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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2025

Ein toller Auftakt mit kleinen Schwächen

A River of Golden Bones (The Golden Court 1)
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Vorab: Können wir kurz dieses wundervolle Cover appreciaten? Ohne Klappentext wäre es sicher ein Coverkauf gewesen, doch A River of Golden Bones von A.K. Mulford ist viel mehr als eine hübsche Verpackung. ...

Vorab: Können wir kurz dieses wundervolle Cover appreciaten? Ohne Klappentext wäre es sicher ein Coverkauf gewesen, doch A River of Golden Bones von A.K. Mulford ist viel mehr als eine hübsche Verpackung. Es ist der Auftakt einer spannenden Romantasy-Reihe mit Fated Mates und Found-Family-Vibes, in der Wolfsgestaltwandler endlich wieder eine Rolle spielen

Die tiefgründige Geschichte zweier Schwestern, die im Schatten eines gestohlenen Königreichs über sich hinauswachsen, hat mich von Anfang an gepackt. Besonders Calla mochte ich dabei sehr gerne. Sie ist eine starke, komplexe Protagonistin, deren innere Zerrissenheit authentisch umgesetzt wurde. Briar ist ebenfalls sympathisch und sorgt für den ein oder anderen emotionale Momente, wirkte im Vergleich jedoch etwas blass.

Das Worldbuilding ist märchenhaft, atmosphärisch und detailreich – ich habe die Melancholie der Welt regelrecht gespürt und mich in die Königreiche sowie die Wolfsmagie hineinfallen lassen können. Der Schreibstil ist bildreich und poetisch, perfekt auf die Geschichte abgestimmt. Die Story bietet alles, was eine gelungene Romantasy braucht: Spannung, Intrigen, Geheimnisse und Wendungen, die sich allmählich entfalten. Allerdings hätte das Tempo stellenweise etwas flotter sein können, da sich die Story sich etwas zog. Die Liebesgeschichte zwischen Calla und Grae hat mir ebenfalls gut gefallen. Sie war verletzlich, leidenschaftlich und voller Gefahr, doch leider wollte der Funke nicht ganz auf mich überspringen.

Ein toller Auftakt für alle, die Slow-Burn, Gestaltwandler, starke Frauenfiguren und eine melancholische Atmosphäre lieben.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Mal eine völlig andere Idee

Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.
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Als Kyss das Buch vorgestellt hat, war ich sofort gespannt auf die Story: Ballett, düstere Magie und zwei alternative Enden? Count me in! Die dunkle Atmosphäre und die schonungslos intensiven Bilder, die ...

Als Kyss das Buch vorgestellt hat, war ich sofort gespannt auf die Story: Ballett, düstere Magie und zwei alternative Enden? Count me in! Die dunkle Atmosphäre und die schonungslos intensiven Bilder, die die Autorin in meinem Kopf entstehen ließ, haben mich absolut fasziniert. Das Setting – eine glamouröse Ballettwelt, getränkt in Schattenmagie – sorgte für eine bedrückend-schöne Stimmung, die mich lange beschäftigt hat und mich stellenweise an „Black Swan“ erinnerte.

Die Protagonistin Emberlyn wirkte anfangs distanziert auf mich und kämpfte mit einem Egoismus, der in der gnadenlosen Ballettwelt absolut plausibel ist. Gerade das machte sie für mich zu einer komplexen, greifbaren Figur. Auch wenn sie mir nicht auf Anhieb sympathisch war, mochte ich ihre Entwicklung sehr – ebenso wie das Band zu den anderen Tänzerinnen und den geheimnisvollen Schattenmann als Love Interest. Besonders die Themen Freiheit, Unterdrückung und weiblicher Zusammenhalt kamen stark rüber, oft durch recht harte Szenen – unbedingt auf die Triggerwarnungen achten!

Als Fantasyfan hätte ich mir allerdings noch mehr Details zum Fluch und zur magischen Welt gewünscht sowie mehr Tiefe beim Love Interest und den Nebenfiguren. Das hätte dem Mittelteil ein wenig die Länge genommen. Das große Finale und die alternativen Enden haben mir dafür umso besser gefallen – eine super Entscheidung, das zweite Ende bei der Autorin anzufragen.

Ein atmosphärisch starkes Debüt mit kreativen Ideen, ein paar kleinen Längen und einer vielschichtigen Heldin.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert

Daughter of Ruin. Götterblut
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Rebecca Humpert liefert mit „Daughter of Ruin“ eine kraftvolle, emotionale Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert. Freya ist eine facettenreiche Heldin, deren innere Zerreißprobe berührt, ...

Rebecca Humpert liefert mit „Daughter of Ruin“ eine kraftvolle, emotionale Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert. Freya ist eine facettenreiche Heldin, deren innere Zerreißprobe berührt, denn sie kämpft nicht nur gegen äußere Einflüsse, sondern auch mit sich selbst und ihrer Überzeugung. Besonders spannend ist die authentische, langsam wachsende Beziehung zwischen ihr und Fenrir, dem Mann, den sie eigentlich vernichten soll. Insbesondere, da sie zur Abwechlung mal nicht den Fokus der Story einnimmt, sondern dieser sich auf die temporeiche Handlung fokussiert.

Der Schreibstil ist flüssig und zugänglich, hätte für meinen Geschmack aber gelegentlich noch mehr atmosphärische Beschreibungen vertragen können, um die rauen Wikingerwelten lebendiger zu machen. Die Handlung ist temporeich, mit einigen Längen im Mittelteil, und das Ende wirkte etwas abrupt für mich, dennoch bleibt das Buch durchgängig fesselnd. Das Worldbuilding mit nordischer Mythologie mochte ich persönlich sehr gerne, hatte meiner Meinung jedoch noch einiges an ungenutzem Potenzial, vor allem die moderne Elemente und die Inselwelt hätten mehr Tiefe verdient.

Trotz kleiner Schwächen überzeugt „Daughter of Ruin“ durch interessante Charaktere, emotional aufgeladene Konflikte und eine nachdenkliche Botschaft: Wahre Stärke liegt darin zu sich selbst zu stehen.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Der perfekte Einstieg ins Dark Romance Genre

Lights Out
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Ich muss gestehen, ich war bisher vom Dark Romance Genre nicht so wirklich angetan. Meine bisherigen Bücher waren oberflächlich und die Anziehung war für mich zumeist nicht nachvollziehbar. Aber „Lights ...

Ich muss gestehen, ich war bisher vom Dark Romance Genre nicht so wirklich angetan. Meine bisherigen Bücher waren oberflächlich und die Anziehung war für mich zumeist nicht nachvollziehbar. Aber „Lights Out“ hat es irgendwie geschafft einen Stalker als Green Flag darzustellen. Statt der erwarteten düsteren Dark Romance steckt hier eine witzige, bizarre und spannende Geschichte voller elektrisierender Erotik und faszinierender Dynamik. Aly und Josh sind ein unkonventionelles Duo, das mit messerscharfen Dialogen und lustigen Momenten glänzt – und natürlich darf die kultige Katze Fred nicht fehlen! Die Story entfaltet sich schnell, bleibt dabei spannend und kommt ohne große Liebesdramen aus, was ich zur Abwechslung wirklich sehr schätze. Darüber hinaus hat mich das Buch so oft zum Lachen gebracht, dass ich es innerhalb einer Nacht durchgesuchtet habe. Ein absoluter Pageturner.

Besonders gefallen hat mir jedoch die Balance zwischen prickelnder Erotik, schwarzem Humor und düsterer Spannung. Ein echter Genre-Mix, der Dark Romance für mich zu einem interessanten Genre gemacht hat.

Mein Fazit: Ein Dark Romance Highlight mit Humor, Herz und Nervenkitzel – der perfekte Roman für alle, die in das düstere Genre schnuppern wollen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Ein spannender Auftakt mit tollem Tier-Sidekick

Honor & Claws 1: Untamed Hearts
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Asuka Lionera hat es wieder geschafft! Mit „Honor & Claws“ bin ich in eine faszinierende Welt voller Geheimnisse, Magie und intensiver Emotionen abgetaucht. Schon das Cover ist ein absoluter Traum und ...

Asuka Lionera hat es wieder geschafft! Mit „Honor & Claws“ bin ich in eine faszinierende Welt voller Geheimnisse, Magie und intensiver Emotionen abgetaucht. Schon das Cover ist ein absoluter Traum und spiegelt die düstere Atmosphäre und die magische Welt wider.

Der bildgewaltige und mitreißende Schreibstil der Autorin hat mir erneut sehr gut gefallen und auch die Sprecher des Hörbuchs, konnten mich auf ganzer Linie überzeugen. Besonders gut gefiel mir der Erzählperspektivenwechsel zwischen der entschlossenen Reina und dem geheimnisvollen Gavin. Sie sind beides Charaktere, die das Herz am rechten Fleck haben, auch wenn Reina anfangs etwas stur ist und viel Potenzial für die Charakterentwicklung bietet.

Die Welt, eine spannende Mischung aus mittelalterlicher Fantasy und Dystopie, ist detailliert, das Magiesystem originell und was ich besonders mochte: die Autorin integriert auch wichtige Themen wie Artenvielfalt und Tierschutz. Es gibt Intrigen, Lügen und packende Kämpfe, die mich gut unterhalten haben und der ein oder andere Plot Twist konnte mich durchaus überraschen.

Die Lovestory zwischen Reina und Gavin ist ein wahrer Slow Burn, aber gerade deshalb so tensionreich. Die Gefühle entwickeln sich langsam und authentisch, was ich sehr genießen konnte. Wie vermutlich alle Leser:innen, bin auch ich der kleinen magischen Füchsin verfallen. Ihre Mimik, ihr Verhalten aber auch die Geheimnisse um sie, haben sie mich direkt ins Herz schließen lassen. Das Ende? Ein fieser Cliffhanger, der umso mehr Freude auf den 2ten Band im Februar macht.

Ein spannender Auftakt mit interessanten Charakteren, tollem Worldbuilding und einer originellen Geschichte, die von einem fesselnden Schreibstil getragen wird.

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