Platzhalter für Profilbild

Bisco

Lesejury Star
offline

Bisco ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Bisco über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2020

Schäfchensommer hat mir den Winter gerettet

Schäfchensommer
0

„Eine Geschichte über Freundschaft, starke Frauen und viele flauschige Schafe!“ – meine Schwiegermutter weiß einfach was ich Liebe. Das Stichwort sind Schafe. Und dann noch viele und flauschig im gleichen ...

„Eine Geschichte über Freundschaft, starke Frauen und viele flauschige Schafe!“ – meine Schwiegermutter weiß einfach was ich Liebe. Das Stichwort sind Schafe. Und dann noch viele und flauschig im gleichen Satz, mir war egal worum es im restlichen Roman ging, ich musste dieses Buch lesen und freut mich darüber, dass sie es mir geschenkt hat. Ja ich mag meine Schwiegermutter ^^

So sage ich direkt vorweg, dass die eine oder andere Szenerie etwas zu glatt und die Story nicht ganz realistisch wirkt, aber darum geht es in diesem Buch gar nicht. Es geht um starke Frauen, Probleme die jede auf ihre Art bewältigt, Hilfe anzunehmen und sich zu fragen wo die Zukunft für jede einzelne hingehen soll.

Familie, Freundschaft, Vertrauen und Verzeihen sind die Bestandteile dieses Buches. Und natürlich ganz viele Schafe 😊

Wir befinden uns im Schwarzwald wo der „Lämmerhof“ ist. Versteckt vor Touristen ist der Bauernhof, wo die Mittdreißigerin Elke mit ihrer noch nicht ganz 60-järigen Mutter Bärbel wohnt. Beide sind Teil der familiären Tradition der Schafshirtinnen. So war schon Elkes Oma Hirtin und hat sich mit voller Liebe und Kraft diesen Tieren gewidmet.

Der Hof lebt stark selbstständig vom eigenen Gemüse, Hühnereier, Honig durch die eigenen Bienen und Ziegenmilch welche verarbeitet wird.

Doch die große Passion sind die fast 600 Schafe des Hofes. Da Bärbel nicht mehr die jüngste ist und schon körperliche Gebrechen aufweist ist es Elke und der Lehrling des Hofes, welche die Aufgaben rund um die Herde übernehmen. Zusammen mit den tollen Hirtenhunden welche sie haben.

Jedoch ist das Geschäft um die wolligen Tiere Kostspielig und Elke möchte die Tiere nicht schlachten. So kommt es von einer Hiobsbotschaft zur nächsten.

Dann steht auch noch Schwester Julia mit der 15-Jährigen Zoe vor der Tür. Julia ist Sozialarbeiterin und verhilft Zoe nicht ins Gefängnis zu kommen. Diese hat ihrem „Freund“ bei einer Straftat geholfen und der Jugendarrest wäre die nächste Station für sie. Aber Julia sieht die Möglichkeit sie auf dem Hof von den Leuten die ihr den Ärger eingebrockt haben zu distanzieren, einen Aufenthalt im Jugendgefängnis zu ersparen und Bärbel wird noch finanziell dafür entlohnt.

So wird Zoe ein Teil des Alltages rund um die Schafe, der Probleme der Familie und lernt starke und selbstbewusste Frauen kennen. Denn dieses Vorbild fehlt dem jungen Mädchen.

Die Geschichte hat keine hochspannenden Momente wie ein Thriller, keine Dramen wie so mancher Liebesroman. Es ist eine gewisse Konstanze welche der Roman hat, welche aber sehr schön zu lesen ist. Die Entwicklung von Zoe mit ihren Problemen, aber auch Elke ist in ihrem Alter nicht davor bewahrt sich über ihr Leben Gedanken zu machen und sich darüber klar zu werden das sich was ändern muss.

Der Zusammenhalt der Frauen ist sehr schön beschrieben und die Entwicklungen und Entscheidungen aller gut nachzuvollziehen. Klar soll da nicht alles rund laufen und Schafe wie Menschen kommen in verzwickte Situationen. Aber es ist schön in die Geschichte integriert und hat für mich sehr gut gepasst.

Die Stars der Geschichte sind neben den Frauen die Schafe und ihr Hirtenhund. Ich mochte die wolligen Schäfchen, wo manche einen Namen und einen eigenen Charakter hatten. Der Beruf des Hirten und die Verantwortung des Berufes sind sehr gut beschrieben gewesen und man hatte Lust mal einen Tag mit auf die Weide zu gehen und diesem auszuhelfen.

Zu Schade das Schafe keine Kuscheltiere sind, wie die heimische Katze oder Hund.

Die Kapitel waren in ihrer Länge übersichtlich, gut beschrieben, meistens aus der Sicht von Elke aber auch die Gefühle von Zoe bekommen Platz in der Geschichte.

Alles in allem ist dies nicht mein bevorzugtes Genre, aber ich fand die Geschichte einfach nur sehr schön zu lesen.

Ich danke daher meiner Schwiegermama für das an mich denken 😉

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.11.2020

Toller Start in eine Dystopie wo eine extreme Zukunft bevorsteht

Gelöscht
0

„Gelöscht“ gehört zu der Reihe „Gelöscht-Slated“ von Teri Terry und ist eine bekannte und für das erste Buch gelungene Dystopie. Dies ist der erste Teil der Trilogie, davor spielt noch ein Prequel in Form ...

„Gelöscht“ gehört zu der Reihe „Gelöscht-Slated“ von Teri Terry und ist eine bekannte und für das erste Buch gelungene Dystopie. Dies ist der erste Teil der Trilogie, davor spielt noch ein Prequel in Form von „Exit Now“!“.

Dieses Buch muss man nicht vorher lesen ist aber hilfreich beim Verständnis. Gelöscht lag nun drei Jahre lang auf meinen E-Bookreader und ist somit eines meiner Schätzchen, welche ich regelmäßig aus der Schatztruhe SUB (Stapel ungelesener Bücher, sei´s digital oder auf Papier) rausfische.

Wir befinden uns im Jahr 2054. In dieser fiktiven Zukunft haben Kinder und Jugendliche unter dem 21 Lebensjahr kaum mehr was zu sagen, geschweige noch viel Grund zu lachen. Handys, Internet, normale Abläufe wie wir sie haben sind nicht erlaubt und unvorstellbar.

Jahre zuvor, das Prequel nimmt das Thema auf, gab es Angriffe seitens der Jugendlichen gegen die immer stärkere Eingrenzung ihrer Grundrechte. So begann man ganz rigoros den jungen Menschen immer mehr ihre Grundrechte einzuschneiden und den totalen Überwachungsstaat aufzubauen.

Als Reaktion gab es diese Übergriffe, wo auch Tote und Verletzte durch entstanden. Um diesem Verhalten einzugrenzen und die Todesstraffe nicht einsetzen zu müssen, gibt es nun den Prozess des Slaten. Hierfür werden die Erinnerungen, die Persönlichkeit und das ganze Leben des Menschen ausgelöscht. IN einem Institut fangen sie an wie Neugeborene alles neu zu lernen und ein neuer Charakter wird aufgebaut.

So passiert dies auch der jungen 15-Jährigen Kyla. Sie weiß nicht wer sie vorher war, was sie getan hat um geslated zu werden und nicht wem sie vertrauen kann. Sie kommt nach ihrer Zeit im Institut nun zu ihren neuen Eltern und Schwester Amy. Die Eltern sind sehr streng und sie fühlt sich ungewollt. Ihre Schwester versucht ihr zu Helfen wo es nur geht, aber Kyla merkt schnell das sie anders ist als sie und das obwohl auch diese geslated wurde.

Da Kyla trotz der Löschung immer noch als gefährlich gilt und der Beobachtung notwendig ist, sind viele Menschen daran beteiligt sie in ihrem Alltag zu beobachten und ihre Entwicklung zu protokollieren. Ihre Eltern haben Adleraugen auf sie, in der Schule muss sie einer speziellen Therapeutin / Lehrerin ihre Erlebnisse erzählen, das Ganze einmal die Woche mit einer zweiten Gruppe außerhalb der Schule und dann noch regelmäßig bei der Doktorandin welche sie zu dem gemacht was sie nun ist.

Schlimmer kann es kaum für sie werden. Ist es aber noch. Denn sie trägt ein sogenanntes Levo. Dieses Messgerät am Arm misst ihre Stimmung. Wut und Trauer lassen den Wert sinken. Sinkt dieser zu niedrig und in einen roten Bereich ist ihr Leben in Gefahr.

So kommt Kyla in eine für sie neue Welt. Neu Eltern, Schüler, Menschen die alles von ihr wissen wollen. Viel Negatives, vieles was sie überfordert. Dann ist da noch Ben, der nette Junge der Schule. Kann sie ihm trauen? Denn auch er ist geslated. Aber Kyla merkt wie immer mehr Menschen um sie herum verschwinden. Ist sie schuld? Wem darf sie vertrauen? Was ist die Wahrheit?

Das Buch hat alles was eine Dystopie benötigt. Eine Hintergrundgeschichte, Menschen die überhaben sind (die Erwachsenen), eine Regierung die Menschenrechte hintergeht. Die Opfer der Geschehen, in allen Altersklassen vertreten, einen Grund warum all dies passiert.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich finde sie ist frei von festen Altersstrukturen. Ein Teenager kann dieses Buch genauso lesen wie ein Mensch, der selbst Kinder in diesem Alter haben könnte. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, die Möglichkeiten der Medizin und der Politik. Dann hat man ein wirklich gutes Lesevergnügen.

Die Charaktere haben mir gefallen, auch wenn manche was blass waren, was daran lag, das Kyla durch ihre Perspektive vorgibt welche für sie wichtig sind und welche nicht. Normalerweise würde es mich stören, aber hier nicht. Denn die Geschichte wird durch Kyla gelebt und genau das schafft die Autorin sehr gut rüberzubringen.

Von mir gibt es daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung und ich schaue nicht zu lange mit dem zweiten und dritten Teil zu warten, welche auf meiner Schatzkiste E-Bookreader noch schlummern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.11.2020

Absolutes Muss für Fantasyfans

Kill the Queen
0

Für mich gehört „Kill the Queen“ zu einen der besten Bücher in 2020.

Jennifer Estep ist eine meiner Lieblingsautorinnen im Bereich Fantasy und sie hat mich mit dem Buch ganz positiv überrascht.

So war ...

Für mich gehört „Kill the Queen“ zu einen der besten Bücher in 2020.

Jennifer Estep ist eine meiner Lieblingsautorinnen im Bereich Fantasy und sie hat mich mit dem Buch ganz positiv überrascht.

So war schon das Cover ein super Hingucker. Die Farben, die Detail, die Federn welche später noch erklärt werden. Aber auch inhaltlich kann das Buch locker mithalten.

Wir beginnen im „Palast der Sieben Türme“. Hier lebt die 27-Jährige Everleigh Blair. Sie ist eine Waise und hat nach dem Verlust ihrer Eltern so ziemlich alle Verwandten durchgehabt, bis sie am königlichen Hof angekommen ist, wo sie die Cousine der Königin ist. Diese gibt ihr zu verstehen, dass sie nur ihre Pflicht tut und lässt Everleigh sogar Geld für Unterkunft und Essen zahlen.

Diese hat ein hartes Leben. Sie ist mit den Angestellten befreundet, denn ihre Familie hasst sie. Die Königin ignoriert sie und hat sich an sich gebunden und gibt ihr keine Freiheiten. Ihre Cousine Vaselia, die Kronprinzessin, hasst sie. So ist Everleigh für alle Aufgaben am Hofe zuständig, wo die beiden keine Lust haben diesen nachzukommen.

Am Tag der Verlobungsfeier kommt es dann zum großen Massaker. Vaselia tötet ihre Mutter und alle Beteiligten am Hof, damit niemand davon erzählen kann. Sie ist somit bald die Königin. Everleigh überlebt aber den Angriff, da sie ihre Magie immer als Geheimnis für sich behalten hat.

Sie schließt sich der Gladiatorengruppe rund um Serilda Swanson, Lucas Sullivan und Paloma an. Diese bringen ihr das kämpfen bei und glauben ihr die erfundene Geschichte, denn die Wahrheit kann sie nicht erzählen.

Aber es soll auch bei den Gladiatoren alles schwerer werden als gedacht und auch Vaselia hat mit diesen noch ein Hühnchen zu rupfen.

Die Geschichte war für mich an keiner einzigen Stelle langweilig oder träge gewesen. Der Schreibstil ist flott gewesen, war gut zu verstehen und es gab keine Überlänge in Situationen wie den Kämpfen, wo andere Autoren gerne zu viele Seiten mit füllen.

So ist auch alles verständlich gewesen. Wer welchen Charakter hat, welche Hintergründe hat bei den Gladiatoren zu sein.

Das Buch mit seinen 466 Seiten der reinen Geschichte war schnell gelesen. Die Kapitel sind übersichtlich in der Länger und das Buch in drei Abschnitte unterteilt, die ich hier nicht benenne da dies schon etwas spoilert.

Die Charaktere habe mich durch die Bank hinweg positiv gestimmt.

So ist Everleigh als Ich-Erzählerin sehr gut zu verstehen gewesen in ihren Handlungen wie in ihren Gefühlen. Ihr Alter von fast 28 Jahren ist auch sehr erfrischend, anders als die Teenager die man so oft in den Büchern erlebt. So erfreut es mich das es hier auch nicht die klassische Liebesgeschichte gibt und man sich dies für die Zukunft aufspart. Ich mochte sie und habe mit ihr gelitten und mitgefiebert.

Die anderen Haupt- und Nebencharaktere waren ebenfalls gut gewählt. Den Hass der Kronprinzessin konnte man genauso greifen wie den Frust von Sully. Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet und man sieht sie vor den inneren Augen mit ihren Stärken und Schwächen.

Ich will an dieser Stelle gar nicht mal mehr so viel dazu sagen, ausser dass ich hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen will.

Der zweite Teil befindet sich bei mir im Schrank und wird auf jeden Fall noch im neuen Jahr gelesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2020

Der Autor hat sich in seinen Realitäten verzettelt

Zeitrausch (2). Spiel der Zukunft
0

Was muss ich leider immer wieder feststellen, dass der zweite Teil in Dilogien oder Trilogien der schwächere im Vergleich zum ersten Teil ist.

Auch so habe ich mich durch diesen Teil einfach nur durchgeschleppt, ...

Was muss ich leider immer wieder feststellen, dass der zweite Teil in Dilogien oder Trilogien der schwächere im Vergleich zum ersten Teil ist.

Auch so habe ich mich durch diesen Teil einfach nur durchgeschleppt, was ich sehr schade fand, da mich letztes Jahr der erste Teil so wahnsinnig von sich überzeugt hat.

Das Buch spielt nur kurze Zeit nach dem ersten Teil und in Alisons Realität ist keine Zeit vergangen. So wundern sich die Eltern natürlich über die Veränderung ihrer Tochter. Die sich in die Naturwissenschaften reinkniet, extrem abnimmt bis sie nur noch Haut und Knochen ist, einen Hindernissparcour im Wald hinterm Haus aufbaut und beschließt die Schule nur noch im nötigsten Fall zu besuchen und für die Abschlussprüfung. Hier möchte ich direkt mal sagen: Ernsthaft? Also so bescheuert kann kein Elternteil sein, sein Kind so einen Mist durchziehen zu lassen. Vor allem wenn die Tochter dann noch aussieht, als würde man sie verhungern lassen und das Jugendamt in der Schule nachfragen wird warum diese nicht mehr dorthin kommt, egal wie gut die Noten sind oder nicht.

So ist für sie das tägliche Training im Wald wo sie lernt Tiere zu fangen, welche Pflanzen sie essen kann und Selbstverteidigung für sie immens wichtig. Denn sie hat eine Mission. Sie weiß das sie in 1.5 Jahren in die Zukunft geholt wird um dann bei der Show „Top The Realities“ teilzunehmen. Da sie bereits von Kay weiß, dass sie sein Scout ist und ihm alles beibringen wird, hält sie sich nun ran. Und so viel Zeit ist das natürlich nicht bis dahin, da geht natürlich auch kein Schulbesuch mehr.

So kommt nach einem größeren Sprung der besagte Zeitpunkt und sie muss auf ahnungslos machen und überrascht, als wüsste sie nicht was los ist. Denn wir erfahren, dass sie im ersten Buch in der elften Staffel der Show war, dies aber nun die erste ist und somit muss sie auf ahnungslos und dumm machen. Und das kann sie verdammt gut.

Umso schlimmer ist es, dass sie ihre Fassade gegenüber Kay nicht halten kann. Der junge Mann hält nichts davon eine Frau als Scout an seine Seite zu bekommen. Was soll ihm denn ein Weibsbild helfen, welche Kleider trägt und nur Socken stopfen kann. Er weiß zu dem Zeitpunkt noch nichts von der Zukunft und das er dann Alison schon kennen wird und sie nun ihn schon kennt. So empfindet er auch nicht das für sie wie sie für ihn. Kaum ist er im Bild, schon kniet sie sabbernd vor ihm um ihn zu sagen wie sehr sie ihn liebt, metaphorisch gesprochen. Denn sie muss sich ja zurückhalten und ist dann beleidigt wie ein kleines Kind das er sie als solches bezeichnet und sie nicht ernst nimmt. Geschweige sie nicht attraktiv findet. Das stößt ihr natürlich richtig auf. Gerade diese Szene wird noch sehr oft am Anfang folgen, weil Alison nicht begreift das Kay sie nicht kennt und nicht die Erinnerung an sie haben kann. Hier merkt man auch wie dumm sie ist und die Situation nicht über ihre Gefühle stellen kann.

So wird der Auftrag der beiden versaut und es scheint als wäre alles verloren. Bis hierhin ist es sogar noch recht interessant geschrieben, da sind wir bei etwa 25% und nun lässt das Buch einfach nur noch nach.

Kay verschwindet, Alison ist alleine und die große Verwirrung der Zeitreisen beginnt. Zwar wird in der Show von Ethik gesprochen und das in der jeweiligen Zeit keine Zeitsprünge möglich wären, aber es passiert genau das. Kay verschwindet, kommt wieder, ist eine andere Vision von sich. Alison zweifelt an allem und an sich, anstatt zu kämpfen. Die Realitäten wechseln wie Leute die Unterwäsche und niemand ist mehr in der Lage allem zu folgen.

So hätte man im ersten Teil mit einem Blatt Papier, Stift und zwei Zeitschienen noch alles erklären können. Hier sieht es aus wie das Bus- und Straßenbahnnetz der KVB in Köln, keine Chance da durchzublicken, außer man ist der Autor selbst.

So war dieser große Teil des Buches einfach nur nervig. Alison ist der verliebte kleine Wauwau der Sitz macht und kommt nicht dazu ihrer Mission nachzukommen Kay zu lehren wie man überlebt.

Die Liebesgeschichte dazwischen hat was von: jungen Mädchen schwärmt etwas hinterher was nicht so wirklich sein soll. Kay zeigt zwar später Gefühle aber auch hier wirkt es nicht wirklich echt.

Die Verworrenheit der Zeiten, Orte und Personen der Sendung welche noch mitmischen wird immer mehr und irgendwann ist man nur noch gewollt abzubrechen. Bei mir war es bei 69% bald soweit. Dann stellte ich Gott sei Dank fest, dass das E-Book nur 77% Story hat und dahinter eine weitere Buchempfehlung ist.

Der dritte Teil steht im Schrank, werde diesen aber höchstens im kommenden Jahr (nur noch ein Monat bis dahin) oder im Drauffolgenden Jahr lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2020

Schlechter als der erste Teil

Das Labyrinth jagt dich
0

Der zweite Teil schließt nahtlos an den ersten Teil an. Man kann sagen, sie kommen aus dem Portal, sind wieder alle verteilt und weiter geht’s.

Es sind jedoch nur noch fünf Jugendliche, da bereits zwei ...

Der zweite Teil schließt nahtlos an den ersten Teil an. Man kann sagen, sie kommen aus dem Portal, sind wieder alle verteilt und weiter geht’s.

Es sind jedoch nur noch fünf Jugendliche, da bereits zwei Tore passiert worden sind.

Die Erinnerungen, die Verbindungen werden bei den Jugendlichen immer mehr präsent und stärker in den Vordergrund gestellt.

Das große Hauptthema, neben den Toren und der Aufarbeitung des Gedächtnisschwundes, ist aber, dass untereinander Paare entstanden sind. Die Kids kämpfen ums Überleben, die Hormone und das Adrenalin ist ganz weit oben und schon wird von Liebe gesprochen. So ist es auf einmal wichtiger für alle, dass der Partner heil durch das nächste Tor kommt und die eigene Haut ist uninteressant.

Hier hört dann das Verständnis für mich auf. Jeder Mensch hat einen Überlebensinstinkt und versucht erstmal seine eigene Haut zu retten. Das Eltern sich für ihre Kinder opfern würden, dass kann ich noch verstehen, aber Teenager die keine Ahnung von richtiger Liebe haben, sich erst seit paar Tagen kennen wollen sich gegenseitig opfern. Unglaubwürdig.

So gibt es auf der zweiten Ebene des Kapitels natürlich nur noch vier Leute, da ja vorher nur fünf Tore da sind. Hier spielen wir in einer Zukunftsparallelwelt wo sich eine Person aus der Gruppe sofort „zu Hause“ fühlt. Leider war gerade hier, wo die Spannung gut aufzubauen möglich war, dies nicht passiert und es war ein rumgeschleiche in einer Stadt und einfach nicht mehr.

Leider nimmt die Geschichte einfach immer mehr an Unfug zu und spätestens, wenn man die toten Mitglieder sieht, wird es etwas übertrieben. Insoweit es für die Geschichte überhaupt noch machbar ist.

Die ich auch eine sehr gute Fantasie besitze, so unheimlich schwer viel es mir, das Ganze bildlich vor Augen zu sehen. Die Kulissen, die Städte, die Szenerien. Sie waren mir zu schwach und zu unbedeutend beschrieben. So dass es für mich weiterhin wie Ratten auf einem festen vorgegeben Weg waren, der nicht mal gut erklärt wird.

Hier nach habe ich mich endgültig entschieden gehabt, auf den dritten und letzten Teil zu verzichten.