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Veröffentlicht am 02.11.2025

Ich fand die Biografie sehr gut geschrieben

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Lange habe ich gezögert, zu dieser Biografie zu greifen, weil… ja… warum eigentlich? Ich weiß es gar nicht so genau. Ich bin nun aber froh, sie gelesen zu haben.

Letzten Endes berichtet Prinz Harry über ...

Lange habe ich gezögert, zu dieser Biografie zu greifen, weil… ja… warum eigentlich? Ich weiß es gar nicht so genau. Ich bin nun aber froh, sie gelesen zu haben.

Letzten Endes berichtet Prinz Harry über drei Stationen seines Lebens. Seine Kindheit, die natürlich, wie wir alle wissen, durch den Tod der Mutter geprägt wurde, seine Zeit als junger Erwachsener beim Militär, die am ausführlichsten dargestellt wurde und seine Zeit, als er Meghan kennenlernt, bis zum Zeitpunkt des Bruchs mit der Familie. Ja, die Familie kommt hier nicht gut weg. Wenn aber auch nur die Hälfte von dem stimmt, was dort geschrieben steht, dann muss man einfach auch sagen: Das ist keine Familie, auf die man sich verlassen kann. Letzten Endes wird beim Lesen der Biografie sehr deutlich, dass die Familie eigentlich ein Unternehmen ist, das versucht, sich nach außen gut zu präsentieren.

Was mir gefallen hat ist, dass Harry sich selbst auch nicht schont. Offen berichtet er über psychische Probleme, Drogengenuss und, dass er oft sehr wütend ist. Sehr interessant fand ich seine Zeit für das Militär. Ein junger Mann, der bereit ist, über seine Grenzen zu gehen, der bereit ist, sich für sein Land einzusetzen. Recht offen erzählt er, dass er im Krieg auch Menschen töten musste. Aber auch hier hetzt ihn wieder die Presse, die, egal, was man tut, immer etwas zum Kritisieren findet.

Mir erschließt sich dieses Leben absolut nicht. Letzten Endes ist Monarchie bzw. die Arbeit dafür nicht mehr und nicht weniger als ein Job. Und bei keinem Menschen sollte der Job das Leben so komplett beherrschen, wie es dieser bei adeligen Menschen tut. Das ist definitiv nicht gesund, und nachdem ich Harrys Biografie gelesen habe, bin ich sicher, dass das kein schönes Leben ist. Wirklich glücklich erschien er mir nur, als er für das Militär gearbeitet hat oder wenn er sich für Hilfsprojekte in Afrika engagieren konnte und wirklich das Gefühl hatte, etwas im Leben zu bewegen. Was völlig nachvollziehbar ist. Ich bin davon überzeugt, dass das Paar mit ihren Kindern froh sein kann, dass sie diesem Zirkus den Rücken zugekehrt haben. Auch wenn ich mir durchaus vorstellen kann, dass es nicht einfach ist, damit auch der Familie den Rücken zu kehren. Es scheint aber so, als hätten sie zumindest in Meghans Mutter eine liebevolle Familie.

Was man aus dem dritten Teil auf jeden Fall herausliest ist seine Liebe zu Meghan. Die fließt wirklich durch jede einzelne Zeile und das ist so wunderschön. Wer von uns wünscht sich nicht den einen Menschen an der Seite, den man bedingungslos liebt? Ich konnte absolut verstehen, dass er bereit ist, alles andere für sie und die Kinder aufzugeben. Wer diesen einen Menschen gefunden hat, der kann das sicher auch nachvollziehen. Letzten Endes muss er aber ja auch niemandem beweisen, dass er und Meghan glücklich miteinander sind.

Ich mag die Presse zwar grundsätzlich sowieso nicht, aber beim Lesen dieses Buches ist mir noch einmal mehr aufgefallen, wie sehr sie trotzdem unser Bild von Menschen beeinflusst. Ich lese sehr viele Biografien und noch nie ist mir beim Lesen der Gedanke gekommen, ob dies oder das in der Biografie wohl gelogen sein könnte. Beim Lesen der Biografie von Harry hatte ich mehrmals diesen Gedanken, weil die Presse es ja ganz anders dargestellt hatte, und musste mich selbst zur Ordnung rufen. Wenn jemand seine Biografie schreibt, dann darf man wohl davon ausgehen, dass es entweder so passiert ist, oder die Person es so empfunden hat, wie es dargestellt wird.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, denn mich hat das Leben von Prinz Harry wirklich faszniert und abgeschreckt zugleich. Ich wurde stellvertretend für ihn so wütend darüber, dass man ihm weder eine normale Kindheit, noch ein halbwegs normales Leben zugesteht. Und das steht ja letzten Endes stellvertretend für viele Menschen, die irgendwie in der Öffentlichkeit stehen.

Alles in allem vergebe ich tatsächlich 5 Sterne, denn mir hat nichts gefehlt. Besonders interessant fand ich Harrys Zeit beim Militär, aber auch den Part zu der sich entwickelnden Beziehung zu Meghan fand ich sehr schön dargestellt.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Geschichte über eine starke junge Frau

West Highland Love
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Dieses Buch habe ich über Crowdfunding unterstützt. Ich hatte mir für 20 Euro das Taschenbuch mit Klappen und Farbschnitt ausgesucht. Ich wurde absolut nicht enttäuscht. Der Farbschnitt ist total schön. ...

Dieses Buch habe ich über Crowdfunding unterstützt. Ich hatte mir für 20 Euro das Taschenbuch mit Klappen und Farbschnitt ausgesucht. Ich wurde absolut nicht enttäuscht. Der Farbschnitt ist total schön. Das Taschenbuch kostet im Handel 13,90 Euro, was ein absolut fairer Preis ist. Wer noch Interesse an der Schmuckausgabe hat, findet diese auf der Homepage von April Wynter. Es gibt noch Restexemplare.

Nun aber zur Geschichte. Ich fand sie toll und bin nur so durch die Seiten geflogen. Emilia ist eine unglaublich sympathische Protagonistin, die ich schnell in mein Herz geschlossen hatte. Als passionierter Wanderer, aber leider Sportmuffel, konnte ich gut nachfühlen, wie es Emilia ging. Noch dazu mit ihrer Krankheit, die es ihr auch nicht leichter macht.

Der Schreibstil von April Wynter ist flüssig und man mag das Buch wirklich nicht aus der Hand legen. Es liest sich einerseits leicht weg, aufgrund des schönen Stils, andererseits hat es so viel und tiefen Inhalt, dass man dann doch ein bisschen Zeit braucht. Die Geschichte entwickelt sich stetig weiter und wir wandern mit Emilia den West Highland Way. Immer weiter und weiter, bis nach 154 km das Ende erreicht ist.

Die Autorin wirft den Leser in ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits freut man sich mit Emilia über jeden Kilometer, den sie schafft, andererseits dachte ich mir immer wieder, dass sie sich die unglaubliche Schinderei nicht antun sollte, oder wenn, dann wenigstens Abends mit einem warmen, weichen Bett… Aber, ein solches Abenteuer macht einen auch stark und Emilia wächst definitiv über sich hinaus.

Auch die Nebenfiguren sind wunderschön gezeichnet. Scott und Martha haben es mir besonders angetan, aber auch Vita ist eine tolle Frau. Vita erschien mir noch fast am menschlichsten, denn ihr hat die Autorin auch einige kleine Schwächen zugestanden. Martha war mir schon fast zu überfliegermäßig unterwegs.

Alles in allem haben wir hier ein tolles Buch über eine starke junge Frau, die ihren Weg geht und über sich und ihre Krankheit hinauswächst. Ich vergebe gerne 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Historischer Roman mit Herz und Glamour

Hotel Vier Jahreszeiten – Ein Traum in Gold (Das Vier Jahreszeiten 1)
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Das Vier Jahreszeiten ist schon ein tolles Hotel. Ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung habe, wie viel davon wahr und wie viel Fiktion ist, aber der Patron und seine Frau leiten es mit viel Herz und ...

Das Vier Jahreszeiten ist schon ein tolles Hotel. Ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung habe, wie viel davon wahr und wie viel Fiktion ist, aber der Patron und seine Frau leiten es mit viel Herz und so kann man Luise nur beneiden, dass sie im renommierten Hotel als Wäscherin anfangen darf.

Luise ist ein einfaches Mädchen, das aus schwierigen Verhältnissen kommt, das plötzlich eine Chance bekommt. Ich mochte sie auf Anhieb: ihr Fleiß, ihr Anstand, ihre Träume. Luise wächst nach und nach wirklich über sich hinaus, auch wenn sie immer und immer wieder Angst hat, dass man sie feuern könnte. Hier hätte sie ab und an ein bisschen mehr Selbstbewusstsein zeigen dürfen. Andererseits passte dieses ängstliche Verhalten gut zu ihr, da sie natürlich auch viel zu verlieren hat.

Wir begleiten Luise auf ihrem Weg durch Höhen und Tiefen – zwischen den gehobenen Ansprüchen, des Vierjahreszeiten, den gesellschaftlichen Erwartungen er damaligen Zeit, der schwierigen Zeit des Ersten Weltkrieges, immer auf der Suche nach dem eigenen Platz im Leben.

Die Nebenfiguren – ob Mentorinnen, wie Frau Kühler, intrigante Kolleginnen, wie Dora oder die Hausdame – sind liebevoll gezeichnet, mit Tiefe und glaubwürdigen Entwicklungen. Zur Seite steht ihr vor allem Page Hans, der mir wirklich gut gefallen hat. Er ist ein bisschen naseweis, aber das ist genau das, was die ängstliche Luise gut brauchen kann.

Die Sprecherin, Johanna Zehendner, ist wundervoll. Ich kannte sie vorher nicht, glaube ich, aber ich habe mich sofort in ihre Art zu lesen verliebt. Tolle Betonung, tolle Stimmlage und sogar die plattdeutschen Teile bekommt sie sehr gut hin.

Der Schreibstil von Anja Marschall ist wieder gewohnt flüssig und bildreich. Die Geschichte liest sich (oder besser: hört sich) leicht, und doch ist da so viel Tiefe, dass man nicht nebenbei lauscht, sondern wirklich eintaucht. Es ist ein Hörbuch, das mich total in seinen Bann gezogen hat.

Alles in allem ist dieses Hörbuch ein stimmungsvoller Auftakt für die Dilogie über das Vier Jahreszeiten Hotel und seine Bediensteten, der Lust auf mehr macht.

Für alle, die historische Romane mit Herz, Anspruch und einem Hauch Glamour lieben – absolute Hörempfehlung! Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil und vergebe 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Wundervolle Botschaft

Dieser Sommer gehört uns
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Ich hatte mal wieder ein 5-Sterne-Buch von Sarah Morgan auf meinem Nachttisch. Der Roman ist unglaublich schön geschrieben. Ich war von der ersten Seite an sowohl in Lily, als auch in Cecilia verliebt. ...

Ich hatte mal wieder ein 5-Sterne-Buch von Sarah Morgan auf meinem Nachttisch. Der Roman ist unglaublich schön geschrieben. Ich war von der ersten Seite an sowohl in Lily, als auch in Cecilia verliebt. So unterschiedlich die beiden Figuren auch sind, so liebenswert sind sie in ihrer Art. Die dritte Perspektive, aus der die Geschichte erzählt wird, ist die von Kristen, der Tochter von Cecilia. Mit ihr hatte ich durchaus meine Probleme, aber nach und nach merkt man, dass sie eben auch ihre Probleme hat und ich fing an, sie zu verstehen und dadurch auch zu mögen.

Besonders schön fand ich, dass Cecilia Lily so stark unterstützt. Sie hört ihr zu, sie gibt ihr Impulse, ohne oberlehrerhafte Ratschläge zu geben. Sie ist eine Frau mit großer Lebenserfahrung und hat trotzdem nicht alles richtig gemacht in ihrem Leben. Was ich ebenso schön fand war, dass Cecilia ihr Leben sehr reflektiert in der Rückschau betrachtet hat. Nicht alles in ihrem Leben war nur gut oder nur schlecht. Ganz schön war, zu lesen, dass sie jetzt an einem Punkt angekommen ist, an dem es nicht mehr weitergeht, weil ihr Leben gerade nicht schön ist, aber sie im Rückblick trotzdem erkennen kann, was alles gut in ihrem Leben war.

In der Geschichte geht es darum, den eigenen Weg zu gehen. Wir alle wissen vermutlich eigentlich, dass wir unser Leben so leben sollten, wie es für uns stimmig ist, und trotzdem versucht man immer wieder Erwartungen zu erfüllen. Die Erwartungen der Familie, die Erwartungen von Freunden, die Erwartungen der Gesellschaft. Sarah Morgan zeigt anhand aller Figuren sehr schön, wie wichtig es ist, sich davon frei zu machen. Wir haben nur dieses eine Leben, warum also sollten wir etwas tun, wie z. B. Lily, Medizin studieren, statt Kunst, wenn du es hasst. Die Geschichte insgesamt hat mich sehr berührt, denn sie trifft einen Nerv. Sie gibt uns allen einen Denkanstoß, darüber nachzudenken, wohin will ich in meinem Leben, was macht mich eigentlich glücklich.

Der Schreibstil von Sarah Morgan ist, wie wir es gewohnt sind. Bildhaft, leicht, romanisch, trotz aller Tragik, die die Figuren erleben mussten. Auch wenn alle drei Frauen es nicht immer leicht haben, schwingt immer eine Prise Mut und Hoffnung mit, wenn Sarah Morgan schreibt.

Ich vergebe gerne 5 Sterne. Lest dieses Buch, es macht Mut und fordert dich auf, deinen Weg im Leben zu gehen, egal, was dein Umfeld meint, was richtig für dich ist. Was du aus deinem Leben gerne machen möchtest, das weißt nur du. Was für eine schöne und starke Botschaft für einen Roman, der in der Buchhandlung sicher eher unter dem Bereich „leichte Sommerlektüre“ oder „Frauenroman“ zu finden ist. Dieses Buch ist wirklich so viel mehr, als eine leichte Sommerlektüre, wobei es trotzdem sehr leicht zu lesen ist.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Sehr spannend

Project Jane 1. Ein Wort verändert die Welt
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Jane ist mir von Anfang an sympathisch, auch wenn sie nicht spricht. Da das Buch aber in der Ich-Perspektive geschrieben ist, war ich als Leser quasi in ihrem Kopf. Der Leser erlebt alles, was Jane erlebt, ...

Jane ist mir von Anfang an sympathisch, auch wenn sie nicht spricht. Da das Buch aber in der Ich-Perspektive geschrieben ist, war ich als Leser quasi in ihrem Kopf. Der Leser erlebt alles, was Jane erlebt, hautnah mit und kommt ihr so sehr nahe. Manchmal näher, als man gerne möchte, denn Janes Leben ist alles andere, als schön, zu Beginn des Buches.

Jane selbst ist eine Protagonistin, die mich von Beginn an tief berührt hat. Sie ist kein typisches Mädchen, das voller Selbstbewusstsein in eine Geschichte tritt. Stattdessen begegnen wir ihr als jemandem, der sich abschottet, der verletzt ist und der seine Worte mit größter Vorsicht hütet. Gerade dieses Schweigen ist es, das ihre Figur so besonders macht, vor allem, weil der Leser lange nicht weiß, warum Jane schweigt.

Besonders beeindruckt hat mich, wie behutsam ihre Entwicklung geschildert wird. Sie öffnet sich nicht auf einmal, sondern ganz langsam – fast widerwillig – als eine Person auftaucht, die ihr Vertrauen gewinnen kann. Ich fand es wunderschön, wie aus dem absoluten Schweigen allmählich eine vorsichtige Stimme entsteht, und wie Jane beginnt, nicht nur ihre Umgebung, sondern auch sich selbst und ihre Gabe neu zu entdecken.

Nebenfiguren, wie Cami oder auch Landon waren schön gezeichnet, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Cami mochte ich sofort, mit Landon hatte ich teilweise eher Probleme, da ich ihn nicht so richtig einschätzen konnte. Insgesamt war aber auch er, als Figur, gut dargestellt.

Der Schreibstil von Lynette Noni hat mir gefallen, was mich aber auch nicht verwundert. Ich habe von der Autorin schon eine andere Trilogie gelesen, die mich auch sehr gefesselt hat. Die Autorin versteht es, mit Worten Welten zu erzeugen und Spannung aufzubauen. Sie bringt mich, als Leser, dicht an die Figuren heran und ich konnte nicht anders, als mitfiebern.

Thematisch hat mich das Buch sehr zum Nachdenken gebracht. Es geht nicht nur um übernatürliche Fähigkeiten, sondern auch um die Macht von Sprache, um Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten, aber auch in andere Menschen. Gerade dieses Spiel mit Worten – und was sie bewirken können – empfand ich als unglaublich spannend. Interessant ist auch die Frage, die man sich beim Lesen unweigerlich stellt: Wie sehr beeinflusst das, was wir sagen oder verschweigen, die Welt um uns herum?

Insgesamt habe ich den ersten Band dieser Dilogie wirklich verschlungen und vergebe gerne 5 Sterne.

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