Ein toller Auftakt mit kleinen Schwächen
A River of Golden Bones (The Golden Court 1)Vorab: Können wir kurz dieses wundervolle Cover appreciaten? Ohne Klappentext wäre es sicher ein Coverkauf gewesen, doch A River of Golden Bones von A.K. Mulford ist viel mehr als eine hübsche Verpackung. ...
Vorab: Können wir kurz dieses wundervolle Cover appreciaten? Ohne Klappentext wäre es sicher ein Coverkauf gewesen, doch A River of Golden Bones von A.K. Mulford ist viel mehr als eine hübsche Verpackung. Es ist der Auftakt einer spannenden Romantasy-Reihe mit Fated Mates und Found-Family-Vibes, in der Wolfsgestaltwandler endlich wieder eine Rolle spielen
Die tiefgründige Geschichte zweier Schwestern, die im Schatten eines gestohlenen Königreichs über sich hinauswachsen, hat mich von Anfang an gepackt. Besonders Calla mochte ich dabei sehr gerne. Sie ist eine starke, komplexe Protagonistin, deren innere Zerrissenheit authentisch umgesetzt wurde. Briar ist ebenfalls sympathisch und sorgt für den ein oder anderen emotionale Momente, wirkte im Vergleich jedoch etwas blass.
Das Worldbuilding ist märchenhaft, atmosphärisch und detailreich – ich habe die Melancholie der Welt regelrecht gespürt und mich in die Königreiche sowie die Wolfsmagie hineinfallen lassen können. Der Schreibstil ist bildreich und poetisch, perfekt auf die Geschichte abgestimmt. Die Story bietet alles, was eine gelungene Romantasy braucht: Spannung, Intrigen, Geheimnisse und Wendungen, die sich allmählich entfalten. Allerdings hätte das Tempo stellenweise etwas flotter sein können, da sich die Story sich etwas zog. Die Liebesgeschichte zwischen Calla und Grae hat mir ebenfalls gut gefallen. Sie war verletzlich, leidenschaftlich und voller Gefahr, doch leider wollte der Funke nicht ganz auf mich überspringen.
Ein toller Auftakt für alle, die Slow-Burn, Gestaltwandler, starke Frauenfiguren und eine melancholische Atmosphäre lieben.