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Veröffentlicht am 15.03.2021

Freundschaft, Liebe und Täuschung - Eine Liebesgeschichte, die mich frustriert und wütend gemacht hat.

Bring Down the Stars
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Achtung: Die Rezension könnte Spoiler enthalten!

Wie weit würdest du für die Liebe gehen? Würdest du aus Liebe etwas moralisch Verwerfliches tun? Würdest du in Kauf nehmen zu leiden, die Achtung vor ...

Achtung: Die Rezension könnte Spoiler enthalten!

Wie weit würdest du für die Liebe gehen? Würdest du aus Liebe etwas moralisch Verwerfliches tun? Würdest du in Kauf nehmen zu leiden, die Achtung vor dir zu verlieren & deine eigenes Glück opfern, um andere glücklich zu wissen?
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Autumn ahnt nicht, dass die Gedichte & SMS, die ihr Connor schickt, eigentlich von dessen besten Freund Weston stammen. Und obwohl sie sich zu Connor hingezogen fühlt, spürt sie auch zu Wes eine tiefe Verbindung, was sie sehr verwirrt, während sich die beiden Freunde immer mehr in ihrer Täuschung verstricken.​
Die Grundidee des Buchs hat mir gut gefallen, da man trotz der Dreiecksbeziehung merkt, dass es nur eine wahre Liebesgeschichte gibt. Zudem liegt die Freundschaft zwischen Connor und Wes im Vordergrund, was ich sehr schön finde. Allerdings hat die Grundidee meiner Meinung nach einen Haken: Zu Beginn des Buchs wird Autumn als eine wunderschöne, charismatische und sehr intelligente Frau beschrieben, die sogar ein Stipendium bekommen hat & nach Harvard gehen möchte und doch ist so unglaublich naiv, ja fast schon blind, wenn es um Männer geht & kann nicht 1 & 1 zusammenzählen, obwohl es sehr viele Stellen im Buch gibt, wo ihr die Täuschung hätte auffallen müssen. Selbst als ihr der Gedanke kommt, dass die Gedichte und SMS von Wes stammen – denn sind wir mal ehrlich: Jeder Blinder sieht doch, dass Connor kein bisschen tiefgründig ist –ist sie konfliktscheu & gibt sich mit Ausreden und vagen Aussagen zufrieden. Dadurch hat sie für mich an Glaubwürdigkeit verloren. Darüber hinaus ist Autumn eine Romantikerin, die sich in der Liebe das ganze Paket wünscht & doch ist sie mit jemandem zusammen, der sie nur dann glücklich macht, wenn er ihr gefühlvolle Gedichte schreibt & sonst ihren Vorstellungen nicht entspricht. Des Weiteren bleibt sie mit Connor zusammen, obwohl sie Gefühle für seinen besten Freund entwickelt...als betrogene Frau sollte sie eigentlich wissen, dass das Connor gegenüber nicht fair ist & dass er die Wahrheit verdient hat, weshalb ich dies als Doppelmoral empfinde.
Connor hingegen ist der Sunny Boy der Story. Er ist sorglos, nett und unkompliziert und obwohl er selbst viel Geld besitzt ist es ihm egal, ob andere reich oder arm sind. Allerdings ist er in meinen Augen sehr oberflächlich, da er anscheinend denkt, dass man mit Geld alles lösen könnte. Was mich jedoch sehr an Connor abstößt, ist, dass er seinen besten Freund, den er wirklich liebt, die meiste Zeit nur ausnutzt. Sei es um sein Studium zu schaffen oder um Autumn halten zu können; aber das Schlimmste daran ist, dass Connor sehr wenig bis keine Reue zeigt. Für ihn sind dies lediglich Notlügen; schließlich würde er all das, was Wes für ihn zu Papier bringt, denken, also wäre es ja gar nicht gelogen. Es ist ganz klar, dass Connor sich selbst belügt, um sich dadurch in seiner eigenen Haut besser zu fühlen. Zudem nutzt er Autumn aus, um seinen Eltern seine Reife zu zeigen und diese zufriedenzustellen. Andererseits hat Connor auch gute Seiten an sich, wie, dass er zu jedem Wettkampf von Wes kommt um diesen anzufeuern, ganz gleich, ob er verkatert und übermüdet oder fit wie ein Turnschuh ist. Nichtsdestotrotz überwiegen für mich Connors Eigenschaften, die mich abstoßen, denn wenn ich jemanden wirklich liebe, würde ich diese Person achten und ehren und nicht ausnutzen und belügen bzw. betrügen.
Für mich ist Weston in der Geschichte das Sinnbild der Liebe und eindeutig mein Lieblingscharakter. Aus Liebe zu seiner Familie studiert er einen Studiengang, der ihn nicht interessiert, um sich um sie kümmern zu können. Er verzichtet Connor zu Liebe auf Autumn und untertützt ihn dabei, sie zu halten, da er der Meinung ist, dass dessen Sorglosigkeit und Freundlichkeit genau das wären, was Autumn verdient. Er geht sogar mit Connor zur Army, um ihn nicht alleine zu lassen, was natürlich auch daran liegt, dass er sich wegen der Hilfe von Connors Eltern verpflichtet fühlt. Darüber hinaus ist Wes sehr tiefgründig und empathisch und trotz alledem ein gebrochener Mensch, der der Meinung ist, wahre Liebe nicht zu verdienen, weshalb er nie für sich einsteht und nur sehr wenige Menschen an sich heranlässt. Auch wenn seine Motive ehrenhaft sind, finde ich es dennoch falsch, dass er Connor dabei hilft, Autumn zu belügen, denn ich bin der Meinung, dass jeder Mensch die Wahrheit verdient hat.
Emma Scotts Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig, unglaublich gefühlvoll und poetisch. Zudem finde ich die Themen, die sie in dieses Buch miteingebracht hat sehr wichtig: Es geht um Liebe, Freundschaft, Aufopferung, Selbstzweifel, Abhängigkeit, den Wunsch nach Anerkennung und dass Fehler menschlich sind aber auch Konsequenzen nachsichziehen.
Obwohl mich das Buch fast die meiste Zeit wegen der Täuschung und Autumns Blindheit frustriert und wütend gemacht hat, werde ich – auch wegen des Cliffhangers des ersten Teils – das zweite Buch trotzdem lesen, um zu sehen, wie sich die Geschichte, aber auch die Protagonisten weiterentwickeln.

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Veröffentlicht am 15.03.2021

Ein Wohlfühlbuch, das mir sehr gefallen hat

Show me the Stars
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Liv befindet sich in einer beruflichen Krise und braucht dringend eine Auszeit. Als sie die Stellenanzeigen durchforstet, fällt ihr die Anzeige für einen Job als Housesitter ins Auge, bei dem man sechs ...

Liv befindet sich in einer beruflichen Krise und braucht dringend eine Auszeit. Als sie die Stellenanzeigen durchforstet, fällt ihr die Anzeige für einen Job als Housesitter ins Auge, bei dem man sechs Monate lang einen Leuchtturm auf einer kleinen Insel vor der irischen Küste hüten soll. Sie bewirbt sich und schon wenige Wochen später ändert sich ihr Leben vollständig. Sie lernt liebe Menschen kennen, zu denen ein gut aussehender Ire gehört, der ihr den Kopf verdreht.

Die Geschichte hat mich überzeugt. Sie ist humorvoll, frisch, romantisch und herzerwärmend. Außerdem zeichnet sie sich durch Selbstfindung, Freundschaft und Liebe aus und beinhaltet keine unnötigen Dramen oder Klischees, was ich sehr erfrischend finde. Auch die Charaktere fand ich sehr sympathisch, da sie nicht perfekt sind und besonders Liv sich nie zu ernst nimmt. Leider hat mir das Ende nicht zu 100% gefallen, da ich den Eindruck hatte, dass irgendetwas fehlt und hier und da ging es mir mal zu schnell und mal zu langsam. Trotz allem ist die Geschichte originell und authentisch - ein absolutes Wohlfühlbuch, das mir sehr gefallen hat.

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Veröffentlicht am 15.03.2021

Vorhersehbare Handlung, aber dennoch schön

Sinking Ships
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Carla hat es nicht einfach. Neben ihrem Studium und Job muss sie ihre beiden Brüder großziehen, wovon allerdings niemand wissen darf. Sie hat aber noch ein weiteres Geheimnis: Carla hat panische Angst ...

Carla hat es nicht einfach. Neben ihrem Studium und Job muss sie ihre beiden Brüder großziehen, wovon allerdings niemand wissen darf. Sie hat aber noch ein weiteres Geheimnis: Carla hat panische Angst vor Wasser. Als sie bei einer Party in den Pool stürzt, wird sie in letzter Sekunde von Mitchell gerettet, wodurch die Liebesgeschichte der beiden ihren Anfang findet.

Tami Fischers Schreibstil hat sich meiner Meinung nach deutlich verbessert. Er ist frech, flüssig und nicht mehr so abgehakt wie im ersten Band. Zudem ist die Story deutlich realistischer und durch den Perspektivenwechsel der Protagonisten ist es möglich geworden, diese besser kennenzulernen. Dadurch wurden Carla und Mitchell nicht so oberflächlich betrachtet wie Ella und Ches in Teil 1. Allerdings finde ich auch hier, dass die anderen Charaktere ein wenig zu sehr vernachlässigt wurden. Außerdem wird in Teil 1 behauptet, Mitchell und Ella seien beste Freunde. Das konnte man weder im ersten, noch im zweiten Band erkennen. Auf mich wirkten die beiden eher wie Bekannte. Carla und Mitchell waren mir aber sehr sympathisch, jeder auf seine eigene Art und die Chemie zwischen den beiden konnte man förmlich greifen. Für mich waren sie die perfekten Gegensätze, auch wenn ich mir ein bisschen mehr Feuer von Mitchell in einer speziellen Szene gewünscht hätte. Zudem war die Geschichte besonders wegen Carlas ungewollten Witzen sehr humorvoll und erfrischend. Dass das Buch auch ernstere Themen, wie Ängste, Verlust und familiäre Angelegenheiten, beinhaltet, hat mir sehr gefallen. Außerdem bin ich froh, dass Carla nicht so ganz ihre Angst vor dem Wasser verloren hat, da ich dies in so kurzer Zeit komisch gefunden hätte. Die Handlung war zwar vorhersehbar, aber dennoch schön. Nur das Ende war mir ein wenig zu kitschig und dramatisch.

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Veröffentlicht am 15.03.2021

Eine Geschichte mit Potenzial, das nicht ganz ausgeschöpft wurde

Burning Bridges
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Wegen des großen Hypes auf Social Media, insbesondere auf Instagram, war ich auf die Geschichte gespannt. Leider wurde ich enttäuscht. Was mich am meisten gestört hat, waren Ellas Naivität und Leichtsinn. ...

Wegen des großen Hypes auf Social Media, insbesondere auf Instagram, war ich auf die Geschichte gespannt. Leider wurde ich enttäuscht. Was mich am meisten gestört hat, waren Ellas Naivität und Leichtsinn. Dazu noch ihre Überschätzung der eigenen Person und Fähigkeiten. Zudem machte sie auf mich den Eindruck, als hätte sie keinen eigenen Willen. Aber auch die anderen Charaktere fand ich recht oberflächlich und wurden von der Autorin nicht genug ausgearbeitet. Der einzige Charakter, der mir eigentlich ganz gut gefallen hat war, Ches, obwohl er dem Bad Boy Klischee entsprach. Die Dialoge fand ich teilweise ebenfalls oberflächlich und der Schreibstil der Autorin war mir an manchen Stellen zu abgehakt. Leider kann ich auch nicht sagen, dass die Story super originell war, da ich vor Jahren ein ähnliches Buch gelesen habe und dadurch automatisch Vergleiche gezogen habe. Trotz alldem hat mir die Chemie zwischen Ches und Ella sowie die Entwicklung ihrer Liebe gut gefallen. Außerdem mochte ich den Humor ganz gerne (ich sage nur Spinning-Kurs). Ich hatte den Eindruck, dass die Geschichte wirklich Potenzial hatte, das aber nicht ganz ausgeschöpft wurde.

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Veröffentlicht am 14.03.2021

Ein berührender Abschluss, der mir besser gefallen hat als Band 1

Light Up the Sky
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Seit Connor & Weston fort sind, lässt Autumn die Erinnerung an die letzte Nacht vor ihrem Abschied mehr los. Geplagt von Schuldgefühlen, wartet sie auf den Tag, an der die beiden Männer, die ihr Herz ...

Seit Connor & Weston fort sind, lässt Autumn die Erinnerung an die letzte Nacht vor ihrem Abschied mehr los. Geplagt von Schuldgefühlen, wartet sie auf den Tag, an der die beiden Männer, die ihr Herz so verwirrt haben, zurückkehren. Sie will endlich verstehen, warum Connor im realen Leben so anders war als der aus den Briefen und Gedichten. Warum sie diese tiefe Verbindung zu Weston spürt, obwohl sie Connor liebt. Aber als sie eine Nachricht erhält, ist nichts mehr wie zuvor. Zwar begreift sie nun, wem ihr Herz gehört und was sie im Leben möchte. Doch dann erfährt sie die Wahrheit.
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Da mich der erste Teil der Dilogie nicht so begeistert hatte, war ich skeptisch, ob mir der zweite gefallen würde. Aber ich kann euch sagen, dass der zweite Teil viel besser ist als der erste. Der Schreibstil von Emma Scott ist unglaublich gefühlvoll, fließend & detailreich. Besonders die Kapitel aus Westons Sicht haben mich berührt. Was mir gut gefallen hat, war die Entwicklung der Protagonisten - insbesondere die von Weston. Wie er mit seinem Schicksal umgeht & es letztlich annimmt, hat mich sehr berührt. Aber auch die Chemie zwischen Autumn & Weston war wieder förmlich spürbar & wie sich Autumn um Weston kümmert, für ihn da ist & ihre Gefühle ihm gegenüber zulässt, war sehr romantisch. Zudem hat mir gefallen, dass Autumn in diesem Band deutlich selbstbewusster wirkte & trotz ihrer Sanftheit eine so starke Person ist. Nichtsdestotrotz hätte ich mir im entscheidenden Moment von ihr mehr Feuer gewünscht. Auch in diesem Band war das starke Band zwischen Wes & Connor bemerkbar & für mich genauso schön wie die Liebesgeschichte zwischen Wes & Autumn. Leider war die Geschichte an einigen Stellen sehr vorhersehbar & das auch schon sehr früh. Dennoch gab es dann wieder Stellen, die mich überrascht haben. Für mich bleibt Wes mein absoluter Lieblingscharakter dieser Reihe & ich bin froh, dass ich dem zweiten Band der Dilogie eine Chance gegeben habe.

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