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Veröffentlicht am 30.03.2026

Beinhartes Schicksal und moderne Technik

Das Signal
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Bei einem Unfall im Weinkeller ihres Hauses, verlor Viola Decker ihr Bein, als die Decke eingestürzt ist. Nach dem anfänglichen Schock setzt sie alles daran, mit ihrem Schicksal und den daraus resultierenden ...

Bei einem Unfall im Weinkeller ihres Hauses, verlor Viola Decker ihr Bein, als die Decke eingestürzt ist. Nach dem anfänglichen Schock setzt sie alles daran, mit ihrem Schicksal und den daraus resultierenden Schwierigkeiten klarzukommen. Ihr Mann Adam, auf den sie nun angewiesen ist, kümmert sich, wo er nur kann, obwohl er als berühmter TV Statistikexperte in seiner Firma jede Menge um die Ohren hat. Er stellt sogar eine Pflegerin ein, die Tag und Nacht für Viola da ist. Otilia hat zwar den Charme eines seit 2 Monate offenen Joghurtbechers, kümmert sich aber perfekt um sie. Doch langsam beschleicht Viola das Gefühl, dass allen im Haus anscheinend daran gelegen ist, dass sie gar nicht so schnell Fortschritte machen soll, wie sie das gerne hätte. Und als auch noch ständig ihre Krücken verräumt werden, stattet Viola diese mit einem Tracker aus, um sie nicht immer suchen zu müssen. Zuerst sind es die Krücken und dann Adams Schuhe, sein Auto, Otilias Auto, die Handtasche einer Freundin. Viola überwacht alles und jeden. Zuerst eigentlich nur aus Langweile. Doch dann stellt sie fest, dass Adam lügt, was seine Aufenthaltsorte betrifft. Und nicht nur bei ihm gibt es Ungereimtheiten. Auch Viola verbirgt ein Geheimnis und sie beginnt sich zu fragen, ob das alles irgendwie zusammenhängt.

An diesem Buch hat mich Äußerlich nichts angesprochen. Nicht der Name der Autorin, noch der Titel oder das Coverdesign. Aber "Don't Jugde a Book by It's Cover". Hätte ich das gemacht, wäre mit ein Thriller entgangen, der diese Bezeichung wirklich wert ist. Die Voraussetzungen sind natürlich perfekt. Eine isolierte Umgebung, aus der die Protagonsitin durch die Tracker ein weitläufigeres Gebiet macht, ohne das Haus verlassen zu können bzw. zu müssen. Man rätselt permant hautnah mit, warum wer wie wo ist und warum derjenige deshalb lügt und was er zu verbergen hat.

Der Storyaufbau ist sehr gut und schlüssig, die Spannungskurve entwickelt sich permanent nach oben. Die vorhandenen Plottwists sind gut eingearbeitet, aber nicht so krass, dass sie die komplette Story über den Haufen werfen würden. Hier ist alles wohldosiert und das ist die wirkliche Stärke von "Das Signal". Es ist nichts übertrieben oder unrealistisch. Im Grunde genommen könnte so eine Geschichte auch im wahren Leben passieren. Denn Viola ist gar nicht so sehr vom Glück abhängig, sondern nimmt ihr neues Leben selbst in die Hand und beeinflusst es so, wie es ihre Situation zulässt. Gut, man kann vielleicht etwas kritisieren, dass ihre Verzweiflung ob ihres verlorenen Beins relativ schnell verfliegt, aber in einem Roman oder einem Film kann das nicht so viel Raum einnehmen, wenn die Geschichte vorankommen soll.

"Das Signal" hat mich unfassbar gut unterhalten und schreit förmlich nach einer Verfilmung. Aber warum müssen Poznanski Bücher immer so ein unattraktives Äußeres erhalten? "Die Burg", das Vorgängerbuch, sieht auch wie ein Billigroman aus, den man bei Norma aus diesen Pappausstellern für 1,99 € fischen kann. Aber wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, erhält man eine richtig gute und superspannnde Geschichte, die die Möglichkeiten der digitalen Überwachung sehr gut zur Geltung bringt.....Moment, was ist das da Rundes in meiner Jacke?......Ah, der Ersatzknopf. Aber wieso braucht der eine Batterie?

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Völlig losgelöst, von der Erde

Der Astronaut
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Die Leuchtkraft der Sonne nimmt plötzlich rapide ab und erstmal weiß keiner, warum. In ein paar Jahrzehnten würde es dies aber das Ende der Menschheit bedeuten, würde es nicht den Physiklehrer Dr. Ryland ...

Die Leuchtkraft der Sonne nimmt plötzlich rapide ab und erstmal weiß keiner, warum. In ein paar Jahrzehnten würde es dies aber das Ende der Menschheit bedeuten, würde es nicht den Physiklehrer Dr. Ryland Grace geben. Einst von seinen Wissenschaftlerkollegen ob seiner in ihren Augen verrückten Theorien bezüglich Wasser als Grundlage allen Lebens geächtet, flüchtete er sich in eine Highschool und fand sein neues Glück im Beruf des Lehrers. Bis eines Tage Eva Stratt auf der Matte steht und ihn bittet, den Grund für das Sonnenproblem zu finden. Zusammen mit Wissenschaftlern aus aller Welt werden kleine Organismen, die sog. Astrophagen, als Täter ausgemacht. Nur ein Stern im Sonnensystem scheint den hungrigen Astrophagen zu widerstehen: Tau Ceti. Und plötzlich findet sich Ryland Grace im Weltall wieder, auf einer Jahre dauernden Mission, um die Welt zu retten. Der Astronaut, der eigentlich gar keiner ist, bekommt allerdings Hilfe von einer Seite, mit der er nie gerechnet hätte. Einem Alien, mit dem genau selben Problem. Zusammen versuchen sie das Schicksal ihrer Planten doch noch zum Guten zu verändern.

Ich habe vor einigen Jahren den "Marsianer" als Film gesehen und fand ihn wirklich gelungen. Als ich nun gesehen habe, dass ein Film mit Ryan Gosling in die Kinos kommt, dessen Romanvorlage vom gleichen Autor stammt, dachte ich mir, lies mal die Geschichte vorher, dann hast Du einen guten Vergleich. Und ich habe wirklich noch nie ein Buch gelesen, dass Spannung, Wissenschaft und Drama so gut miteinandern verwebt. Gut, im Bereich der Wissenschaft war ich dann schon ein paar Mal raus und konnte jetzt nicht mehr allen Zahlen, Daten und Fakten folgen. Da kommt dann der Physiknerd in Andy Weir raus. Was aber überhaupt nicht schlimm ist, denn warum sich jetzt diese Flüssigkeit mit diesem Stickstoff nicht pefekt verhält, ist nicht wirklich relevant und tut der Spannung und Faszination keinen Abbruch.

Das Buch ist mehr als ein Sci-Fi Roman. Es ist eine Story von Freundschaft, Zusammenhalt und den unbändigen Willen, Dinge zu schaffen, die man sich niemals zugetraut hätte. Und auch wenn es nur eine fiktive Geschichte ist, die auch oft vom Glück der Protagonsiten lebt, ist der gesamte Handlungsablauf so schlüssig, dass man sich vorstellen kann, dass es so in Wirklichkeit auch laufen könnte. So abstrus es sich auf den ersten Blick auch anfühlen möchte.

Ich denke, wenn mein Physiklehrer Ryland Grace oder Andy Weir geheißen hätte, dann hätte mir der Unterricht wesentlich mehr Spaß gemacht. Denn "Der Astronaut" zeigt, dass Wissenschaft nicht nur interessant und wichtig ist, sondern auch Spaß machen kann und unterhaltsam ist. Und wer weiß? Vielleicht klopft in ein paar Jahren oder Jahrzehnten eine Kreatur an unsere Erdentüre und sagt "Houston, wir haben ein Problem".

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Häuser sind die neue In-Location

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Ich wollte schon lange ein Buch von Emily Rudolf lesen. Aber "Die Auszeit" hab ich nie geschafft und "Das Dinner" soll durch die Personen und ihre Pseudonyme beim Krimi-Dinner zu verwirrend sein. Ich war ...

Ich wollte schon lange ein Buch von Emily Rudolf lesen. Aber "Die Auszeit" hab ich nie geschafft und "Das Dinner" soll durch die Personen und ihre Pseudonyme beim Krimi-Dinner zu verwirrend sein. Ich war somit sehr erfreut, als ein neuer Roman von ihr erschienen ist, der auch optisch ansprechend ist. Gut, bei der Bezeichnung "House...." hat gerade jeder "The Housemaid" im Kopf. Dies hier ist aber eine völlig andere Geschichte. Cecilia kämpft nach einem harten familiären und geschäftlichen Rückschlag um ihre Existenz und beginnt, sich bei vermögenden Firmen und Familien als Housesitterin anzubieten. Solche Menschen leben in den Häusern von Fremden und sind sozusagen der Wachhund während die Besitzer längere Zeit abwesend sind. Cecilia verknüpft die langen Tage und Abende damit, dass sie immer ein paar Freunde einläd, die sich dann im Pool tummeln können und zusammen den Kühlschrank plündern. Doch eines Tages verliebt sich Cecilia in Johannes, den Chef der Waldner Gruppe, die luxuriöse Möblierungen aller Art anbieten. Unnötig zu erwähnen, dass Johannes Waldner stinkreich ist und seit dem Ableben seines Vater die Geschicke des Konzerns leitet. Da Cecilia auch die Häuser der Familie sittet, kann man sehr gut das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Doch ist was wirklich alles nur ein Zufall?

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von drei Personen und in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Klingt immer sehr kompliziert, wenn eine Story permanente Zeit- und Personensprünge macht. Hier absolut kein Problem. Gut beschrieben und inhaltlich nicht so anspruchsvoll, dass man durcheinanderkommen könnte. Und ja, ich weiß, man soll nicht vergleichen, schon gar nicht, wenn Geschichte eine völlig andere ist. Trotzdem hab ich es getan und wenn ich "The Housemaid" gegenüberstelle, die Entwicklung der Spannung vergleiche, die Twists und die Logik, dann scheitert Emily Rudolfs Roman leider in allen Bereichen. Was nicht heißt, dass er schlecht ist. Das ist alles recht spannend und teils auch tragisch. Aber dümpelt irgendwo im mittelmäßigen Fahrwasser anderer Thriller umher, die die gleichen Motive aufweisen, die ich aus Spoilergründen nicht nennen kann. Haben wir aber schon sehr oft sehr viel besser erlebt. Auch die spicy Szenen wirken irgendwie zu gewollt. Die hätte man genauso gut weglassen können. Aber warum nicht auf den Trend mit aufspringen, bei dem das Spicelevel der Bücher durch Chilischoten kategorisiert werden?

Unterm Strich war das alles ganz nett, ganz spannend, ganz durchschnittlich. Ich werde jedenfalls keine Housesitterin engagieren. Aber den neonorangen Farbschnitt hab ich wirklich gefeiert.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Statt "Fünf Fremde" dann doch lieber wieder "Fünf Freunde"

Fünf Fremde
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Eine Insel. Nein, nicht mit zwei Bergen. Aber mit einem Leuchtturm, einem kleinen Hotel, ein paar Häusern, einem Tante-Emma-Laden, dem Friedhof der Namenlosen und einem ehemaligen Schullandheim. Neuwerk, ...

Eine Insel. Nein, nicht mit zwei Bergen. Aber mit einem Leuchtturm, einem kleinen Hotel, ein paar Häusern, einem Tante-Emma-Laden, dem Friedhof der Namenlosen und einem ehemaligen Schullandheim. Neuwerk, eine Insel, die politisch zum Stadtgebiet von Hamburg gehört, obwohl sie sich 100 km entfernt in der Helgoländer Bucht befindet. Und auf dieser kleinen Insel kommen eines Tages 5 Besucher mit der Fähre an, die nicht an den Sehenswürdigkeiten der Insel interessiert sind. Aus unterschiedlichsten Gründen sind sie zu ihrer Reise aufgebrochen. Annika ist eine Hamburger Polizistin und will sich um ihre demenzkranke Mutter Hedda kümmern, Mats ist Meteorologe und fasziniert vom herannahenden Orkan, Michelle will die Stelle als neue Vogelwartin antreten, Charlotte, eine Nonne, will ihrer alten Freundin Hedda einen Besuch abstatten und Sinje, eine Schriftstellerin, sucht Inspirationen für ihr Buch. Auf den ersten Blick alles grundverschiedene Menschen und doch verbindet sie die Geschehnisse, die sich vor 30 Jahren im Schullandheim von Neuwerk zugetragen haben. Sie alle wollten das vergessen, aber offensichtlich hat jemand Interesse daran, die alten Wunden wieder aufzureißen. Was ist damals auf der Insel passiert? Und mit Janosch, der damals der Anführer ihrer Clique war und plötzlich wie vom Erdboden verschluckt worden ist?

Als Setting eine kleine Insel zu verwenden, auf der den Einwohnern und Besuchern droht, vom Rest der Welt durch einen Orkan abgeschnitten zu werden, ist ein schlauer Move von Romy Fölck, bietet dies die Möglichkeit, durch das Gefühl der Isolation einen grandiosen Spannungsbogen aufbauen zu können. Tja, wenn’s nur so einfach wäre. Kennt das jemand, wenn man früher mit den Eltern zum Wandern musste und einem versprochen wurde, gleich hinter der nächsten Biegung kommt die Hütte, in der es Kaiserschmarren und Spezi gibt? Und dann kam nach jeder Kurve wieder ein Stück zur nächsten Kurve und man bemerkte irgendwann, dass man permanent verarscht wurde? So habe ich mich beim Lesen gefühlt. Nur, dass dann am Ende nicht der leckere Kaiserschmarren gewartet hat, sondern ein Rosenkohlauflauf. Die Handlung steuert unwillkürlich auf das Geheimnis der „Fünf Fremden“ zu, die regelmäßig zwischen 1995 und 2025 hin- und herspringt. Man hat also 2 Handlungsebenen mit jeweils 5 Personen. Das ist sportlich, aber Romy kommt inhaltlich niemals durcheinander. Chapeau! Leider verliert sie sich dann oft in inhaltlichen Wiederholungen. Irgendwann weiß ich zu Genüge, was Barken sind und Pri(e)l nicht nur ein Spülmittel ist. Lieber wäre das in den Spannungsaufbau geflossen, denn in der ersten Hälfte des Romans passiert gefühlt gar nichts, wenn man mal von einer kleinen Rettungsaktion absieht. Die zweite Hälfte wird dann etwas interessanter. Muss es auch, denn da dieses Buch unter „Thriller“ kategorisiert ist, muss auch mal „Butter bei die Fische“. Dennoch ist das Wesen eines Thrillers, dass er den Leser mitreißt, es rasant wird. Dazu braucht es nicht Liter an Blut und Tonnen an Leichen. Dazu braucht es nur eine spannende Geschichte. Und daran krankt „Fünf Fremde“. Die Handlung, das Ende mit der Auslösung des Geheimnisses, sowas hat man schon in unzähligen TV-Filmchen gesehen. Da kann ich mir perfekt Simone Thomalla vorstellen, wie sie in der Rolle als Annika über die Insel stromert. Würde mich ähnlich kalt lassen, wie die Romanvorlage.

Das Buch ist ein netter Krimi geworden, der bei genauerer Betrachtung aber dann doch stinklangweilig ist. Die Inselatmosphäre wird schön beschrieben, verliert mit der Zeit aber durch zu häufige Wiederholungen ihren Zweck. Wenn man Farbe beim Trocken und Gras beim Wachsen zugeschaut hat, kann man das auch mal lesen.

Vielen Dank an NetGalley und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Hier gibt's Kalte nicht nur im Winter

The Ordeals
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Sophia DeWinter ist nicht zu beneiden. Seit ihr böser Onkel, der Sammler, einen Blutbund mit ihr eingegangen ist, ist sie an ihn gebunden und muss Aufträge erledigen. Diese sind zwar nicht gänzlich ungefährlich, ...

Sophia DeWinter ist nicht zu beneiden. Seit ihr böser Onkel, der Sammler, einen Blutbund mit ihr eingegangen ist, ist sie an ihn gebunden und muss Aufträge erledigen. Diese sind zwar nicht gänzlich ungefährlich, doch mit der Zeit ist Sophia sehr gut darin geworden, Personen aufzuspüren. Einen Ausweg aus ihrem Dasein bietet die Feuerprobe, ein Auswahlverfahren, um an der Killmarth Academy aufgenommen zu werden. Sozusagen das Harvard unter den Magie Universitäten. Um allerdings ein vollwertiger Student werden zu können, müssen alle Bewerber, die "Die Hoffnungsvollen" genannt werden und die Feuerprobe überlebt haben, an den drei sogeannten Ordeals teilnehmen und diese auch bestehen. Prüfungen, die die magischen Fähigkeiten testen und herausfordern und oftmals für die ungeeigneten Hoffnungsvollen tödlich ausgehen können. Sophie, selbst Illusionistin, tut sich in Killmarth mit dem attraktive Alden Locke, einem Botaniker, zusammen, in der Hoffnung, zusammen alle Ordeals zu überleben, Studenten an der Killmarth zu werden und ihrem früheren Leben zu entkommen. Doch hat Sophie voreilig gehandelt und kostet sie diese Entscheidung vielleicht ihr Leben?

Ich lese so gut wie nie Fantasy Romane. Wenn ich mal von den Harry Potter Büchern und den Tribute von Panem Romanen absehe, habe ich noch nie eine Fantasy Geschichte gelesen und schon gar nicht eine Romantasy. Dann thronte plötzlich "The Ordeals" an der Spitze der Book Charts und hatte durchgängig hervorragende Bewertungen. Also dachte ich mir, ich geb der ganzen Sache mal eine Chance. Und Gott sei Dank habe ich das gemacht, denn es hat sich von vorne bis hinten gelohnt. Das Buch ist zackig geschrieben. Das ganze Fantasysystem wird ausreichend, aber nicht ausschweifend beschrieben, was dem Tempo guttut. Die Liebesgeschichte hat die richtige Dosis Spice, ist nicht übermäßig kitschig und fügt sich nahtlos in die Handlung ein. Überhaupt ist der Handlungsverlauf sehr gut durchdacht. Es gibt einen roten Faden, nämlich Sophia DeWinter und ihren Kampf gegen die Ordeals und auch den eigenen, inneren Dämonen und einige Nebencharaktere, die so intensiv beschrieben werden, dass man sie als Leser sofort ins Herz schließt.....oder hasst. Klar kann man argumentieren, dass Rachel Greenlaw aus anderen Geschichten eine neue zusammengebaut hat. Und da wären wir wieder bei den oben geannten Harry Potter und Panem Büchern. So ein kleiner Mix aus diesen beiden Stories ist das schon irgendwie. Aber so gesehen war ja alles schon mal da und jede Story ist nur eine Abwandlung einer schon mal dagewesenen. Aber wenn man sich so gut von anderen Autoren "inspirieren" lässt, dann feier ich das gerne und ausgiebig. Denn diese Buch hat einfach Spaß gemacht und war beste Unterhaltung. Wenn jeder Fantasy Roman so wäre, würde ich dieses Genre viel öfter lesen. Aber das bezweifle ich dann doch. Hatte vielleicht nur Glück.

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