Gutes Personal ist manchmal leicht zu finden
Wenn sie wüssteFrisch aus dem Gefängnis entlassen, ist Millie auf einer verzweifelten Suche nach einem passenden und lukrativen Job, um nicht mehr in ihrem Auto schlafen zu müssen. Und dann passiert das Unglaubliche. ...
Frisch aus dem Gefängnis entlassen, ist Millie auf einer verzweifelten Suche nach einem passenden und lukrativen Job, um nicht mehr in ihrem Auto schlafen zu müssen. Und dann passiert das Unglaubliche. Sie wird als Hausmädchen bei den Winchesters eingestellt. Eine stinkreiche Familie mit einer zunächst sympathischen Mutter, Nina, einem sehr attraktiven Vater, Andrew und einem verzogenen Balg namens Cecilia. Millie fühlt sich auch dann noch im siebten Himmel, als sie in der Dachkammer mit einem schmalen Bett und einem kleinen Kühlschrank einquatiert wird. Doch dann geht der Albtraum los. Nina schikaniert Millie, wo sie nur kann. Sie befiehlt ihr falsche Dinge und wirft ihr das dann vor. Oder sie verwandelt das Haus absichtlich in einen Saustall und Millie muss sich darum kümmern. Einzig in Andrew findet sie ein verständnisvolles Gegenüber, der versucht Millie zu erklären, dass Nina etwas schwierig ist und ein paar leichte psychische Probleme hat. Durch seine verständnisvolle Art fühlt sich Millie zu Andrew mehr und mehr hingezogen, was das gemeinsame Leben nicht gerade erleichtert. Und vor was will sie der italienische Gärtner der Winchesters warnen, als er ihr "Gefahr" zuflüstert? Millie wird es schneller herausfinden, als ihr lieb ist.
Gefühlt die ganze Welt hat diesen Megabestseller schon gelesen und so blöd es vielleicht klingen mag, ich habe es wegen des Covers bisher nicht gelesen. Mich sprach diese grüne Schrift und das Hausdesign einfach nicht an. Dank der Verfilmung gibt es jetzt die Ausgabe mit dem Filmplakat als Cover und das gefällt mir wesentlich besser. Aber ist das Buch diesen unglaublichen Hype (dem noch zwei Fortsetzungen und eine Kurzgeschichte folgten) überhaupt wert? Ja. Absolut und (fast) uneingeschränkt. Die Geschichte aus zwei Perspektiven (Millie und Nina) zu erzählen, ist einfach großartig. Und wir haben Plottwists, die hervorragend getimed sind und dieses "Ich muss jetzt unbedingt weiterlesen" Gefühl ständig befeuern. Das kann man fast nicht besser machen. Aber nur fast. Denn am Ende, da packt McFadden einen dermaßen saublöden Zufall aus dem Hut, also ganz ehrlich, das hätte man sehr viel besser lösen müssen und auch können. Wer das Buch gelesen hat weiß vielleicht, was ich meine oder es fiel dem ein oder anderen gar nicht negativ auf. Mich hat das sehr gestört, denn wenn man es sich so einfach macht, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Leser sich innerlich gegen die Stirn schlagen. Kann man das aber ignorieren und es unter "künstlerischer Freiheit" einordnen, dann ist das ein superspannender Thriller, der einen keine Sekunde aus seinen Fängen lässt. Ich habe 400 Seiten noch nie so schnell weggelesen.
So, wo sind jetzt meine Hausangestellten, die diese Rezension für mich abschicken und auf die blaue Fläche klicken?........Hallo?.....Ey, alles muss man selber machen.