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Veröffentlicht am 02.02.2026

Solide Unterhaltung - mehr nicht

Wer vom Teufel spricht
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Meine Meinung

"Wer vom Teufel spricht" ist ein Thriller, der mich zwiegespalten zurücklässt. Die Ausgangssituation ist sofort fesselnd: sieben Frauen, ein abgelegenes Hotel und der tote Jamie Spellman, ...

Meine Meinung

"Wer vom Teufel spricht" ist ein Thriller, der mich zwiegespalten zurücklässt. Die Ausgangssituation ist sofort fesselnd: sieben Frauen, ein abgelegenes Hotel und der tote Jamie Spellman, ein Mann, der sie alle auf unterschiedliche Weise verletzt hat. Die Idee, jede Figur aus ihrer eigenen Perspektive erzählen zu lassen, ist interessant sorgt nochmal für extra Spannung und Verwirrspiel.

Allerdings habe ich beim Lesen gemerkt, dass die vielen Perspektivwechsel und Zeitsprünge manchmal zu verwirrend waren. Es dauert eine Weile, bis die Zusammenhänge klar werden, und gerade zu Beginn wirkte das Buch etwas langatmig. Die Spannung steigert sich zwar nach und nach, aber sie wird durch die verschachtelte Struktur nicht immer konstant gehalten.

Die Figuren selbst sind vielschichtig, was positiv ist, aber teilweise hätte ich mir gewünscht, dass ihre Motive klarer herausgearbeitet werden. Jamie Spellman ist überzeugend als manipulativer und toxischer Charakter, doch seine Präsenz wirkt manchmal eher als "Schattenspiel", anstatt wirklich greifbar zu sein.

Die Autorin zeigt, wie Gewalt, Manipulation und Machtmissbrauch Menschen prägen. Das zu verdeutlichen geklingt ihr gut, was ich positiv frand!

Insgesamt ist "Wer vom Teufel spricht" für mich ein solides spannendes Buch, jedoch hatte ich aber das Gefühl, dass die Geschichte nicht ganz das Potenzial ausschöpft, das in ihr steckt.


Über die Autorin

Rose Wilding ist eine Krimiautorin aus Newcastle upon Tyne. Sie absolvierte ihr Studium der Kreativen Künste an der University of Manchester. Wenn sie nicht gerade fiktive Figuren ermordet, findet man Rose Wilding meist bei einer Tasse Kaffee, vertieft in feministische Science-Fiction – oder dabei, Bilder ihrer beiden Chihuahuas auf Instagram zu posten. Nach ihrem Debüt Wer vom Teufel spricht ist Wahn. Drei Frauen. Eine lügt. ihr zweiter Thriller.

Q: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Nervenkitzel garantiert!

Tiefer als der Abgrund
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Meine Meinung

Nachdem ich "Nichts wird dir bleiben" von dem Autor bereits gelesen hatte und extrem spannend fand, war ich voller Vorfreude auf "Tiefer als der Abgrund" herangegangen. Ich fand in diesem ...

Meine Meinung

Nachdem ich "Nichts wird dir bleiben" von dem Autor bereits gelesen hatte und extrem spannend fand, war ich voller Vorfreude auf "Tiefer als der Abgrund" herangegangen. Ich fand in diesem Werk besonders stark, wie sehr ich in die Gedanken und Gefühle der Hauptfigur eintauchen konnte. Kraus ist selbst Psychiater, und das merkt man vor allem an den Gesprächen zwischen Elias und dem Psychotherapeuten Malte Fischer, da diese sehr realistisch, intensiv und manchmal richtig beklemmend wirken. Die innere Unsicherheit, die Zweifel und die Suche nach der Wahrheit wirkten auf mich sehr echt. Der Autor sieht von Übertreibungen und überspitzten Handlungen hab.

Die kurzen Kapitel haben sich übersichtlich und flüssig lesen lassen.

Die Spannung baut sich langsam (nicht negativ behaftet), aber konstant auf. Mit jedem Kapitel wird die Geschichte intensiver, ohne all zu sehr verwirrend zu sein. Es gibt viele Momente, die mich überrascht haben und meine Erwartungen/Vermutungen in eine andere Richtung gelenkt haben. Solche Dinge mag ich besonders, da hier keine Langeweile aufkommt.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Forensischer Nervenkitzel

Mit kalter Hand
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Meine Meinung

"Mit kalter Hand" ist für mich einer der besten Thriller von Michael Tsokos und ein Buch, das mich von Anfang an vollkommen überzeugt hat. Es liest sich sehr schnell, ist spannend aufgebaut ...

Meine Meinung

"Mit kalter Hand" ist für mich einer der besten Thriller von Michael Tsokos und ein Buch, das mich von Anfang an vollkommen überzeugt hat. Es liest sich sehr schnell, ist spannend aufgebaut und wirkt durch die vielen echten rechtsmedizinischen Details außergewöhnlich glaubwürdig (der Mann spricht aus Erfahrung). Nichts für schwache Nerven.

Genau dieses fundierte Fachwissen, das Tsokos präzise und verständlich einsetzt macht diesen Thriller so super spannend.

Die Handlung entfaltet sich düster und intensiv, dennoch realistisch und nachvollziehbar. Mehrere Ermittlungsstränge greifen ineinander und sorgen dafür, dass die Spannung von Kapitel zu Kapitel weiter ansteigt. Man möchte permanent wissen, wie alles zusammenhängt - ich habe selbst viel gerätselt und war dennoch auf dem Holzweg.

Dr. Sabine Yao ist mir sofort sympathisch gewesen, weil sie glaubwürdig, analytisch und menschlich zugleich wirkt. Ihre Fälle sind düster.

Die Atmosphäre ist dicht und oft richtig nervenaufreibend. Trotz der medizinischen Details bleibt alles gut erklärt und verständlich, sodass man sich jederzeit orientieren kann. Diese perfekte Mischung aus Spannung, Authentizität und fachlicher Tiefe macht


Über den Autor

Prof. Dr. Michael Tsokos, 1967 in Kiel geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin. Seine bisher 28 Bücher sind allesamt Bestseller und wurden bereits mit hochkarätiger Besetzung verfilmt. Mit seinen bundesweiten Live-Events zu rechtsmedizinischen Themen fesselt er seit Jahren seine knapp 700 000 Follower auf Instagram, seine Fans, Leser und Zuschauer.

@dr.tsokos




Q: droemer knaur

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Adventskalender voller Abgründe

Das Kalendermädchen
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Meine Meinung

Ich habe bisher alle Fitzek Bücher gelesen und er schaffte es auch mit "Kalendermädchen" mich absolut zu fesseln.

Es ist für mich ein herausragender Psychothriller, der mitt viel Spannung ...

Meine Meinung

Ich habe bisher alle Fitzek Bücher gelesen und er schaffte es auch mit "Kalendermädchen" mich absolut zu fesseln.

Es ist für mich ein herausragender Psychothriller, der mitt viel Spannung glänzt. Besonders beeindruckt hat mich die Verbindung aus einer hochdramatischen Ausgangssituation – ein lebensbedrohlich erkranktes Kind und eine Mutter, die alles riskiert – und der düsteren Legende rund um das titelgebende Kalendermädchen.

Schon der Einstieg ist nervenaufreibend und packend, und der Spannungsbogen verliert sich zu keinem Zeitpunkt, denn mit jeder Wendung wird das Lesen intensiver und mitreißender.

Die Protagonistin Olivia wirkt authentisch, verletzlich und gleichzeitig unglaublich mutig und stark. Ihre verzweifelte Suche nach den leiblichen Eltern ihrer Tochter Alma entwickelt sich zu einem packenden Wettlauf gegen die Zeit, der mich kaum losgelassen hat.

Auch die düstere Adventskalender‑Thematik ist ein echtes Highlight: unheimlich, kreativ und perfekt für die dunkle Jahreszeit. Für mich war es ein echter Pageturner, der sowohl durch starke Charaktere als auch durch eine clever konstruierte Handlung überzeugt.

Fitzek gelingt es mit seinem tollen Schreibstil, dem Verwirrspiel, viel Spannung, Emotion und psychologische Tiefe so zu verweben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.



Klappentext

Vor elf Jahren wurde Alma als Baby unter mysteriösen Umständen zur Adoption freigegeben. In ihrer streng unter Verschluss gehaltenen Adoptionsakte steht der Vermerk: »Identität der Eltern darf unter keinen Umständen ans Licht kommen! Mutter droht Todesgefahr!!!« Doch nun ist Alma lebensgefährlich erkrankt und braucht dringend einen Knochenmarkspender.
Um das Leben ihrer Adoptivtochter zu retten, startet Olivia Rauch eine verzweifelte Suche nach den biologischen Eltern. Dabei stößt die auf Gewaltverbrechen spezialisierte Psychologin auf die Legende vom »Kalendermädchen«: einer jungen Frau, die sich einst zur Weihnachtszeit in ein abgeschiedenes Häuschen im Frankenwald zurückgezogen hatte. Und die dort von einem Psychopathen heimgesucht wurde, der sie zwang, einen Adventskalender des Grauens zu öffnen …


Über den Autor

Sebastian Fitzek, geboren 1971 in Berlin, ist einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Er studierte Jura, promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Programmdirektor für verschiedene Radiostationen in Deutschland. Seit 2006 schreibt Fitzek Psychothriller, die allesamt zu Bestsellern wurden. Sein erster Roman „Die Therapie“ eroberte innerhalb kürzester Zeit die Bestsellerliste und wurde als bestes Krimidebüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.
Fitzeks Bücher wurden bisher in 36 Sprachen übersetzt und weltweit über 21 Millionen Mal verkauft. Viele davon sind inzwischen erfolgreich verfilmt – so wurde „Die Therapie“ als sechsteilige Miniserie für Prime Video produziert und stieg sofort auf Platz 1 der meistgesehenen deutschsprachigen Sendungen ein. Zudem ist Sebastian Fitzek für seine spektakulären Buchvorstellungen bekannt, die er als Shows inszeniert - im Herbst 2024 brach er mit der "Größten Thriller Tour der Welt" alle Zuschauerrekorde.
Sebastian Fitzek wurde als erster deutscher Autor mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er ist Preisstifter des Viktor Crime Awards und engagiert sich als Schirmherr für den Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V.

Er lebt mit seiner Familie in Berlin.




Q: Droemer Knaur

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Kurzgeschichten - Körper, Drogen, Schmerz und Menschlichkeit

Schläge
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Meine Meinung
"Es ist seltsam, sich an etwas zu erinnern, bevor man es verliert, seltsam, diesen Drang zu spüren, Bilder und Eindrücke im grauen Labyrinth des Hirns zu versteuen und sie sich immer und ...

Meine Meinung
"Es ist seltsam, sich an etwas zu erinnern, bevor man es verliert, seltsam, diesen Drang zu spüren, Bilder und Eindrücke im grauen Labyrinth des Hirns zu versteuen und sie sich immer und immer wieder vor dem inneren Auge in Erinnerung zu rufen." (ZITAT)
"Schläge" von Lidia Yuknavitch ist für mich kein Buch gewesen, das ich einfach gelesen habe, zumal sich in diesem Werk 20 einzelne Erzählungen befinden. Manche Story konnte mich mehr, andere weniger abholen.

Die Erzählungen sind roh, direkt und manchmal schwer auszuhalten. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, den Figuren so nah zu kommen, dass ihre Verletzungen, ihre Wut und ihre Sehnsucht fast auf mich übergingen. Yuknavitch schreibt mit einer krassen Intensität über Körper, Schmerz, Verlust und Trauma, die nichts beschönigt und nichts glättet.

Die Figuren bewegen sich am Rand der Gesellschaft, und genau dort setzt das Buch an. Es geht um Menschen, die kämpfen, scheitern, überleben und deren Geschichten selten erzählt werden.

Während des Lesens hatte ich nie das Gefühl, einfach unterhalten zu werden. "Schläge" verlangt Aufmerksamkeit, Offenheit und die Bereitschaft, sich auf die Storys einzulassen. Für mich ist es ein intensives und mutiges Buch.



Über die Autorin

Lidia Yuknavitch zählt zu den herausragenden neuen weiblichen Stimmen der amerikanischen Literatur. Sie ist preisgekrönte Autorin mehrerer Romane, Kurzgeschichten und des gefeierten Memoirs »In Wasser geschrieben«. Zu ihren Fans zählen u.a. Rebecca Solnit und Roxane Gay. Ihr TED-Talk »The Beauty of Beeing a Misfit« wurde mehr als 2 Millionen Mal angeschaut. Lidia Yuknavitch lehrt an der University of Oregon Kreatives Schreiben, Literaturwissenschaft und Womens Studies. Sie ist eine hervorragende Schwimmerin.

Quelle: Verlag / vlb

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