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Veröffentlicht am 05.07.2020

Rock my Heart

Rock my Heart
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Bei einem Konzert erwischt Rowan ihren Freund dabei, wie er ihr fremdgeht. Völlig aufgelöst flieht sie nach draußen und begegnet dort prompt Adam Everest, dem Leadsänger der Band, deren Konzert sie besuchen ...

Bei einem Konzert erwischt Rowan ihren Freund dabei, wie er ihr fremdgeht. Völlig aufgelöst flieht sie nach draußen und begegnet dort prompt Adam Everest, dem Leadsänger der Band, deren Konzert sie besuchen wollte.

Er tröstet sie und beinahe gehen sie weiter, als es Rowan lieb ist. Noch während des Konzerts verschwindet sie und beschließt, dass es eine einmalige Sache war.

Bis sie Adam in ihrem Französischkurs wiedersieht. Und auch wenn er sich nicht zu erinnern scheint, lassen die Erinnerungen Rowan nicht in Ruhe.

Aber sie will nicht so ein Mädchen sein. Oder doch?





Zu Beginn dauert es ein wenig, bis man in die Geschichte hineinfindet. Es gelingt der Autorin, Rowan dem Leser nahe zu bringen, sodass man sie Set schnell ins Herz schließt.

Gerade in diesem Genre ist das Ende nicht allzu überraschend, was aber nicht weiter schlimm ist. Denn gerade der mittlere Teil macht dieses Buch so wunderbar unterhaltsam. Die Figurenkonstellation ist sehr gelungen und man möchte am liebsten zu den Jungs in den Tourbus steigen.

Nicht alle Entscheidungen sind nachvollziehbar und hin und wieder zweifelt man, ob es wirklich so realistisch ist, das man so reagiert. Trotzdem wirkt es nie allzu gekünstelt, wodurch man noch besser in die Welt eintauchen kann.

Adam und Rowan haben eine ganz interessante Chemie und es macht Spaß, die Szenen zu lesen, in denen sie nur zu zweit sind. Ganz langsam verliebt man sich in Adam und in den Gedanken, das sie ein Paar werden. Wobei Rowan stets eine Freundschaft fordert. Zu tief sitzen die Verletzungen durch ihren Ex Brady. Die Geschichte rund um Brady wird nicht überdramatisiert und man nimmt es Rowan ab, wie sie reagiert. Auch wenn es hier nicht wirklich zu Überraschungen kommt.

Der Autorin gelingt es, den Leser abzuholen und in ihre Welt zu entführen und was gibt es besseres, als den stressigen Alltag zwischen Buchseiten zu vergessen. Je weiter man in der Geschichte von Rowan und Adam kommt, desto süchtiger macht dieses Buch und man fliegt nur so durch die Kapitel.

Einzig die letzten Kapitel hätte ich nicht gebraucht. Sie passten stilistisch nicht ganz zum Rest der Geschichte und wirken eher so, als hätte man sie eingefügt, um dem Genre treu zu bleiben. Gleichzeitig geben sie dem Roman ein passendes Ende, auch wenn sie nicht die besten Stellen im Buch sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Die Wahrheit

Die Wahrheit
2

Maggie Costello hat Washington D.C. den Rücken gekehrt, bis sich eine ehemalige Freundin und Gouverneurin bei ihr meldet, denn neue Unruhen versetzen das Land in Aufregung.
Ein bekannter Historiker kämpft ...

Maggie Costello hat Washington D.C. den Rücken gekehrt, bis sich eine ehemalige Freundin und Gouverneurin bei ihr meldet, denn neue Unruhen versetzen das Land in Aufregung.
Ein bekannter Historiker kämpft vor Gericht darum, ob es die Sklaverei wirklich gegeben hat. Und dann beginnt jemand, historische Dokumente und Museen abzubrennen.
Kann Maggie das Rätsel lösen und die Terroristen aufhalten, ehe sie die Geschichte der Menschheit ausgelöscht haben?


Zu Beginn bekommt man bereits einen Eindruck der geladenen Stimmung, die es zwischen Sklavereileugnern und ihren Gegnern gibt. Etwas, das man schon aus den Medien kennt - zumindest die Situation an sich, nicht inhaltlich. Es ist spannend, die Diskussion und die Argumente der Sklavereileugner zu lesen und sich damit auseinander zu setzen. Denn auch wenn einige Schlussfolgerungen ziemlich abwegig sind, lohnt es sich, über das ein oder andere mal nachzudenken. Es ist erschreckend, wie sehr einige Schilderungen auf die Realität zu zutreffen scheinen.
Maggie Costello ist als Protagonistin optimal, da man sie schnell ins Herz schließt und sie einem eigentlich nie auf die Nerven geht. Manchmal wirkt sie fast schon unmenschlich, wie sie gegen die Bedürfnisse ihres eigenen Körpers arbeitet und im Unterbewusstsein alles aufschlüsselt. Gleichzeitig schaut man genau deswegen zu ihr auf und bewundert sie. Es macht Spaß, sie zu begleiten. Aber auch die Kapitel, die nicht Maggie begleiten, sind spannend und aufschlussreich, und locken den Leser hier und da auf die falsche Fährte.
Bis zuletzt grübelt man darüber nach, warum all das geschieht und wer dahinter steckt. Immer wieder muss man seine Vermutungen redigieren, wodurch die Spannung nur noch mehr steigt. Die Auflösung ist dann leider nicht ganz so spektakulär, wie man es erwartet, gerade weil die Puzzleteile die Vermutung nahe legen, dass etwas großes dahinter steckt. Zwar ist man umso überraschter, aber eben auch ein wenig enttäuscht.
Anders als beim Vorgänger weiß man zu Beginn lange nicht, worum es eigentlich geht, wodurch es umso fesselnder und überraschender ist. Außerdem rätselt man mit Maggie über die Hintergründe und wartet nicht bloß darauf, dass es passiert und Maggie die Hintermänner entlarvt. Man spielt quasi Detektiv, was diesen Thriller deutlich besser macht.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und durch die oft recht kurzen Kapitel, kann man das Buch gut in einem Rutsch lesen. Dadurch verliert man auch nicht den Überblick und es wird nicht langatmig, was bei einem Thriller ein deutlicher Pluspunkt ist.
Erschreckend ist vor allem, dass die Ereignisse rein theoretisch möglich wären. Dadurch ist es aber auch umso spannender und man kann sich viele Szenen in der Realität vorstellen. Man muss nur manchmal aufpassen, dass man die Erkenntnisse des Romans nicht eins zu eins auf die Realität überträgt und nicht Gerüchte streut. Dem Autor gelingt es so extrem gut, dem Leser eine fiktive Realität näherzubringen, dass man kaum mehr unterscheiden kann.

  • Cover
  • Handlung
  • Thema
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 04.04.2020

Der Präsident

Der Präsident
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Ein Attentat ist auf den amerikanischen Präsidenten geplant. Einen Präsidenten, der sich unmöglich benimmt, nur an sich selbst denkt und beinahe den Dritten Weltkrieg auslöst, weil man ihn über die Medien ...

Ein Attentat ist auf den amerikanischen Präsidenten geplant. Einen Präsidenten, der sich unmöglich benimmt, nur an sich selbst denkt und beinahe den Dritten Weltkrieg auslöst, weil man ihn über die Medien beleidigt hat. Maggie Costello muss sich entscheiden: wird sie einen Narzissten retten, um des Amtes Willen oder lässt sie den Präsidenten ermorden, um das Land und die ganze Welt vor ihm zu retten?



Es ist überraschend, wie nah die Beschreibungen des fiktiven Präsidenten dem derzeit amtierenden Präsidenten sind. Überraschend und erschreckend und man kann nur hoffen, das viele Beamte wie Maggie noch in Washington sind, um ihn zu zähmen.

Es dauert lange, bis es zum eigentlichen Komplott kommt und dann schön ewig, bis Maggie dahinter kommt. Das lässt die Geschichte zwar realistischer erscheinen, mindert aber die Spannung.

Zumal die Geschichte nach und nach immer unrealistischer wird und es stets konstruierter erscheint.

Immer wieder werden Szenen eingeschoben, die erst am Ende Sinn ergeben. Da man sich aber so sehr auf das Attentat konzentriert, ignoriert man diese. Zumal es im Nachhinein ziemlich unglaubwürdig ist.

Der Figuren sind teilweise so schrecklich und man kann sich nur wünschen, dass es keinen so schlimmen Menschen gibt. Natürlich ist es ein karikatiristisches Stilmittel, einzelne Charakterzüge überspitzt zu präsentieren, aber der Autor übertreibt es ein wenig. Immerhin behält er es bis zum Ende bei, sodass es in sich schlüssig ist.

Dreiviertel des Romans führen zum Attentat hin, wodurch das Danach nur sehr wenig Zeit bekommt. Dadurch bleiben am Ende viele Fragen offen, zumal mehrfach angedeutet wird, dass manche Menschen mit allem durchkommen. Daher wäre es wichtig, wenn man wüsste, wie es genau weitergeht.

Einige Entscheidungen der Figuren sind vorhersehbar, was die Spannung mildert, wohingegen andere nur wenig Sinn ergeben, wenn man etwas länger darüber nachdenkt. Das nimmt dem Ganzen ein wenig seiner Glaubwürdigkeit.

Der Schreibstil ist so bildlich, dass man die Szenen vor Augen hat und sich alles ganz genau vorstellen kann. Dadurch taucht man noch tiefer ins Geschehen ein, weswegen man umso dringender wissen will, wie es weitergeht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2020

Wenn Donner und Licht sich berühren

Wenn Donner und Licht sich berühren
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Elliots Leben verändert sich für immer, als er Jasmine begegnet. Jasmine, die dabei ist, ein großer Star zu werden. Jasmine, die sehr beliebt ist. Jasmine, die nie den richtigen Menschen begegnet ist und ...

Elliots Leben verändert sich für immer, als er Jasmine begegnet. Jasmine, die dabei ist, ein großer Star zu werden. Jasmine, die sehr beliebt ist. Jasmine, die nie den richtigen Menschen begegnet ist und sich ihm trotzdem öffnet.
Aber kann eine junge Liebe gegen alle Widerstände ankommen und die Jahre überdauern? Oder ist es bloß ein Funke, der in der Dunkelheit erstickt?

Schon zu Beginn schafft es die Autorin, einen zu fesseln und dank fantastischer Charaktere zu berühren. Während man einige Zeit braucht, um sich Jasmine nahe zu fühlen, ist es ihr Vater Ray, den man fast sofort ins Herz schließt. Er ist der perfekte Vater, gerade weil er nicht perfekt ist, aber seine nicht leibliche Tochter so liebt, wie sie ist. Er akzeptiert jeden Fehler an ihr und das zeigt er mit so vielen herzergreifenden Gesten, die einen noch tiefer in die Geschichte eintauchen lassen.
Aber auch die beiden Protagonisten Jasmine und Elliot erobern die Herzen der Leser, weil sie so ehrlich und liebenswert sind. Nichts wollen sie lieber, als geliebt werden und geben den Menschen um sie herum so viel, auch wenn nicht jeder es verdient.
Der Autorin gelingt es, den Leser zu überraschen und vollkommen zu schockieren, sodass einem das Herz bricht und man sich ständig fragt, was denn noch alles passieren soll. Nicht nur die Figuren hadern mit dem, was geschieht, wodurch man ebenso leidet wie sie.
Hin und wieder lässt die Autorin ihre Figuren recht obszön reden, was nicht so ganz zu passen scheint, weil ihre Wortwahl ansonsten so schön ist, dass man sich einfach wohlfühlen muss. Daher kann man auch die wenigen "Ausrutscher" verzeihen.
Die Sprecher sind ideal, da sie es schaffen, Elliot und Jasmine glaubhaft darzustellen. Man kann sich wirklich vorstellen, dass man Jasmine und Elliot reden hört und es wird zu einem Erlebnis, wenn man sich in Ruhe hinsetzt und die CDs anmacht.
Ich weiß nicht, wie es die Autorin macht, aber sie entlockt einem immer wieder ein Lächeln und man verliebt sich in ihre Figuren und in die Geschichte - trotz der herreißenden, schlimmen Szenen. Es sind die kleinen, fast schon unscheinbaren Momente, die so einzigartig und besonders sind, das sie einen emotional berühren.
Ein großer Dank geht an LYX.audio, da sie mir das Hörbuch als Rezensionexemplar zukommen lassen haben. Ohne sie hätte ich vielleicht niemals zur Geschichte gegriffen und somit eine meiner neuen Lieblings-New-Adult-Geschichten verpasst.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2019

Bossy Nights

Bossy Nights
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Als Peyton und ihre Freundinnen ihren dreizßigsten Geburtstag feiern, überreden die angetrunkenen Frauen Peyton dazu, ihrem Schwarm endlich ihre Gefühle zu gestehen. Nur ist dieser kein geringerer als ...

Als Peyton und ihre Freundinnen ihren dreizßigsten Geburtstag feiern, überreden die angetrunkenen Frauen Peyton dazu, ihrem Schwarm endlich ihre Gefühle zu gestehen. Nur ist dieser kein geringerer als ihr Chef Rome Blackburn. Über eine E-Mail-Adresse, die man nicht zu ihr zurückverfolgen kann, schreibt sie ihm, was für Folgen das alles nach sich zieht. Denn der heiße CEO will unbedingt herausfinden, wer ihm da Avancen macht.



Schon im Klappentext wird angedeutet, was geschehen wird, wodurch es keine wirkliche Überraschung ist, welche Wendung die Geschichte nimmt. Daher ist es umso schleppender, da die Beziehung der beiden erst im letzten Viertel wirklich Fahrt aufnimmt. Das liegt vor allem daran, dass nicht allzu viel passiert und es einige fast überflüssige Wendungen gibt, so als wollte die Autorin die Geschichte nur etwas strecken.
Peyton ist eine sehr angenehme Protagonistin, mit der man sich auch gut identifizieren kann. Ihre Loyalität und ihre Träume stehen sich zu Beginn im Weg und dieser innere Zwiespalt ist gut nachvollziehbar. Rome ist da ein ganz anderes Kaliber, da er auch zum Leser eine gewisse Distanz wahrt, was der Autorin als Kontrast zu Peyton gut gelungen ist. Nur fiebert man dadurch nicht ganz so stark mit, was schade ist, denn es könnte einen durch die langatmigen Passagen tragen.
Gerade im letzten Viertel ist es sehr unglaubwürdig, da alles viel zu schnell passiert. Nicht nur, dass es für den Leser kaum Überraschungen bereit hält. Auch handeln die Figuren entgegen ihres eigentlichen Charakters und es fühlt sich irgendwie erzwungen an. Das führt dazu, dass man sich nicht wirklich auf die neue Situation einlässt und da hilft auch nicht das kurze Drama.
Häufiger fällt auf, dass es zwar einige interessante Höhepunkte gibt, die aber von teils langatmigen und unglaubwürdigen Erzählungen verbunden werden, was die Qualität des Romans schmälert und den Leser unzufrieden stimmt.
Besonders schön ist der Mailverkehr, denn in ihren Mails sind die beiden wirklich ehrlich und necken sich, was die Stimmung aufheitert und nicht nur den Figuren ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Es erinnert ein wenig an "Shades of Grey", was mich sehr erfreut hat und für eine tiefere Verbindung gesorgt hat.
Der Epilog wirkt wie der Auftakt zu einer Fortsetzung, was zwar eine nette Idee ist, aber auch hier ein wenig unglaubwürdig wirkt. Die Dinge, die hier angedeutet werden, wurden vorab von den Figuren bereits vehement abgelehnt, aber man ist es fast schon gewöhnt, dass die Figuren sich und ihrem Verhalten widersprechen. Trotzdem hängt man viel zu sehr an Peyton, als dass man auf den Gedanken kommen würde, das Buch abzubrechen. Sie ist es, die alles zusammenhält, auch wenn man sie manchmal schütteln will, damit sie wieder klar denkt. Oder Rome.