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Veröffentlicht am 30.10.2020

Spannung trotz Schwachstellen

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Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nach den ersten Seiten schon ein wenig enttäuscht war.

Zum einen konnte ich mich leider kaum mit der Protagonistin identifizieren. Tessa leidet nämlich an einer Phobie, ...

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nach den ersten Seiten schon ein wenig enttäuscht war.

Zum einen konnte ich mich leider kaum mit der Protagonistin identifizieren. Tessa leidet nämlich an einer Phobie, die sie in ihrem Zimmer gefangen hält. Aufgrund der Langeweile und der fehlenden sozialen Kontakte startet Tessa einen Twitter-Fan-Account für DEN Popstar, Eric Thorn. Wie bereits erwähnt, fand ich es sehr schwer Tessas Gedankengänge nachvollziehen, da ich für so ein extremes Fangirling, das sie betreibt kaum Verständnis aufbringen kann.

Zum anderen lag meine Enttäuschung daran, dass das Buch doch relativ verwirrend gewirkt hat. Extreme Zeitsprünge, schneller Perspektivwechsel, Unwissenheit über das Geschlecht eines wichtigen Nebencharakters, … Diese Verwirrung hat sich leider auch erst ganz zum Ende hin gelegt. Natürlich ist es Sinn und Zweck, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu erhalten, aber zum Teil musste man dann auch zurückblättern, um sicher zu gehen, dass man jetzt die richtigen Informationen hat.

Überrascht wurde ich dann doch noch, denn die eigentlich geplante Liebesschnulze entwickelte sich mehr und mehr zum Thriller. Zumindest für mein Empfinden. Die Spannung hat dem Roman aber wirklich geholfen, mich zu catchen.

Einen letzten Kritikpunkt muss ich noch loswerden: Die Beziehung zwischen Eric und Tessa entwickelt sich über ihre Twitter-Accounts. Durch die extremen Zeitsprünge hat der Leser jedoch keine Chance diese tiefe und enorme Verbindung, die die beiden fühlen, nachzuvollziehen. Da hätte ich mir beispielsweise auch mehr Fokus auf den Nachrichtenaustausch der beiden gewünscht. So war es für mich als Leser schwer nachzuempfinden, wie die beiden ohne einander je gesehen zu haben, solche extremen Gefühle entwickeln konnten.

Alles in allem war es trotz meiner extremen Kritik ein sehr ordentlicher Roman, der sich flüssig an einem Nachmittag durchlesen lässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere