Profilbild von BuecherwurmNZ

BuecherwurmNZ

Lesejury Star
offline

BuecherwurmNZ ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit BuecherwurmNZ über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2021

Faszinierendes Abenteuer

Eis. Abenteuer. Einsamkeit
0

Mich hat das Buch sofort gepackt. Sehr lebendig und nahbar schildert Richard Löwenherz sein Abenteuer, im Winter die sibrische Arktis auf dem Fahrrad bis zum arktischen Ozean zu durchqueren. Die Umgebung ...

Mich hat das Buch sofort gepackt. Sehr lebendig und nahbar schildert Richard Löwenherz sein Abenteuer, im Winter die sibrische Arktis auf dem Fahrrad bis zum arktischen Ozean zu durchqueren. Die Umgebung mit Schnee, Eis, Bergen und Bäumen, weitab von menschlichen Siedlungen, konnte ich mir sehr gut vorstellen. Ich bekam auch einen guten Einblick in das Leben dort. Oft fühlte ich mich, als wäre ich an Löwenherzes Seite direkt vor Ort.

Der Reisebericht ist aufregend und gut gelungen. In den Beschreibungen der Umstände und der Landschaft spürte ich immer die Faszination des Autors für die einsame Welt aus Eis und Schnee, für das große Abenteuer einer Reise mit dem Fahrrad weitab von bewohnten Siedlungen.

Neben den Schilderungen veranschaulichen kleine und große, doppelseitige Fotografien die unglaubliche Weite, die Schönheit der Natur und Löwenherzes Ausrüstung, seine Schlafstätten oder seine Begegnung mit anderen dort ansässigen oder reisenden Menschen. Durch die Karte ganz vorne im Buch kann man als Leser immer mitverfolgen, wo sich Richard Löwenherz gerade befindet, welche Strecke er bereits bewältigt hat und wie viel noch vor ihm liegt.

Fazit:

Ein aufregender Reisebericht für alle, die die Welt aus Eis und Schnee, die Natur und die Einsamkeit auch fasziniert. Oder die bequem zu Hause auf dem Sofa ein außergewöhnliches Abenteuer erleben wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2021

Spannender Reihenauftakt mit eigensinniger Protagonistin

Tote schweigen nie
0

Cassies Nachforschungen um den Tod ihrer ehemaligen Lehrerin gehen zu Beginn nur sehr langsam vonstatten, hier hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. Dafür wird Cassie tiefgründig dargestellt, ihr Privatleben ...

Cassies Nachforschungen um den Tod ihrer ehemaligen Lehrerin gehen zu Beginn nur sehr langsam vonstatten, hier hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. Dafür wird Cassie tiefgründig dargestellt, ihr Privatleben wird ebenso beleuchtet wie ihre Arbeit. Ich muss zugeben, dass ich ihr Verhalten und ihre Einstellung nicht immer nachvollziehen kann, z. B. wenn sie der Meinung ist, dass die Toten mit ihr sprechen. Allerdings hat mir das gefallen, da sie eine authentische Figur mit Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen ist. Ihre Hartnäckigkeit im Bezug auf die Todesursache ihrer früheren Mentorin gefällt mir. Cassie ist jemand der weiß was er will und ihren Kopf durchsetzen kann.

Ihre Arbeit als Assistentin der Gerichtsmedizin und die Autopsien sind mir persönlich manchmal zu detailliert dargestellt. Aber dadurch hat man einen guten Einblick in einen Beruf bekommen, den man nicht so auf den Schirm hat.

Fazit:

Ein guter Auftakt einer neuen Reihe Thriller-Reihe aus Perspektive der Forensik, die ich sicherlich im Auge behalten werde, weil ich Cassie mit ihrer Eigensinnigkeit ins Herz geschlossen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2021

Spannende Zeitgeschichte

Die Hebamme
0

Nach dem Klappentext habe ich eine etwas andere Geschichte erwartet, als ich bekommen habe. Ich dachte das Buch startet mit Marta Kristines Wanderung vom Romsdalfjord bis nach Christiana, um dort zur Hebamme ...

Nach dem Klappentext habe ich eine etwas andere Geschichte erwartet, als ich bekommen habe. Ich dachte das Buch startet mit Marta Kristines Wanderung vom Romsdalfjord bis nach Christiana, um dort zur Hebamme ausgebildet zu werden. Stattdessen wird diese Reise leider nur auf wenigen Seiten abgehandelt, was ich sehr schade finde. Über ihre Tätigkeit als Hebamme wird immer mal wieder berichtet, allerdings habe ich auch hier mehr erwartet. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass das Buch schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Mir hat es gut gefallen.

Die Geschichte beginnt mit einer Bootsfahrt über den Fjord, als Marta Kristine sieben Jahre alt ist und mit ihren Eltern umzieht. Durch die Schilderung ihrer Kindheit lernt man sie gut kennen und schließt sie ins Herz. Ich mag es, wie Marta Kristine vorlaut ist. Im Gegensatz zu anderen Kindern hinterfragt sie die Dinge und nimmt sie nicht einfach so hin. Auch ihren späteren Mann Hans trifft der Leser. Marta Kristine wird tiefgründig dargestellt, die anderen Figuren wie beispielsweise ihre Kinder bleiben eher blass, was ich schade fande.

Der Großteil des Buches besteht aus Marta Kristines und Hans gemeinsamem Leben, die Arbeit auf dem Hof, der Alltag mit Geldsorgen und ihren elf Kindern sowie allgemein dem Leben am norwegischen Fjord. Da Hans sein Leben lang mit den Geschehnissen im Krieg zu kämpfen hat, ist es für Marta Kristine und ihre Familie nicht immer leicht. Das Buch endet mit dem Tod der Hebamme, wodurch manchmal große Zeitsrpünge in der Geschichte gibt.

Ich habe gerne Marta Kristines Leben verfolgt und erfahren, wie es sich vor 200 Jahren auf dem Land an einem Fjord in Norwegen lebte. Die Geschichte liest sich größtenteils wie ein historischer Roman, manchmal aber auch wie
wie eine Biografie. Und ich muss sagen, dass due Übersetzung nicht immer geglückt ist, da sich ein paar unklare Stellen und unglückliche Formulierungen ins Buch geschlichen haben. Ich hatte dank des größtenteils anschaulichen Schreibstils das Gefühl, ein Stück Zeitgeschichte mitzuerleben, denn Marta Kristine war die Ururgroßmutter des Autors.


Fazit:

Auch wenn das Buch ganz anders ist als erwartet, lohnt es sich doch es zu lesen. Ea gibt einen guten Einblick in historische Zeiten und das damalige Familienleben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2021

Überraschend

Eskalation
0

Das Buch beginnt richtig spannend, weil ich überhaupt keine Ahnung hatte, was die distanzierte Entführung über das Telefon soll und in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Allerdings war ...

Das Buch beginnt richtig spannend, weil ich überhaupt keine Ahnung hatte, was die distanzierte Entführung über das Telefon soll und in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Allerdings war ich kurzzeitig enttäuscht, dass die Verfolgungsfahrt recht schnell endet.

Toll finde ich, dass man durch die vielen verschiedenen Perspektiven die Ermittlungen der Polizei, was Dina geschieht und wie es ihrem Mann nach ihrem Verschwinden geht verfolgen kann und nicht zuletzt in der Täters Sichtweise seine Gedanken und ein paar kleine Aspekte über ihn erfährt, was meine Überlegungen nach dem Wieso und Wer angekurbelt hat.

Der Schreibstil ist einfach und schnell zu lesen. Nicht überladen von Details, bekommt der Leser nur wenig Informationen, was das Tempo erhöht und Spannung entstehen lässt. Zugleich schwirrten in meinem Kopf tausend Fragen und es wurden immer mehr. Man kann sehr gut Theorien spinnen, weil es bis zum Ende komplett offen bleibt und es mich total überrascht hat. Ich habe zwar überhaupt nicht mit dieser Auflösung gerechnet, aber sie wird nachvollziehbar erklärt und ist schlüssig.

Fazit:

Ein solider Thriller, der viele Fragen und Theorien nach dem Wer und Warum im Kopf entstehen lässt. Die hohe Spannung zwingt einen zum Weiterlesen. Das Ende ist sehr überraschend, aber stimmig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.09.2021

Spannender Krimi mit ein paar offenen Fragen

Dein dunkelstes Geheimnis
1

"Dein dunkelstes Geheimnis" würde ich weder als Psycho- noch als Thriller bezeichnen, dennoch ist es ein spannender Krimi. Die erste Hälfte hatte ich schnell durch. Trotz Leseflaute wollte ich nicht aufhören ...

"Dein dunkelstes Geheimnis" würde ich weder als Psycho- noch als Thriller bezeichnen, dennoch ist es ein spannender Krimi. Die erste Hälfte hatte ich schnell durch. Trotz Leseflaute wollte ich nicht aufhören zu lesen, wenn ich einmal begonnen hatte. Denn ich
ich wollte erfahren, ob die Polizei und die freiwilligen Helfer Hinweise zum Verschwinden der kleinen Abby finden oder sogar sie selbst. Obwohl in der ersten Buchhälfe nicht all zu viel passiert, ist es spannend. Wie gewohnt ist Jenny Blackhursts toller Schreibstil angenehm zu lesen.

Ich hatte sehr viele Fragen zu den beiden verschwundenen Mädchen im Kopf. Gibt es einen Zusammenhang? Sitzt Kathryns Vater unschuldig im Gefängnis? Wo sind die Mädchen und wer ist dafür verantwortlich? In der zweiten Buchhälfte zog die Spannung noch mal an und durch viele neue Hinweise konnte ich besser spekulieren als zuvor.

Über das Ende kann man streiten. Ich bin trotz kleiner Ungereimtheiten und ein paar offener Fragen zufrieden. Allerdings sollte man es vielleicht nicht zu sehr hinterfragen.

Fazit:

Trotz des vielleicht nicht ganz gelungenen Endes und des fehlenden Thrills sowie der Psychokomponente hat mich "Dein dunkelstes Geheimnis" gut unterhalten, sodass ich es Krimilesern und Fans der Autorin dennoch empfehlen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung