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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2018

Ein Meisterwerk

Hyde
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Inhalt

Hyde war Katrinas zu Hause seit sie denken kann. Doch jetzt ist es verschwunden und mit ihm ihr Vater und ihre Schwester. An das Ereignis, das ihr alles nahm, kann sie sich nur teilweise erinnern. ...

Inhalt

Hyde war Katrinas zu Hause seit sie denken kann. Doch jetzt ist es verschwunden und mit ihm ihr Vater und ihre Schwester. An das Ereignis, das ihr alles nahm, kann sie sich nur teilweise erinnern. Nun muss sie sich in einem neuen Leben zurechtfinden und fragt sich, wer sie ist und was geschehen ist. Als sie ein verfallenes Haus renoviert, mit dem sie sich verbunden fühlt, entdeckt sie ein ungeheures Geheimnis.

Meine Meinung

Mir gefällt alles, wirklich alles, an diesem Buch! Die Geschichte fängt langsam an, doch die Spannung steigt an und bleibt im Verlauf des Buches hoch. Man weiß zunächst nicht viel von Katrinas Leben, doch nach und nach erfährt man in Rückblicken einzelne Bruchstücke. Damit werden einige Fragen beantwortet und es stellen sich neue Fragen. Man springt in der Geschichte zu unterschiedlichen Zeitpunkten von Katrinas Vergangenheit. Aber als Leser wird man dadurch nicht verwirrt, man findet sich immer gleich zurecht. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitpunkten in der Vergangenheit und in der Gegenwart macht den Reiz der Geschichte aus. Die einzelnen Abschnitte sind meist kurz, wodurch man in allen Handlungssträngen schnell voran kommt. Es stört nicht einmal, dass man an besonders spannenden Stellen zu anderen Zeitpunkten springt, weil es nach einigen Sätzen bzw. Seiten wieder an der anderen Stelle weitergeht. Dabei ist die Gegenwartsstory genauso spannend wie die Vergangenheitsstory. Und das Buch ist so spannend und gut geschrieben, dass man die Welt um sich herum vergisst. Der Schreibstil ist besonders. Die Wortwahl, die kurzen Sätze zwischen den längeren und die Beschreibung von Katrinas Welt lassen den Leser vollkommen in die Geschichte abtauchen und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, als ob Katrina selbst ihre Geschichte aufgeschrieben hätte. Katrina ist trotz, oder gerade wegen, ihrem außergewöhnlichen Leben und ihrem Schicksalsschlag eine beeindruckende Persönlichkeit. Das Buch ist perfekt gelungen und hat so viel mehr zu bieten, als man oberflächlich erkennen kann. Vor allem zwischen den Zeilen enthält es viele Botschaften und Erkenntnisse.

Fazit

Die Geschichte um die bemerkenswerte Katrina ist der Autorin mit ihrer Art zu Schreiben und dem Verknüpfen der Handlungsstränge perfekt gelungen. Es ist ein Meisterwerk!

Veröffentlicht am 20.06.2018

Interessant

Die Rache der Engel
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Inhalt

Julia Álvarez restauriert gerade die Kathedrale in Santiago de Compostela, als sie erfährt, dass ihr Mann Martin Faber entführt wurde. Die Entführer haben es auch auf sie abgesehen, da sie einen ...

Inhalt

Julia Álvarez restauriert gerade die Kathedrale in Santiago de Compostela, als sie erfährt, dass ihr Mann Martin Faber entführt wurde. Die Entführer haben es auch auf sie abgesehen, da sie einen wertvollen Stein besitzt und sie die Einzige ist, die seine verborgene Kraft aktivieren kann. Und diese Kraft ist gewaltig…

Meine Meinung

Das Buch fängt sehr spannend an. Man lernt die Protagonistin Julia durch Rückblicke kennen und erfährt erste Informationen zu dem Stein. Was die Spannung darüber hinaus hoch hält, sind die verschiedenen Sichtweisen von Julia, Polizisten und anderen Leuten, die in diese Situation verwickelt sind. Zwischendurch geht die Handlung mal kaum voran, da Julia sehr viel aus ihrer Vergangenheit erzählt. Aber später wird es wieder spannend und so zieht sich das durch das ganze Buch: Mal ist die Spannung wirklich hoch, mal nimmt die Handlung an Geschwindigkeit ab.

Die Geschichte enthält sehr viel Hintergrundwissen zu den Steinen, Mythologien, alten Geschichten und Legenden. In der ersten Hälfte des Buches geht es darum, ein Rätsel zu lösen, was von bedeutender Wichtigkeit ist, was mich an die Robert Langdon-Reihe von Dan Brown erinnert. Mir war es an einigen Stellen zu viel an Mythologien, was mir bei den Büchern von Brown ebenfalls nicht gefallen hat. Ich kann das Buch daher allen empfehlen, denen diese Reihe gefallen hat.

Fazit

Insgesamt war das Buch spannend und interessant. Allerdings war es für mich teilweise zu viel an Hintergrundwissen und alten Geschichten, was aber vielleicht Brown-Fans gefallen könnte.

Veröffentlicht am 20.06.2018

Langweiliges Jugendbuch

Abgründig
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Inhalt

Eine Gruppe Jugendlicher macht sich alleine auf den Weg zu einer Bergtour. Ein heftiges Unwetter zwingt sie, sich in einer Hütte unterzustellen. Sie wissen nicht wo sie sind und können auch keine ...

Inhalt

Eine Gruppe Jugendlicher macht sich alleine auf den Weg zu einer Bergtour. Ein heftiges Unwetter zwingt sie, sich in einer Hütte unterzustellen. Sie wissen nicht wo sie sind und können auch keine Hilfe rufen. Begrenzt auf einen Raum geraten einige Jugendliche aneinander, so dass es sogar zu einer Prügelei kommt. Am nächsten Tag ist einer von ihnen verschwunden. Eine Blutlache lässt Böses ahnen.

Meine Meinung

Was mich gleich zu Beginn gestört hat, ist der total übertriebene und teils unrichtige Klappentext. Dass die Jugendlichen keine Freunde sind, bemerkt man schon auf der ersten Seite. Was außerdem nicht stimmt, würde schon zu viel von der restlichen Geschichte verraten. Jedoch ist die Situation etwas anders als im Klappentext dargestellt und nahm mir schon etwas die Lust, weiterzulesen, da ich tiefere Beziehungen und Geheimnisse zwischen wirklichen Freunden erwartet habe. Das ist noch mal etwas anderes, wenn zwischen Menschen, die befreundet sind und sich schon länger kennen, so ein Unglück geschieht als in einem zusammengewürfelten Haufen von Jugendlichen.

Da es sich bei den Charakteren um Jugendliche handelt, ist es nicht verwunderlich, dass sie noch nicht viel Erfahrung im Leben gesammelt haben. Allerdings sind sie für ihre sechzehn/siebzehn Jahre doch sehr naiv. Vielleicht war es aber auch nur mein Wissen, dass es nicht gut geht. Denn das Buch beginnt mit der Ankunft der Jugendlichen in einem Feriencamp. Erzählt wird zu Beginn erst einmal wie die Unterkunft aussieht, im Schnelldurchgang werden ein paar Charaktere nur dürftig dargestellt und der Ablauf der nächsten Tage wird bekanntgegeben. Bis die Gruppe zur Bergtour aufbricht und die Geschichte richtig anfängt, vergehen schon einige Seiten.

Als die Jugendlichen vor dem Sturm fliehen, in einer Berghütte Unterschlupf finden und in einem Raum ausharren müssen hätte ich mir gewünscht, dass Arno Strobel mehr auf die verschiedenen Charaktere eingegangen wäre. Teilweise wurde nur an der Oberfläche gekratzt und sie waren mir nicht ausreichend genug dargestellt. Hier hat der Autor meiner Meinung nach zu viel Potential verschenkt.

Außerdem hat mir nicht gefallen, dass Arno Strobel bei der Beschreibung des Sturms immer wieder auf die gleichen Formulierungen zurückgriff. Unlogisch war, dass auf dem Berg neben der Hütte Holz lagerte, obwohl die Hütte gar keinen Ofen hat. Wer schleppt denn bitte Holz einen Berg rauf, wenn es keinen Ofen gibt?

Die Geschichte um den verschwundenen Jugendlichen und der zurückgelassen Blutlache bestimmt die zweite Buchhälfte. Die Handlung um diese Angelegenheit wirkt allerdings sehr konstruiert. Es waren zu viele Zufälle, die hier reingespielt haben. Auch das Ende enthielt für mich zu viele Zufälle und hat mir daher nicht gefallen.

Fazit

Abgründig ist ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss. Es ist zu naiv, zu vieles ist künstlich konstruiert und der Autor verschenkt zu viel Potential von der eigentlich spannenden Idee.

Veröffentlicht am 20.06.2018

Spannend, interessant & erschreckend: Rundum gelungenes Buch

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
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Inhalt

Der totale Blackout: An einem kalten Wintertag brechen in ganz Europa die Stromnetze zusammen. Der italienische Informatiker Piero Manzano sieht die Ursache für den Stromausfall in einem Hackerangriff. ...

Inhalt

Der totale Blackout: An einem kalten Wintertag brechen in ganz Europa die Stromnetze zusammen. Der italienische Informatiker Piero Manzano sieht die Ursache für den Stromausfall in einem Hackerangriff. Er teilt seine Entdeckung den Behörden mit und arbeitet daran, den Verursacher zu finden, um den Blackout zu beenden. Währenddessen versuchen die Kraftwerksbetreiber und die Behörden in den europäischen Ländern die Haushalte wieder mit Strom zu versorgen. Diese haben mit der Lebensmittelbesorgung und anderen Problemen zu kämpfen. Je länger der Strom ausfällt, desto härter werden die Lage und der Kampf ums Überleben.

Meine Meinung

Das Buch ist in kurze Kapitel eingeteilt, die das Leben der verschiedenen Charaktere bei dem totalen Blackout begleiten. Durch die verschiedenen Sichtweisen erfährt man, welche Probleme die Personen bewältigen müssen: Familien, die Essen organisieren; Kraftwerksbetreiber, die versuchen die Störung zu finden und den Strom wieder zum Fließen zu bekommen; Behördenangestellte, die ebenfalls versuchen das Problem des Stromausfalls zu finden und die Versorgung der Bevölkerung sichern; eine Journalistin, die über das Ausmaß des Blackouts berichtet sowie dem Informatiker Manzano, der einen Anhaltspunkt für den Stromausfall gefunden hat, die Behörden darauf aufmerksam macht und versucht, den Verursacher zu finden, um die schwierige Situation zu beenden, aber nicht immer mit der Unterstützung der Behörden rechnen kann.

Das Buch ist sehr interessant und lehrreich. Der Leser erfährt unter anderem, was alles von Strom abhängig ist, was ohne ihn nicht mehr funktioniert und wie aufgeschmissen viele Menschen ohne lebenswichtige Lebensmittel, Wasser und Medikamente sind.

Von Anfang bis Ende hält Blackout eine durchgehend hohe Spannung parat. Dazu verwöhnt Elsberg mit einem unglaublich tollen Schreibstil, der einen durch die Seiten fliegen lässt. Denn trotz der 800 Seiten gibt es keine Längen in diesem Buch, kein Satz ist zu viel. Das Buch hatte ich schneller durch, als ich dachte.

Fazit

Blackout ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ein Buch, dass eine Situation beschreibt, in die jeder kommen kann und deshalb jeder dieses Buch lesen sollte! Gepaart ist die Ernsthaftigkeit in dieser Geschichte mit einer durchgehend hohen Spannung, so dass das Buch zugleich lehrreich und unterhaltend ist.

Veröffentlicht am 20.06.2018

Nette Unterhaltung

Fremd
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Inhalt

Joanne ist zu Hause, als plötzlich ein Fremder vor ihr steht. Er behauptet, er sei ihr Lebensgefährte, aber sie hat ihn noch nie gesehen. Im Haus deutet nichts darauf hin, dass Joanne nicht allein ...

Inhalt

Joanne ist zu Hause, als plötzlich ein Fremder vor ihr steht. Er behauptet, er sei ihr Lebensgefährte, aber sie hat ihn noch nie gesehen. Im Haus deutet nichts darauf hin, dass Joanne nicht allein wohnt.

Erik kommt abends nach der Arbeit nach Hause, doch seine Freundin Joanne kennt ihn plötzlich nicht mehr. Sie glaubt, er breche ein und wolle ihr etwas antun. Zudem sind Eriks Sachen aus dem Haus verschwunden.

Meine Meinung

Die Geschichte wird abwechselnd aus Joannes und Eriks Sicht erzählt. Das ist etwas verwirrend, da ich bei jedem Kapitel erst einmal überlegen musste, in wessen Sicht ich mich gerade befinde, da zu Beginn kein Name steht. Erschwert wurde dies noch dadurch, dass ich mich in Joanne viel besser hineinversetzen konnte als in Erik.

Spannend beginnt die Geschichte und so geht sie auch weiter. Man rätselt mit, ob er nun die Wahrheit sagt oder sie. Oder keiner von beiden? Oder doch beide? Das Buch ist durch den flüssigen Schreibstil von Poznanski und Strobel leicht und schnell zu lesen.

Die Auflösung, was es denn nun mit den zwei verschiedenen Versionen von Joanne und Erik auf sich hat und wer die Wahrheit sagt, ist in Ordnung, wenn auch sehr kurz und abrupt. Man darf allerdings kein spektakuläres Ende erwarten.

Fazit

Das Buch Fremd vom Autorenduo Poznanski und Strobel unterhält und ist ein nettes Buch für zwischendurch.