Spannender Ostsee-Thriller mit Ecken und Kanten
Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?Worum geht es?
Cecilia hat den Boden unter den Füßen verloren. Nach dem Tod ihrer Mutter lebt sie als Housesitterin in den Villen wohlhabender Leute. Es ist ein Leben aus dem Koffer, das sie immer wieder ...
Worum geht es?
Cecilia hat den Boden unter den Füßen verloren. Nach dem Tod ihrer Mutter lebt sie als Housesitterin in den Villen wohlhabender Leute. Es ist ein Leben aus dem Koffer, das sie immer wieder in neue Rollen schlüpfen lässt. Ihr neuester Auftrag führt sie in ein luxuriöses Designhaus auf einer winzigen, privaten Ostsee-Insel. Was als einsame Idylle geplant war, entpuppt sich schnell als gefährliches Psychospiel. Denn Cecilia ist nicht zufällig dort, und sie ist auch nicht so allein, wie sie glaubt. Vier Menschen machen sich mit düsteren Absichten auf den Weg zur Insel.
Und die Frage ist nicht mehr nur, wer wen beobachtet, sondern wer bereit ist, für seine Geheimnisse zu töten.
Meine Meinung
Das Setting hat mich sofort gepackt. Die abgelegene Villa erzeugt von der ersten Seite an eine dichte, beklemmende Stimmung. Man spürt förmlich, dass hinter der gläsernen Fassade etwas Bedrohliches lauert.
Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau mit den wechselnden Perspektiven und Zeitebenen. Man wird ständig gezwungen, seine eigenen Annahmen zu hinterfragen. Die Hauptprotagonistin Cecilia gewann für mich erst mit der Zeit an Tiefe, und ihre finanzielle Notlage machte ihr Handeln für mich nachvollziehbar.
Allerdings gab es auch ein paar Punkte, die meinen Lesefluss gestört haben.
Die Sprache ist teilweise vulgär und die Spice-Szenen hätten meiner Meinung nach nicht sein müssen und passten nicht immer zum subtilen Grusel der Story. Aber das ist Geschmackssache.
Während der Einstieg durch gezielte Teaser fesselt, flacht die Spannungskurve im Mittelteil durch etwas langatmige Rückblenden ein bisschen ab. Doch das Durchhalten lohnt sich! Ab dem letzten Drittel zieht das Buch massiv an. Die mörderischen Zusammenhänge werden glasklar, und das Ende ist wirklich gut ausgearbeitet.
Das Cover gefällt mir sehr gut und passt hervorragend zur Story.
Fazit
„Die Housesitterin“ ist ein atmosphärisch starker Psychothriller mit einem absolut gelungenen Ende. Auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gab und die Charaktere etwas Zeit brauchen, um warm zu werden, bietet das Buch packende Unterhaltung vor einer tollen Kulisse. Für die volle Punktzahl hat es wegen der kleinen Schwächen im Mittelteil nicht ganz gereicht, aber trotz allem gibt es eine klare Leseempfehlung!