Cover-Bild Die Übersetzerin
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 25.11.2022
  • ISBN: 9783404188444
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Jenny Lecoat

Die Übersetzerin

Roman
Anke Kreutzer (Übersetzer)

Jersey, 1940. Als Hedy eine Stelle als Übersetzerin für die deutschen Besatzer der Kanalinsel antritt, weiß niemand, dass die junge Frau Jüdin ist. Während sie durch heimliche Akte des Widerstands versucht, gegen die Nazis aufzubegehren, verliebt sie sich ausgerechnet in den deutschen Wehrmachtssoldaten Kurt, der ihre Gefühle erwidert. Doch Hedys Identität bleibt nicht lange verborgen. Gemeinsam mit Kurt und einer guten Freundin schmiedet Hedy einen mutigen Plan, um ihren Verfolgern zu entkommen ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2022

Eine ergreifende Lektüre, die das Leben auf der Kanalinsel Jersey während des Zweiten Weltkriegs mit einer berührenden Liebesgeschichte verknüpft.

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Beschreibung

Als sich Österreich dem nationalsozialistischen Deutschen Reich anschließt, flieht Hedy von Wien auf die britische Kanalinsel Jersey. Doch schon bald treffen auch auf der Insel die Deutschen ...

Beschreibung

Als sich Österreich dem nationalsozialistischen Deutschen Reich anschließt, flieht Hedy von Wien auf die britische Kanalinsel Jersey. Doch schon bald treffen auch auf der Insel die Deutschen ein und unter der Besatzungsmacht ist das Leben für die junge Jüdin äußerst gefährlich. Aus ihrer Not heraus nimmt Hedy eine Stelle als Übersetzerin bei den deutschen Besatzern an und begegnet dem Soldaten Kurt, in dem sie gegen jede Vernunft die große Liebe findet. Zusammen versuchen sie die schweren Kriegsjahre zu überstehen…

Meine Meinung

Romane, die auf wahren Begebenheiten oder realen Personen beruhen, lese ich äußerst gerne und so ist Jenny Lecoats historischer Roman »Die Übersetzerin« auf meinen Radarschirm geraten.

Die Autorin hat um die Jüdin Hedwig Bercu-Goldenberg (kurz ›Hedy‹), welche mit Anfang 20 vor den Nationalsozialisten von Österreich auf die britische Kanalinsel Jersey floh und dort als Übersetzerin für die deutschen Besatzer arbeitete, eine eindrucksvolle Geschichte und Romanze gewoben. Dabei wurden Namen verändert und Jenny Lecoat hat die historisch belegten Details mit freier Hand für fiktionale Einflüsse zu einem ergreifenden Gesamtpaket verschnürt.

In »Die Übersetzerin« wird ein Zeitrahmen von 1940 bis 1946 eingefangen und ein deutliches Bild der Situation für die Bewohnerinnen und Bewohner der Kanalinsel Jersey zur Zeit des Zweiten Weltkriegs unter den deutschen Besatzern gezeichnet. Die harten Lebensumstände für die britische Bevölkerung mit Lebensmittelknappheit, Verboten und Rationierungen stellen den Hintergrund für eine besondere Romanze.

Hedy mit ihrer jüdischen Herkunft und dem ständigen Bangen um ihre Sicherheit gerät in einen Gewissenskonflikt, als ihr vorgeschlagen wird, dass sie sich doch auf die Stelle als Übersetzerin bei den deutschen Besatzern bewerben soll. Doch die Not ist so groß, sodass sie für ihr Überleben zu allem bereit ist.

Besonders die angespannte Atmosphäre auf Jersey hat Jenny Lecoat so dicht gewoben, dass sie zum Greifen nah scheint und man ein gutes Bild von der besonderen Stellung der Kanalinsel während des Krieges erhält. Die Inselbewohnerinnen und Bewohner waren der deutschen Besatzungsmacht ausgeliefert und wurden damit in die Situation gebracht, die für ein Überleben die Kooperation erforderlich machte. Gut gefallen haben mir daher die Kleinigkeiten, mit denen Hedy und ihre Freundin Dorothea eine Art stille Rebellion führen. Allerdings setzen sich die beiden damit auch einer großen Gefahr aus.

Die Romanze zwischen Hedy und dem deutschen Wehrmachtssoldaten Kurt zeigt herrlich auf, dass Feind nicht immer gleich Feind ist und macht trotz der Nähe zum Kitschigen einen authentischen Eindruck. Ich habe auf jeden Fall bis zum Schluss mit Kurt und Hedys Schicksal mitgefiebert! Etwas zu kurz kommt mir allerdings die Vergangenheit der beiden Protagonisten. Gerade bei Hedy wären Rückblenden zu ihrer Flucht von Österreich auf Jersey ein guter Punkt gewesen, um der Geschichte noch mehr Tiefe zu verleihen.

Fazit

Eine ergreifende Lektüre, die das Leben auf der Kanalinsel Jersey während des Zweiten Weltkriegs mit einer berührenden Liebesgeschichte verknüpft.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 28.11.2021

Veröffentlicht am 10.10.2022

Am liebsten keine Bewertung

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Es fällt mir sehr schwer und fühlt sich zudem auch extrem falsch an eine Geschichte, die auf einer wahren Geschichte beruht, in irgendeiner Art und Weise zu bewerten. Daher folgen jetzt auch nur ein paar ...

Es fällt mir sehr schwer und fühlt sich zudem auch extrem falsch an eine Geschichte, die auf einer wahren Geschichte beruht, in irgendeiner Art und Weise zu bewerten. Daher folgen jetzt auch nur ein paar wenige Worte: es ist eine Geschichte voller Mut und Liebe in einer der schlimmsten Zeiten der Geschichte und es lohnt sich dennoch diese zu lesen, um ein Verständnis dafür zu bekommen, wie sich die Menschen damals gefühlt haben müssen.

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Veröffentlicht am 17.04.2022

Stiller Widerstand

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Hedy ist Jüdin und lebt 1940 auf der Kanalinsel Jersey. Sie ist aus ihrer Heimat geflohen in der Hoffnung, auf der Insel ein sicheres Leben führen und den Krieg möglichst unbeschadet überstehen zu können. ...

Hedy ist Jüdin und lebt 1940 auf der Kanalinsel Jersey. Sie ist aus ihrer Heimat geflohen in der Hoffnung, auf der Insel ein sicheres Leben führen und den Krieg möglichst unbeschadet überstehen zu können. Als sie ihren Arbeitsstelle als Putzfrau verliert, weil ihr Vorgesetzter befürchtet Probleme zu bekommen, weil er eine Jüdin bei sich arbeiten lässt, muss Hedy bald eine neue Stelle finden, denn das Geld wird knapp und die Lebensmittel noch knapper. Von einer Bekannten erfährt sie, dass die deutschen Besatzer nach Übersetzerin suchen, die Englisch und Deutsch sprechen. Obwohl sie dies selber für eine schlechte Idee hält, aber keinen anderen Weg sieht, um Geld zu verdienen, bewirbt sich Hedy um die Stelle. Da es sonst keine passenden Kandidaten für diesen Posten gibt, bekommt sie den Job und arbeitet fortan unter den feindlichen deutschen Besatzern. Schnell findet sie einen Weg, still und heimlich den einen oder anderen Akt des stillen Widerstandes zu leisten und bringt sich dadurch nur noch mehr in Gefahr.
Als sie den deutschen Soldaten Kurt kennen und lieben lernt, scheint sich ihr Leben endlich in eine bessere Richtung zu bewegen. Doch der herrschende Krieg und der zunehmende Judenhass sorgen dafür, dass Hedy und Kurt um Kopf und Kragen fürchten müssen.

Diese Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und hat in mir entsprechend hohe Erwartungen geschürt. Immerhin sollte man davon ausgehen, dass die Autorin sich eine der unzähligen damaligen Schicksale für ihren Roman aussucht, die tatsächlich erzählenswert sind. Aber weit gefehlt.
Es passiert wenig bis gar nichts. Hedy macht im Prinzip jeden Tag so ziemlich das gleiche; oft genug sogar dasselbe.
Die damalige bedrückende und bedrohliche Stimmung kommt überhaupt nicht herüber und nichts, was passiert, weckt irgendwelche Emotionen beim Lesen.

Ich würde diese Geschichte als ähnlich eintönig bezeichnen, wie das Cover schon erwarten lässt.

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Veröffentlicht am 28.06.2022

Gut gemeint, schlecht gemacht

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Dieses Buch beruht auf einer wahren Begebenheit und die verursacht eigentlich Gänsehaut. Da kann man doch nicht viel verkehrt machen? Doch kann man.
Die Protagonisten sind allesamt so unsympathisch, dass ...

Dieses Buch beruht auf einer wahren Begebenheit und die verursacht eigentlich Gänsehaut. Da kann man doch nicht viel verkehrt machen? Doch kann man.
Die Protagonisten sind allesamt so unsympathisch, dass es einem schon völlig egal ist, was mit ihnen passiert. Speziell eine der Hauptprotagonistinnen - sie ist Jüdin, auf der Flucht vor den Nazis, man will sie doch auf jeden Fall mögen...
Leider ist sie vor allem eine arrogante Zimtzicke, die stutenbissiger kaum sein könnte.
Die Liebesgeschichte zwischen ihr und dem "guten" Nazi lässt sich als Leser kaum nachvollziehen, da sie auf Lust und sexuelle Handlungen reduziert wurde.
Es ist mir ein Rätsel wie man soviel Potential einer Geschichte so völlig vergeigen kann.
Ich kann das Buch einfach nicht empfehlen.

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