Jersey, 1940. Als Hedy eine Stelle als Übersetzerin für die deutschen Besatzer der Kanalinsel antritt, weiß niemand, dass die junge Frau Jüdin ist. Während sie durch heimliche Akte des Widerstands versucht, gegen die Nazis aufzubegehren, verliebt sie sich ausgerechnet in den deutschen Wehrmachtssoldaten Kurt, der ihre Gefühle erwidert. Doch Hedys Identität bleibt nicht lange verborgen.
Gemeinsam mit Kurt und einer guten Freundin schmiedet Hedy einen mutigen Plan, um ihren Verfolgern zu entkommen ...
Die jüdischstämmige Hedy ist auf der Flucht vor den Nationalsozialisten auf der Kanalinsel Jersey gelandet, die bald aber auch von den Deutschen besetzt wird. Aus Mangel an Alternativen tritt sie ausgerechnet ...
Die jüdischstämmige Hedy ist auf der Flucht vor den Nationalsozialisten auf der Kanalinsel Jersey gelandet, die bald aber auch von den Deutschen besetzt wird. Aus Mangel an Alternativen tritt sie ausgerechnet bei den deutschen Besatzern eine Stelle als Übersetzerin an, da sie Deutsch und Englisch fließend beherrscht. Sie nutzt diese Stelle aber nicht nur, um für sich genug zum Überleben zu haben, sondern hilft auch anderen, indem sie Dinge für sie abzweigt. Ihre jüdische Herkunft ist den meisten zunächst nicht bekannt. Auch nicht dem deutschen Soldaten Kurt, der sich auf den ersten Blick in sie verliebt. Im Laufe der Zeit gerät sie dann aber doch immer mehr in Gefahr.
Ich fand es sehr interessant, durch die Lektüre des Romans mehr über Jersey und die Zeit des Nationalsozialismus auf dieser Insel zu erfahren, da mir gar nicht so recht bewusst war, dass auch diese von den Nationalsozialisten besetzt wurde. Im Roman wird sehr anschaulich geschildert, welche Folgen die Besatzung für die Einheimischen und gar für die jüdischstämmigen Menschen dort hatte. Die Protagonistin Hedy ist mir auf jeden Fall sehr sympathisch, wie sie mit ihrer Situation umgeht und auch Kurt mag ich sehr gerne, da er kein Mitläufer war und Mensch geblieben ist. Der Schreibstil des Romans ist sehr anschaulich und gut lesbar.
Bereits das Buchcover mit der jungen Dame, die Übersetzungsblätter in der Hand hält und Kleidung der 1940er Jahre trägt, verrät dem Leser, dass die Handlung in diesem Buch zu Zeiten während des zweiten ...
Bereits das Buchcover mit der jungen Dame, die Übersetzungsblätter in der Hand hält und Kleidung der 1940er Jahre trägt, verrät dem Leser, dass die Handlung in diesem Buch zu Zeiten während des zweiten Weltkriegs spielt. Dieser Roman beruht auf wahren Begebenheiten und beginnt gleich mit der Eroberung der Kanalinsel Jersey durch die Nazis im Jahr 1940. Die Jüdin Hedwig Bercu (genannt Hedy), aus Wien stammend, ist bereits vor Jahren aus Österreich vor den Nazis auf diese Insel geflohen. Aus Geldmangel konnte sie ihre ehemaligen Arbeitgeber, die aus Angst vor der Invasion durch die Nazis diese Insel bereits verlassen hatten, nicht begleiten. Über ihren Vertrauten Anton lernt sie die Insulanerin Dorothea kennen. Zusammen mit ihrem deutschen Freund Kurt und Dorothea schafft es Hedy, spurlos zu verschwinden. Doch die Jagd auf sie beginnt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Der Spannungsbogen wird anhand der ständig wechselnden Handlungsstränge sowie der Thematik aufrecht erhalten.
Fazit:
Ein tolles Buch, das zum Nachdenken anregt und Mut macht, auch in schwierigen Zeiten menschlich zu handeln. Mit ca. 300 Seiten ist dies auch ein Buch für eine große Leserschaft.
Mit einem Seufzen der Erleichterung und einem Hoffnungsschimmer vor Augen habe ich die Bauchdeckel von Jenny Lecoats Debütroman geschlossen. Hedys Krieg - im Original heißt das Buch 'Hedy's ...
Mit einem Seufzen der Erleichterung und einem Hoffnungsschimmer vor Augen habe ich die Bauchdeckel von Jenny Lecoats Debütroman geschlossen. Hedys Krieg - im Original heißt das Buch 'Hedy's War' - hat mir einmal mehr vor Augen geführt, wie gut es uns heute geht, aber aber auch, dass es sich immer lohnt zu kämpfen.
Es ist das Jahr 1940 in dem Hedy Bercu, eine junge Jüdin, zur Flucht aus Österreich gezwungen wird. Eigentlich wollte sie nach Amerika, doch das Geld war knapp und so strandet Hedy auf der von den Deutschen besetzten britischen Kanalinsel Jersey. Als Jüdin registriert, hat die junge Frau so gut wie keine Chance auf Arbeit. Als sich die Möglichkeit ergibt als Übersetzerin für die deutschen Besatzer zu arbeiten, ergreift sie diese widerwillig. Gleichzeitig beginnt sie durch kleine Akte des Widerstands, wie dem Diebstahl von Benzingutscheinen, gegen das System aufzubegehren und sie lernt den deutschen Wehrmachtssoldaten Kurt Neumann kennen und lieben. Eine Liebe, die nicht sein darf und die inmitten der Wirren des zweiten Weltkrieges immer mehr aufblüht.
Ich habe beim Lesen eine unglaublich intensive Beziehung zu Hedy aufgebaut. Habe mit ihr ihr dunkelsten Stunden durchlebt, als sie zitternd in ihrem Versteck im Boden ausharren musste, um der Deportation zu entgehen. Ich habe mit ihr gelitten, als der Hunger Hedy und ihre Freundin Dorothea umzubringen drohte. Ich habe aber auch die schönsten Momente, die sie mit Kurt in Zweisamkeit geteilt hat, mit Freude verfolgt. Kurt wurde wie so viele andere in den Dienst der deutschen Wehrmacht gezwungen. Er erfüllt zwar seine Pflichten, kann sich selber mit der Ideologie der Herrenrasse aber nicht identifizieren.
Jenny Lecoat spricht eine Zeit unserer Geschichte an, die nicht vergessen werden sollte, stellt dabei aber nicht die historischen Ereignisse, sondern die Menschen, in den Fokus. Die Autorin schildert ergreifend und realitätsnah die Umstände der Kriegsjahre von 1940 bis 1946. Jenny Lecoat vermittelt ein authentisches Bild der Ängste und Nöte der Bevölkerung Jerseys. Angefangen bei der Rationierung der Nahrung, der ständigen Beobachtung durch die Besatzer bishin zum völligen Abgeschnittensein von der Außenwelt. Nicht einmal ein Radio war erlaubt. Die Menschen mussten die Nachrichten glauben, die ihnen die Besatzer auftischten. Einfach schrecklich!
Das besondere ist, dass es die Personen teilweise wirklich gegeben hat. So zum Beispiel Hedy Bercu, welche die Vorlage für den fiktionalen Roman liefert. Und auch Dorothea Weber, Hedys beste Freundin und Helferin, sowie die große Heldin des Romanes, hat wirklich existiert.
Jenny Lecoat wurde 15 Jahre nach Ende der Besatzung auf der Insel Jersey geboren. Sie kennt die Insel, die Menschen und ihre Geschichte und das spürt man einfach mit jeder Zeile. Es steht zwar wie gesagt die Liebesgeschichte zwischen der Jüdin Hedy und dem Wehrmachtssoldaten Kurt im Fokus. Verwoben mit dem historischen Hintergrund ist diese aber unglaublich packend und mitreißend. Ein Hin und Her zwischen Hoffen und Bangen. Wahnsinnig bildgewaltig und ergreifend erzählt!
Fazit:
Die Übersetzerin ist ein ergreifendes Zeitzeugnis und bildgewaltiges Romandebüt. Jenny Lecoat erzählt die Geschichte der verbotenen Liebe zwischen der Jüdin Hedy und dem Wehrmachtssoldaten Kurt. Die Liebesgeschichte vor dem historischen Hintergrund des zweiten Weltkrieges ist unglaublich authentisch, emotional und fesselnd. Mich konnte sie begeistern. Absolute Leseempfehlung!
Das Cover und der Klappentext sind sehr passend gewählt und geben einen guten Eindruck darauf, was einem im Buch erwartet.
Was ich zuvor auch nicht wusste war, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit ...
Das Cover und der Klappentext sind sehr passend gewählt und geben einen guten Eindruck darauf, was einem im Buch erwartet.
Was ich zuvor auch nicht wusste war, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht und die Autorin auf der Insel 15 Jahre nach Kriegsende geboren wurde. Darüber wurde ich mit einem beigelegten Brief der Autorin informiert.
Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, hat das ganze Buch für mich noch viel wertvoller gemacht und umso wichtiger, dass diese Geschichte gelesen wird und man sich mit dem Thema auseinandersetzt.
Dadurch, dass die Autorin selbst auf Jersey geboren wurde, ist die Geschichte auch unglaublich authentisch geschrieben. Man spürt sofort, dass sie die Insel kennt, mit der Geschichte aufgewachsen ist und persönlich mit den Menschen reden konnte, die zur Besetzungszeit der Nazis dort gelebt haben.
Wirklich bemerkenswert ist ihr Schreibstil, mit dem sie es schafft, einen gedanklich in die Zeit zurück zu versetzen, viel Spannung aufzubauen und vor allem die Gefühle der Charaktere auf einen selbst überspringen zu lassen. Besonders wenn die Hauptperson Hedy sich verfolgt oder ängstlich gefühlt hat, hat sich dieses Gefühl übertragen und man hat gehofft, dass es gut ausgeht, obwohl man wusste, dass die Ereignisse längst geschehen sind.
Ebenfalls sehr gut herausgearbeitet werden in dem Buch vielseitige Perspektiven auf die Motive und Gründe von Handlungen und Entscheidungen der Personen. Besonders gut beleuchtet finde ich Kurt, den Wehrmachtssoldaten, der eigentlich nie in die Armee wollte aber dazu gezwungen wurde, und auch nie die Rassenideologie mitgetragen, verstanden oder akzeptiert hat.
Dieses Buch ist eines der wertvollsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe und macht einem immer wieder deutlich, wie schrecklich die Zeiten gewesen sind und dass wir definitiv verhindern müssen, dass jemals wieder solche Grausamkeiten geschehen.
Das Buchcover passt zum Buchtitel und zeigt eine junge gepflegte Frau, die jüdische Hauptperson Hedwig (Hedy) Bercu, die als Übersetzerin für die Besatzungsmacht (die Nazis) arbeitet. Der Klappentext hat ...
Das Buchcover passt zum Buchtitel und zeigt eine junge gepflegte Frau, die jüdische Hauptperson Hedwig (Hedy) Bercu, die als Übersetzerin für die Besatzungsmacht (die Nazis) arbeitet. Der Klappentext hat mich veranlasst, auch das Buch zu lesen.
Dieser Roman erzählt die ungewöhnliche Geschichte der Jüdin Hedy, die ihren Tod vortäuscht, nachdem die Nazis die Juden von Jersey deportieren lassen. Kurze Zeit später wird sie per Zeitungsannonce mit Foto gesucht. Erich Wildgrube von der Geheimpolizei gibt auch Monate später die Suche nach ihr nicht auf. Mit Hilfe von Kurt und Dorothea schafft es Hedy immer wieder „unsichtbar“ zu bleiben.
Mir hat der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil von Jenny Lecoat sehr gefallen. Das Buch ist bis zum Schluss packend geschrieben und ich kann dieses Buch absolut weiter empfehlen. Dies ist ein bewegendes Buch, dem ich viele Leser wünsche.