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CaliforniaDreaming

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2020

Liebesroman mit Tiefgang

Never Too Late
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Achtung: diese Rezension beinhaltet Spoiler.
Nach einem katastrophalen One Night Stand stehen sich Zoé und Jason plötzlich in der Wohnung ihrer besten Freunde gegenüber. Obwohl sich beide vehement dagegen ...

Achtung: diese Rezension beinhaltet Spoiler.
Nach einem katastrophalen One Night Stand stehen sich Zoé und Jason plötzlich in der Wohnung ihrer besten Freunde gegenüber. Obwohl sich beide vehement dagegen wehren, entwickeln sich Gefühle zwischen ihnen. Doch Zoé ist tief verletzt und will ihr Herz nicht noch einmal verlieren. Während sich die beiden gegen alle Vorsätze näherkommen, wird Zoé von jemandem aus ihrer Vergangenheit aufgesucht...
Das Cover gefällt mir – obwohl diese Farbcover nicht besonders mit Originalität punkten - sehr gut, besonders die Farbkombi, die super zu der Handlung des Buches passt.
Das Blau im Hintergrund steht für den Alltag der beiden. Die beiden leben so vor sich hin, haben ihre Probleme im Keller und verdrängen die Gedanken daran. So behalten sie ihre Hoffnung darauf, dass alles besser wird.
Zoé ist eine schlagfertige, kreative junge Frau, deren großer Traum es ist, eine eigene Modelinie zu entwerfen. Doch versteckt hinter ihren Mauern verbirgt sich eine Verletzung, mit der sie nach Jahren noch zu kämpfen hat. Sie ist eine sehr authentische, sympathische Protagonistin, von der man im Lauf des Buches, auch dank genial platzierter Flashbacks, immer mehr erfährt.
Jason ist ein positiver, lustiger und liebenswürdiger Charakter, der seine Kätzchen nach Star Wars- Charakteren benennt und einem sofort ans Herz wächst. Er bildet den perfekten Gegenpol zur manchmal kratzbürstigen Zoé. Ein sehr großer Pluspunkt am Roman ist, wie süß sich die beiden ergänzen. Doch auch Jason hat sein Päckchen zu tragen: er kämpft gegen die Erwartungen seiner Familie, die ganz und gar nicht dem entsprechen, was er sich vom Leben wünscht.
Die goldenen, gelben und weißen Sprenkel erinnern an eine Explosion. Ich finde, sie passen perfekt zu den intensiven Gefühlen, die sich zwischen den beiden aufbauen, und auch zu den überraschenden Enthüllungen von Geheimnissen. Immer wieder bekommt der Leser kleine Häppchen, Hinweise auf das große Ganze vorgelegt, was die Spannung auf die Enthüllung der Geheimnisse erhöht. Und man wird nicht enttäuscht: Die Autorin spielt mit den Emotionen des Lesers, der mit Zoé leidet. Mit großem Einfühlungsvermögen führt die Autorin den Leser an Zoés Krankheit heran und bringt dem Leser Bulimie auf eine intensive Art und Weise nahe. Das verleiht dem Buch einen besonderen Tiefgang und gibt dem Leser eine wichtige Message mit: „Bitte rede die Krankheit nicht klein, indem du glaubst, dass ich kotze, um nicht fett zu sein. Dahinter steckt mehr“ – Zoé. Morgane Moncomble bringt den Leser dazu, über dieses Thema nachzudenken, das sonst so oft gemieden wird.
Das Buch behandelt sehr wichtige Themen auf unterhaltsame und emotionale Weise - wobei mich hier eines gestört hat: am Ende des Romans geschehen plötzlich einige Katastrophen wie das Feuer, die den letzten Teil des Romans überladen. Die Probleme, die die Protagonisten aus ihrer Vergangenheit mit sich herumschleppen, wären bei weitem genug der Spannung. Statt einem neuen, unrealistischen Plot Twist hätte ich mir am Ende mehr Aufmerksamkeit für Zoés Familiensituation gewünscht. Was diese betrifft, baut die Autorin mehr und mehr Spannung auf, doch die finale Konfrontation handelt sie so schnell ab, sodass ich die ganze Zeit darauf wartete, dass ihr Bruder nochmal vorkommen würde – was dann nicht passierte.
Mein Fazit ist: Der Roman hat bezaubernde, authentische Charaktere, die man nur lieben kann. Trotz einiger Schwächen am Ende hat er eine sehr wichtige Message, die die Autorin beeindruckend gut rüberbringt. Ich kann die Geschichte um Zoé und Jason jedem New Adult-Liebhaber empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2020

Eine inspirierende Reise

Offene See
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Benjamin Myers' Roman "Offene See" handelt von Robert, einem sechzehnjährigen Jungen, der kurz nach dem zweiten Weltkrieg seine Heimat, ein beengendes, armes Bergarbeiterdorf, verlässt. Er begibt sich ...

Benjamin Myers' Roman "Offene See" handelt von Robert, einem sechzehnjährigen Jungen, der kurz nach dem zweiten Weltkrieg seine Heimat, ein beengendes, armes Bergarbeiterdorf, verlässt. Er begibt sich auf eine Reise - seine Ziele sind: Freiheit und das Meer. Nach Wochen von Arbeit und Wanderung trifft er auf Dulcie, eine Frau, die ihn in ihrem Cottage aufnimmt. Sie bringt ihm eine ganz neue, unkonventionelle Denkweise nahe und weckt seine Leidenschaft für die Poesie. Als Robert jedoch bei der Arbeit in einer verwahrlosten Hütte ein Manuskript mit Gedichten findet, dass Dulcie gewidmet ist und sie danach fragt, reagiert die sonst so offene Frau abweisend. Nur ganz langsam taut sie auf und weiht Robert in eine besondere Geschichte ein...

Das Cover gefiel mir aufgrund der schlichten, aber perfekt zur Geschichte passenden Farbgestaltung sofort. Diese fängt die entspannte, aber mysteriöse Stimmung des Romans auf wundersame Weise ein.

Diese Stimmung, die ich beim Lesen des Buchs empfunden hatte, zeigt sich auch im Spannungsaufbau. Das Buch braucht kein Hinfiebern auf ein fulminantes Finale und auch keinen plötzlichen, den Leser aus der Fassung bringenden Plot Twist. Nein, die Geschichte hält eine besondere Magie inne, die einen fesselt.

Sie entsteht durch die authentischen Charaktere, die tiefgründige Geschichte und den Schreibstil.

Man interessiert sich für die Geschichten der Charaktere, und wird durch den poetischen Schreibstil des Autors mit Robert in eine Welt gezaubert, in der ein sechzehnjähriger Junge in der Nachkriegszeit sich auf eine Reise begibt, die jeden von uns beschäftigt. Er lässt seine einengende Heimat hinter sich und entdeckt die Natur, das Leben und Freundschaften neu. Er findet seine Liebe zur Literatur, zur Freiheit und zu den kleinen Dingen. Und er entdeckt Fähigkeiten, Vorlieben, Stärken, die in ihm geschlummert haben, und wird klüger und reifer. Das, was wir heute so gerne Selbstfindung nennen und von dem wir so fasziniert sind.

Auch Dulcie ist einem auf Anhieb sympathisch. Ihre amüsante, unkonventionelle Art und ihre Weisheit macht sie zu einem Menschen, von dem man selbst gerne lernen würde. Sie weiß, wie man das Leben genießt, und hat dazu einen empathischen, tiefgründigen und offenen Charakter. Ebenso schnell, wie sie Robert in ihr Cottage aufnimmt, nimmt man sie als Leser in sein Herz auf. Als Robert auf das Manuskript stößt und herausfinden will, was in Dulcies Vergangenheit geschehen ist und seitdem auf Dulcies Seele lastet, wird der Leser genauso wie Robert in den Bann der Gedichte gezogen, die langsam offenbaren, was damals geschehen ist.

Der Autor hat eine beeindruckende Menschenkenntnis, die sich in den facettenreichen, aber doch ein stimmiges Bild ergebenden Persönlichkeiten der Figuren zeigt. Immer wieder offenbaren sich dem Leser neue Charakterzüge von Robert sowie von Dulcie, die ihn zuerst überraschen, aber dann doch perfekt passen, was die Charaktere so authentisch machen.

Vor dem Hintergrund der Nachkriegszeit zugleich ernst, durch Roberts schlichtes, ruhiges und achtsames Wesen entspannend und durch Dulcies Sarkasmus sogar amüsant - so vielfältig war der Schreibstil des Autoren. Die schlichte Poesie der Worte des Autoren macht die Geschichte erst so lebendig und erfrischend. Die viele Zeit, die Robert in der Natur verbringt, fühlt sich beim Lesen genauso entspannend an, wie wirklich draußen zu sein, und weckt Sehnsucht auf einen langen Spaziergang, wie sie auch Robert regelmäßig macht.

Generell fand ich das Buch nicht nur schön zu lesen und war begeistert von dem Tiefgang der Charaktere, ihrer Entwicklung und der Geschichte, es war auch sehr lehrreich.
Das Buch berichtet davon, wie zwei Menschen in der eigentlich grauen und trostlosen, von Hunger geprägten Nachkriegszeit ihr Leben genießen - durch das Wertschätzen der kleinen Dinge. Gutes Essen, Sonne, abendliche Bäder im Meer, die Vielfalt der Natur, frische Luft, Abende, die man mit seinen Liebsten verbringt, Arbeit im Freien, die Schönheit von Gefühlen und von Verzeihen, tiefgründige Gespräche, all das wird im Buch wichtig, und das ist auch heute noch besonders, wenn man es bewusst genießt.
Außerdem weckt das Buch mit seinen berührenden Gedichten Lust auf Poesie und stimmt den Leser nachdenklich.

Ich kann "Offene See" wärmstens empfehlen, am besten zu genießen auf Dulcie- Art: In der Sonne im Garten mit einem Honigbrot in der Hand (Dulcie ist nämlich Imkerin, aber was genau es damit auf sich hat, steht im Buch ;) )

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2020

Spannend und witzig - was will man mehr?

Kühn hat Ärger
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COVER
Das Cover hat erfrischende Faben und passt auf eine verdrehte Art und Weise zum Roman. Die im Wasser eines Pools gespiegelten Schemen zweier Personen regt (auch noch, nachdem man das Buch gelesen ...

COVER
Das Cover hat erfrischende Faben und passt auf eine verdrehte Art und Weise zum Roman. Die im Wasser eines Pools gespiegelten Schemen zweier Personen regt (auch noch, nachdem man das Buch gelesen hat) zum Nachdenken an, wer diese Personen sind, warum sie an einem Pool stehen und über was sie sich wohl unterhalten.

HANDLUNG
Der Roman "Kühn hat Ärger" von Jan Weiler erzählt von Marin Kühn, einem Münchner Polizisten, seinen Problemen und einem brutalen Mordfall, der Kühn in die Welt der Reichen und in dem Fall auf den ersten Blick Netten entführt:
An einer Tramhaltestelle wird die Leiche eines grausam zugerichteten Jugendlichen gefunden, der vor seinem Tod trotz seiner ärmlichen Herkunft plötzlich Kontakt zu einer reichen und angesehenen Müncher Familie hat, bei der für Kühn alles perfekt zu sein scheint.
Doch das macht nicht einmal die Haupthandlung aus: In Kühns Privatleben geht es nämlich ziemlich ab. Er hat den Verdacht, dass ihn seine Frau betrügt, der Arzt diagnostiziert eine Tumorerkrankung und er hat Stress mit seinen Kollegen und einem rechten Aktivisten. Das alles hält den Autor aber nicht davon ab, die ganze Sache irgendwie witzig zu gestalten.

CHARAKTERE
Martin Kühn, der Protagonist, ist sehr speziell, aber hat (durch Jan Weiler) einen für den Leser großartigen Humor und ist ein intelligenter Polizist, was sich vor allem in seiner Fähigkeit zeigt, erfolgreiche Verhöre durchzuführen. Er kann aber auch sehr stur, schlechtgelaunt und einzelgängerisch sein.
Thomas Steierer ist Kühns Kollege und hat des öfteren Meinungsverschiedenheiten mit diesem.
Susanne Kühn, die Frau des Protagonisten, scheint erst etwas unsympathisch zu sein, doch als man mehr über sie erfährt, kommt doch noch Sympathie auf, denn sie ist auch klug und tapfer. Sie und Kühn sind die Eltern von Niko und Alina, einem siebzehnjährigen Teenager und einem kleinen Mädchen.
Die Familie van Hauten besteht aus den Eltern Elfie und Claus, dem Sohn Florin und der jüngeren Tochter Julia. Die Familie ist sehr vermögend und in vielen Wohltätigkeitsprojekten engagiert. Bei ihnen scheint alles perfekt zu sein.
Amir Bilal ist das jugendliche Mordopfer. Seine Eltern sind aus der Türkei. Amir macht, nachdem er die Familie van Hauten durch seine große Liebe Julia kennenlernt, einen Persönlichkeitswandel durch: Vom streitsuchenden "Asi" zum sozialen und engagierten Jungen.

LOCATION
Die Geschichte spielt in München, wobei die Unterschiede zwischen den Wohnvierteln der Mittelschicht und der Reichen seht deutlich beschrieben werden.

LESEFEELING/-FAKTEN
Der Schreibstil des Autors ist einfach super! Die Handlung könnte einen echt deprimieren und das Buch hassen lassen, aber mit seinem einzigartigen Schreibstil und seinem unvergleichbaren Humor macht Jan Weiler das Buch zu einem echten Favoriten. Auch die Spannung fehlt nicht: Der Mordfall nimmt am Ende des Romans noch einmal eine überraschende Wendung und auch in anderen Dingen fiebert man mit Kühn mit. Der Autor bringt außerdem viele eigentlich unwichtige Fakten in die Geschichte (beispielsweise über Bonsai-Boden), was der ganzen Sache einen interessanten Flair verleiht.

MEIN FAZIT
Ein Muss! Und zwar für jeden, der für Bücher was übrig hat. Ich bin begeistert. Jan Weiler hat ein weiteres Mal gezeigt, was er so drauf hat. Das Buch behandelt ernste Themen mit einer perfekt dosierten Prise Humor, die Handlung ist spannend, der Protagonist sympathisch... Ich glaube, ich muss "Kühn hat zu tun", den Vorgänger, auch lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2020

Atemberaubend

Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle
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In "Beautiful Liars" verknüpfen sich die Erlebnisse fünf fast grundverschiedener Proagonisten zu einer einzigartigen, futuristischen und atemberaubenden Geschichten.

Der Roman spielt im New York des 22. ...

In "Beautiful Liars" verknüpfen sich die Erlebnisse fünf fast grundverschiedener Proagonisten zu einer einzigartigen, futuristischen und atemberaubenden Geschichten.

Der Roman spielt im New York des 22. Jahrhunderts - doch nicht irgendwo in New York, nein, im gigantischen Tower, der 2000 Stockwerke hoch und so breit ist wie ganze Stadtviertel. Die reichsten leben im Luxus der oberen Stockwerke, die ärmsten kämpfen in Etage 50 ums Überleben. Der Leser wird von den coolen SciFi-Entwicklungen beeindruckt und kann sich wunderbar in die Welt von Avery, Leda, Eris, Watt und Rylin einfinden.

Avery ist perfekt, ihre Eltern ließen sie aus der besten Genkombination ihrer DNA züchten. Doch Avery will gar nicht perfekt sein, sich will nur einen - und eine Beziehung mit ihm ist unmöglich.
Leda ist hinterfotzig und drogenabhängig. Sie ist unglaublich egoistisch und spielt ihrer (ehemals) besten Freundin Avery echt übel mit...
Eris, die selbstbewusste und Spaßbombe, wird unsanft aus ihrem sorgenlosen Leben gerissen, als ein unglaublicher Schwindel auffliegt.
Seit Rylins Mutter gestorben ist, muss sie sich und ihre Schwester mit dem wenigen Geld, das sie sich täglich hart erarbeitet, über die Runden bringen. Doch da erhält sie von einem reichen Highlier ein unglaubliches Angebot.
Watt ist ein kluger Hacker, der seine ebenfalls arme Familie mit illegalen Hackerjob über Wasser hält. Auch er bekommt ein ertragreiches Angebot, das ihn in die Welt der Highliers katapultiert.

So erlebt man bei Lesen mit, wie Intrigen gesponnen, Beziehungen begonnen oder beendet und Partys gefeiert werden. Auch ein großer Unterschied zwischen arm und reich wird gezeigt. Trotz Armut bei manchen Protagonisten handelt der YA-Roman doch ausschiließlich von deren Teenagerzeit und der ersten Liebe usw.
Aber auch ein Schock auf der Zielgeraden des Buches fehlt natürlich nicht, aber dazu verrate ich nichts ;)

Mir hat das Buch gut gefallen, es ist leicht zu lesen und nicht zu tiefgründig, was ich als sehr entspannend empfunden habe. Mich hat die Verharmlosung von Drogen etwas gestört und auch das Ende war irgendwie etwas zu knapp für die Spannung, die aufgebaut wurde und den Emotionenstrudel, in den man als Leser gerissen wurde. Man lernt einige Protagonisten lieben ein(ig)e hassen.
Ich vergebe 3,75 von 5 Sternen. Ich empfehle das Buch vor allem Teenagern, die eine Auszeit vom Alltag brauchen ;)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2020

Warum Single sein nicht schlimm ist

Beziehungsstatus: Ich mag Kekse
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Ein Leseerlebnis, das ich gerne mit euch teilen würde, ist das Buch "Beziehungsstatus: Ich mag Kekse" von Rebekka Gohla. Darin erzählt sie, wie es ihr damit geht, Single zu sein unter größtenteils verheirateten ...

Ein Leseerlebnis, das ich gerne mit euch teilen würde, ist das Buch "Beziehungsstatus: Ich mag Kekse" von Rebekka Gohla. Darin erzählt sie, wie es ihr damit geht, Single zu sein unter größtenteils verheirateten Freunden und Bekannten, und dass das absolut nichts schlimmes sein muss.

Das Cover - ist es nicht extrem schön? Es hebt sich total ab von den anderen Büchern in meinem Regal, eine Besonderheit. Die Farbkombi und die Symbole passen auch irgendwie perfekt zum Inhalt des Buches. Ein genauso cooles Layout zieht sich übrigens durch das ganze Buch, man muss es also nicht immer zuschlagen und den Lesefluss unterbrechen, um seinen Augen etwas Freude zu bereiten.

Zum Inhalt - Rebekka Gohla erzählt in fünf Abschitten davon, wie es ihr mit sich selbst, mit vergebenen und nicht vergebenen Freunden, auf Partys und anderen Events, auf der Partnersuche und in ihrer Gemeinde einer Freikirche geht. Auch wenn sie ernste Themen anspricht, bleibt sie doch locker und humorvoll. Auf den Seiten findet sich auch immer wieder Ideen und Anregungen, durch inspirierende Zitate unterstrichen, die sie - und auch den Leser- motivieren, wenn man dann doch mal eine depressive "Hilfe, ich bin noch Single, das ist doch schlimm!" - Phase durchlebt. Sehr ehrlich fasst die Autorin Momente in Worte, an denen sie ins Zweifeln kam, ob ein Singleleben nicht doch etwas ist, was man eher vermeiden sollte, und erklärt dann aber, wie sie mit ihren Zweifeln klarkommt und sie ausräumt. Dabei erwähnt sie Dinge, die auch ich vollstens nachvollziehen kann, über die ich dank der Lektüre des Buches aber viel positiver denke.
Anfangs war ich kritisch, ob das Buch nicht doch einfach nur Angst vor der ewigen Partnerlosigkeit schüren würde, aber ich wurde schnell vom Gegenteil überzeugt. Das Lesegefühl geht doch sehr in die Richtung "feel good, alles ist möglich, an allem kann man etwas gutes finden", was meine anfänglichr Skepsis als komplett grundlos entlarvt hat.
Rebekka Gohlas interessante und gut erläuterte Gedanken und Erfahrungen lassen das Buch dazu an keiner Stelle langweilig werden.

Also: ich lege Singles die Lektüre des Buches definitiv ans Herz. (Auch wenn ihr nicht christlich seid, denn es ist nur ein Kapitel ihrem Leben in ihrer Gemeinde gewidmet, das auch für nicht christliche Leser interessant zu lesen ist.) Ihr werdet nach der Lektüre ziemlich viele Gründe aufzählen können, weshalb ein Singleleben definitiv seine Vorteile hat.
Für Vergebene ist das Buch genauso lesenswert - mal wieder in die Perspekive eines Singles zu schlüpfen und dessen Sicht auf Pärchen zu erfahren, ist sicherlich einerseits amüsant und andererseits auch lehrreich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere