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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2023

Kurzweilig und ungewöhnlich

Die Ewigkeit des Augenblicks
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Da ich die Reihe „Die Liebenden von Bloomsbury“ sehr mag, habe ich mal einen älteren Roman der Autorin lesen wollen und ich wurde wieder mit ihrem angenehmen Schreibstil verwöhnt.
Die Geschichte ist ungewöhnlich, ...

Da ich die Reihe „Die Liebenden von Bloomsbury“ sehr mag, habe ich mal einen älteren Roman der Autorin lesen wollen und ich wurde wieder mit ihrem angenehmen Schreibstil verwöhnt.
Die Geschichte ist ungewöhnlich, ein wenig mystisch und schnell zu lesen.
Eine vom Schicksal benachteiligte Frau befreit sich von ihren „Fesseln“ - auf zugegebenermaßen recht ungewöhnliche Art - und findet zu sich selbst und letztlich auch ihr Glück.
Da ich nicht spoilern will, kann ich nur betonen wie sehr ich dieses Mystery-Element mochte und teilweise amüsiert war beim Lesen.
Ansonsten war es schön, die gebrochene Ava gesunden und aus dem Schatten heraustreten zu sehen.
Außerdem mag ich es, dass die Autorin immer weiß wovon sie schreibt, auch für dieses Buch hat sie gründlich recherchiert.
Unterhaltsame, ungewöhnliche Lektüre, die ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 27.05.2023

Außergewöhnlich und sehr berührend

In fünf Jahren
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Dies ist in der Tat, eine der ungewöhnlichsten „Liebesgeschichten“, die ich bisher gelesen habe.
Obwohl mir die Hauptprotagonistin nicht wirklich sympathisch war, konnte ich das Buch kaum aus der Hand ...

Dies ist in der Tat, eine der ungewöhnlichsten „Liebesgeschichten“, die ich bisher gelesen habe.
Obwohl mir die Hauptprotagonistin nicht wirklich sympathisch war, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Diese ungewöhnliche Story hatte mich komplett eingesaugt und mich nun an Ende des Buches völlig zerkaut wieder ausgespuckt.
Was mich nur leider absolut gestört hat, und wofür ich auch einen Stern abziehe: Produktplatzierungen ohne Ende. Wenn die Story selbst nicht so großartig gewesen wäre, hätte ich das Buch deswegen abgebrochen. Bitte melden: welcher Leserin möchte in JEDER neuen Szene haarklein beschrieben bekommen welche Kleidung die Personen tragen - Material, Farbe, Marke… Um Gottes willen, das interessiert doch keinen, ich meine das ist ja kein Buch über die Modebranche. Diese akribische Klamottenauflistung hatte schon fast etwas von einer Zwangsneurose.
Aber ok, sonst ist das Buch tatsächlich sehr lesenswert, übersetzt wurde die Modeschau von Judith Schwaab.

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Veröffentlicht am 26.05.2023

Ein wichtiges Buch

Der Wassertänzer
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Es gibt Bücher, da fällt es mir nicht leicht eine Rezension zu schreiben, ganz einfach weil meine Worte nicht ausreichen, um das Gelesene adäquat würdigen zu können. Diese gehört definitiv dazu.

In „Der ...

Es gibt Bücher, da fällt es mir nicht leicht eine Rezension zu schreiben, ganz einfach weil meine Worte nicht ausreichen, um das Gelesene adäquat würdigen zu können. Diese gehört definitiv dazu.

In „Der Wassertänzer“ lernen wir den jungen Sklaven Hiram Walker kennen, der uns seine Geschichte in der Ich-Form erzählt. Er erzählt aber generell vom Sklaventum der Südstaaten und von der Arbeit der sogenannten „Underground Railroad“, die Organisation die tausenden von Sklaven zur Freiheit verholfen hat. Er erzählt auch vom Niedergang der Plantagen durch Dekadenz und Misswirtschaft.
Coates bedient sich nicht nur einer ganz wunderbaren Erzählweise, er baut auch ein mystisches Element ein, eine spirituelle Begabung, die eventuell so manchen Leser skeptisch zurück lässt. Mir hat dieses Element gefallen und es hat in keinster Weise die Ernsthaftigkeit der Thematik gemindert oder herabgewürdigt.

Ich habe in meiner Jugend viele Bücher über diese finstere Zeit gelesen, dies war allerdings das erste von einem afroamerikanischen Autor, was natürlich eine völlig andere und wichtige Sicht auf die Thematik bringt.

Es ist ein großartiges Buch, das ich wirklich empfehlen kann - vor allem das Nachwort und der Anhang des brillanten Übersetzers Bernhard Robben sollte man unbedingt lesen, vielleicht sogar im Vorfeld.

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Veröffentlicht am 25.05.2023

Das Buch sieht von aussen besser aus als von innen

Die Anstalt für ungehorsame viktorianische Mädchen
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Der Anfang war vielversprechend und hätte eine Paranoia erzeugende Story werden können, doch dann findet die Protagonistin der Jetztzeit, Briefe einer ehemaligen Insassin aus der viktorianischen Zeit... ...

Der Anfang war vielversprechend und hätte eine Paranoia erzeugende Story werden können, doch dann findet die Protagonistin der Jetztzeit, Briefe einer ehemaligen Insassin aus der viktorianischen Zeit... wie die aus einer Anstalt in England in die USA der Neuzeit gelangen, nun lassen wir das....
Plötzlich geht es nur noch um die Insassin der Vergangenheit und die Erzählung gleitet in extrem widerliche perverse Sexszenen ab, die bei mir weniger das Gefühl erzeugten Mitleid mit den armen Mädchen zu haben, sondern ich fühlte mich wie eine Voyeurin, die den abartigen Fantasien der Autorin folgen muss.
Mir ist schon klar, dass die Autorin selbst psychisch krank ist, deswegen gibt es ja Therapien... und das Gesagte bleibt manchmal besser eine Sache zwischen Therapeut und Patient.
Das Buch kann ich nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Zu viel Fiktion

Frau Einstein
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Dieses Buch hat mich verärgert. Zugegeben es liest sich schnell und leicht, aber inhaltlich finde ich es bedenklich. Da es ja derzeit super angesagt ist, über alle möglichen starken oder generell semi ...

Dieses Buch hat mich verärgert. Zugegeben es liest sich schnell und leicht, aber inhaltlich finde ich es bedenklich. Da es ja derzeit super angesagt ist, über alle möglichen starken oder generell semi berühmte Frauen einen Roman zu schreiben, wird mittlerweile die Realität zurechtgebogen und Spekulationen zu Fakten erklärt, dass es kaum noch zu ertragen ist.
Es gibt zum einen keinen gesicherten Beweis, dass die erste Frau Einsteins maßgeblich an seinen Entdeckungen mitgearbeitet hat, zum anderen dient dieses Buch in keinster Weise dazu, sie in einem strahlenden Licht dastehen zu lassen, verkommt sie in diesem Roman doch letztlich zum devoten Mäuschen, dass sich Einstein bedingungslos untergeordnet hat.
Einstein wiederum wird im Laufe des Buches immer unsympathischer, weil er gefühlskalt und egozentrisch dargestellt wird… wofür es eigentlich auch keine Belege gibt. Es passieren kleinere und größere Ereignisse, die es dann auch nur aus der Fantasie der Autorin ins Buch geschafft haben.
Wenn man alle Fiktion und Spekulation aus dem Buch entfernt, bleibt ein dünnes Heftchen übrig.
Immerhin erklärt sich die Autorin im Nachwort (mein Pech, dass ich es diesmal tatsächlich zuletzt gelesen habe), aber ganz ehrlich: das Buch hätte es einfach nicht gebraucht.
Die zwei Sterne gibt es für den flüssigen Schreibstil.

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