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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2020

Was geschah wirklich im Dartmoor?

Mädchen aus dem Moor
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Dieses Buch gefiel mir nur mittelmäßig. Es ist weder Psycho-, noch ein Thriller für mich. Nicht übermäßig spannend, aber man ist interessiert, wie es zu Kaths Selbstmordversuch gekommen ist und was dahinter ...

Dieses Buch gefiel mir nur mittelmäßig. Es ist weder Psycho-, noch ein Thriller für mich. Nicht übermäßig spannend, aber man ist interessiert, wie es zu Kaths Selbstmordversuch gekommen ist und was dahinter steckt, weshalb man mit Neugierde weiterliest. Die Geschichte entwickelt sich nur langsam, zwischendrin habe ich mir zumindest eine kleine Auflösung für eine der mysteriösen Situationen, in die Kath geraten ist, gewünscht, damit man der Wahrheit um den Selbstmord mal einen Schritt näher kommt. Richtige Spannung tritt erst ca. 100 Seiten vor Schluss auf. Die Auflösung am Ende ist stimmig.

Dem Autor ist gut gelungen, eine besondere und eigenartige Atmosphäre zu schaffen. Eine düstere Stimmung liegt über dem Dartmoor, man spürt die Einsamkeit der Bewohner und die Weitläufigkeit der Landschaft.

Zudem sieht man als Leser in den Kopf der Protagonistin Kath. Ihre Überlegungen, ihre Leere bezüglich des Selbstmordversuchs, die Verwirrtheit und Unsicherheit gegenüber ihrem Mann oder ihrem Bruder. Tremayne schafft es, ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehbar darzustellen.

Fazit

Hierbei handelt es sich nicht um einen Thriller, noch kann das Buch mit einer hohen Spannung überzeugen. Vielmehr ist es die düstere Atmosphäre und die Gedanken der Protagonistin, die herausfinden möchte, wieso sie versucht hat, sich umzubringen, was einen das Buch schnell und neugierig lesen lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2020

Spannend

Wisting und der fensterlose Raum
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Im zweiten Fall der Cold Case Reihe um den Ermittler Wisting geht es um sehr viel Geld, das nach dem Tod eines Politikers in seiner Hütte gefunden wird. Wisting und ein von ihm zusammengestelltes Team ...

Im zweiten Fall der Cold Case Reihe um den Ermittler Wisting geht es um sehr viel Geld, das nach dem Tod eines Politikers in seiner Hütte gefunden wird. Wisting und ein von ihm zusammengestelltes Team sollen herausfinden, woher die Millionen stammen. Ich habe bisher kein Buch vom Autor gelesen und konnte dem Geschehen mühelos folgen, da der Fokus auf dem Kriminalfall und nicht auf Wistings Privatleben liegt.

Der Krimi ist spannend. Von Beginn an fragt man sich, woher der Politiker so viel Geld hat und was er damit vorhatte. Wisting und sein Team kommen der Lösung langsam, aber stetig, näher. Durch logisches Denken ziehen sie verschiedene Szenarien in Betracht, analysieren wichtige Spuren und ziehen die richtigen Schlüsse. Nach und nach entfaltet sich der Krimi, der am Ende den Höhepunkt an Spannung erreicht. Ich war so gefesselt, dass ich ihn in kürzester Zeit durchgelesen hatte.

Der Fokus liegt ganz klar auf der Lösung des Rätsels um das Geld. Privates aus dem Leben von Wisting kommt nicht wirklich vor. Auch kein anderer der Charaktere wird tiefgehender Tiefgehend beleuchtet. Trotzdem lernt man den sympathischen Ermittler ganz gut kennen.

Einziges Manko des Krimis sind die vielen Namen, die auftreten. Das Ermittlerteam hat einige Spuren und viele Personen, mit denen sie reden, sodass man aufmerksam lesen muss, wenn man den Überblick behalten will.

Fazit

Spannender Krimi, der sich nach und nach entfaltet. Gepaart mit einem sympathischen Ermittlerteam lässt sich das Buch nur schwer aus der Hand legen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2020

Hautnah dabei

Der Attentäter
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Mit den ersten Sätzen schafft es der Autor, den Leser zu packen. Und das Buch lässt einen so schnell nicht mehr los. Denn obwohl man weiß, dass das geplante Attentat auf den Thronfolger Österreich-Ungarns ...

Mit den ersten Sätzen schafft es der Autor, den Leser zu packen. Und das Buch lässt einen so schnell nicht mehr los. Denn obwohl man weiß, dass das geplante Attentat auf den Thronfolger Österreich-Ungarns Franz Ferdinand gelingt, ist das Buch sehr spannend und wird mit weiterem Verlauf zunehmend spannender.

Ulf Schiewe schildert die Woche vor dem Attentat aus verschiedenen Perspektiven. Zum einen aus der Sichtweise der serbischen Attentäter, welche mir am besten gefallen hat. Denn man erfährt deren Motive, Gedanken und Zweifel, besonders die vom Todesschützen Gavrilo Princip. Ihre Anspannung, nicht erwischt zu werden und ob alles wie geplant klappen wird, ihre Gedanken bezüglich ihres nahenden geplanten Todes nach dem Attentat. Dadurch werden sie zu dreidimensionalen Figuren, die man hautnah bis zu dem Tag des Attentats begleitet.
Zum anderen erfährt man durch Major Rudolf Markovic, dass die Österreicher von der Bedrohung wissen und er und sein Team alles daran setzen, den Thronfolger und seine Gemahlin Herzogin Sophie zu schützen. Diese beiden begleitet man ebenfalls vor und während ihrer Reise nach Sarajevo. Abgerundet werden die Perspektiven durch originale Zeitungsartikel aus dieser Zeit, die von der Reise des Thronfolgers und der Herzogin berichten.

Während des Lesens merkt man, wie hervorragend und gründlich Schiewe recherchiert hat. Weitesgehend beschreibt er die Realität, angereichert durch ein wenig Fiktion, wie zum Beispiel Major Markovic, der eine fiktive Figur darstellt. Das Personenverzeichnis schafft Abhilfe, wenn man mit den vielen Namen durcheinander kommt, was mir zu Beginn passiert ist, und stellt heraus, welche Personen fiktiv in die Geschichte eingebaut wurden. Im Nachwort erklärt der Autor die politische Situation im Balkan und gibt Auskunft darüber, weshalb manche Serben der österreich-ungarischen Monarchie kritisch gegenüber stehen.

Fazit

Wieder mal ein sehr gutes Buch von Ulf Schiewe, welches die Woche vor dem Attentat in Sarajevo beleuchtet. Hervorragend recherchierte Fakten verbunden mit ein wenig Fiktion, sodass ein extrem spannender historischer Thriller entsteht, der auch die Motive und Gedanken der Attentäter nachvollziehbar darstellt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.01.2020

Durchgehend hohe Spannung

Schicksalstage am Fjord
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Man liest die ersten Seiten und ist sofort gebannt von der Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Die Spannung ist von Anfang an da und zieht sich kontinuierlich durch das ganze Buch. Der angenehm ...

Man liest die ersten Seiten und ist sofort gebannt von der Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Die Spannung ist von Anfang an da und zieht sich kontinuierlich durch das ganze Buch. Der angenehm zu lesende Schreibstil der Autorin lässt den Leser schnell voran kommen. Tolle Vergleiche machen die Handlung anschaulich.

Gekonnt lässt Sofie Berg zwei Lager entstehen. Die Jøssing, die dem im Exil lebenden norwegischen König treu ergeben sind und den Quislingen und Mitgliedern der Nasjonal Samling, die eng mit den deutschen Besatzern zusammen arbeiten. Ingrid steht mit ihrer Freundin, die auf Seiten der Deutschen steht, dazwischen. Sie sieht vor allem den Menschen selbst und nicht vorrangig die politische Zugehörigkeit. In Zeiten des Krieges und der Besatzung nicht unbedingt von Vorteil. Man spürt ihre innere Zerrissenheit, ihre Freundin nicht fallen lassen zu wollen, aber trotzdem nicht zu den Feinden zu zählen. Ingrids Gedanken und auch die ihrer Familie sind ausführlich und nachvollziehbar dargestellt, klar erkennbar durch eine andere Schriftart als der Rest der Handlung. Als ihr Bruder und Schwager, die sich im Widerstand betätigen, auffliegen, wird es für Ingrid in ihrer Familie immer schwieriger. Der Familienzusammenhalt wird auf eine harte Probe gestellt.

Doch nicht nur innerhalb der Familie, auch in ganz Norwegen sind die Lager gespalten. Die Autorin lässt ein umfassendes Bild der Lage in Norwegen unter deutscher Besatzung entstehen, das lebensecht wirkt, was die gute Recherche von Sofie Berg zeigt. Inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte entstand dieses Buch, das einen guten Eindruck das Leben der Norweger zur Zeit des Zweiten Weltkrieges verschafft. Was sich tatsächlich so abgespielt hat und was fiktiv ist, klärt sie im Nachwort. Ein Glossar am Ende erklärt die im Buch vorkommende Begriffe und liefert weitere Erläuterungen.

Fazit

Ich war sofort von der Geschichte gebannt und habe mit Ingrid mitgefiebert. Die Gedanken der verschiedenen Lager sind nachvollziehbar und ergeben ein von der Autorin gekonnt zusammengestelltes Geflecht aus Spannungen in der Familie und in ganz Norwegen. Mir hat das Buch hervorragend gefallen. Ein Muss für jeden, der sich für Norwegen oder den Zweiten Weltkrieg interessiert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.01.2020

Packend & interessant

Codex 632. Wer war Christoph Kolumbus wirklich?
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Der Prolog packt einen mit dem zweiten Satz und spannend geht es weiter. Der Protagonist Tomás Noronha, Historiker und Codespezialist, kann seine wissenschaftliche Erkenntnisse spannend und für den Leser ...

Der Prolog packt einen mit dem zweiten Satz und spannend geht es weiter. Der Protagonist Tomás Noronha, Historiker und Codespezialist, kann seine wissenschaftliche Erkenntnisse spannend und für den Leser verständlich erzählen. Schritt für Schritt findet Tomás neue Fakten und kommt der großen Erkenntnis immer näher. An einer Stelle waren mir die Fakten zu viel und ich habe mich gefragt, ob der Autor so weit ausholen muss, aber ohne die vorherigen Erkenntnisse würde man die anderen nicht verstehen. Und diese sind interessant und überraschend, der Weg dorthin spannend.
Im Nachwort klärt J. R. dos Santos was den Tatsachen entspricht und was als Fiktion seiner Feder entspringt.

Durchbrochen wird Tomás wissenschaftliche Arbeit von seinem Privatleben. Seine Tochter ist nicht ganz gesund und in Tomás Beziehung zu seiner Frau läuft es nicht rund. Diese Schilderungen lockern die vielen Fakten auf und lassen den Leser Tomás näher kennen lernen.

Fazit

Hierbei handelt es sich um einen interessanten Roman mit einer gut aufgebauten Geschichte um Kolumbus wahre Herkunft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere