Profilbild von Carlosia_reads_books

Carlosia_reads_books

Lesejury Profi
offline

Carlosia_reads_books ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Carlosia_reads_books über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2019

Bekommt Laura endlich ihr eigenen Restaurant?

Das Erbe von La Florentina
0

Das Cover ist sehr auffällig. Man hat das Gefühl, als schaut man von einer Bergstraße im Sommer auf ein Dorf am Hang direkt am Meer. Es ist herrlich warm und man fühlt sich unter südlicher Sonne bei strahlendem ...

Das Cover ist sehr auffällig. Man hat das Gefühl, als schaut man von einer Bergstraße im Sommer auf ein Dorf am Hang direkt am Meer. Es ist herrlich warm und man fühlt sich unter südlicher Sonne bei strahlendem Himmel im Urlaub. Der Titel des Buches „Das Erbe von La Florentina“ sowie der Name der Autorin „Anne Colweg“ kommen sehr gut im Himmel zur Geltung. Ein Cover, an dem man nicht vorbeisehen kann. Es fällt einem sofort ins Auge, einfacher Hingucker.

Inhalt
Laura van Dyck, eine 28-jährige Köchin, die bei Sergio in seinem Restaurant Pescatore in der Küche arbeitet, bekommt per Telefon von ihrer Mutter die schreckliche Nachricht, dass ihre geliebte Tante Harriet gestorben ist. Nach Tante Harriets Beerdigung wird Laura gekündigt, da sie wiederholt zu spät zur Arbeit erscheint. Laura ist ziemlich am Ende und spricht darüber mit ihrer Freundin Fiona, die in einer Krankenhausgroßküche arbeitet. Mit ihr will Laura ein eigenes Restaurant eröffnen, dafür sparen beide, um ihren Lebenstraum zu erfüllen. Ein Brief aus Italien wird Laura persönlich zugestellt. Sie hat ganz unerwartet ein Weingut in Italien geerbt. Also kann sich ihr Lebenstraum sofort erfüllen, dafür muss sie nur schnell das Weingut verkaufen. Der Plan hat nur einen Haken, sie möchte dem Verwalter nicht die Lebensgrundlage beim Verkauf des Weingutes entziehen. Also sucht sie einen Käufer, der das Weingut samt Verwalter kauft. Sie nimmt die Hilfe eines Maklers in Anspruch, der mit Matteo, dem Verwalter, befreundet ist. Durch gezielte und notwendigen Verschönerungsmaßnahmen wird das Weingut für den Verkauf aufgewertet. Bei den Maßnahmen bekommt Laura Hilfe von Matteo und bekommt einen Einblick in den Weinanbau. So wird ihr auf eine Art und Weise die Schönheit des Weinguts und Restaurants im sonnigen Italien vor Augen geführt, dass ihr Lebenstraum zum Greifen nahe ist. Sie müsste nur ihre Freundin Fiona überzeugen, doch Laura ist stur. Bei einem Telefonat lädt sich Fiona selbst aufs Weingut nach Italien ein. Sie ist sofort von der einzigartigen Lage und Schönheit überzeugt. Per Zufall findet Laura ein altes Tagebuch und erfährt somit viel über ihre eigene Familiengeschichte, wieso sie das Weingut geerbt hat und wie ihre Familie in den Besitz eines Weingutes in Italien gekommen ist. Endlich kann sie dort zu sich selbst finden und ihre komplizierte Familiengeschichte aufklären und verstehen. So kann sie endlich auch auf ihr Herz hören und Matteo, ihrer großen Liebe, eine Chance geben.

Der Schreibstil ist fantastisch, fesseln aber spannend bis zum Schluss. Die Charaktere und ihre Eigenarten sind sehr gut beschrieben. Die schwierige Situation ist sehr bildlich dargestellt, so konnte ich in die Geschichte eintauchen und der Handlung folgen als gehörte ich irgendwie mit dazu. Selbst die Beschreibung der wunderschönen Landschaft, des Weingutes und des Verwalters Matteo mit seiner Großmutter sind großartig. Besonders gut hat mir der Makler gefallen. Eine tolle Idee sind die Rezepte am Ende des Buches, so hat der Leser auch noch einen persönlichen kulinarischen Eindruck, welche tollen Gerichten Laura ihren zukünftigen Gästen serviert wird.

Ich habe in diesem wunderbaren Buch viel über Süditalien, die Landschaft, die Menschen und die italienischen Lebensart sowie Gastfreundschaft erfahren. Die Orte wie auch die Landschaft mit den Weinbergen und Blick übers Meer sind so wunderbar beschrieben, man bekommt richtig Lust dort seinen Urlaub zu verbringen oder für immer dort zu leben zumindest aber mal das Restaurant von Laura zu besuchen.

Veröffentlicht am 14.08.2019

Wer ist Hannah Wozniak?

Im Wald der Wölfe
0

Das Cover vermittelt eine bedrohliche Stimmung, die sehr gut durch den Weg in den dunklen Wald ausgedrückt wird. Der Titel des Buches „Im Wald der Wölfe“ kommt in gelber Schrift gut zur Geltung und nimmt ...

Das Cover vermittelt eine bedrohliche Stimmung, die sehr gut durch den Weg in den dunklen Wald ausgedrückt wird. Der Titel des Buches „Im Wald der Wölfe“ kommt in gelber Schrift gut zur Geltung und nimmt mit dem Namen des Autors „Linus Geschke“, der in weißen Lettern darüber steht, fast die oberen Zweitdrittel des Covers ein. Im unteren Bereich, der sehr harmonisch und einladend wirkt, ist ein Weg abgebildet, der in den dunklen Wald führt. Ein Cover, das Fragen aufwirft.

Prolog:
Als junges Mädchen war sie schon in diesem Wald unterwegs und glaubte alles genau zu kennen, doch bei Dunkelheit veränderte sich der Wald, das wusste sie auch. Es machte ihr keine Angst. Auch nicht, dass vor drei Jahren hier ein Mann getötet wurde und ihm ein Brandzeichen auf die Stirn gebrannt worden war. Ein etwa viereinhalb Zentimeter kreisrundes Symbol, das einen Wolf mit gefletschten Zähnen und angelegten Ohren zeigte, darunter die römische Ziffer XIII. Den älteren Ortsbewohnern war dieses Zeichen nicht fremd, da es vor vielen Jahren schon bei anderen Toten zu sehen war, weshalb sie auch den „Wald der Wölfe“ mieden. Mittlerweile ist aus dem Mädchen eine junge Frau geworden, die diese Morde aufklären will, weshalb sie in dieser Nacht im Wald war. Sie konnte drei Leute belauschen, zwei von ihnen erkannte sie an der Stimme, der dritte war ihr fremd. Um den dritten besser zu sehen, musste sie näher an die Männer heran, doch dann krachte ein Ast. Jetzt blieb ihr nur eins, sie musste um ihr Leben rennen …

Inhalt:
Jan Römer, der beim Kölner Nachrichtenmagazin „Die Reporter“ arbeitet, macht in Frauenwald, im Thüringer Wald, Urlaub. Er muss sich von allen Strapazen der letzten Monate erholen. Nach der Scheidung ist seine Ex-Frau mit dem gemeinsamen Sohn Lukas nach Bayern gezogen. So kann er schon im Mai seinen Urlaub in vollen Zügen genießen. Er bewohnt eine Blockhütte, die einsam Mitten in einem weitläufigen Waldgebiet liegt. Dort verbringt er seine Zeit vorwiegend mit Lesen. Eines Abends, um Mitternacht, hämmert es an der Tür. Als er die Tür öffnet, fällt ihm eine blutüberströmte Frau, Hannah Wozniak, in die Arme, die Jan von den Morden im Frauenwald, dem Wald der Wölfe, erzählt. Der letzte ungelöste Mord an Werner Lehmann im Wald der Wölfe liegt erst ein paar Jahre zurück und der Täter läuft immer noch ungestraft herum. Jan bekommt sogar noch alle Einzelheiten und eine Kontakt-Adresse zur Recherche. Am nächsten Morgen ruft Jan seine Kollegin Mütze, eigentlich Stefanie Schneider, an. Sie muss ihm bei der Recherche helfen, weil sie darin die beste ist. Sie soll Hannah Wozniak ausfindig machen und bei der Mordsache „Wald der Wölfe“ mit ersten Recherchen beginnen. Für Jan hängen beide Fälle zusammen: das Verschwinden von Hannah und die Mordsache „Wald der Wölfe“. Natürlich kommen Mütze und Arslan, mit seiner neuen Freundin Lena, Jan in Frauenwald zur Hilfe. Die Jagd nach dem Täter wird für Jan und seine Freunde sehr gefährlich und endet in einer sehr blutigen Schießerei.

Der Schreibstil ist sehr einfühlsam, flüssig und spannend bis zum Ende. Die Charaktere und ihre Eigenarten sind sehr gut beschrieben. Sie sind sehr sympathisch, ehrgeizig und wollen eine gut recherchierte Story bringen, die auf Fakten beruht. Es wird sich sehr intensiv mit dem Fall auseinandersetzt, um ihn zu klären. Uns Lesern wird auf verständliche, liebenswürdige und einfühlsame Weise die verschiedenen Verhaltensweisen vor Augen geführt. Ziemlich spät erkennt man den Täter, da man seine Beweggründe sind nicht eindeutig erkennen kann. Bis zum Schluss des Falls ist man im unklaren warum Werner Lehmann sterben musste. Fast alle Fragen des Krimis wurden beantwortet.
Nur eine Frage „Werden Jan und Mütze ein Paar?“ bleibt offen.

Die Landschaft und Handlungsorte wurden sehr anschaulich und bildlich dargestellt. So konnte ich in den Krimi eintauchen und der Handlung folgen, als gehörte ich zum Recherche-Team. In diesem wunderbaren Krimi habe ich viel über die Landschaft erfahren. Die persönliche und berufliche Freundschaft zwischen Jan und Mütze lassen auf weitere tolle Krimis hoffen. Es ist ein sehr spannender, mitreißender und packender Krimi über das Thema Mord aus Leidenschaft bis zum Ende.

Veröffentlicht am 21.07.2019

Was ist, wenn deine Eltern nicht deine Eltern sind?

Der Geist von Cavinello d'Alba
0

Cover
Das Cover ist mal was ganz anderes als sonst üblich. Es gefällt mir sehr gut, es ist sehr auffällig und mysteriös gestaltet. Im Hintergrund des Covers ist ein Gesicht eines Menschen zu sehen, dass ...

Cover
Das Cover ist mal was ganz anderes als sonst üblich. Es gefällt mir sehr gut, es ist sehr auffällig und mysteriös gestaltet. Im Hintergrund des Covers ist ein Gesicht eines Menschen zu sehen, dass von wild verwehten Haaren unkenntlich gemacht ist. Doch das Haar schimmert in der Sonne. Genau an dieser Stelle ist der Name der Autorin „Caroline Sesta“, leider nicht sehr gut lesbar, zu finden. Direkt darunter können wir den Titel des Buches „Der Geist von Cavinello d’Alba“ lesen, der in Versalien, genauer gesagt in Kapitälchen, gesetzt wurde. Durch dieses Schimmern im Haar kommt der Titel sehr gut zur Geltung und wirkt irgendwie geisterhaft. Ein sehr gelungenes Cover, bei dem man magisch angezogen fühlt. Das Cover lädt einen zum Nachforschen ein, man möchte wissen, was es mit dem Gesicht auf sich hat.

Inhalt
Zu Beginn des Buches wird erst der Begriff Castello erklärt und wo sein Ursprung zu finden ist, dann stellt die Autorin kurz alle Hauptpersonen vor. Danach lernen wir Baldassare kennen, der von seinem Vater in eine Ehe gezwungen wurde, die er nicht wollte.
Das Buch ist in zwei Teilen geschrieben worden. Im ersten Teil lernen wir Cornelia Kühne, eine 25-jährige Konditorin kennen, die noch bei ihren Eltern in Essen wohnt. Sie hat einen Freund, der sie heiraten möchte. Einen Chef, Konditormeister Mattek sen., von „Mattek’s Feinbäckerei“, der ihr als väterlicher Freund zur Seite steht und ihr Ratschläge fürs Leben gibt. Eines Abends bekommt Cornelia ihre Abstammungsurkunde, einen Auszug aus dem italienischen Geburtenregister. Ihr Name ist nicht Cornelia, sondern Donatella, wie es ihr leiblicher Vater gewollt hat. Sie wurde auch nicht in Essen, sondern in Cavinello d’Alba geboren. Das einzige, was der Realität entspricht, ist ihr Geburtsdatum. Ihre vermeintlichen Eltern sind nur Langzeitpflege-Eltern, die von den deutschen Behörden als Eltern in die Geburtsurkunde eingetragen wurden. Ihr leiblicher Vater ist seit acht Jahren tot und hat sie im Testament bedacht. Laut italienischen Recht würde bei minderjährigen Erben sowieso ein Verwalter bestellt und so hätte sie zehn Jahre Zeit, über das Erbe zu entscheiden. Aber wie soll sie sich entscheiden? Wird sich was an dem Verhältnis zu ihren „Langzeitpflege-Eltern“ ändern?
An dieser Stelle beginnt der zweite Teil des Buches. Cornelia fährt nach Piemot, sie ändert ihr bisheriges Leben komplett. Ab sofort ist ihr Name Donatella. Sie nimmt das Erbe an, wohnt auf dem Castello. Dort lernt Donatella den Geist Baldassare di Sodevalle kennen und lieben, der ihr beim Renovieren des Castellos hilf. Da die Renovierungsarbeiten Unmengen von Geld verschlingen, die Donatella nicht zur Verfügung stehen, lässt sich Baldassare immer wieder neue Einnahmequelle einfallen. So macht er im Castello wunderschöne Aufnahmen von einem tanzenden Paar in Kostümen aus seiner Zeit, die für Werbezwecke genutzt werden und viel Geld einbringen. Da so ein monumentales altes Bauwerk und weitere erhaltenswerte Bauwerke sehr viel mehr Geld verschlingen, für die sich Donatella einsetzt, muss sie weitere Geldgeber finden und ist kaum noch bei Baldassare im Castello in Piemont. Auch, damit er immer mit seiner Liebsten Donatella zusammen ist, hat Baldassare einen Plan, den er in die Tat umsetzt. Ab diesem Zeitpunkt sind sie für immer zusammen.

Schreibstil
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist in zwei Teile gespalten worden. Zuerst wird der Teil von Cornelias Leben in Essen beschrieben. Dann ändert sich alles und der zweite Teil ihres Lebens als Donatella in Piemont beginnt. Der Text ist sehr spannend, fesselnd, romantisch und vor allem sehr emotional geschrieben. Es kommt zur großen Liebe zwischen Donatella und Baldassare. Als Leser wird man irgendwie mit in die Situation eingebunden, erlebt alles hautnah und sehr emotional mit. Die Charaktere im Buch sind so lebhaft und gut beschrieben, dass ich ein Bild von Donatella und Baldassare vor Augen hatte. Dieses Märchen ist wunderschön geschrieben und spielt in der Gegenwart im Nordwesten von Italien. Es werden die Probleme angesprochen, die Donatella hat, um ihr Castello Cavinello d’Alba vor dem Verfall zu bewahren, das Unmengen von Geld kosten. Aber mit Hilfe ihres Liebsten Baldassare finden sie eine Lösung für das Castello und ihre Liebe. Fazit
Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, die ich in dieser Form noch nicht gelesen habe, doch mit einem Happy End, auf das ich nicht gefasst war. Donatella und Baldassare haben für sich einen Weg gefunden, um den Rest ihres Lebens zusammen zu sein.

Veröffentlicht am 29.06.2019

Hat ihre Liebe eine Zukunft?

Zwei in Solo
0

Das Cover ist sehr auffällig. Aus einem offenen Käfig sind zwei Vögel ins Abendrot entwichen und genießen ihre Freiheit. Der Titel des Buches "Zwei in Solo" sowie der Name der Autorin "Elja Janus" kommen ...

Das Cover ist sehr auffällig. Aus einem offenen Käfig sind zwei Vögel ins Abendrot entwichen und genießen ihre Freiheit. Der Titel des Buches "Zwei in Solo" sowie der Name der Autorin "Elja Janus" kommen sehr gut in der oberen Hälfte des Covers, auf dem in Rot gehaltenen Untergrund, zur Geltung. Das Cover fällt einem sofort ins Auge, es ist schlicht und doch zieht es einen magisch an, einfacher ein Hingucker, der einen zum Lesen einlädt.

Am Anfang des Romans lernen wir Sophie, Lehrerin, 31 Jahre, kennen, die mit ihrer Freundin Isabelle einen schönen Abend verbracht hat. Leider verpasst Sophie den Bus und muss zu Fuß nach Hause laufen. Auf ihrem Heimweg wird sie überfallen, doch ein junger Mann rettet sie. Sie glaubt den gut aussehenden Mann zu kennen, doch bei dem Regenwetter im März ist es schwer festzustellen. Beide stellen sich kurz unter, dann kommt die Erinnerung. Er war ihr Schüler, als sie vor fünf Jahren an der Schule begann. Miloslaw Nowak, der müsste jetzt so 22 Jahre alt sein. Ganz in ihren Gedanken vertieft, reißt Milo sie unerwartet in die Gegenwart zurück, soll ich sie Frau Seidel nennen. Damals, in der Schule, war ich in dich verknallt, gesteht er und gibt ihr einen Kuss mit der Bemerkung "Du küsst besser als in meiner Fantasie." Danach begleitet Milo Sophie nach Hause, kommt noch auf einen Sprung mit ihr in die Wohnung und sie verbringen eine tolle Nacht. Selbst der Morgen danach ist für beide eine neue Erfahrung. Beide treffen sich wie selbstverständlich in Sophies Wohnung und haben eine feste Beziehung. Milo lernt Sophies Welt der Bücher kennen und lieben. Sophie hingegen muss sich der Welt von Milo stellen, in der Schimpfworte und Prügeleien an der Tagesordnung sind. Langsam wird aus Sophie und Milo ganz einfach Solo. Doch dann stürzt ihre kleine Welt wie ein Kartenhaus ein. Milo verlässt Sophie. Wieso hat er es gemacht? Wird er wiederkommen?

Schreibstil
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Text ist sehr spannend, fesselnd, romantisch und vor allem sehr emotional geschrieben. Es handelt von der großen Liebe und der Angst, plötzlich alles zu verlieren, da die Menschen in ihrem Umfeld es nicht verstehen. Milo hält bis zum Schluss an seinem Standpunkt fest, Sophie zu beschützen, damit sie nicht wieder verletzt wird. Als Leser wird man irgendwie mit in die Situation eingebunden, erlebt alles hautnah und sehr emotional mit. Die Charaktere im Buch sind so lebhaft und gut beschrieben, dass ich ein Bild von Sophie und Milo vor Augen hatte. Ich habe in dieser wunderbaren Liebesgeschichte viel über Ängste erfahren, die einem vom Elternhaus anerzogen wurden, die einen ein ganzes Leben prägen. Beide haben sich ihren Ängsten gestellt, konnten sie gemeinsam überwinden und dann ein neues Leben beginnen.

Fazit
Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, die ich in dieser Form noch nicht gelesen habe. Die wechselnde Erzählweise mal aus Sophies und dann aus Milos Sicht machen die ganze Geschichte sehr gefühlsbetont. So konnte ich mit beiden Freude und Schmerz empfinden und einem fast tragischen Happy End entgegenfiebern, auf das ich nicht gefasst war.

Veröffentlicht am 29.06.2019

Unsterblichkeit der Seele

Ich umarme den Tod mit meinem Leben
0

Cover
Das Cover vermittelt eine heitere Stimmung, die sehr gut durch die heitere Ausstrahlung von Marianne Sägebrecht, die auch die Autorin des Buches ist, vermittelt wird. Der Titel des Buches „Ich umarme ...

Cover
Das Cover vermittelt eine heitere Stimmung, die sehr gut durch die heitere Ausstrahlung von Marianne Sägebrecht, die auch die Autorin des Buches ist, vermittelt wird. Der Titel des Buches „Ich umarme den Tod mit meinem Leben“ steht Magenta im unteren Drittel des Covers und kommt auf dem schwarzen Untergrund sehr gut zur Geltung. Ein Cover, das einem besonders ins Auge fällt. Es zieht einen einfach magisch an.

Inhalt
Marianne Sägebrecht wurde am 27. August 1945 am Starnberger See in der kleinen Wohnung einer Hebamme auf die Welt geholt. Schon in frühester Kindheit hat sie den Tod als natürlichen Begleiter kennengelernt. Ihren Vater hat sie nur durch Erzählungen kennengelernt, da er nicht mehr aus dem Krieg zurückgekehrte. In der Schulzeit hat sie, mit dem Herrn Kaplan, begonnen Menschen in ihren letzten Stunden zu begleiten. Aus ihrem festen an Gott und der Unsterblichkeit der Seele hat sie sich mit dem Leben und Sterben auseinandergesetzt. Für Marianne ist es wichtig, da sie ja eine alte Seele ist, allen Menschen einen friedlichen, angst- und sorgenfreien Übergang zu verschaffen. Seit vielen Jahren engagiert sie sich in der Hospizbewegung und begeistert ihr dortiges Publikum mit einfühlsamen Lesungen aus ihrem Programm „Sterbelieder fürs Leben“.
Auf ihre herzliche Art beschreibt sie einige Personen, die sie begleitet, mit ihrer Familie wieder versöhnt und sogar eine letzte Ruhestätte an einem besonderen Ort besorgt hat. So setzt sie sich täglich, warmherzig und offen, mit ihrem unerschütterlichen Glauben an Gott, an die Unsterblichkeit der Seele, an das Gute im Menschen und mit der großen Kraft der Liebe ein, die im Tod nicht endet. Denn es ist nur eine kurze Zeitspanne zwischen Geburt und Tod, aber die Seele bekommt das „Ewige Leben“ und der unsterbliche Geist eines Menschen kann nicht ausgelöscht werden und begleitet einen immer …

Schreibstil
Der Schreibstil ist sehr eigenwillig, man wird als Leser persönlich angesprochen, darf sie sogar privat begleiten, erhält von ihr das Rezept der „Überlebens-Hühnersuppe“. Dann erzählt sie auf ihre so liebevolle Art von den Kräuterbädern, die die Stimmung aufhellen und die bösen Gedanken verschwinden lassen. Diese Rezepte verrät sie leider nicht. Für sie gehört der Tod zum Leben. Sie nimmt den Tod an und freut sich, Menschen in der schwierigen Zeit begleiten zu dürfen und erhält von ihnen als Dank ein ganz besonderes Lächeln auf dem Gesicht beim Hinübergehen.

Ich finde der Spruch, der bei uns in der Wohnung hängt, passt wirklich gut zu Marianne Sägebrecht:

Mehr Liebe im Leben!
Dem Toten weiht man frische Kränze,
warum ihm dann im Leben nicht?
Warum so sparsam mit der Liebe
und warten, bis das Herz zerbricht?
Im Grabe sieht man keine Blumen,
im Grabe fühlt man keinen Schmerz;
wenn lebend man mehr Liebe übte,
würd‘ länger schlagen manches Herz.

Sie setzt den Text in die Tat um, wenn man zwischen den Zeilen liest. Sie schätzt die Menschen zu ihren Lebzeiten, tut ihnen Gutes und ist für sie da. Denn nach dem Tod bringt auch alles jammern nichts, dann ist eindeutig alles zu spät.

Der Text liest sich auf den ersten Blick sehr traurig. Aber man sollte auch zwischen den Zeilen lesen.
Die Menschen die man liebt (Partner, Familie & Freunde) oder die einem wichtig sind, sollte man zu deren Lebzeiten schätzen, für sie da sein …
Wenn sie nicht mehr da sind, ist alles jammern „ach hätte ich dies oder jenes gesagt oder getan“ eindeutig zu spät!.