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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2020

Ein zu tiefst berührendes und dramatisches Meisterwerk

Wie die Ruhe vor dem Sturm
1

„…sie war sie, und ich war ich, und wir waren wir. Wir waren 2 Menschen, die einander zu atmen helfen.“

„Wie die Ruhe vor dem Sturm“ ist der 1.Band der Chances-Reihe, aber in sich komplett abgeschlossen.

Als ...

„…sie war sie, und ich war ich, und wir waren wir. Wir waren 2 Menschen, die einander zu atmen helfen.“

„Wie die Ruhe vor dem Sturm“ ist der 1.Band der Chances-Reihe, aber in sich komplett abgeschlossen.

Als Jugendliche lernen sich Eleanor und Greyson kennen und bauen schnell eine ganz besondere Beziehung zueinander auf, welche sich gar nicht mit Worten beschreiben lässt.
Sie sind kein richtiges Paar - sie sind Seelenverwandte.
Nach vielen Jahren der Funkstille zwischen den beiden tritt Eleanor, durch ihren Job als Nanny wieder in das Leben von Greyson East. Doch mit Entsetzen muss sie feststellen, dass er sich verändert hat. Sie steht nun einem Mann gegenüber, dessen Augen nur noch Kälte und Schmerz ausstrahlen. Doch durch ihre starke, selbstlose und einzigartige Persönlichkeit kann sie die Kraft aufbringen, um Greyson zu kämpfen.

Ich bin zu tiefst berührt und begeistert von diesem Roman. Er ist vollgepackt mit Emotionen und Drama und bis ins kleinste Detail sehr gut durchdacht.
Der Schreibstil der Autorin Brittainy C. Cherry ist einfach wunderschön und gefühlvoll.
Es lässt sich leicht lesen und zugleich ist der Roman sehr tiefgründig.
Immer wieder schafft es BCC Zusammenhänge herzustellen und diese mit bezaubernden Kleinigkeiten so perfekt abzurunden.
Es gelingt ihr unglaublich gut von der ersten bis zur letzten Seite, Gefühle wie Freude und Liebe aber auch Schmerz und Trauer, den Leser hautnah miterleben zu lassen.
Damit ist der Spannungsbogen von Anfang bis Ende auf einem hohen Niveau und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Alle Charaktere wurden so toll und authentisch beschrieben, dass ich von jedem Einzelnen ein genaues Bild vor den Augen hatte und sie in mein Herz schließen konnte. Der Perspektivenwechsel zwischen Ellie und Grey lässt den Leser noch mehr in die jeweilige Gefühlswelt eintauchen.

Es gibt Szenen bei denen ich so herzlich lachen konnte, da sie so witzig und humorvoll geschrieben sind. Darauf folgten dann so unendlich traurige und herzzerreißende Abschnitte, wo ich meine Tränen nicht zurück halten konnte. Ich habe es noch nie erlebt, dass mich ein Buch so emotional mitnimmt wie dieses.

Fazit: Meine Erwartungen wurden beim Lesen bei Weitem übertroffen, darum ist dieser Roman für mich persönlich das Highlight 2020!
Ich habe mich von den Zeilen nur so verzaubern lassen!
MEHR DAVON!

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 07.06.2020

Wie wertvoll sind Erinnerungen aus der Vergangenheit?

Die Wahrheit
2

„…Es ist keine Lösung, sämtliche geschichtliche Aufzeichnungen zu vernichten! Wir brauchen diese Aufzeichnungen. Es ist so ein Klischee, dass es fast peinlich ist, es zu wiederholen, aber es ist eine Tatsache. ...

„…Es ist keine Lösung, sämtliche geschichtliche Aufzeichnungen zu vernichten! Wir brauchen diese Aufzeichnungen. Es ist so ein Klischee, dass es fast peinlich ist, es zu wiederholen, aber es ist eine Tatsache. Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu…“

Die Protagonistin Maggie Castello ist eine Mitarbeiterin der Rechtsabteilung des Weißen Hauses. Sie zog sich allerdings von ihrer Tätigkeit zurück, um etwas Abstand zu gewinnen.
Doch als ein langjähriges Mitglied der Fakultät in Virginia Professor Russel Aikman tot in seinem Büro gefunden wird, versucht die Gouverneurin Donna Morrison Maggie zu überreden in diesem Fall zu ermitteln. Maggie gilt als die beste Problemlöserin im Geschäft. Ihre Arbeit ist ein sehr wichtiger Bestandteil in ihrem Leben, darum nimmt sie schlussendlich diesen Fall an.
Gleichzeitig läuft der „Prozess des Jahrhunderts“, in dem der selbsternannte Historiker William Keane eine afroamerikanische Schriftstellerin wegen Verleumdung verklagt. Sie nannte ihn einen „Sklavenleugner“. Die Stimmung im Gerichtssaal und auf den Straßen ist aufgeheizt. Schnell stellt Maggie eine Verbindung zwischen dem Prozess und dem vermutlichen Mord an Aikman her.
Doch dieses Verbrechen war erst der Anfang. Es ereignen sich noch weitere Vorfälle in einem komplexen Umfang. Bibliotheken mit all ihren wertvollen Schätzen beginnen zu brennen und weitere Historiker und Zeitzeugen der Sklaverei und des Holocaust verunglücken. Es beginnt ein spannender Wettlauf gegen die Zeit. Maggies Hartnäckigkeit und ihr Scharfsinn bringen sie auf die richtige Spur und damit auch in die Schusslinie der Täter.

Schon das Cover spiegelt den Inhalt des Thrillers wider und ist damit sehr gut gelungen.
Der Autor Sam Bourne hat in seinem Buch aktuelle und sehr brisante Themen aufgegriffen und damit auch den Bezug zur Realität herstellt. Sein Schreibstil ist anspruchsvoll und zugleich sehr fesselnd. Ich konnte das Buch vor allem zum Ende hin kaum aus der Hand legen. Die Spannung steigerte sich immer mehr und ich fieberte mit Maggie mit. Ihre furchtlose und beharrliche Art in diesem Fall zu ermitteln hat mir sehr gut gefallen. Weitere wichtige Charaktere wurden von Bourne sehr authentisch beschrieben, so dass ich ein genaues Bild vor Augen hatte.
Im Verlauf ergeben sich für den Leser einige Fragen, welche zum Nachdenken anregen. Ist es möglich, durch das brutale Auslöschen der Vergangenheit in der Zukunft Frieden zu finden? Oder mahnen uns die Fehler und Verbrechen der Vergangenheit? Ist es nicht respektlos den Opfern der Geschichte nicht zu gedenken?
Dieser Thriller war mein erstes Buch von dem Autor und ich war absolut begeistert. Es gab einige Anspielungen, in denen mir die Kenntnisse aus den ersten Bänden fehlten. Dies betraf allerdings ausschließlich Maggies Vergangenheit und hatte nichts mit dem Geschehen in diesem Thriller zu tun. Somit ist also eine bestimmte Reihenfolge nicht zwingend erforderlich.

Fazit: Eine aufregende und packende Story mit tollen Charakteren, welche ich nur weiterempfehlen kann!



  • Cover
  • Handlung
  • Thema
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 11.05.2020

Ein ergreifendes Schicksal aus dem 2. Weltkrieg

Die verlorene Tochter der Sternbergs
0

„Auf die Gegenwart kommt es an, auf den Teller mit Essen, den wir auf den Tisch stellen müssen, um zu überleben. Wenn morgen etwas anderes passiert, dann ist es eben so. weder du noch ich können das Morgen ...

„Auf die Gegenwart kommt es an, auf den Teller mit Essen, den wir auf den Tisch stellen müssen, um zu überleben. Wenn morgen etwas anderes passiert, dann ist es eben so. weder du noch ich können das Morgen ändern. Deshalb ist es besser, nicht zu viel zu erwarten. Es wird schon alles zu seiner Zeit kommen.“

Der Roman beginnt in der Gegenwart in New York. Eine ältere Frau namens Élise Duval wird völlig überraschend von der Vergangenheit eingeholt. Dies hat dramatische Folgen, denn eigentlich war Vergessen das Ziel. Doch nun werden Erinnerungen wieder wach und Élise muss sich mit ihnen auseinandersetzen, um sich selbst vergeben zu können.
Mit dem 2. Kapitel springt der Autor Armando Lucas Correa in das Jahr 1933 nach Berlin. Er schreibt von einer jungen jüdischen Familie, die schon in der Vorkriegszeit den ganzen Hass und die Verachtung zu spüren bekam.
Mit Beginn des Krieges müssen die Mutter Amanda und ihre Kinder Viera (5Jahre) und Lina (4 Jahre) flüchten. Ihr Mann Julius hatte dies schon vor langer Zeit geplant. Amanda ahnte davon nichts und wog sich noch lang in Sicherheit, da Julius ein sehr angesehener Kardiologe war und damit in ihren Augen für viele wichtig und unentbehrlich. Doch ihre Lebensgrundlage wird von den Nazis zerstört und als letzter Ausweg bleibt nur noch die Flucht. Die Kinder sollen in Sicherheit gebracht werden, in dem sie mit dem deutschen Ozeandampfer St. Louis von Hamburg nach Havanna zu ihrem Onkel reisen. Doch Julius konnte nur 2 Fahrkarten und Landeerlaubnisse für Kuba besorgen. Aus diesem Grund soll Amanda erst einmal bei Bekannten in Frankreich in einem kleinen Dorf in Haute-Vienne unterkommen.
Auf der Fahrt zum Hafen entscheidet sich Amanda um und vertraut ihre größere Tochter Viera einem fremden Ehepaar an. Sie selbst macht sich mit ihrer kleineren Tochter auf den Weg nach Frankreich.
Der Krieg beginnt und damit eine grauenvolle und dramatische Zeit der Flucht und des Versteckens.

Ich konnte durch den guten Schreibstil schnell in den Roman eintauchen und mit all den Charakteren mitfühlen.
Auch das Cover ist sehr authentisch zum Roman und transportiert Gefühle wie Angst und Furcht.
Der Autor arbeitet in seinem Werk mit wenig Emotionen, trotzdem schafft er es mich als Leser sehr zu berühren. Die furchtbaren Erlebnisse in der Kriegszeit werden sehr deutlich beschrieben.
Besonders das Schicksal von Lina ging mir sehr nahe.
Ihre vielen traumatischen Erlebnisse, Verluste und Trennungen sind kaum zu fassen.

Doch damit gleich zu meinem schon recht großen Kritikpunkt. Im Verlauf des Buches wird fast ausschließlich aus der Perspektive von Lina erzählt. Was ich sehr schade finde, denn es kommen noch viele weitere interessante Charaktere darin vor. Doch ihre Geschichten bleiben offen und wir erfahren leider nicht, wie es ihnen ergangen ist. Somit bleiben bei uns Lesern leider bis zum Schluss viele Fragen unbeantwortet.
Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor noch viel mehr auf die Schicksale der anderen Charaktere eingeht.

Fazit: Antisemitismus begann schon im Mittelalter und zieht sich leider bis heute durch. In diesem Buch wird einem wieder vor Augen geführt wie abartig, entwürdigend und schlimm die Gräueltaten damals gegen die Juden waren.


  • Cover
  • Thema
  • Geschichte
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 02.05.2020

Die Dankbarkeit wird zum größten Glück

Das große Glück der kleinen Dinge
0

Dankbarkeit kennen wir eigentlich alle aus unserer Erziehung, doch nach diesem Buch bekommt man noch einmal ein ganz anderes Verständnis für den Begriff DANKBARKEIT.
Janice Kaplan eine amerikanische Schriftstellerin, ...

Dankbarkeit kennen wir eigentlich alle aus unserer Erziehung, doch nach diesem Buch bekommt man noch einmal ein ganz anderes Verständnis für den Begriff DANKBARKEIT.
Janice Kaplan eine amerikanische Schriftstellerin, Zeitschriftenredakteurin und Fernsehproduzentin möchte in ihrem Buch anhand eines Experiments herausfinden, ob sie nach einem Jahr Achtsamkeit und Dankbarkeit glücklicher und zufriedener ist.
Sie nimmt uns Leser auf ihre Reise durch das Jahr mit und schreibt täglich in ihr Tagebuch für was sie dankbar und glücklich ist. Auch an einem regnerischen, grauen Tag oder nach einer Autopanne können wir immer noch etwas finden, für was man an diesem Tag dankbar sein kann. Auf absolut sympathische und herzliche Art und Weise zeigt uns die Autorin, wie wir unseren Blick auf die positiven Dinge fokussieren.
Sie teilt ihr Buch in die 4 Jahreszeiten ein und geht dabei auf verschiedene Bereiche ein wie zum Beispiel Familie, Karriere und Gesundheit.
Ihre Aussagen untermauert Kaplan mit Erkenntnissen aus der Psychologie, Medizin und Philosophie. Sie beschriebt diese absolut verständlich und einleuchtend.
Ich fand dieses Buch sehr interessant, aufschlussreich und lebensverändernd. Es lädt ein dieses einfache Experiment selbst zu starten und das große Glück der kleinen Dinge zu erkennen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2020

„Ich will Dinge, die zu wollen ich nie geglaubt hätte.“ -eine prickelnde & erotische Explosion-

All of Me
2

Zuerst möchte ich sagen, wie sehr mir das Cover gefällt. Es ist sehr modern und die Schriftzüge kombiniert aus geradlinigen und geschwungenen Buchstaben harmonisieren sehr gut miteinander. Dadurch ist ...

Zuerst möchte ich sagen, wie sehr mir das Cover gefällt. Es ist sehr modern und die Schriftzüge kombiniert aus geradlinigen und geschwungenen Buchstaben harmonisieren sehr gut miteinander. Dadurch ist mir das Buch sofort ins Auge gestochen.

Nun einige Worte zum Inhalt des Romans:

Willow Blackwell ist eine attraktive, junge und starke Frau mit finanziellen Schwierigkeiten. Sie kommt für die Kosten ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter auf, was allein durch ihren Job als Hörbuchsprecherin nicht ausreicht. Deshalb verdient sie sich etwas dazu und begleitet reiche Geschäftsmänner zu wichtigen Events. In der Vergangenheit musste sie schon viele Schicksalsschläge verkraften. Dies macht sie meiner Meinung nach sehr sensibel und verschlossen was Gefühle anbelangt. Sie ist sich ihrer Wirkung auf andere Menschen insbesondere Männer überhaupt nicht bewusst. Wenn sie einen Raum betritt, zieht sie Alle in ihren Bann und strahlt etwas Wunderbares aus.
Eines Tages trifft sie zufällig auf den begehrten Junggesellen Shaw Mercer.
Er ist ein vermögender und erfolgreicher Geschäftsmann, dazu noch unverschämt gutaussehend und sexy. Schon beim ersten Blickkontakt fühlen sich beide unheimlich voneinander angezogen. Dieses Gefühl lässt sie nicht wieder los.
Während Shaw zusammen mit seinem besten Freund und Geschäftspartner Noah unterwegs ist, vergnügen sie sich mit hübschen Frauen und leben ihre sexuellen Fantasien aus.
An einer festen Bindung sind beide keinesfalls interessiert.
Shaws Lifestyle schadet dem Ansehen seiner Familie und damit auch der politischen Karriere seines Vaters. Die Lösung dafür soll eine dauerhafte Beziehung zwischen Shaw und einer Partnerin sein. Diese soll auch von anderen Skandalen der Familie ablenken.
Eine aufregende Zeit voller Erotik, Gefühlschaos und Intrigen nimmt ihren Lauf.
ACHTUNG: Cliffhanger mit Suchtgefahr!

Eine Stelle im Roman hat mich total ergriffen, darum ist sie mein Lieblingszitat:

„Es muss erst ein besonderes Mädchen kommen, um einem Jungen die Augen dafür zu öffnen, was direkt vor ihm steht, Willow. Aber wenn er es merkt, wird er auf Leben und Tod um sie kämpfen und nur für sie. Gib dich nicht zufrieden, bis du diesen Mann findest.“

Der Autorin K. L. Kreig ist es gelungen, während des ganzen Romans die Spannung weit oben zu halten. Ihr Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich damit leicht lesen. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich die Perspektiven der Protagonisten Shaw und Willow in den Kapiteln abwechseln. Somit konnte ich die Sichtweisen der beiden gut verfolgen.
Die Charaktere wurden absolut authentisch beschrieben, weshalb es mir sehr leicht fiel alle Personen genau kennenzulernen und zu mögen oder eben nicht.
Erotik spielt in diesem Buch eine große Rolle. Kreig schafft es das Geschehen sexy und aufregend zu beschreiben, so dass es zu keiner Zeit billig oder vulgär wirkt.

Fazit:

Ein absolut gelungener Auftakt einer zweiteiligen Buchreihe! Mich hat der Roman total gepackt, so dass ich auf den 2. Teil auf gar keinen Fall verzichten kann!

Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde der Lesejury kennenlernen und habe es verschlungen! Vielen Dank für dieses Lesevergnügen!

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Erotik