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Veröffentlicht am 27.08.2018

Ein gelungener Abschluss!

Der Glanz der Dunkelheit
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Die Geschichte des letzten Bands:
Die Prinzessin Lia reitet einer ungewissen Zukunft in ihrem Heimatland Morrighan entgegen. Dort wurde sie als Verräterin ausgerufen und man hat den Befehl erlassen, sie ...

Die Geschichte des letzten Bands:


Die Prinzessin Lia reitet einer ungewissen Zukunft in ihrem Heimatland Morrighan entgegen. Dort wurde sie als Verräterin ausgerufen und man hat den Befehl erlassen, sie hinzurichten. Dabei ist nicht sie die Verräterin, sondern im königlichen Rat ihres Vaters sitzen die wahren Verräter, die mit dem Komizar von Venda zusammenarbeiten. Diese Verräter möchte Lia entlarven und gleichzeitig muss sie das Königreich vor der bevorstehenden Bedrohung durch die vendische Armee warnen. Schweren Herzens musste sie Lia Rafe für ihre Reise nach Morrighan verlassen. Denn er muss sich als König von Dalbreck um sein eigenes Königreich kümmern. Stattdessen reitet sie nun mit Kaden, der, ebenso wie sie, eine enge Verbindung zu beiden Königreichen, Morrighan und Venda, hat.
Wird Lia den Frieden bringen können? Und muss sie dabei auf ihre große Liebe verzichten?

Meine Meinung:


Der vierte Teil ist ein gelungener Abschluss der Tetralogie! Ich bin begeistert, wie die Autorin immer wieder einzelne Elemente aus den vorangegangenen Teilen aufnimmt und mit in die Geschichte einbindet. So ergibt sich ein wirklich komplexes Werk mit tollen Entwicklungen.
Schade ist, dass es dann im vierte Band einen kleinen Logikfehler gibt. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, weil es euch sonst spoilern würde, aber jemand hat eine Verletzung und später ist von dieser Verletzung überhaupt nicht mehr die Rede, obwohl sie doch als einschränkend dargestellt wurde.
Aber die restliche Story ist sehr schlüssig, nur das Ende kam mir etwas zu abrupt. Es gibt lange Vorbereitungen auf die Schlacht gegen Venda. Doch als es dann endlich so weit ist, wird alles ziemlich schnell abgehandelt und auch die letztendliche Bezwingung des größten Feinds, dem Komizar, war nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich habe mir etwas Spektakuläreres gewünscht.
Trotz allem bin ich von dem Abschlussband begeistert. Es hat mir viel Spaß gemacht, die Tetralogie zu lesen und obwohl sie mich nicht an allen Stellen überzeugen konnte, bin ich mit der Geschichte und den Charakteren sehr zufrieden.

Veröffentlicht am 27.08.2018

Leider nur ein Lückenfüller

Die Gabe der Auserwählten
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„Wenn es jemals drei Menschen gegeben hatte, die besser nicht zusammen hätten reiten sollen, dann waren wir das – der Kronprinz von Dalbreck, der Attentäter von Venda und die Prinzessin von Morrighan. ...

„Wenn es jemals drei Menschen gegeben hatte, die besser nicht zusammen hätten reiten sollen, dann waren wir das – der Kronprinz von Dalbreck, der Attentäter von Venda und die Prinzessin von Morrighan. Kinder dreier Königreiche und alle drei nur darauf aus, die beiden anderen zu unterwerfen.“

Die Geschichte des dritten Bands:


Nach ihrer riskanten Flucht mit Rafe und dessen Kameraden aus Venda, geht es Lia ich gut. Sie wurde schwer verletzt und war so gut wie tot. Ihr ganzer Überlebenswille klammert sich an die Hoffnung, dass sie den Komizar töten konnte. Doch diese Hoffnung macht Kaden schnell wieder zunichte, als er sich ihrem kleinen Trupp anschließt, um Lia vor anderen Vendanern, die der Komizar ausgeschickt hat, zu beschützten. Für Lia gibt es deswegen nur ein Ziel: Sie muss Morrighan vor einem bevorstehenden vendischen Angriff warnen. Als sie in Venda war, hat Lia gesehen, welche Armee der Komizar auf die Beine gestellt hat und wie viel Macht er anstrebt. Er will über alle drei Königreiche herrschen. Die Prinzessin will sofort zurück nach Morrighan, doch Rafe, der Prinz, ist so froh, endlich mit ihr zusammen sein zu können und will mit ihr ins sicherer Dalbreck heimkehren. Obwohl sich Lia nach nichts mehr sehnt als nach Sicherheit und Zeit zu zweit mit Rafe, weiß sie, dass die Rettung Morrighans ihre Pflicht ist. Wird sie ihr Herz und ihre Pflichterfüllung in Einklang bringen können?

Meine Meinung:


Der dritte Teil ist leider der schlechteste Teil der Reihe. Ich hatte das Gefühl, er dient nur als Lückenfüller. Man hätte die Geschichte auch etwas gekürzt auf den zweiten und vierten Teil aufteilen und diesen Band weglassen können. Im Original gibt es wohl auch nur drei Teile und ich bin mir sicher, dass es auch der deutschen Ausgabe gutgetan hätte, wenn es nur drei Bände gegeben hätte. So bleibt für den dritten Teil ein extrem schlechter Eindruck zurück.
Das Problem ist: Es passiert nicht wirklich viel und wenn, dann nichts wirklich Spannendes. Es gibt ein ewiges Hin und Her und einige Streitereien zwischen Lia und Rafe, die man auch durchaus kürzer hätte abhandeln können. Und in diesem Teil ist überhaupt keine Charakterentwicklung zu sehen. Das, was mir im zweiten Band so gut gefallen hat, fehlt im dritten leider völlig.
Aber trotz allem bewirkt der gute Schreibstil, der mir schon in den ersten beiden Bänden positiv aufgefallen ist, dass man immer weiterlesen will. Und natürlich will ich wissen, wie die Geschichte um die drei Königreiche letztendlich ausgeht.

Veröffentlicht am 27.08.2018

Nichts im Vergleich zum ersten Teil!

Das Herz des Verräters
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Die Geschichte des zweiten Bands:
Die morrighesische Prinzessin Lia wurde von dem Attentäter Kaden ins feindliche Reich Venda verschleppt. Dort ist sie nun die Gefangene des Komizars und wird zu seiner ...

Die Geschichte des zweiten Bands:


Die morrighesische Prinzessin Lia wurde von dem Attentäter Kaden ins feindliche Reich Venda verschleppt. Dort ist sie nun die Gefangene des Komizars und wird zu seiner Spielfigur im Spiel um Macht. Doch das will Lia sich nicht lange gefallen lassen und so schmiedet sie gemeinsam mit dem Prinzen von Dalbreck, der ihr nach Venda gefolgt ist, um sie zu retten, Pläne für ihre Flucht. Doch neben diesen Bedrohungen hat Lia noch ganz andere Probleme. Ihre Gabe tritt immer wieder unerwartet du heftiger als je zuvor zu Tage und sie hat mit ihren Gefühlen zu kämpfen. Rafe, der Prinz, hat sie belogen, als er sich bei ihrem Kennenlernen als Landarbeiter ausgegeben hat. Doch sie hat sich in ihn verliebt und jetzt ist er hier um sie zu retten. Und Kaden hat sie trotz seines Auftrags nicht umgebracht, aber sie trotzdem den Feind ausgeliefert und das nur weil er sie liebt. Seine Loyalität gilt jedoch immer noch nur dem Komizar. Wem kann Lia wirklich trauen und wem gehört ihr Herz?

Meine Meinung:


Nachdem ich von dem genialen Plot im ersten Band so begeistert war, hatte ich hohe Erwartungen an den zweiten Band. Was das angeht, bin ich leider enttäuscht worden. Die Geschichte hält keine unerwartete Wendung parat und auch sonst passiert eigentlich nicht viel. Nur gegen Ende nimmt sie richtig Fahrt auf und es wird spannend. Gleichzeitig gibt es ein paar Stellen an denen ein bisschen zu dick aufgetragen wird. Einige Sachen werden einfach etwas übertrieben, was die Geschichte jedoch nicht unbedingt spannend macht.
Trotz all dem haben mich das Setting und die Personen weiterhin überzeugt. Ich mag die Welt, die die Autorin mit den drei verfeindeten Königreichen geschaffen hat und, dass diese Reiche in Form von den drei Figuren Lia, Kaden und Rafe aufeinandertreffen. Was mir auch gut gefallen hat: Die Geschichte des zweiten Teils knüpft gut an die des ersten an und man ist fast sofort wieder mittendrin.
Die vorkommenden Figuren sind alle sehr liebevoll beschrieben und bei den Protagonisten ist mir vor allem die Charakterentwicklung von Lia sehr positiv aufgefallen.
Auch in diesem Band geht es wieder um die schwierige Dreiecksbeziehung zwischen Kaden, Lia und Rafe. Schade finde ich jedoch, dass jetzt noch mit dem Komizar eine vierte Person dazu kommt. Das ist dann doch einer zu viel.
Also meine Meinung zum zweiten Teil fällt nicht ganz so positiv aus wie die zum ersten. Dennoch gibt es viele Aspekte, die dieses Buch lesenswert machen und ich freue mich auf die Weiterentwicklung der Geschichte.

Veröffentlicht am 26.08.2018

Eine Geschichte mit viel unausgeschöpften Potenzial!

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern
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Die Welt:
Das Buch spielt in Großbritannien, wo die Geschickten das Land regieren und die Gewöhnlichen unterdrückt werden. Jeder, der nicht über das Geschick verfügt, also keine besonderen Fähigkeiten ...

Die Welt:


Das Buch spielt in Großbritannien, wo die Geschickten das Land regieren und die Gewöhnlichen unterdrückt werden. Jeder, der nicht über das Geschick verfügt, also keine besonderen Fähigkeiten besitzt, muss 10 Jahre seines Lebens als Sklave dienen. Entweder in einer der Sklavenstädten, wo man harte Arbeit in Fabriken verrichten muss oder man arbeitet im Haushalt einer ebenbürtigen Familie, den Geschickten, wo man zum persönlichen Haussklaven wird.

Die Personen:


Ebenbürtige: Die mächtigste Familie der Geschickten aus Großbritannien ist die Familie Jardine. Ein Familienmitglied ist mächtiger und machthungriger als das andere. Der Herr des großen Anwesens, Kyneston, strebt den Platz des Vorsitzenden der Ebenbürtigen an. Er hat drei Söhne: Gavar ist der älteste und somit der Erbe seines Vaters. Der mittlere Sohn, Jenner, ist die Schande der Familie, da er geschicklos ist. Doch die Macht des jüngsten Sohnes Silyen ist nicht zu unterschätzen. Kyneston ist keine friedliche Umgebung, denn es herrschen Hass, Intrigen und Verrat.

Gewöhnliche: Die Familie Hadley steht kurz davor, ihre Sklavenzeit anzutreten. Sie wollen alle gemeinsam auf dem Anwesen Kyneston der Familie Jardine dienen und hoffen auf friedliche 10 Jahre. Doch es läuft alles anders als geplant und Luke wird von seinen Eltern und seinen Schwestern getrennt und nach Millmoor, der härtesten aller Sklavenstädte geschickt, wo am schwersten gearbeitet wird.

Die Geschichte:


Luke ist also in Millmoor und seine Familie in Kyneston. Die 10 Jahre Sklavenzeit, die er früher für unausweichlich gehalten und einfach akzeptiert hat, wird nun für ihn zum absoluten Alptraum. Für ihn steht fest: Er muss etwas an der Unterdrückung der Gewöhnlichen ändern!
Anderer Orts leben die Ebenbürtigen in Saus und Braus und verschwenden keinen Gedanken an das Wohlergehen der Gewöhnlichen. Doch denken wirklich alle Ebenbürtigen so?
Nicht nur in Millmoor liegt ein Umsturz in der Luft, auch im Zentrum der Macht bei den Ebenbürtigen kriselt es immer mehr.


Meine Meinung:


Ich bin auf jeden Fall von der Story begeistert! Die erschaffene Welt ist schön gestaltet und man spürt schon jetzt das große Potenzial, das hoffentlich in weiteren Bänden ausgeschöpft wird. Die Spiele um die Macht und die Umstürze, die sich anbahnen, machen den Plot sehr spannend.
Es gibt viele interessante Charaktere, aber das ist gleichzeitig auch ein Problem. Meiner Meinung nach, gab es etwas zu viele Figuren aus deren Perspektive erzählt wurde. Es gibt zwei Charaktere, die ich als Protagonisten bezeichnen würde und deren Perspektiven häufiger vorkamen als andere. Doch es gab auch viele Einblicke in das Innenleben einiger einzelner Personen, die danach nicht mehr vorkamen und nur einen einmaligen Auftritt hatten. Ich weiß noch nicht so recht, ob mir diese vielen Perspektivwechsel gefallen haben, denn irgendwie hatten sie ihren Sinn und Zweck, aber es wurde auch manchmal zu viel.
Insgesamt ist meine Meinung über das Buch eher zwiegespalten. Es enthält eine tolle Geschichte und Charaktere, aber es hat irgendwie das gewisse Etwas gefehlt, sodass es mich nicht völlig mitreißen konnte. Dennoch werde ich die folgenden Bände mit Freuden lesen, denn ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und ob das vorhandene Potenzial ausgeschöpft wird.

Veröffentlicht am 10.08.2018

Super süße und humorvolle Story

Wolkenschloss
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Die Geschichte:
Fanny macht ein Praktikum in einem Hotel über den Wolken in den Schweizer Bergen. Um die Weihnachtszeit kommen immer ganz besondere Gäste, die dieses Mal auch ganz besondere Ereignisse ...

Die Geschichte:


Fanny macht ein Praktikum in einem Hotel über den Wolken in den Schweizer Bergen. Um die Weihnachtszeit kommen immer ganz besondere Gäste, die dieses Mal auch ganz besondere Ereignisse mit sich bringen. Es werden Dinge gestohlen und Kinder verschwinden. Die Täter können nur unter den Hotelgästen sein, da das Wolkenschloss durch den extremen Schnellfall von der Außenwelt abgeschnitten ist.
Aber wer ist es? Jemand aus der Großfamilie, die jedes Jahr über Weihnachten und Sylvester ins Hotel kommt? Eher unwahrscheinlich.
Oder doch der gutaussehende Tristan Brown, der angeblich nur so aus Spaß die Außenwände hochklettert und Fanny gleichzeitig den Kopf verdreht? Möglich.
Oder vielleicht der merkwürdige, alleinstehende Mann, der offensichtlich eine Pistole bei sich trägt? Sehr wahrscheinlich!
Fanny weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann und was sie tun soll.
Und dann gibt es da noch den Sohn des Hotelbesitzers, Ben, der ihr von Anfang an sympathisch ist. So sympathisch, dass sie schon bald nicht mehr weiß, wem sie ihr Herz schenken soll und darf. Denn immerhin besteht noch der Verdacht gegenüber Tristan.
Niemals hätte Fanny gedacht, dass ein Praktikum im Hotel so aufregend, romantisch und gleichzeitig magisch sein kann!


Meine Meinung:


Es ist immer wieder schön zu lesen, wie viel Liebe zum Detail in Kerstin Giers Büchern steckt. Alles ist von vorne bis hinten durchdacht und selbst die kleinste Nebenfigur hat eine eigene Geschichte. An dieser Stelle kann ich euch nur empfehlen auch den Anhang mit dem Glossar zu lesen, denn er ist super ausführlich und total lustig! Aber auf jeden Fall erst am Ende, denn erst dann versteht ihr alle Anspielungen, die darin vorkommen.
Ich bin jedenfalls begeistert von ihrem neuen Buch und finde es sehr erfrischend, dass es nur ein Einzelband ist. Ich könnte mir zwar vorstellen noch mehr vom Wolkenschloss zu lesen, doch hin und wieder ist es auch mal ganz schön, wenn sich die Leseliste nicht mit jedem Buch, das man zur Hand nimmt, gleich um zwei weitere Bücher verlängert.
Kerstin Gier ist sich auch bei diesem Buch treu geblieben. Ihr Erzählstil ist nach wie vor sehr amüsant, sodass es immer was zum Schmunzeln gibt.
Was dieses Buch von ihren anderen Büchern abhebt: Es lässt sich irgendwie keinem festen Genre zuordnen. Dadurch passt das Buch zwar nicht in mein Bücherregal (es ist nach Genres sortiert:), aber es ist super interessant. Denn im Wolkenschloss passieren zum Beispiel einige seltsame Dinge, die eigentlich nur durch Magie zu erklären sind. Aber sie bleiben unaufgeklärt und dadurch erlangt das Buch etwas Zauberhaftes. Am ehesten könnte man den Roman wohl als Krimi bezeichnen. Aber obwohl die Geschichte um die Verbrechen, die auf dem Wolkenschloss passieren, aufgebaut ist, stehen sie doch nicht im Vordergrund der Handlung. Es ist einfach eine sehr schöne Geschichte, die sich sehr gut lesen lässt und an vielen Stellen einfach nur zum Lachen ist.
Ich kann das Buch einfach jedem empfehlen. Wer noch kein Kerstin-Gier-Fan ist, wird es durch dieses Buch auf jeden Fall werden!