Cover-Bild Normale Menschen

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Luchterhand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 17.08.2020
  • ISBN: 9783630875422
Sally Rooney

Normale Menschen

Roman
Zoë Beck (Übersetzer)

Die Geschichte einer intensiven Liebe: Connell und Marianne wachsen in derselben Kleinstadt im Westen Irlands auf, aber das ist auch schon alles, was sie gemein haben. In der Schule ist Connell beliebt, der Star der Fußballmannschaft, Marianne die komische Außenseiterin. Doch als die beiden miteinander reden, geschieht etwas mit ihnen, das ihr Leben verändert. Und auch später, an der Universität in Dublin, werden sie, obwohl sie versuchen, einander fern zu bleiben, immer wieder magnetisch, unwiderstehlich voneinander angezogen. Eine Geschichte über Faszination und Freundschaft, über Sex und Macht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2020

nicht ganz so normale Menschen

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Der Schreibstil der Autorin hat mich wie bei ihrem vorherigen Buch überzeugt. Er ist irgendwie ganz anders ohne dabei an Leichtigkeit zu verlieren. Inhaltlich geht es im Buch um die Beziehung der beiden ...

Der Schreibstil der Autorin hat mich wie bei ihrem vorherigen Buch überzeugt. Er ist irgendwie ganz anders ohne dabei an Leichtigkeit zu verlieren. Inhaltlich geht es im Buch um die Beziehung der beiden Protagonisten, Connell und Marianne, aus deren Sicht alles geschrieben ist. Die Geschichte kommt ohne wirkliche Spannung auf, verfügt aber über eine sehr intensive und emotionale Ebene, die mich in ihren Bann gezogen hat. Ich hatte beim Lesen ziemlich oft Bauchschmerzen, allen voran bei Mariannes Teil. Ihre Gedanken und ihr Handeln empfand ich als sehr selbstzerstörerisch und, obwohl man als Leser eher die Rolle eines Voyeurs einnimmt, hatte ich immer wieder das Bedürfnis sie durchzurütteln und zum Psychiater zu schicken. Auch die Beziehung zwischen den beiden war für mich teilweise wirklich schwierig, wie so oft (auch im normalen Leben) scheitert es oft an Kommunikation und den daraus entstehenden Missverständnissen. Ich habe mich entsprechend mit der Bewertung sehr schwer getan, denn einerseits war ich überhaupt nicht glücklich mit dem Verlauf der Geschichte, andererseits ist sie wirklich gut aufgrund ihrer eigenen Intensität… Von mir gibt es 4/5 Sterne für Normale Menschen.

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Veröffentlicht am 21.10.2020

Connell und Marianne

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Meine Meinung und Inhalt

Nachdem mich Sally Rooney mit ihrem Buch "Gespräche mit Freunden" absolut mitreißen konnte, stand für mich fest, dass ich auch ihr neustes Werk "Normale Menschen" lesen muss.

Der ...

Meine Meinung und Inhalt

Nachdem mich Sally Rooney mit ihrem Buch "Gespräche mit Freunden" absolut mitreißen konnte, stand für mich fest, dass ich auch ihr neustes Werk "Normale Menschen" lesen muss.

Der Schreibstil ist unglaublich und unvergleich gut. Rooney schafft es wieder, mich mit der Story zu fesseln. Das Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen und erhält eine klare Leseempfehlung.

Man begleitet in diesem Buch Connell und Marianne über einen längeren Zeitraum. Sie wachsen in derselben Kleinstadt im Westen Irlands auf, aber das ist auch schon alles, was sie gemein haben.

In der Schule ist Connell beliebt, der Star der Fußballmannschaft, Marianne die komische Außenseiterin. Doch als die beiden miteinander reden, geschieht etwas mit ihnen, das ihr Leben verändert.

Und auch später, an der Universität in Dublin, werden sie, obwohl sie versuchen, einander fern zu bleiben, immer wieder magnetisch, unwiderstehlich voneinander angezogen.

Es ist sehr fasziniert als Leser zu beobachten, wie die Anziehungskraft immer wieder erneut angefaht wird.

Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normal People« wurde für den Man Booker Prize 2018 nominiert und gewann u.a. den Costa Novel Award, den An Post Irish Novel of the Year Award und den British Book Award (Novel of the Year und Book of the Year).


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Veröffentlicht am 17.10.2020

Ein durchschnittles Buch über typische Beziehungsprobleme von Millenials

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"Normale Menschen" war mal wieder ein Buch, auf das ich aufgrund des Hypes auf Goodreads aufmerksam geworden bin. Ich habe mich vorgängig nicht sehr intensiv mit dem Inhalt auseinandergesetzt und mich ...

"Normale Menschen" war mal wieder ein Buch, auf das ich aufgrund des Hypes auf Goodreads aufmerksam geworden bin. Ich habe mich vorgängig nicht sehr intensiv mit dem Inhalt auseinandergesetzt und mich einfach mal von Rooneys Werk überraschen lassen.

Was mir direkt zu Beginn aufgefallen und auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig war, war der Schreibstil der Autorin. Zum einen ist er sehr simpel und umgangssprachlich gehalten, was zwar zur Geschichte gepasst hat, mich aber relativ unbeeindruckt zurückgelassen hat. Zum anderen verzichtet Rooney auf Anführungszeichen bei direkter Rede, was ich anfangs beim Lesen als etwas anstrengend empfunden habe. Scheinbar trifft man dies neuerdings öfters bei europäischen Autor:innen an. Für mich war es allerdings das erste Buch dieser Art und mir hat sich der Sinn hinter dem Weglassen dieser Rechtschreib- bzw. Grammatikregel nicht ganz erschlossen - auf mich hat so gewirkt, als wollte die Autorin dadurch etwas zu gewollt "edgy" wirken. Der Schreibstil ist insgesamt gekennzeichnet durch kurze, einfache Sätze im Präsens, die sehr dialoglastig sind, wobei die direkte Rede immer mit der immergleichen Wortwahl "sagt sie" und "sagt er" beendet wird, was das Lesen manchmal ein bisschen eintönig gemacht hat.

"Ich weiss nicht, was mit mir nicht stimmt (...). Ich weiss nicht, warum ich nicht einfach wie ein normaler Mensch sein kann." (S. 217)

Die Story an sich fokussiert sich auf die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten Connell und Marianne, die wir Leser:innen während mehreren Jahren begleiten. Die Kapitel werden immer im Abstand von mehreren Monaten erzählt, wobei ich es sehr hilfreich fand, dass nicht nur jeweils das Datum genannt wurde, sondern auch in Klammern ergänzt wurde, wie viel Zeit seit den Ereignissen aus dem letzten Kapitel vergangen sind. Der Liebesplot beginnt in der Highschool Zeit der beiden Protagonisten und erstreckt sich bis ins Studentenleben, wobei sich der Plot fast ausschliesslich auf Szenen fokussiert, in denen Marianne und Connell aufeinander treffen. Die geschilderten Episoden enthalten viele erotische Szenen, wobei insbesondere Mariannes Sexualleben für zarte Gemüter stellenweise etwas verstörend sein könnte. Dadurch, dass sich die Geschichte fast ausschliesslich auf diese beiden Hauptcharaktere fokussiert, ist es mir aber sehr leicht gelungen, einen Zugang zu ihnen zu finden und insbesondere mit Mariannes mitzufühlen, die von einer toxischen Beziehung in die nächste stolpert - auch wenn sie dadurch auf mich manchmal ein bisschen sehr naiv gewirkt hat.

"Ich weiss nicht, warum ich andere Leute nicht dazu bringen kann, mich zu lieben. Ich glaube, mit mir hat schon etwas nicht gestimmt, als ich geboren wurde" (S. 218)

Die Liebesgeschichte an sich würde ich fast schon als Paradebeispiel für eine typische Beziehung unter Millenials bezeichnen - oder anders gesagt: Generation Beziehungsunfähig. Rooney (die, wie ich selbst auch, ebenfalls der Generation Y angehört) ist es gut gelungen, die Herausforderungen realitätsgetreu zu beschreiben, die aus der Unfähigkeit entstehen, sich fest binden zu wollen. Ich habe den Eindruck, dass es dieses Phänomen gerade unter uns Millenials sehr häufig gibt. Diese Bindungsunfähigkeit stört mich bereits in der Realität und hat mich hier, schwarz auf weiss, fast wahnsinnig gemacht - was aber natürlich nur dafür spricht, dass es der Autorin gelungen ist, das Beziehungsverhalten der beiden Protagonisten authentisch zu schildern. Trotzdem war es offensichtlich, dass sich vor allem Connell selbst im Weg steht, denn obwohl er Marianne nicht nur sexuell, sondern auch emotional begehrt, schafft er es nicht (aufgrund seiner Bindungsunfähigkeit?), dies ihr gegenüber auch zu zeigen oder zu äussern. Und dadurch haben die meisten Begegnungen der beiden im Buch einen eher enttäuschenden Ausgang, bei dem ich Connell liebend gerne einfach mal an den Schultern gepackt und geschüttelt hätte.

Fazit:
Insgesamt war das Buch durch seinen einfachen Schreibstil, und des nicht sehr komplexen Plots mit einer kleinen, überschaubaren Anzahl an Charakteren, sehr flüssig und kurzweilig zum Lesen, aber das war es dann auch. Ich hätte mir bei all dem Hype deutlich mehr erwartet, denn was ich hier zu lesen bekommen habe, war weder vom Schreibstil, noch von der Story her sehr überragend, sondern schlicht und ergreifend Durchschnitt. Es ist deshalb wahrscheinlich kein Buch, das mir länger in Erinnerung bleiben wir und von mir 3 Sterne bekommt.

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Veröffentlicht am 09.10.2020

Eine gar nicht typische Liebesgeschichte…

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Eine Stadt im westlichsten Zipfel Irlands.
Zwei Jugendliche aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten.
Er, Connell, Sohn einer alleinerziehenden Putzfrau, aus armen und einfachen Verhältnissen.
Sie, ...

Eine Stadt im westlichsten Zipfel Irlands.
Zwei Jugendliche aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten.
Er, Connell, Sohn einer alleinerziehenden Putzfrau, aus armen und einfachen Verhältnissen.
Sie, Marianne,Tochter einer Rechtsanwältin, aus einer wohlhabenden Akademikerfamilie.
Er, Connell, beliebt, Mädchenschwarm und Star der Fußballmannschaft.
Sie, Marianne, sonderbar, graue Maus und Außenseiterin.
Beide klug und begabt.
Beide vorbelastet und einigermaßen kompliziert.
Beide voneinander angezogen.

Es geht um Freundschaft, Faszination, Begehren, Leidenschaft, Sex, Liebe, Verbindlichkeit, Selbstzweifel, Ängste, Wunsch nach Anerkennung, Stolz, Abhängigkeit und Macht.

Das klingt abgedroschen und langweilig?
Oder mit Themen überfrachtet?
Ist es aber überhaupt nicht!

All dies sind nunmal die Themen, die zum Erwachsenwerden dazugehören und sie werden in der richtigen Dosierung und Tiefe eingebracht.

Die Autorin ist eine scharfsinnige Beobachterin und brillante Erzählerin mit eigenwilligem Schreibstil (keine wörtlichen Reden, bzw. selbige ohne Satzzeichen), Erzählstil (Zeitsprünge) und Erzählton (kühl und distanziert).

Sie schreibt schnörkellos und ehrlich und zeichnet ihre Figuren in all ihrer Komplexität und Unterschiedlichkeit, wodurch sie greifbar werden und authentisch wirken.

Wir bekommen Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt und erkennen dort Selbstzweifel, Ängste und Unsicherheiten.
Sally Rooney versteht es, uns Lesern die inneren Konflikte ihrer Protagonisten in ihrer ganzen Tragweite und Tiefe nahe zu bringen.

Wir erfahren so Einiges von den Familien der beiden Protagonisten, die in der gleichen Klasse sind und sich am Ende ihrer gemeinsamen Schulzeit anfreunden, diese Freundschaft aber auf Connells Wunsch hin lange geheim halten und wir begleiten sie ins Studium am Trinity College in Dublin, wo sich die Rollen aufgrund ihrer Herkunft verkehren:
Marianne ist nun „unter ihresgleichen“ und wird zum Star. Connell ist die unspektakuläre Landpomeranze, fühlt sich fremd und als Außenseiter.

Was die beiden verbindet, ist eine Art on-off-Beziehung mit Höhen und Tiefen.
Es geht nicht ohne und nicht mit.
Sie kreisen umeinander, sie verletzen sich, sie können nicht ohne einander.
Missverständnisse sind an der Tagesordnung.
Sie lieben sich, schaffen es aber nicht, dieser Liebe eine Verbindlichkeit vor sich selbst und vor Anderen zu geben.

„Normale Menschen“ ist ein großartiges und unterhaltsames Werk mit Sogwirkung.
Es geht in dieser intensiven Geschichte, die gleichermaßen nüchtern wie packend erzählt wird und immer wieder mit philosophischen Gedanken überrascht, um Identitätsfindung und Erwachsenwerden.

Die Autorin geht hier einer spannenden Frage nach:

Gibt es Voraussetzungen und Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit Liebe funktionieren und überleben kann?
Muss es Überlappungen und Gemeinsamkeiten geben?
Wie groß müssen diese Überlappungen und Gemeinsamkeiten sein?

Kann es zwischen dem Sohn einer Putzfrau und der Tochter von wohlhabenden Akademikern zu mehr als einer Affäre kommen?
Kann es zwischen einem beliebten Fußballstar und einem schüchternen Mauerblümchen zu mehr als einer Affäre kommen?

Der Roman ist alles andere als eine typische bzw. klassische Liebesgeschichte und hält Überraschungen bereit.
Manchmal kommt es einfach anders, als man denkt.

Klare Leseempfehlung - auch für Erwachsene


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Veröffentlicht am 30.09.2020

Mitreißende Story

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Connell und Marianne - zwei junge Menschen, die in derselben Stadt wohnen und in dieselbe Schule gehen. Ansonsten haben sie keine Gemeinsamkeiten. Er lebt alleine mit seiner jungen Mutter in bescheidenen ...

Connell und Marianne - zwei junge Menschen, die in derselben Stadt wohnen und in dieselbe Schule gehen. Ansonsten haben sie keine Gemeinsamkeiten. Er lebt alleine mit seiner jungen Mutter in bescheidenen Verhältnissen und ist der Star an der Schule. Sie kommt aus reichem Elternhaus, bewohnt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder eine große Villa und ist eine Einzelgängerin. Als Connell seine Mutter von der Arbeit abholt - sie ist Haushälterin bei Mariannes Familie - kommen die Jugendlichen ins Gespräch und ihrer beider Leben verändert sich.

Sally Rooney hat mit "Normale Menschen" einen fulminanten Roman geschrieben. Episodenhaft beschreibt sie das Leben und die On-Off-Beziehung von Connell und Marianne. Ist 'Beziehung' überhaupt der richtige Begriff? In welchem Verhältnis stehen die beiden zueinander? Was verbindet sie?
Es ist eine bewegende und berührende Geschichte über Freundschaft, Faszination, Begehren und Macht.
Die Lektüre hat mich ab der ersten Seite in ihren Bann gezogen. Sie liest sich leicht und schnell, ist aber keineswegs oberflächlich, sondern sehr ernst und tiefgründig.

Das Buch, das von Zöe Beck aus dem Englischen übersetzt wurde, ist im Luchterhand Verlag erschienen und hat 320 Seiten.

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