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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2018

Geht unter die Haut

Die Unsterblichen
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Wenn du dein Sterbedatum erfragen könntest, würdest du es wissen wollen? Hätte das Wissen über diesen Tag einen Einfluss darauf, wie du dein Leben bis dahin lebst? Wenn ja, welchen? Wie würdest du deinen ...

Wenn du dein Sterbedatum erfragen könntest, würdest du es wissen wollen? Hätte das Wissen über diesen Tag einen Einfluss darauf, wie du dein Leben bis dahin lebst? Wenn ja, welchen? Wie würdest du deinen Tag füllen, wer darf dein Leben begleiten? Was wäre Dir wichtig?

Diese und andere Fragen stellt man sich unweigerlich beim lesen von „Die Unsterblichen“.

Die Geschwister Gold lassen sich im Kindes-/Teenageralter von einer Wahrsagerin ihr eigenes Todesdatum Vorhersagen. Einige Jahre später, nach dem Tod des Vaters, gehen alle ihren eigenen Weg. Während Klara und Simon sich kurz nach der Beerdigung ohne größeren Plan nach San Francisco absetzen, studieren Danny und Vayra Medizin und Biologie. Sie alle könnten nicht unterschiedlicher leben. Aber ob es sie glücklich macht steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

„Das funktioniert so: Man trifft gewisse Entscheidungen, und dann kommt man nicht mehr raus aus der Sache. Deine Entscheidungen bestimmen, wo es langgeht.“

Die Geschichte geht unter die Haut. Als Leser begleitet man die vier Geschwister in ihren Leben, was sie mit der Zeit anfangen, wen sie lieben, was sie für Fehler machen.
Zwei der Geschwister gehen ihren eigenen, individuellen Weg, haben sich quasi frei gekämpft, zum Teil auf Kosten der anderen. Die anderen Beiden erfüllen eher die vorgebenden Erwartungen, die aber nicht unbedingt ihren Neigungen und Interessen entsprechen. Was ist nun besser? Kein Streit und anpassen? Oder „no risk, no fun“?

Es hat mich sehr berührt zu sehen, wie sie sich auseinander leben, wieder finden, ihr Leben reflektieren - und feststellen, dass so manche geschlagene Schlacht im Nachhinein absolut unsinnig und verschwendete Zeit war.

Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, aber sehr gefühlvoll, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Dadurch liest es sich flüssig und man wird nicht von dem Thema des Buches abgelenkt.

Das Cover ist schön gestaltet. Es zeigt einen Baum mit herbstlichen Blättern, der diese teilweise verliert. Passend zum Leben, bei dem wir Menschen uns verändern und irgendwann als Blatt vom Baum des Lebens fallen.

Einziges kleines Manko:
Wie der Nachname der Geschwister vermuten lässt, handelt es sich um eine Familie jüdischen Glaubens. Das ist kein “Fehler“, jedoch braucht das Buch keine weiteren Probleme. Für mich tut dieses Detail nichts für die Story. Mir persönlich geht es eher auf den Keks ständig wieder darauf hingewiesen zu werden. Das ginge mir beim Christentum, Hinduismus, etc. aber ebenso. Zudem hätte die ein oder andere Szene ein kleines bisschen kürzer sein können. Aber das ist jetzt meckern auf hohem Niveau.

Fazit:
Trotz kleiner „Mängel“ fünf Sterne von mir. Ein berührendes, nachdenkliches, eher leises Buch. Was bleibt, sind viele Fragen und einige Erkenntnisse. Wer eine Geschichte mit Tiefgang sucht ist hier genau richtig. Das Buch verdient es gelesen zu werden!

Veröffentlicht am 10.11.2018

Sensationell!!! Abernichts für Kinder....

Das Vermächtnis der Grimms
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Wer die Autorin Nicole Böhm von der Seelenwächter – Reihe kennt, wird nicht überrascht sein, dass sie hier wieder einmal ein grandioses Buch hergezaubert hat.
Fantasievoll, märchenhaft und spannend ist ...

Wer die Autorin Nicole Böhm von der Seelenwächter – Reihe kennt, wird nicht überrascht sein, dass sie hier wieder einmal ein grandioses Buch hergezaubert hat.
Fantasievoll, märchenhaft und spannend ist der Plot, in dem die Protagonistin Kristin Collins hineingezogen wird. Ihr Bruder Brayden bittet sie ihm zu helfen. Er ist Mitglied einer Special Task Force aus verschiedenen Geheimdiensten, die die sogenannten Grimm-Morde auflösen sollen. (Nicht mit der VOX-Serie verwechseln!). Der Grimm ist ein wolfsähnliches Wesen, dass durch die in einem Lederbuch festgehaltenen Märchen der Brüder Grimm die Märchenwelt Abalion verlassen und die Welt unsicher machen kann. Kristin kann zwischen den Zeilen lesen und soll so an hilfreiche Informationen über die Ursachen und Täter der Morde kommen. Je mehr sie erfährt, desto mehr verschwimmt jedoch die Grenze zwischen Realität und Fantasie, bis sie am Ende nicht mehr weiß, wer Teil des Fluchs ist.
Die Geschichte verbindet drei Erzählstränge miteinander. Zum einen die Gegenwart mit Kristin und der Special Task Force, dann die Ereignisse in der Märchenwelt Abalion und die Vorkommnisse der Masali (Hüter der Geschichten). Das besondere sind nicht nur die drei Stränge, sondern auch das die Autorin mit unterschiedlichen Zeiten spielt. Wer hier jetzt Angst bekommt der Story nicht mehr Folgen zu können, dem sei gesagt, das ist kein Problem! Normalerweise enden die Bücher der Autorin auch meist mit einem Cliffhanger (ist hier auch so), aber hier kommt zusätzlich noch eine fette Überraschung dazu.
Das Buch enthält einerseits ein paar blutige Szenen und ist damit für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet, andererseits aber auch humorvoll. Wer schon immer mal wissen wollte wie Einhörner wirklich sind muß hier einfach zuschlagen 
Das Cover ist plastisch gestaltet – ein Wolf mit aufgerissenem, blutigem Maul, der eine Frau fressen möchte. Es passt sehr gut zum Inhalt des Buches.
Fazit:
Eine hervorragende Mischung aus Märchen, Thriller und Fantasy-Buch, das spannend und auf keiner Seite langweilig ist. Sensationell! Eines meiner Jahreshighlights 2018!
(Es handelt sich um den ersten Teil einer voraussichtlich zweitteiligen Reihe. Der zweite Band kommt voraussichtlich im Oktober 2019 raus.)

Veröffentlicht am 04.11.2018

Packendes Finale

Aura 3: Aura – Der Fluch
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Hannah wurde in der Akademie enttarnt und muß mit ihren Freunden flüchten. Dabei droht ihnen nicht nur Gefahr durch Dr. Levander, sondern auch von dessen rechter Hand Ravin. Hannah versucht zudem noch ...

Hannah wurde in der Akademie enttarnt und muß mit ihren Freunden flüchten. Dabei droht ihnen nicht nur Gefahr durch Dr. Levander, sondern auch von dessen rechter Hand Ravin. Hannah versucht zudem noch immer mit ihren Kräften klar zu kommen und zu testen, was sie alles kann. Sie wird für ihre Widersacher immer gefährlicher. Aber ein weiteres Problem taucht auch in den eigenen Reihen auf. Hannah steht zwischen zwei Männern und weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll…
Der Suchtfaktor der Aura-Reihe ist riesig. Während in Band eins erst noch alles neu ist und das ein oder andere erklärt werden muß, springt man in Band zwei und Band drei (Aura-Die Flucht) mitten ins Geschehen. Der Plot knüpft lückenlos an den letzten Band an. Eine Entwicklung jagt die nächste, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Clara Benedicts Schreibstil ist dabei gewohnt gut und flüssig zu lesen. Als Leser fiebert man mit Hannah, Raphael und Valentin mit. Die Sympathien wechseln dabei durchaus mal die Seite, da sich die Charaktere zum Teil anders entwickeln als man denkt.
Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert. Auch die beiden vorherigen Bände sind im gleichen Stil designt.
Fazit:
Spannendes Finale der Aura-Reihe. Unbedingt auch die Vorgänger lesen!

Veröffentlicht am 02.11.2018

Tolles Setting, aber leider vorhersehbare Geschichte ohne überraschende Wendungen

Royal Christmas
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„Royal Christmas – Ein Prinz zu Weihnachten“. Wer wünscht sich das nicht? Eden. Eden Jones ist Reporterin beim Magazin „Glamerica“ und soll über die Weihnachtsfeiertage herausbekommen, welcher der Söhne ...

„Royal Christmas – Ein Prinz zu Weihnachten“. Wer wünscht sich das nicht? Eden. Eden Jones ist Reporterin beim Magazin „Glamerica“ und soll über die Weihnachtsfeiertage herausbekommen, welcher der Söhne des Herzog von Preston gedenkt, demnächst zu heiraten. Da alle anderen Kollegen auf die ein oder andere Weise nicht in Frage kommen muß Eden ran. Am Anfang geht so einiges schief bis ihr das Glück hold ist und sie eine wundervolle Story schreiben kann.
Die Story hat toll angefangen – und hat dann ordentlich nachgelassen. Ich habe jetzt nicht eine total überraschende Geschichte erwartet, aber sie ist schon sehr vorhersehbar und zum Teil bei Prinz Harry und Meghan abgekupfert. Der Plot geht ans Herz, bleibt aber auch oberflächlich und die Charaktere haben jetzt auch nicht wirklich tiefe. Das Cover ist eher unspektakulär, der Schreibstil angenehm und flüssig zu lesen. Gut gelungen ist das Setting: die Jagdhütte und sein „Haupthaus“, das ganz in der winterlichen Landschaft von Colorado.

Fazit:
Wer eine tiefer gehende Liebesgeschichte erwartet wird hier enttäuscht. Für ein paar gemütliche Stunden auf dem Sofa bei kalten Temperaturen lädt das Buch aber zum träumen ein.

Veröffentlicht am 02.11.2018

Ordentlicher Thriller

Der Drahtzieher
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„Der Drahtzieher“ ist der 17. Band der Gabriel Allon-Thriller-Reihe von David Silva. Obwohl das Thema IS, Anschläge) sehr aktuell ist konnte mich das Buch und seine Geschichte nicht hundertprozentig in ...

„Der Drahtzieher“ ist der 17. Band der Gabriel Allon-Thriller-Reihe von David Silva. Obwohl das Thema IS, Anschläge) sehr aktuell ist konnte mich das Buch und seine Geschichte nicht hundertprozentig in seinen Bann ziehen. Warum? Ich weiß es nicht.
Der konkrete Inhalt kann dem Klappentext entnommen werden.
Der Band kann unabhängig von den Vorgängern gelesen werden, da er in sich abgeschlossen ist. Der Autor läßt aktuelle politische Ereignisse in seine Geschichte mit einfließen z.B. die Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem. Das gibt dem Leser das Gefühl Teil des Ganzen zu sein. Es wirkt dadurch noch realistischer (aber auch grausamer). Auch sein Schreibstil ist angenehm zu lesen. Die Spannung konnte für mich jedoch nicht dauerhaft gehalten werden. Es gab Erzählstränge die deutlich interessanter waren als andere. Ich vermute, dass ich deshalb auch nicht in die Story gefunden habe.
Fazit:
Ein guter Thriller, der für mich nicht ganz rund ist, aber dennoch für ein paar spannende Lesestunden taugt. 3,5 Sterne