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Veröffentlicht am 18.03.2026

Rebellion gegen die Zustände

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Meine Meinung

Ich habe mich total auf das bereits 5. Werk von Marc-Uwe Kling und sein Känguru gefreut.

Auch die "Die Känguru‑Rebellion" entpuppt sich für mich wieder als frech, politisch und herrlich ...

Meine Meinung

Ich habe mich total auf das bereits 5. Werk von Marc-Uwe Kling und sein Känguru gefreut.

Auch die "Die Känguru‑Rebellion" entpuppt sich für mich wieder als frech, politisch und herrlich absurd.

Für mich funktioniert das Hörbuch besonders gut, weil Marc‑Uwe Kling selbst liest. Seine Stimme macht viele Witze erst richtig lustig, und ich finde, dass der Humor gesprochen viel besser (oder noch besser) rüberkommt als im Buch wenn man es selbst liest.

Der fünfte Teil wirkt für mich etwas politischer als die vorherigen. Die Kritik an den „Zuständen“ ist direkter und manchmal auch schärfer. Das passt aber gut zur aktuellen Zeit, und ich mochte diese klare Haltung. Das Känguru bleibt dabei natürlich komplett chaotisch und rebellisch, was mich oft zum Grinsen gebracht hat.

Die Geschichte besteht aus vielen kleinen Szenen. Nicht jede ist gleich stark, aber insgesamt hatte ich Spaß und wurde hervorragend unterhalten. Manche Momente sind richtig witzig, andere eher ruhig, aber die Mischung passt für mich.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand beim Hören nicht lachen muss, schon allein die Zitate lohnen sich!

Für mich war es wieder ein toller unterhaltsamer, politischer und gut gelesener fünfter Teil.


Über den Autor

Marc-Uwe Kling (* 1982 in Stuttgart) ist ein deutscher Autor, Kleinkünstler, Regisseur und Liedermacher. Bekanntheit erlangte er ab 2009 insbesondere mit den Büchern, Hörbüchern und Filmen zu Die Känguru-Chroniken sowie mit Kinderbüchern wie Das NEINhorn und anderen.

Quelle Wikipedia

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Wie stark prägen Familie, Herkunft und gesellschaftliche Bedingungen unser Leben?

Real Americans
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Meine Meinung

"Real Americans" hat mich in seiner Mischung aus Familiengeschichte, Identitätssuche, Forschung und gesellschaftlichen Fragen sofort gepackt. Besonders eindrücklich fand ich, wie der Roman ...

Meine Meinung

"Real Americans" hat mich in seiner Mischung aus Familiengeschichte, Identitätssuche, Forschung und gesellschaftlichen Fragen sofort gepackt. Besonders eindrücklich fand ich, wie der Roman über drei Generationen hinweg zeigt, wie Herkunft, Chancen, Entscheidungen, Erwartungen das Leben prägen.

Die Handlung begleitet eine chinesisch-amerikanische Familie über mehrere Generationen. Zuerst steht Lily im Mittelpunkt, die Ende der 1990er-Jahre in New York lebt und sich in Matthew verliebt, der aus einer sehr wohlhabenden Familie stammt. Schon hier wird deutlich, wie stark soziale Unterschiede das Leben und Beziehungen beeinflussen können.Später verschiebt sich die Perspektive auf ihren Sohn Nick, der äußerlich seinem weißen Vater ähnelt und sich deshalb besonders stark fragt, wo er eigentlich hingehört und schließlich auf die Vergangenheit von Lilys Mutter May. Durch diese verschiedenen Perspektiven entsteht ein größerer zeitlicher Rahmen, der zeigt, wie sehr die Geschichte und vor allem die Entscheidungen einer Familie das Leben der nächsten Generation prägt.

Die Themen Herkunft, Klasse und genetische Selbstbestimmung haben mich dabei am stärksten beschäftigt, weil der Roman immer wieder die Frage stellt, wie viel unseres Lebens durch Gene (vs. Erziehung / Umfeld) bestimmt wird und wie viel wir selbst beeinflussen können. Lily selbst empfand ich als glaubwürdig zerrissen zwischen familiären Erwartungen und ihrem eigenen Weg, und gerade diese Spannung hat den Roman für mich lebendig gemacht.

Ich fand die ersten zwei "Teile" des Buches sehr stark - ich war in den Geschichten gefangen, regelrecht gefesselt - den letzten Teil etwas schwächer.

Insgesamt bleibt es für mich ein berührendes filmreifes Werk, das mit sehr gut unterhalten konnte.


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Veröffentlicht am 09.03.2026

Familienepos voller Gefühle

Villa Rivolta
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Meine Meinung

Das strahlende und farbenprächtige Cover und der Klappentext konnte mich zuerst auf das Buch aufmerksam machen.

Ich habe die Protagonisten Valeria und Piero gern begleitet, weil ihre Freundschaft ...

Meine Meinung

Das strahlende und farbenprächtige Cover und der Klappentext konnte mich zuerst auf das Buch aufmerksam machen.

Ich habe die Protagonisten Valeria und Piero gern begleitet, weil ihre Freundschaft von Anfang an ehrlich und verletzlich wirkt. Die Geschichte beginnt mit einer Flucht im Jahr 1979 und entfaltet dann langsam die gemeinsame Kindheit.

Valeria ist die Tochter des Hauspersonals Piero der Sohn eines Automobilunternehmers. Diese Gegenüberstellung macht die Konflikte glaubwürdig und gibt jeder Entscheidung Gewicht.

Was mir besonders gefallen hat ist die Art wie Speck Zeitgeschichte und persönliche Schicksale verbindet. Valeria trifft Entscheidungen die weh tun und Piero trägt die Last eines Erbes.

Die Sprache ist bildhaft und zugänglich. Speck beschreibt Gärten, Autos, Familienfeste und die Stimmung in Italien so, dass man die Szenen vor Augen hat und gerne ein Teil der Szenerie wäre. Man spürt das Dolce Vita und zugleich die Unruhe jener Jahre. Das erzeugt ein starkes Zeitgefühl das den Roman über eine private Geschichte hinaushebt

Gleichzeitig ist das Buch sehr umfangreich. Auf rund sechshundert Seiten entfaltet sich ein großes Panorama mit vielen Nebensträngen. Das kann bereichern weil es Tiefe schafft;es kann aber auch ermüden wenn man ein straffes Erzähltempo bevorzugt. Ich persönlich fand das Ende etwas ruckartig und hätte mir ein anderes gewünscht, jedoch fand ich den Roman ganz toll umgesetzt und möchte hier keinen Punktabzug geben.

Ich habe jetzt auf jeden Fall Lust auf ein Eis in Italien!

Ich kann das Buch allen Leserinnen und Leser empfehlen, welche Familienepen und historische Stoffe mögen.

Klappentext

Zwei Kinder im Garten einer Mailänder Villa: Piero, der strahlende Sohn des großbürgerlichen Automobilunternehmers Renzo Rivolta. Und Valeria, die eigensinnige Tochter des Dienstmädchens. Sie versprechen sich, Freunde fürs Leben zu werden.Verbunden durch ein altes Familiengeheimnis erleben sie eine Jugend in den goldenen Jahren Italiens: Mailands mondäne Eleganz zwischen Dolce Vita und kultureller Revolution. Doch als Piero die Nachfolge seines Vaters antreten muss, verliebt sich Valeria in den Arbeitersohn Flavio, der Pieros Welt den Kampf ansagt.

Über den Autor

Daniel Speck, 1969 in München geboren, baut mit seinen Geschichten Brücken zwischen den Kulturen. Durch seine Reisen und Recherchen trifft er Menschen, deren Schicksale ihn zu seinen Romanen inspirieren. Der Autor studierte Filmgeschichte in München und in Rom, wo er mehrere Jahre lebte. Er verfasste Drehbücher, für die er mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Sein Roman ›Bella Germania‹ wurde als Dreiteiler prominent verfilmt. Mit dem Bestseller ›Piccola Sicilia‹ führt Daniel Speck uns auf eine Reise ins Herz des Mittelmeers. Dieses vielstimmige Panorama der Kulturen erweitert er in seinem neuen Familienroman ›Jaffa Road‹. (Quelle Thalia)

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Traumhaus Obsession

Tödliches Angebot
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Meine Meinung

„Ich werde dieses Haus bekommen, egal, was ich dafür tun muss.“ (ZITAT)

Zuerst ist mir der Thriller "Tödliches Angebot" aufgrund des farbintensiven Covers aufgefallen.

Es geht um ...

Meine Meinung

„Ich werde dieses Haus bekommen, egal, was ich dafür tun muss.“ (ZITAT)

Zuerst ist mir der Thriller "Tödliches Angebot" aufgrund des farbintensiven Covers aufgefallen.

Es geht um Margo und ihren Mann. Margo ist geplagt von innerer Unruhe. Dieser fast körperlich spürbare Druck, endlich das perfekte Traumhaus zu finden, um das Leben zu führen, das sie sich ausmalt, ist greifbar. Dass ihre Sehnsucht nach einem Haus so eng mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch verknüpft ist, macht ihre Obsession schon nachvollziehbar, gleichzeitig ist diese Art der Obsession auch super erschreckend.

Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto intensiver wird dieses Gefühl. Margo überschreitet Grenzen, erst kleine, dann große, und ich konnte kaum "wegsehen". Die Art, wie sie in die Leben der Menschen eindringt wirkt furchtbar erschreckend und fesselnd.

Die Darstellung der Wohnraumsituation in Washington, D.C. ist sicherlich authentisch, vor allem wenn man genaue Vorstellung von Größe und Wohngegegen etc hat. Es zeigt mir vor allem auch, wie sehr äußere Umstände Menschen in extreme Richtungen treiben können.

Die Erzählweise fand ich auch ganz toll, denn durch die Ich-Perspektive (wir sind als Leser:innen ständig in Margos Kopf gefangen) wird alles noch greifbarer, die Margos Gefühle und Taten, ihre Wut, ihre Rechtfertigungen, ihre Selbsttäuschungen –packt!

Am Ende blieb bei mir ein Gefühl von Fassungslosigkeit zurück.

Für mich ist "Tödliches Angebot" ein gelungener, intensiver Thriller, der zeigt, wie dünn die Linie zwischen Wunsch und Obsession sein kann.


Über die Autorin

Marisa Kashino war 17 Jahre lang Journalistin, zuletzt bei der Washington Post. Den Großteil ihrer Karriere verbrachte sie beim Washingtonian Magazine, wo sie die Longform-Reportagen schrieb und die Berichterstattung über Immobilien und Wohndesign leitete. Sie wuchs in der Nähe von Seattle auf, heute lebt sie mit ihrem Mann, zwei Hunden und zwei Katzen im Großraum Washington, D.C.

Quelle: Verlag / vlb


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Veröffentlicht am 04.03.2026

Fahren ohne Halt

Grüne Welle
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Meine Meinung

"Bei der nächsten roten Ampel würde sie wenden." (ZITAT)

"Grüne Welle" hat mich zuerst aufgrund des Klappentextes fasziniert. Während des Lesens hat mich der Roman vor allem aufgrund ...

Meine Meinung

"Bei der nächsten roten Ampel würde sie wenden." (ZITAT)

"Grüne Welle" hat mich zuerst aufgrund des Klappentextes fasziniert. Während des Lesens hat mich der Roman vor allem aufgrund seiner stillen Intensität gepackt. Die (zuerst) namenlose Protagonistin, die sich nach einem Kinobesuch in der Nacht "verfährt" und einfach weiterfährt, wurde für mich zu einer Projektionsfläche für innere Unruhe, die Lust auszubrechen und unterschwellige Sehnsucht, Ängste, Sorgen, Belastungen. Je länger ich lese, desto stärker spüre ich dieses Gefühl des Getriebenseins, die Weiterfahrt ohne Halt (mit Tankstop), das gleichzeitig befreiend und beunruhigend wirkt.

Die Sprache ist knapp, direkt, eindringlich. Vieles bleibt unausgesprochen und offen, was ich in diesem Roman aber nicht als störend empfand.

"Es kam ihr vor, als würde die kleinste Bewegung die ganze Aufmerksamkeit der Welt auf sie ziehen, als würde sie dadurch ihre Schuld anerkennen, nicht nur für den Tod des Rehs, das sie betrachtete wie ein Gemälde, sondern für alles erdenklich andere auch."

P.s: Ich hätte es schön gefunden, wenn die Autorin ein anderes Ende mit den Jugendlichen gewählt hätte.


Über die Autorin

Esther Schüttpelz, geboren 1993 in Werne, studierte Jura in Münster und arbeitete als Rechtsanwältin, bevor sie freie Schriftstellerin wurde. Für ihren Roman ›Ohne mich‹ wurde sie 2023 mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet. Sie lebt im Münsterland.

Quelle: Verlag / vlb


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