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Veröffentlicht am 23.06.2019

Andere Erwartungen gehabt

Die Krankheitensammlerin
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Zum Inhalt:
Fiona sammelt seit Jahren Krankheiten, unter anderen Depression, Übergewicht und Schilddrüsenunterfunktion. Dazu hat sie kein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Das soll sich jetzt alles ...

Zum Inhalt:
Fiona sammelt seit Jahren Krankheiten, unter anderen Depression, Übergewicht und Schilddrüsenunterfunktion. Dazu hat sie kein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Das soll sich jetzt alles anders und aus der alten Fiona soll die neue Fiona werden. Die neue Fiona soll diese ganzen Krankheiten nicht mehr haben. Das Gewicht muss natürlich auch runter. Dann will sie erfolgreich und beliebt sein. Ob das funktionieren kann?

Meine Meinung (enthält Spolier):
Ich habe mich entschieden, dieses Buch zu lesen und mein Glück bei der Leserunde zu versuchen, da ich durch mein Hashimoto manchmal auch wie eine Krankheitensammlerin fühle. Hier wird dann aber eher Fionas Probleme mit ihrer manischen Depression und bipolaren Störung erzählt. Damit kann ich wenig anfangen.
Erstmal aber zum Schreibstil: Der Schreibstil liest sich soweit ganz gut. Es wird aus der 1. Person, also aus Fionas Sicht geschrieben. Man kommt gut in die Geschichte rein und da das Buch nicht sehr lang ist, kann man es auch recht fix lesen. Es sind recht viele Rechtschreibfehler im Buch drin. Mich persönlich hat es nicht gestört.
Fiona hat alle möglichen Krankheiten und nimmt alle möglichen Medikamente gegen diese Krankheiten. Dabei nimmt sie es aber nicht so ganz genau. Dass das nicht gut gehen kann, ist jedem Leser klar. Sie will plötzlich sich von einen Tag um 180° verändern. Auch das kann nicht gut gehen. Vor allem ihr Übergewicht ein Dorn im Auge. Dabei macht sie alle Fehler, die ein Anfänger nur machen kann. Wie es aber nach dem Anfang weitergeht, wird leider nicht mehr erzählt. Fiona ist sehr Ich-bezogen. Zwischendurch erkennt sie, dass sie es eigentlich doch gar nicht so schlecht hat, aber das hilft auch kein bisschen. Gegenüber ihren Therapeuten und Psychiater ist sie unehrlich. Auch ihr Umfeld vertraut sie sich nicht an. Gut, ihr Umfeld ist recht klein. Besteht aus der Mutter, den Bruder Paul, ihren besten Freund Paul und einen Online-Freund Thilo. Thilo vertraut sie sich an, aber auch da jammert sie nur über ihr Leben und interessiert sich nicht für Thilo, der auch Probleme hat. Zum Ende wird Fiona immerhin etwas sympathischer und ich habe eher Mitleid mit ihr.
Über die Familie lernt man wenig kennen, was ich schade finde. Der Freund Paul ist auch ein bisschen komisch. Für einen besten Freund ist er sehr wenig präsent. Auch wird er im Verlauf der Geschichte eher unsympathisch.

Fiona will zu viel auf einmal, das geht nicht gut. Dann erkennt sie, nach einigen Fehler und nachdem es zu einem Zusammenbruch kommt, dass sie in kleineren Schritten alles machen muss. Das ist grob zusammengefasst, die ganze Geschichte. Da habe ich ein bisschen mehr erwartet. An der einen oder anderen Stelle auch mehr Details.

Schade finde ich, dass der Klappentext nicht das hält, was es verspricht. In sehr langen Teilen geht es um Fionas manische Depression und nicht, wie sie ihr Leben ändern will. Das finde ich schade.
Das Buch habe ich in einer Leserunde erhalten und dafür danke ich der Autorin. Letztendlich sollte jeder sich selbst ein Bild machen, ob das Buch was für einen ist. Mein Geschmack hat es nicht ganz getroffen.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Wichtige Themen, Umsetzung jedoch nicht so gut gelungen

Elite
3

Jules und James gehen in der USA auf eine Eliteschule. Jules ist seit Anfang an dabei, James jedoch noch ganz frisch. Für James ist es seine Chance, sein Schulabschluss nachzuholen und doch noch auf einen ...

Jules und James gehen in der USA auf eine Eliteschule. Jules ist seit Anfang an dabei, James jedoch noch ganz frisch. Für James ist es seine Chance, sein Schulabschluss nachzuholen und doch noch auf einen College zu gehen. Für Jules ist es eine Familientradition, die sie weiter führt, denn ihre Mutter war eine der ersten Mädchen auf der Schule. Was die beiden gemeinsam haben? Sie passen beide nicht rein. James ist kommt aus keiner reichen Familie, sondern er hat einen Stipendium bekommen. Jules hat sich entschieden in ihren letzten High School Jahr endlich etwas verändern zu wollen und ist die Feministin in dieser Schule. Hier erfahren wir die Geschichte von diesen beiden Charakteren.

Es werde wichtige Themen angesprochen wie Homosexualität, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und Frauen als Sexobjekte. Auch Alltagsthemen werden angesprochen, die eher in der USA als hier in Deutschland ein Problem sind wie Verhütung oder Tampons. Das sind alles wichtige Themen, womit sich nicht nur Jungs/Männer schwer tun, sondern auch Mädchen/Frauen. Darüber sollte jeder mal nachdenken.

Das Buch ist aus der Sicht der beiden Protagonisten geschrieben. Das ist an sich ganz gut, denn erfährt der Leser mehr über beide. Jedoch habe ich persönlich ein großes Problem mit dem Schreibstil. Ich weiß jedoch nicht, ob das ggf. nicht an der Übersetzung liegt. Ich finde, der Schreibstil ist zu Teil verwirrend. Manchmal habe ich gar nicht richtig verstanden, was los war. Auch war mir an einigen Stellen gar nicht richtig klar, wer am sprechen ist, wenn der Name der Person nicht gerade dabei stand. Auch hatte ich bei den Dialigen oft das Gefühl, jeder sagt einfach das, was er sagen will, aber keiner geht richtig auf den anderen ein. Auch die Wortwahl fand ich an einigen Stellen unpassend, weil sie eher veraltet ist, was nicht passend für einen Jugendbuch ist. Das fand ich alles sehr schade, denn ich glaube, sonst hätte mir das Buch mehr Spaß gemacht.

Auch die Charaktere haben ihre Schwächen. Jules gehört vorher zu den beliebtesten Mädchen der Schulen, was mit einen der beliebsten Jungs zusammen, aber jetzt schmeißt sie das alles weg. Aber warum? Das erfährt man nicht. Das finde ich schade, denn auch wenn ich Jules gut finde und es richtig finde, dass sie sich für so viele wichtigen Sachen einsetzt, werden ihre Beweggründe nicht richtig klar. James ist an sich auch ein toller Chrakter. Er ist nett, hilfsbereit und ein guter Zuhörer. Ihm ist im vorherigen Jahr etwas richtiges schlimmes passiert, was er auch seinen neuen Freunde anvertraut, aber daraus wird nicht wirklich was gemacht. Niemand geht richtig drauf ein, was ich sehr schade finden. Auch die Nebencharaktere wie Javi und Aileen werden hier nicht gut behandelt. Mal tauchen sie die ganze Zeit auf, mal sind sie spurlos verschwunden. Das finde ich sehr schade und leider auch unpassend.

Das Buch hat ein recht offenes Ende, was ich aber in diesen Fall passend finde.

Insgesamt würde ich dieses Buch jeden ans Herz legen, einfach damit über verschiedene Themen mal nachgedacht wird. Damit es aber für mich ein richtig tolles Buch ist, müssten die vorherigen genannten Punkte jedoch bearbeitet werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Figuren
  • Spannung
Veröffentlicht am 09.12.2020

Leider hat es mich emotional nicht berührt

Die Stille zwischen uns
0

Zum Inhalt (Klappentext):

Mia ist stumm. Das war nicht immer so, doch seit sie vor zwei Jahren ihre Eltern auf brutale Weise verloren hat, bringt sie kein Wort mehr über die Lippen. Als sie zur Hochzeit ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Mia ist stumm. Das war nicht immer so, doch seit sie vor zwei Jahren ihre Eltern auf brutale Weise verloren hat, bringt sie kein Wort mehr über die Lippen. Als sie zur Hochzeit ihrer besten Freundin Laura nach Edinburgh reist, lernt sie dort Finn kennen. Ein kurzer Blick, ein einfaches Händeschütteln, das reicht aus, um sie beide ineinanderstürzen zu lassen. Sie brauchen keine Worte, um zu wissen, wer der jeweils andere für sie sein könnte. Diese tiefgreifende Verbundenheit zwischen Mia und Finn sowie das Wiedersehen mit Laura lassen Mia zum ersten Mal wieder richtig leben. Doch ein gefährlicher Schatten aus der Vergangenheit erschüttert ihre neu geordnete Welt, und auch Finn, der sich gerade von seinen eigenen Dämonen löst, kann sie nicht retten . . .


Meine Meinung:

Bei diesen Klappentext bin ich mit der Erwartung in dieses Buch reingegangen, dass es mich emotional sehr berühren wurde. Deswegen hatte ich recht hohe Erwartungen an diese Geschichte. Spannend fand ich auch die Prämisse, dass Thriller-Elemente mit reinspielen werden. Somit wird aus einem Liebesroman eine spannende Geschichte gemacht. Ich kann nur sagen, dass mich die Geschichte leider nicht begeistern konnte.

Der Schreibstil ist soweit ganz gut. Es wird aus Mias und Finns Sicht in der ersten Person erzählt. Das grundsätzlich immer gut, damit ich mich als Leser in den Charakteren hineinversetzen kann. Auch hier hat es in der Hinsicht ganz gut funktioniert.

An den Schreibstil hat mich nur gestört, dass bei den Dialogen eine gewissen Natürlichkeit gefehlt hat. Ich kann das nicht genauer erklären, aber beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass der Gesprächsablauf einfach idealtypisch verläuft. Ich kann nicht genau benennen, woran das liegt, nur das Gefühl ist bei mir eben da.

Wie schon eingangs erwähnt, spielen Thriller-Elemente in dieser Geschichte eine Rolle. Es ist die ganze Zeit ein bisschen präsent, schon alleine wegen der Geschichte um dem Tod von Mias Eltern. Es geht aber erst gegen Ende richtig in die Thriller Richtung. Vorher ist eher ein netter Liebesroman, wo sich die beiden Protagonisten näher kommen und jeweils persönliche Probleme überwinden oder zumindest es versuchen.

Die Geschichte um Mia und Finn... Naja, mich hat es nicht berührt. Ich fand es soweit ganz süß, aber es sind keine richtige Emotionen aufgekommen. Es ist ganz klar eine instant love Geschichte. Ich muss sagen, dass das für mich überhaupt nichts ist. Ich will nicht abstreiten, dass es in der Realität auch mal vorkommen kann, aber meinen Geschmack trifft es trotzdem nicht. Aus dem Klappentext war es auch nicht so ersichtlich, sonst hätte ich das Buch wohl gar nicht gelesen. Zusammen helfen sich die beiden deren Probleme zu überwinden und sie wollen auf ewig zusammen bleiben... ja, was man eben bei einer solchen Geschichte erwartet, wird erfüllt.

Die Thriller-Elemente waren okay, aber es ging einfach alles viel zu schnell. Ich mag es auch nicht, wenn der "Bösewicht" einfach alles preisgibt. Das ergibt in meinem Kopf keinen Sinn.

Insgesamt war das Buch recht kurz. Es hätte definitiv an der einen oder anderen Stelle mehr Ausschmückung vertragen, so wirkte alles sehr gehetzt.

Die Nebencharaktere, allen voran Laura und ihr Verlobte, sind schon tolle Freunde. Laura ist wirklich eine riesige Unterstützung für Mia. Es war schon fast ein bisschen zu schön, um wahr zu sein, aber eine solche Freundschaft kann sich jeder wünschen.

Schön waren auch die Beschreibungen von Schottland. Da gehen vor allem dem Lesern das Herz auf, die Harry Potter lieben. Wirklich tolle Beschreibungen, da möchte man direkt hinfahren.

Mir war die Geschichte insgesamt nicht zu Ende gedacht, auch wenn es gute Ansätze gab, konnte mich die Geschichte insgesamt nicht mitreißen. Wer aber schnelle Geschichte mit Liebes und Spannung mag, ist hier richtig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2020

Wenig überzeugend

Speed Love – Summer & Tyler
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Zum Inhalt (Klappentext):

Tyler Hatfield ist jung, gutaussehend und ein aufstrebender Rennfahrer im härtesten Motorsport der USA. Als er im renommierten Booth Thunder Racing Team unter Vertrag genommen ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Tyler Hatfield ist jung, gutaussehend und ein aufstrebender Rennfahrer im härtesten Motorsport der USA. Als er im renommierten Booth Thunder Racing Team unter Vertrag genommen wird, geht für ihn ein Traum in Erfüllung. Für ihn zählt sein Sport, sonst nichts.
Summer Booth ist nach dem Tod ihrer Mutter und einer schmerzhaft gescheiterten Beziehung zu einem von Tylers Teamkollegen am Ende. Sie wird sich nie mehr auf einen Mann einlassen. Besonders nicht auf einen Rennfahrer.
Doch als Tyler und Summer sich kennenlernen, ist die Anziehung so groß, dass sie einander nicht widerstehen können. Sie beginnen eine heiße Affäre. Aber ist Tyler bereit, seinen Traum aufs Spiel zu setzen? Und kann Summer ihm wirklich vertrauen?


Meine Meinung:

Das Buch ist in recht kurze Kapiteln aus der Sicht der beiden Protagonisten eingeteilt. Die verschiedene Sichten haben mir gut gefallen. Es lässt sich insgesamt leicht lesen, da der Schreibstil ziemlich locker ist. Durch die kurzen Kapiteln konnte ich auch schnell voran kommen. Leider war es aber an vielen Stellen so, dass die Dialoge sehr gestellt wirkten. Mir hat eindeutig die Natürlichkeit gefehlt, die ich sonst in vielen anderen Büchern finden kann.

Der Klappentext verspricht vom Geschichtsablauf natürlich keine super spannende Geschichte. Jedoch hatte ich dann erwartet, dass ich als Leserin ein bisschen mehr über den Rennsport erfahre und die Charaktere genug Tiefe bekommen, um trotzdem eine recht spannende Geschichte daraus zu machen. Leider wurde ich hier komplett enttäuscht.

Der Rennsport spielt zwar eine Rolle, aber die Geschichte hätte auch gut ohne funktioniert. Es ist wirklich sehr nebensächlich, was ich schade fand. Ich finde es immer schade, wenn die Charaktere ihre Leidenschaften nicht ausleben können und dies an den Leser transportiert wird. Sonst passiert von der Handlung her nicht so viel. Es ist insgesamt vorhersehbar und langweilig.

Von der Tiefe der Charaktere will ich gar nicht erst anfangen. Die ist quasi nicht vorhanden. Ich kratze als Leser nur an der Oberfläche. Die beiden Protagonisten Summer und Tyler entwickeln sich nicht wirklich weiter. Bzw. es findet Entwicklungen statt, aber die Auseinandersetzung mit den Problemen, die zu einer Änderung der Menschen führt, wird hier schlecht dargestellt, sodass ich nichts davon mitnehmen kann. Sehr schade.

Es gibt viele Konflikte in diesen Buch. Konflikte zwischen Tyler und Summer und Konflitke jeweils von Tyler und Summer mit anderen Charaktere. Diese Konflikte sind am Ende irgendwie alle gelöst. Wie? Keine Ahnung. Irgendwie herrschaft am Ende Friede, Freude, Eierkuchen, so wie ich es vom Buch erwartet habe, aber leider fehlt der Weg bis dahin komplett. Da hat die Autorin zu viel Frieden und Einigkeit am Ende gewollt.

Summer und Tyler zusammen haben mir auch nicht wirklich gefallen. Es ist von Anfang an pure sexuelle Anziehung. Allgemein ist die erotische Komponente hier sehr hoch, was ich durch den Klappentext nicht erwartet hätte. Es gibt kaum ein Kapitel von Tyler, wo es nicht darum geht, wie heiß Summer ist und wie sich sein Körper nach ihr sehnt. Damit wird die Oberflächigkeit weiter unterstriechen. Von Liebe kann man meiner Meinung nach hier aber nicht sprechen. Auch habe ich Summers Verhalten ab einen gewissen Punkt einfach nicht mehr verstanden.

Ein Buch, das sich leicht und einfach lesen lässt, der aber leider sonst wenig zu bieten hat. Sehr schade.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2020

Meinen Erwartungen konnte es leider nicht erfüllen

Finding Back to Us
1

Zum Inhalt (Klappentext):

Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Sofort flammen der Schmerz und die Wut von damals wieder auf. Aber auch ein gefährliches Prickeln, das Callie völlig verwirrt. Denn Keith ist nicht nur die Person, die sie am meisten hasst. Er ist auch ihr Stiefbruder ...


Meine Meinung:

Dieses Buch war mein drittes Buch der Autorin. Als erstes habe ich Falling Fast und Flying High gehört und nun Finding Back to Us. Die ersten beiden Büchern haben mir ganz okay gefallen, sodass ich einfach gehofft habe, dass mich nun die Autorin mit diesem Buch von sich überzeugen konnte, da sie eine recht treue Fangemeinde hat.

Vorweg, den Schreibstil der Autorin finde ich soweit ganz angenehm, zumindest soweit ich das aus durch das Hörbuch beurteilen kann. Es lässt sich gut folgen und es passt einfach gut zum Genre. Ein paar Wiederholungen sind da immer mal wieder drin, aber das ist recht typisch für das Genre. Erzählt wird nur aus Callies Sicht in der 1. Person, was ich ein bisschen schade fand. Keiths Sicht hätte ich mir an bestimmten Stellen schon gewünscht.

Ich denke, ab dieser Stelle kann ich nicht beeinflussen, dass ich komplett spoilerfrei meine Rezension schreiben kann, deswegen an dieser Stelle die entsprechende Warnung.

Meine Erwartungen an diesen Buch waren folgende: Es gibt drei große Themen, die hier im Vordergrund stehen, die ich durch den Klappentext und nach dem hören der ersten paar Minuten behandelt haben wollte: Trauerbewältigung und das Loslassen der Schuldzuweisungen an Keith für den Tod des Vaters sowie der Umgang der Beziehung zwischen Stiefgeschwister. Beim Umgang all dieser Themen wurde ich leider enttäuscht, was sich eben in meine Bewertung wiederspiegelt.

Am Anfang war das Buch noch vollkommen in Ordung. Es fängt recht entspannt an, aber es wird auch schnell klar, was als nächstes passieren wird. Also nicht da spanndeste Buch, da es recht vorhersehbar ist, aber doch vollkommen okay. Man lernt Callie ein bisschen näher kennen, sowie ihre Familie und Freunde. Schade fand ich, dass die kleine Schwester doch eine eher kleinere Rolle gespielt hat. Immerhin ist Callie wegen ihr nach Hause gefahren. Schade finde ich auch, dass Parker, Callies bester Freund und der in dem nächsten Buch der Reihe der männliche Part des Pärchen einnimmt, auch kaum auftaucht.

Insgesamt ist aber nicht viel passiert. Es war immer viel hin und her. Callie findet Keith atraktiv, beide kommen sich näher, aber nein, das geht nicht, Callie hasst Keith doch und wieder von vorne. Eine solche Art Geschichte ist nicht mein Lieblinsgverlauf, aber es ist okay. Es macht einfach nur den gesamten Verlauf vorhersehbar, zumal jeden bei New Adult klar ist, dass die beiden am Ende sowieso zusammen kommen werden.

Ich finde Callie als Protagonistin recht problematisch. Sie hat keine Trauerbewältigung bisher durchgeführt. Ihr Vater ist zwar seit 7 Jahre tot, aber ihre Gefühle haben sich seitdem nicht verändert. Ein bisschen Trauerbewältigung macht sie im Verlauf der Geschichte, aber auch nur halbherzig. Sie setzt sich einfach mit nichts auseinander. Die Klausur hat nicht gut funktioniert? Egal, es wird verdrängt. Das Studium ist überhaupt nicht das Richtige? Auch egal, das wird auch verdrängt. Letztendlich geht Callie eigentlich allen Problemen aus den Weg oder wählt den komplett falschen Weg. Bspw. schläft sie mit Keith, damit die beiden die sexuelle Anspannung ablegen können. Ja klar, wann hat das jemals funktioniert?

Problematisch wird es dann gegen Ende, weil es sich dann immer noch nichts tut. Trauerbewältigung ist, wie gesagt, bis dahin nur bis zu einem gewissen Grad geschehen. Das Problem ist da vor allem, da es keine Perspektive bietet, dass sich Callie sich wirklich mal damit auseinandersetzen will.

Am schlimmsten fand ich aber den Umgang mit dem Hass gegenüber Keith und dessen Bewältigung, also dass Callie Keith verzieht. Das wurde letztendlich gar nicht thematisiert. Die Autorin hat einen einfacheren Weg gewählt, damit das Thema einfach nicht weiter thematisiert werden muss. Das fand ich wirklich sehr blöd, da in meinen Augen der spanndeste Teil sich quasi in nichts aufgelöst hat. Wie cool wäre es denn bitte, wenn Callie wirklich sich soweit entwickelt hätte, dass sie erkennt, dass Keith zwar Schuld an den Unfall trifft, aber es nun mal ein Unfall war? Sie dadurch die Trauer und den Hass bewältigen kann und sie sich so vollkommen Keith hingeben kann und ihn als neuen Mensch kennenlernen kann? Das ist aber leider nicht passiert.

Das Thema um die Beziehung zwischen Stiefgeschwister wurde immer mal wieder kurz angerissen, vor allem spricht es die Mutter an einer Stelle explizit an, was ich gut finde. Nicht so gut finde ich, dass die Konsequenzen daraus den Lesern nicht präsentiert werden. Werden Freunde und Nachbarn damit klar kommen? Werden sie mit Verachtung kämpfen müssen? Das weiß ich als Leserin leider alles nicht, obwohl das gerade Stoff für eine spannende Geschichte bieten würde.

Letztendlich ist es eine recht typische New Adult Geschichte, die einen schlechten Umgang mit brenzligen Themen zeigt. Das ist genau das, was ich NICHT lesen will. Positiv ist wirklich der lockere Schreibstil anzumerken, wodurch sich das Buch schnell lesen bzw. hören lässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere