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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2020

*Secret Academy – Verborgene Gefühle - Ein großartiger Auftakt einer Dilogie mit viel Nervenkitzel und aufregenden Emotionen*

Secret Academy
9

"Wahre Anführer können auch Menschen mit Schwächen in ihrem Team zu Gewinnern machen."

Die Autorin Valentina Fast nimmt uns mit nach London an eine Academy für angehende Agenten mit besonderen Begabungen.

Alexis ...

"Wahre Anführer können auch Menschen mit Schwächen in ihrem Team zu Gewinnern machen."

Die Autorin Valentina Fast nimmt uns mit nach London an eine Academy für angehende Agenten mit besonderen Begabungen.

Alexis wächst mit ihrer Schwester Cassie in einem Waisenhaus auf. Die beiden Schwestern haben eine starke Verbindung und sind immer füreinander da.
Als Alexis sich für die Ausbildung an der Secret Academy entscheidet, muss sie Cassie zurücklassen. Doch für sie ergibt sich damit ein Lebensweg, der völlig neue Perspektiven für sie bereithält.
Cassie wird jedoch entführt, was für Alexis einer Katastrophe gleich kommt. Jeder Mensch aus ihrem Umfeld kommt als Täter oder Komplize infrage. Sie kann nun niemandem mehr trauen und muss sich entscheiden, wie weit sie für die Rettung ihrer Schwester gehen kann.

Alexis ist eine tolle Protagonistin, welche ich sofort in mein Herz schließen konnte. Denn sie ist eine ehrgeizige Kämpferin mit einem großen Herz. Bei allen Hürden, die sie überwinden muss, bleibt sie sich selbst immer treu und das bewundere ich sehr an ihr.

Mit ihr und auch allen anderen tollen authentischen Charaktere im Buch konnte mich Valentina Fast absolut fesseln und ich habe die Emotionen genau spüren können.
Sie schreibt aus der Ich Perspektive und lässt uns Leser so aus der Sichtweise von Alexis in die Agentenwelt eintauchen.
Ihr Schreibstil ist einfach fantastisch, denn es ließ sich sehr flüssig lesen und die Spannung nahm mit jeder Seite zu und fand am Ende ihren Höhepunkt.
Ihr ist es sehr gut gelungen mich im Verlauf des Romans in die Irre zu führen. Somit war nichts vorhersehbar und es gab immer wieder überraschende Wendungen. Das fand ich einfach klasse!
Die besonderen Begabungen der Charaktere sind individuell abgestimmt und sehr gut durchdacht.

Zum Schluss bleiben noch so einige Fragen offen und natürlich endet Band 1 mit einem fiesen Cliffhanger, welcher die Vorfreude auf die Fortsetzung ins Unermessliche steigert.

Fazit: Ein packender Jugendroman aus der Urban Fantasy Abteilung vollgepackt mit Action, Verlust, Intrigen, Verrat, Freundschaft und Liebe! Eine absolute Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 13.09.2020

MIDNIGHT CHRONICLES Schattenblick-Eine aufregende magische Welt der Hunter

Midnight Chronicles - Schattenblick
6

Die beiden Autorinnen Bianca Iosivoni und Laura Kneidl entführen die Leserin die Welt der Hunter und ihre Magie. Die Hunter bekämpfen Geister und Kreaturen aus der Unterwelt und stehen als Team eng zusammen. ...

Die beiden Autorinnen Bianca Iosivoni und Laura Kneidl entführen die Leserin die Welt der Hunter und ihre Magie. Die Hunter bekämpfen Geister und Kreaturen aus der Unterwelt und stehen als Team eng zusammen. Die Huntress Roxy wird mit einem schrecklichen Fluch bestraft, welcher von nun an ihr Leben und Handeln bestimmt. Ihre Aufgabe ist es 449 entflohene Seelen in 449 Tagen in die Unterwelt zurück zu schicken. Während ihrer Mission befreit sie den ahnungslosen Shaw von einem Geist Die beiden Autorinnen Bianca Iosivoni und Laura Kneidel entführen uns mit diesem Roman in die. Was allerdings zur Folge hat, dass er all seine Erinnerungen aus der Vergangenheit verliert. Roxy muss sich nun seiner annehmen, obwohl sie weder Zeit noch Nerven dafür hat. Neben ihrer großen Vorliebe für Fast Food, fühlen sich beide voneinander angezogen. Doch diese Gefühle kann Roxy auf keinen Fall zulassen, denn sie wären für ihre Mission und ihr Leben eine Gefahr.

Was für ein gelungener Auftakt einer 6-teilige New-Adult-Fantasy-Reihe

Der Schreibstil von Bianca Iosivoni ist locker und leicht, deshalb konnte ich schnell in die Geschichte von dem Team der Hunter eintauchen. Die Kapitel wechseln zwischen den beiden Protagonisten Roxy und Shaw, damit war es für mich einfach die Sichtweisen und die Gefühlswelt der beiden nachzuvollziehen. Besonders gut gefiel mir auch, dass sich viele Details und Zusammenhänge aus dem Leben der Hunter erst im Laufe des Romans erklärten. Dies ließ Raum für viele Spekulationen während des Lesens. Die ironischen Dialoge und Neckereien zwischen den Huntern machten die Geschichte sehr unterhaltsam.
Alle Charaktere in dem Roman sind mir sehr ans Herz gewachsen, so dass ich bei jedem Kampf und jeder Flirtszene leidenschaftlich mitgefiebert habe. Roxy hat es mir besonders angetan, denn sie ist eine starke und taffe Kämpferin mit einem wundervollen Humor. Für einen Triple Chocolate Cake würde sie töten ;o) und das macht sie so unglaublich sympathisch. Auch Shaw ist nicht auf den Mund gefallen und kann daher mit Roxy sehr charmant umgehen. Durch das Fehlen der Erinnerungen aus seiner Vergangenheit wirkt er auf mich geheimnisvoll und mysteriös aber auch sehr verletzlich. Alle Hunter sind in ihrer Person sehr einzigartig und mit viel Liebe zum Detail von den Autorinnen erschaffen worden.
Die Kämpfe gegen die Kreaturen der Unterwelt sind sehr spannend geschrieben und riefen damit bei mir so manches Gänsehautgefühle hervor.
Schattenblicke endet mit vielen offenen Fragen und einem kleinen Cliffhanger, was mich die Wartezeit bis zum nächsten Band schwer ertragen lässt.
Fazit: Dieser Roman hat mich in seinen Bann gezogen und ist für alle Fantasy Fans und die, die es werden wollen, absolut empfehlenswert!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 09.07.2020

Ein zu tiefst berührendes und dramatisches Meisterwerk

Wie die Ruhe vor dem Sturm
1

„…sie war sie, und ich war ich, und wir waren wir. Wir waren 2 Menschen, die einander zu atmen helfen.“

„Wie die Ruhe vor dem Sturm“ ist der 1.Band der Chances-Reihe, aber in sich komplett abgeschlossen.

Als ...

„…sie war sie, und ich war ich, und wir waren wir. Wir waren 2 Menschen, die einander zu atmen helfen.“

„Wie die Ruhe vor dem Sturm“ ist der 1.Band der Chances-Reihe, aber in sich komplett abgeschlossen.

Als Jugendliche lernen sich Eleanor und Greyson kennen und bauen schnell eine ganz besondere Beziehung zueinander auf, welche sich gar nicht mit Worten beschreiben lässt.
Sie sind kein richtiges Paar - sie sind Seelenverwandte.
Nach vielen Jahren der Funkstille zwischen den beiden tritt Eleanor, durch ihren Job als Nanny wieder in das Leben von Greyson East. Doch mit Entsetzen muss sie feststellen, dass er sich verändert hat. Sie steht nun einem Mann gegenüber, dessen Augen nur noch Kälte und Schmerz ausstrahlen. Doch durch ihre starke, selbstlose und einzigartige Persönlichkeit kann sie die Kraft aufbringen, um Greyson zu kämpfen.

Ich bin zu tiefst berührt und begeistert von diesem Roman. Er ist vollgepackt mit Emotionen und Drama und bis ins kleinste Detail sehr gut durchdacht.
Der Schreibstil der Autorin Brittainy C. Cherry ist einfach wunderschön und gefühlvoll.
Es lässt sich leicht lesen und zugleich ist der Roman sehr tiefgründig.
Immer wieder schafft es BCC Zusammenhänge herzustellen und diese mit bezaubernden Kleinigkeiten so perfekt abzurunden.
Es gelingt ihr unglaublich gut von der ersten bis zur letzten Seite, Gefühle wie Freude und Liebe aber auch Schmerz und Trauer, den Leser hautnah miterleben zu lassen.
Damit ist der Spannungsbogen von Anfang bis Ende auf einem hohen Niveau und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Alle Charaktere wurden so toll und authentisch beschrieben, dass ich von jedem Einzelnen ein genaues Bild vor den Augen hatte und sie in mein Herz schließen konnte. Der Perspektivenwechsel zwischen Ellie und Grey lässt den Leser noch mehr in die jeweilige Gefühlswelt eintauchen.

Es gibt Szenen bei denen ich so herzlich lachen konnte, da sie so witzig und humorvoll geschrieben sind. Darauf folgten dann so unendlich traurige und herzzerreißende Abschnitte, wo ich meine Tränen nicht zurück halten konnte. Ich habe es noch nie erlebt, dass mich ein Buch so emotional mitnimmt wie dieses.

Fazit: Meine Erwartungen wurden beim Lesen bei Weitem übertroffen, darum ist dieser Roman für mich persönlich das Highlight 2020!
Ich habe mich von den Zeilen nur so verzaubern lassen!
MEHR DAVON!

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 07.06.2020

Wie wertvoll sind Erinnerungen aus der Vergangenheit?

Die Wahrheit
3

„…Es ist keine Lösung, sämtliche geschichtliche Aufzeichnungen zu vernichten! Wir brauchen diese Aufzeichnungen. Es ist so ein Klischee, dass es fast peinlich ist, es zu wiederholen, aber es ist eine Tatsache. ...

„…Es ist keine Lösung, sämtliche geschichtliche Aufzeichnungen zu vernichten! Wir brauchen diese Aufzeichnungen. Es ist so ein Klischee, dass es fast peinlich ist, es zu wiederholen, aber es ist eine Tatsache. Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu…“

Die Protagonistin Maggie Castello ist eine Mitarbeiterin der Rechtsabteilung des Weißen Hauses. Sie zog sich allerdings von ihrer Tätigkeit zurück, um etwas Abstand zu gewinnen.
Doch als ein langjähriges Mitglied der Fakultät in Virginia Professor Russel Aikman tot in seinem Büro gefunden wird, versucht die Gouverneurin Donna Morrison Maggie zu überreden in diesem Fall zu ermitteln. Maggie gilt als die beste Problemlöserin im Geschäft. Ihre Arbeit ist ein sehr wichtiger Bestandteil in ihrem Leben, darum nimmt sie schlussendlich diesen Fall an.
Gleichzeitig läuft der „Prozess des Jahrhunderts“, in dem der selbsternannte Historiker William Keane eine afroamerikanische Schriftstellerin wegen Verleumdung verklagt. Sie nannte ihn einen „Sklavenleugner“. Die Stimmung im Gerichtssaal und auf den Straßen ist aufgeheizt. Schnell stellt Maggie eine Verbindung zwischen dem Prozess und dem vermutlichen Mord an Aikman her.
Doch dieses Verbrechen war erst der Anfang. Es ereignen sich noch weitere Vorfälle in einem komplexen Umfang. Bibliotheken mit all ihren wertvollen Schätzen beginnen zu brennen und weitere Historiker und Zeitzeugen der Sklaverei und des Holocaust verunglücken. Es beginnt ein spannender Wettlauf gegen die Zeit. Maggies Hartnäckigkeit und ihr Scharfsinn bringen sie auf die richtige Spur und damit auch in die Schusslinie der Täter.

Schon das Cover spiegelt den Inhalt des Thrillers wider und ist damit sehr gut gelungen.
Der Autor Sam Bourne hat in seinem Buch aktuelle und sehr brisante Themen aufgegriffen und damit auch den Bezug zur Realität herstellt. Sein Schreibstil ist anspruchsvoll und zugleich sehr fesselnd. Ich konnte das Buch vor allem zum Ende hin kaum aus der Hand legen. Die Spannung steigerte sich immer mehr und ich fieberte mit Maggie mit. Ihre furchtlose und beharrliche Art in diesem Fall zu ermitteln hat mir sehr gut gefallen. Weitere wichtige Charaktere wurden von Bourne sehr authentisch beschrieben, so dass ich ein genaues Bild vor Augen hatte.
Im Verlauf ergeben sich für den Leser einige Fragen, welche zum Nachdenken anregen. Ist es möglich, durch das brutale Auslöschen der Vergangenheit in der Zukunft Frieden zu finden? Oder mahnen uns die Fehler und Verbrechen der Vergangenheit? Ist es nicht respektlos den Opfern der Geschichte nicht zu gedenken?
Dieser Thriller war mein erstes Buch von dem Autor und ich war absolut begeistert. Es gab einige Anspielungen, in denen mir die Kenntnisse aus den ersten Bänden fehlten. Dies betraf allerdings ausschließlich Maggies Vergangenheit und hatte nichts mit dem Geschehen in diesem Thriller zu tun. Somit ist also eine bestimmte Reihenfolge nicht zwingend erforderlich.

Fazit: Eine aufregende und packende Story mit tollen Charakteren, welche ich nur weiterempfehlen kann!



  • Cover
  • Handlung
  • Thema
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 11.05.2020

Ein ergreifendes Schicksal aus dem 2. Weltkrieg

Die verlorene Tochter der Sternbergs
1

„Auf die Gegenwart kommt es an, auf den Teller mit Essen, den wir auf den Tisch stellen müssen, um zu überleben. Wenn morgen etwas anderes passiert, dann ist es eben so. weder du noch ich können das Morgen ...

„Auf die Gegenwart kommt es an, auf den Teller mit Essen, den wir auf den Tisch stellen müssen, um zu überleben. Wenn morgen etwas anderes passiert, dann ist es eben so. weder du noch ich können das Morgen ändern. Deshalb ist es besser, nicht zu viel zu erwarten. Es wird schon alles zu seiner Zeit kommen.“

Der Roman beginnt in der Gegenwart in New York. Eine ältere Frau namens Élise Duval wird völlig überraschend von der Vergangenheit eingeholt. Dies hat dramatische Folgen, denn eigentlich war Vergessen das Ziel. Doch nun werden Erinnerungen wieder wach und Élise muss sich mit ihnen auseinandersetzen, um sich selbst vergeben zu können.
Mit dem 2. Kapitel springt der Autor Armando Lucas Correa in das Jahr 1933 nach Berlin. Er schreibt von einer jungen jüdischen Familie, die schon in der Vorkriegszeit den ganzen Hass und die Verachtung zu spüren bekam.
Mit Beginn des Krieges müssen die Mutter Amanda und ihre Kinder Viera (5Jahre) und Lina (4 Jahre) flüchten. Ihr Mann Julius hatte dies schon vor langer Zeit geplant. Amanda ahnte davon nichts und wog sich noch lang in Sicherheit, da Julius ein sehr angesehener Kardiologe war und damit in ihren Augen für viele wichtig und unentbehrlich. Doch ihre Lebensgrundlage wird von den Nazis zerstört und als letzter Ausweg bleibt nur noch die Flucht. Die Kinder sollen in Sicherheit gebracht werden, in dem sie mit dem deutschen Ozeandampfer St. Louis von Hamburg nach Havanna zu ihrem Onkel reisen. Doch Julius konnte nur 2 Fahrkarten und Landeerlaubnisse für Kuba besorgen. Aus diesem Grund soll Amanda erst einmal bei Bekannten in Frankreich in einem kleinen Dorf in Haute-Vienne unterkommen.
Auf der Fahrt zum Hafen entscheidet sich Amanda um und vertraut ihre größere Tochter Viera einem fremden Ehepaar an. Sie selbst macht sich mit ihrer kleineren Tochter auf den Weg nach Frankreich.
Der Krieg beginnt und damit eine grauenvolle und dramatische Zeit der Flucht und des Versteckens.

Ich konnte durch den guten Schreibstil schnell in den Roman eintauchen und mit all den Charakteren mitfühlen.
Auch das Cover ist sehr authentisch zum Roman und transportiert Gefühle wie Angst und Furcht.
Der Autor arbeitet in seinem Werk mit wenig Emotionen, trotzdem schafft er es mich als Leser sehr zu berühren. Die furchtbaren Erlebnisse in der Kriegszeit werden sehr deutlich beschrieben.
Besonders das Schicksal von Lina ging mir sehr nahe.
Ihre vielen traumatischen Erlebnisse, Verluste und Trennungen sind kaum zu fassen.

Doch damit gleich zu meinem schon recht großen Kritikpunkt. Im Verlauf des Buches wird fast ausschließlich aus der Perspektive von Lina erzählt. Was ich sehr schade finde, denn es kommen noch viele weitere interessante Charaktere darin vor. Doch ihre Geschichten bleiben offen und wir erfahren leider nicht, wie es ihnen ergangen ist. Somit bleiben bei uns Lesern leider bis zum Schluss viele Fragen unbeantwortet.
Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor noch viel mehr auf die Schicksale der anderen Charaktere eingeht.

Fazit: Antisemitismus begann schon im Mittelalter und zieht sich leider bis heute durch. In diesem Buch wird einem wieder vor Augen geführt wie abartig, entwürdigend und schlimm die Gräueltaten damals gegen die Juden waren.


  • Cover
  • Thema
  • Geschichte
  • Erzählstil