sogar sehr sehr gut!

Kelly ist eine fantastische Protagonistin, ich habe sie so gerne. Sie ist aufgetaucht und war sofort in meinem Leserherz verankert – toll. Das passiert auf diese Art auch nicht so häufig. Hier gab es kein Aneinander-Gewöhnen: Ich hatte das Gefühl, ich würde Kelly schon mein Leben lang persönlich kennen. Als wären wir zusammen aufgewachsen.

Besonders schön ist es, wie viele Themen hier unterschwellig behandelt werden. Da ist die Familie, in der es irgendwie nicht so rund läuft, wie man auf den ersten Blick vielleicht annehmen würde. Da ist die Freundschaft, die auch mal etwas einschlafen kann, wenn sich die Interessen verschieben. Da ist der Druck von allen Seiten, möglichst gut in ein Schema zu passen. Und natürlich ist da eins der größten Romanthemen überhaupt: Die Liebe. Was macht denn eigentlich die Liebe aus? Und was muss ein Partner haben, damit er mir gefällt? Kann es überhaupt perfekt sein, selbst wenn man sich seinen Mann selbst baut?

Ich mag auf all diese Fragen gar nicht antworten – dafür müsst ihr bitte bitte selbst lesen. Macht das unbedingt, denn das Buch lohnt sich absolut!

Fazit
Berührend, ganz anders, romantisch und lustig – und dabei viel mehr, als man erwartet. Unbedingt lesen!

5 von 5 Roboterherzen! ♥♥♥♥♥

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2020

Fesselnd!

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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Inhalt
Amaia ist gerade sechzehn geworden– zum achten Mal. Warum ihre Familie so langsam altert und warum sie keinem ihrer fünf Geschwister ähnelt, möchte Amaia unbedingt herausfinden, aber ihre Eltern ...

Inhalt
Amaia ist gerade sechzehn geworden– zum achten Mal. Warum ihre Familie so langsam altert und warum sie keinem ihrer fünf Geschwister ähnelt, möchte Amaia unbedingt herausfinden, aber ihre Eltern tun alles, um dieses Familiengeheimnis zu wahren – ständige Umzüge, strenge Regeln und Gedankenkontrolle inklusive. Amaia sieht ihre Chance gekommen, als ihre älteren Brüder eines Tages einen Gefangenen mit nach Hause bringen: den geheimnisvollen wie gefährlichen Noár, der ebenso wenig menschlich ist wie sie. Doch dann wird Amaias Familie angegriffen und plötzlich ist Noár ihre letzte Hoffnung: Er verlässt mit ihnen die Menschenwelt und bringt sie nach Cassardim, ins Reich der Toten, wo Amaia zwischen Intrigen, Armeen, lebendig gewordenen Landschaften, unwirklichen Kreaturen und mächtigen Fürstenhäusern endlich ihre Antworten findet – und ihr Herz verliert.


Meinung
Ein Fantasybuch, das mich überzeugen konnte! Cassardim von Julia Dippel startet in der Welt, wie wir sie kennen und führt und dann Schlag auf Schlag hinein in eine vollkommen andere, absolut Fantastische Gegend, in der ein Abenteuer das nächste jagt.

Ich kam etwas holprig in die Geschichte. Der Schreibstil ist gut, aber etwas ungewohnt für mich gewesen. Ich fand ihn teilweise sehr jugendlich. Das hat mich anfangs etwas gestört, aber als ich mich hineingefunden habe, war es überhaupt kein Thema mehr.

Die Einführung der Figuren war sehr gelungen. Ich hatte schnell Zugriff und war vor allem von Amaia schnell begeistert. Sie ist eine so umkomplizierte, aber trotzdem unglaublich mutige, sehr taffe Protagonistin. Ich habe sie sehr gerne begleitet. Und Noár – was soll ich sagen? Er hat schon hin und wieder ein bisschen was vom klischeebehafteten Bad-Boy, aber ich mochte auch ihn so gern! Neben der Geschichte zwischen diesen beiden erfahren wir auch ein echtes Abenteuer. Mich konnte die Handlung absolut mit sich reißen.

Begeistert war ich auch von der Welt, die die Autorin geschaffen hat. Ich habe nicht einmal viel Fantasie gebraucht, weil alles so bildlich dargestellt war. Wirklich sehr gelungen und mehr, als ich erwartet habe!

Fazit
Ein fantastisches Abenteuer in ein faszinierendes Reich und dann auch noch mit der perfekten Prise Liebe – sehr zu empfehlen!

4 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥
Danke an den Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2020

Chicago will gerettet werden!

Flirting with Fire
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Inhalt
Madison wollte eigentlich nicht auf dem Ehemaligentreffen ihrer Highschool erscheinen – aber ihre Freundinnen haben sie lange genug bearbeitet, dass sie es am Ende doch getan hat. Sofort kommen ...

Inhalt
Madison wollte eigentlich nicht auf dem Ehemaligentreffen ihrer Highschool erscheinen – aber ihre Freundinnen haben sie lange genug bearbeitet, dass sie es am Ende doch getan hat. Sofort kommen die Erinnerungen zurück. Die Erinnerungen daran, wie schlecht die Klassenkameraden und anderen Schüler damals mit ihr umgegangen sind. Und die Erinnerung an die unerfüllte Liebe zu Mauro Bianco.
Mittlerweile hat Madison all das abgelegt. Dachte sie zumindest. Denn als sie wegen ihres Jobs irgendwann erneut auf Mauro trifft, kommen all die Gefühle mit einem Schlag wieder. Doch Mauro spielt im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Feuer – und Maddie muss aufpassen, ihn nicht ein zweites Mal zu verlieren.

Meinung
Das hier war mein erstes Buch des Autorenduos mit dem Pseudonym – hat eigentlich jemand eine Ahnung, wer sich dahinter versteckt? Wie dem auch sei: Ich muss sagen, dass ich überzuegt bin. Ich habe schon länger keinen New Adult Roman mehr gelesen, aber dieser hier hat mich wieder daran erinnert, was ich an diesem Genre eigentlich so mag.
Natürlich wird mit Klischees gespielt, natürlich schüttelt man manchmal den Kopf über etwas zu viel Naivität oder einer Spur zu wenig Selbstvertrauen. Aber die Handlung war gut durchdacht, es gab kein Schema F, sondern eben einfach mal was anderes. Dass Mauro Bianco Feuerwehrmann ist, gibt dem Buch einen besonderen Touch und sorgt neben Romantik auch noch für die nötige Spannung, die die Geschichte würzt. Ein Buchherzchen Abzug gibt es, weil mir etwas zu künstlich eine weitere dramatische Dreiecksgeschichte aufgebunden schien, die nicht unbeding da hinein gemusst hätte. Schicksal: ja. Um jeden Preis eine eifersüchtige Frau hineinbringen: Nein.
Besonders verliebt bin ich in die vielen tollen Charaktere, die auftauchen. Besonders Mauros Familie hat es mir angetan – und wer das Buch gelesen hat, vermutet wahrscheinlich ähnlich wie ich, dass es mit den beiden anderen Bianco-Brüdern weitergehen kann und eigentlich auch muss. Ich freue mich auf weitere Bücher aus dieser Reihe und mag nicht nur den Schauplatz, sondern auch Schreibstil und Aufmachung sehr gerne.
Fazit
Romantischer, teilweise prickelnder und sogar spannender Roman aus der Feder eines für mich neu entdeckten Autorenduos. Ich mag die Geschichte sehr gerne.
4 von 5 Buchherzen ♥♥♥♥

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2020

Eine Ode an Paris!

Ich erfinde dir Paris
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Inhalt
Die Sehnsucht nach der Stadt der Liebe ist groß. Leah und Robert träumen von Paris, doch sie schaffen es nie ganz dorthin. Robert ist Schriftsteller und auch Leah verliert sich allzu gerne in den ...

Inhalt
Die Sehnsucht nach der Stadt der Liebe ist groß. Leah und Robert träumen von Paris, doch sie schaffen es nie ganz dorthin. Robert ist Schriftsteller und auch Leah verliert sich allzu gerne in den Buchstaben auf Papier. Die beiden haben zwei zauberhafte Töchter, ein schönes Leben in Milwaukee. Doch dann verschwindet Robert. Und das, ohne wie sonst eine Notiz zu hinterlassen. Er ist einfach weg. Und Leah und die Mädchen machen sich schließlich auf den Weg. Mitten durch Paris – das echte Paris, nicht das in Wisconsin – und suchen und suchen und suchen. Robert scheint mit einem unveröffentlichten Manuskript diese Straßen geschaffen zu haben, auf denen sie wandeln, in denen sie nach ihm suchen. Ist er wirklich verschwunden, oder steckt er dort irgendwo?

Meinung
Das Buch hat eine ganz eigene Magie, die sich für mich nur ganz schwer in Worte fassen lässt. Der Autor, von dem ich bisher kein Buch kenne oder gelesen habe, hat mit “Ich erfinde dir Paris” wirklich ein besonderes Buch geschaffen. Sehr vielseitig, noch vielschichtiger.
Aller Anfang war dennoch etwas schwer. Der Schreibstil ist ungewöhnlich. ich würde ihn nicht unbedingt als abgehackt bezeichnen, aber als sehr wirr und verzweigt. In meinen Augen ist das keinesfalls ein negativer Aspekt, aber es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe. Dann aber hat es umso mehr Spaß gemacht. Denn hinter dem anspruchsvollen Stil lag so viel mehr: Viele Gedankengänge, Überlegungen, Beschreibungen. Der Stil ist wie das echte Leben: Er folgt manchmal keiner klaren Linie.
Die Handlung ließe sich in wenigen Worten zusammenfassen, aber das würde der echten Geschichte dahinter nicht gerecht werden. Als ich erst einmal in der Story drin war, war ich richtiggehend gefangen. Anfangs hat sich das Buch etwas in die länge gezogen, aber schließlich war ich wirklich begeistert.
Ich liebe die Figuren, liebe es, dass sie miteinander hadern und mit sich nicht immer im Reinen sind. Hier werden Fehler gemacht und es werden Probleme beschrieben. Aber hier wird auch vor Glück gelacht und manchmal erscheint alles fast perfekt.
Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass diese Figuren echt sind. Dass sie genauso gut meine Nachbarn sein könnten. Und manchmal waren sie auch ein bisschen so wie ich. Wie jeder von uns. Das ist es, denke ich, was das Buch so sehr ausmacht.
Fazit
Hundertprozentig zufriedenstellen konnte mich das Ende nicht. Das ist ein Ende dieser Art, über das man erst einmal nachdenken muss. Ich muss diese geschichte sacken lassen, auf mich wirken lassen. Ich glaube, hier drin steckt mehr als bloß eine Handlung, die erzählt werden wollte. Und deswegen kann ich das Buch trotz ein paar winziger Kritikpünktchen – nämlich dem schleppenden Beginn und dem etwas unzufriedenstellenden Ende – nur jedem begeisterten Leser ans Herz legen!
4 von 5 Buchherzen ♥♥♥♥
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2019

Toller Thriller aus der Feder des Autorenduos!

Draussen
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Inhalt
Wald, Wildnis und immer auf der Hut sein. Da ist das Leben, das Cayenne und ihr Bruder Joshua kennen. Gedrillt werden sie von Stephan, der sie stark machen will und sie gleichzeitig beschützt. Er ...

Inhalt
Wald, Wildnis und immer auf der Hut sein. Da ist das Leben, das Cayenne und ihr Bruder Joshua kennen. Gedrillt werden sie von Stephan, der sie stark machen will und sie gleichzeitig beschützt. Er weiß, was für eine Gefahr dort draußen droht, hinter welchen Ecken sie lauert. Und worauf es im Leben draußen ankommt. Währenddessen brodelt es in der Gesellschaft und der Politik, Intrigen werden gesponnen, Komplotte geschmiedet. Und dann, eines Tages, hat die Gefahr Cayenne tatsächlich eingeholt und sie weiß, wovon ihr Mentor Stephan all die Jahre gesprochen hat …


Meinung
Der erste Thriller von diesem von mir so heißgeliebten Autorenduo. Die Kluftinger-Reihe habe ich bis auf den letzten Teil komplett gelesen und geliebt – jetzt drängt es mich ganz fürchterlich danach, auch den letzten Band des Kultkommissars zu verschlingen. Aber zurück zu diesem Thriller: Ich war ein wenig skeptisch und konnte mir nicht so recht einen wahren Spannungsthriller aus der Feder von Klüpfel und Kobr vorstellen, aber ich wurde eines besseren belehrt.

Ich bin extrem schnell hineingekommen in die Geschichte. Das Thema ist sehr spannend, wie ich finde, und ich war sehr schnell “mit draußen” im Wald, in der Wildnis, gemeinsam mit Cayenne, Joshua und Stephan. Es ist zugegebenermaßen ein anders aufgezogenes Thriller, bei dem nicht etwa ein Mord oder eine Tat in dem Sinne vorangestellt ist. Vielmehr begleiten wir unsere Protagonisten auf ihrem Weg, lernen sie Stück für Stück besser kennen und merken zwischen einigen sehr spannenden Szenen, was der eigentliche Grund für ihren Aufenthalt draußen ist.

Aufgelockert, beziehungsweise eigentlich noch spannender gemacht, wird der Thriller durch Passagen aus einer anderen Sicht, aus einer anderen Zeit. Hierbei geht es um Frankreichs Fremdenlegion – mehr mag ich dazu nicht verraten. Allerdings ist auch das ein Thema gewesen, was ich sehr spannend fand.

Der Schreibstil ist wirklich klasse – wie ich es von den beiden Autoren kenne – und hat mir das Buch sehr bildlich gemacht. Über die Seiten bin ich nahezu geflogen. Das war in der Tat so ein Buch, bei dem man es mittags schon nicht mehr abwarten konnte, abends endlich weiterzulesen.

Fazit
Ein etwas anderer Thriller, dabei aber so fantastisch geschrieben, schlau konstruiert und spannend gemacht, dass er mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.

5 von 5 Buchherzen ♥♥♥♥♥

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere