Meine Rezension zu "Ghost - Solange du mich brauchst"
Ghost - Solange du mich brauchstEigene Meinung
Worauf ich mich bei „Ghost – Solange du mich brauchst“ wirklich eingelassen habe, habe ich erst ganz am Ende verstanden.
Wie der Weg bis dorthin war?
Nehmt euch ein Getränk eurer Wahl – ...
Eigene Meinung
Worauf ich mich bei „Ghost – Solange du mich brauchst“ wirklich eingelassen habe, habe ich erst ganz am Ende verstanden.
Wie der Weg bis dorthin war?
Nehmt euch ein Getränk eurer Wahl – ich erzähle es euch …
Vorweg: Dieses Buch ist optisch einfach wahnsinnig ästhetisch gemacht. Ich mochte besonders die Kapitelverzierungen und die Auswahl der Schriftarten. Erzählt wird abwechselnd aus Kats und Ghosts Sicht, wobei Ghosts Kapitel etwas kürzer sind, da der Fokus eindeutig auf Kat liegt – es ist schließlich ihre Geschichte.
Ich habe das Buch zum Teil als Hörbuch gehört und fand auch die Sprecher*innen sehr passend. Insgesamt ließ sich der Schreibstil super flüssig verfolgen.
Die Kapitel sind kurz, aber intensiv. Als Leser begleitet man Kat durch die größte Scheiße, die einem Menschen widerfahren kann.
Man könnte jetzt sagen: „Typisch Dark Romance.“
Wäre da nicht dieser Plot-Twist, den ich wirklich gefeiert habe.
Ja, ich hatte meine Vermutungen, aber trotzdem hat mich die Auflösung komplett umgehauen. Sie hat mich gepackt und mir eine richtige Backpfeife verpasst.
Nur der Weg dorthin ließ mich ab und zu etwas stocken.
Kat hat es alles andere als leicht im Leben. Und noch weniger Menschen, denen sie wirklich vertrauen kann. Selbst wenn sie versucht, Vertrauen aufzubauen, schafft es jeder, sie an der Klippe, an der sie hängt, loszulassen. Der Aufprall ist jedes Mal hart und schmerzhaft – auch für mich als Leserin. Die Emotionen, die Lin Dox hier rüberbringt, fand ich sehr intensiv. Nachvollziehbar. Authentisch. Vielleicht gerade deshalb ein Stück weit erschreckender als in vielen anderen Büchern des Genres.
Ihr Freund ist gutaussehend und charmant, doch sobald sie allein sind, wird er zum Monster.
Ihre beste Freundin steht ihr zur Seite – aber nur so lange, wie es ihr selbst in den Kram passt.
Und ihre Mutter? Hat zwei Gesichter. Leider zeigt sich das drogensüchtige viel zu oft.
Für all diese Menschen versucht Kat, sich zu verbiegen, es allen recht zu machen – und geht dabei Stück für Stück selbst verloren.
Bis sie Ghost trifft.
Der Weg dorthin war für mich hart, weil ich mir so sehr gewünscht habe, dass Kat irgendwann mal Glück hat. Dass sie aufatmen, sich freuen kann.
Und als sie Ghost begegnet, wurde mir dieser Wunsch endlich erfüllt.
Ab da geht die Geschichte für mich erst richtig los. Das davor?
Mehr als verstörend und erschütternd.
Doch das danach fand ich noch viel interessanter und bedeutender. Kat entwickelt sich zu einem unglaublich starken Charakter!
Und ja, ich habe das Ende verstanden – und muss gestehen: Ich fand es richtig gut. Alles daran.
Es war eine Abwechslung. Irgendwie etwas ganz Neues, das ich in dieser Form selten gelesen habe.
Und diese Entwicklung, gemeinsam mit dem Ende, hat mich komplett begeistert.
Mein abschließendes Fazit
„Ghost – Solange du mich brauchst“ beginnt vielleicht wie andere Bücher aus dem Genre, endet für mich aber komplett anders – intensiver.
Der Anfang war für mich ein echtes Geduldsspiel. Ich fühlte mich so hilflos wie Kat, weil einfach keine Besserung in Sicht war – nur immer eine Stufe schlimmer.
Doch als sie auf Ghost trifft, wurde mir klar, dass diese Geschichte mich an einen ganz anderen Ort führen will.
Und dieser Twist? Hat mir unfassbar gut gefallen. Auch wenn ich schon einiges Negatives über das Ende gelesen habe – wie die Autorin selbst übrigens – bin ich vollkommen zufrieden.
Für mich hätte es kaum besser sein können.
Wenn man Dark Romance und Psychothriller mag, sollte man „Ghost – Solange du mich brauchst“ definitiv eine Chance geben.
Ich bereue es nicht – und würde jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen!