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Veröffentlicht am 07.03.2025

Ordentlich Spice

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
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Mackenzie hat als Ärztin im Krankenhaus alle Hände voll zu tun - da kann sie nicht nebenher noch nach Männern und schon gar nicht nach einem Gefährten Ausschau halten. Ihre besorgte Grannie schickt sie ...

Mackenzie hat als Ärztin im Krankenhaus alle Hände voll zu tun - da kann sie nicht nebenher noch nach Männern und schon gar nicht nach einem Gefährten Ausschau halten. Ihre besorgte Grannie schickt sie deshalb auf diverse Dates mit Werwolfssöhnen ihrer Freundinnen. Nach dem letzten Horror-Date hat Mackenzie nun die Nase voll und kommt auf einen ungewöhnlichen Plan: Sie braucht einen Fake-Boyfriend. Perfekt passt da doch der Kardiologe Noah, der ebenfalls dringend eine Scheinbeziehung benötigt, bevor auffliegt, dass er ein partnerloser Alpha-Wolf ist. Unvorsichtig stürzen sich die beiden in die Fake-Beziehung, die sich nach und nach echter anfühlt als sie sollte...

"The Fake-Mate" von Lana Ferguson hat mir sehr gut gefallen und ist perfekt für amüsante Lesestunden. Die Autorin hat einen humorvollen Schreibstil, der die weibliche Hauptfigur Mackenzie schlagfertig und witzig bis sarkastisch ausgestattet hat. Als Konterpart passt hierzu hervorragend der zunächst mürrische, später herzallerliebste Noah, den Mackenzie oft aufzieht und neckt, sodass ich immer wieder schmunzeln musste. Beide Figuren habe ich beim Lesen sehr lieb gewonnen und ihre gegenseitige Annäherung hat mir wirklich gefallen. Vom beginnenden Prickeln über das Sehnen nacheinander bis hin zum Spice war alles so sehr in den Bann ziehend geschrieben, dass es mir schwer fiel, den Roman aus den Händen zu legen. Einzig die Tatsache, dass die beiden zum Ende hin direkt hätten miteinander sprechen können und sollen, hat mich etwas mit den Augen rollen lassen. Zudem kann ich den Hype rund um den "Knoten" nicht ganz nachvollziehen - Sonst aber eine tolle Fake-Date-Romanze mit ordentlich Space für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 04.03.2025

Chaotisches Wirrwarr mit rundem Ende

Die Bibliothek der Wahren Lügen
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Als der 14-Jährige Oskar einen Schreibwettbewerb in den Sommerferien bei seinem Lieblingsautor Simon Bruma gewinnt, ist er ganz aus dem Häuschen. Vor Ort angekommen, scheint in der Villa des Autors jedoch ...

Als der 14-Jährige Oskar einen Schreibwettbewerb in den Sommerferien bei seinem Lieblingsautor Simon Bruma gewinnt, ist er ganz aus dem Häuschen. Vor Ort angekommen, scheint in der Villa des Autors jedoch nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Nachts erscheinen Monster in den Schatten des Flurs und der Autor und seine 12-jährige Tochter November verbergen Geheimnisse und Informationen. Doch Oskar hat keine Zeit sich zu akklimatisieren, denn November ist von einer Krankheit befallen, die nur mittels Oskars Schreibfähigkeiten behandelt werden kann…



„Die Bibliothek der wahren Lügen“ ist für die Zielgruppe ab 11 Jahren gedacht und schildert die Ereignisse aus Oskars Sicht. Während mir der etwas ängstliche und oft drangsalierte Oskar von Beginn an ans Herz wuchs, konnte mich die Geschichte jedoch nicht vollends erreichen. Das Buch las sich ab der Ankunft Oskars in der Villa von Simon Bruma wie ein chaotisches Auf und Ab, in dem mich vieles an Bücher meiner Kindheit bzw. Jugend erinnerten. So z.B. Alice im Wunderland, Tintenherz, Die unendliche Geschichte und Der Herr der Ringe. Leider empfand ich dies jedoch nicht als Hommage an diese Werke, sondern eher als „abgekupfert“ und zu nahe an den Ideen der Originale. Die Handlung war von diversen Kämpfen begleitet und oftmals gab es keine lehrreiche Lösung, sondern ein. „Abrakadabra“ und alles war wieder gut. Oftmals fehlte mir der rote Faden und ich fragte mich, wohin das Wirrwarr führen solle. Das Ende hingegen hat mir persönlich sehr gut gefallen, schloss es doch endlich den Kreis, wodurch ich viele Begebenheiten des Romans endlich nachvollziehen konnte, auch wenn nicht alles Aufklärung fand. Der Sprachstil war überwiegend geprägt von bildlichen Vergleichen, die mir zu Anfang sehr imponierte, nach und nach aber zu zwanghaft und wie aneinandergereihte und damit für den Lesefluss zu sperrige Aufzählungen wirkte. Aufgrund einiger doch gruseliger Szenen und einiger sterbender Figuren, bin ich unsicher, ob der Roman für das Lesealter ab 11 Jahren zu empfehlen ist – zartbesaitete Kinder könnten hier Schwierigkeiten haben, für Teenager ab 14 Jahren hingegen könnte es schon zu uninteressant sein. Alles in allem konnte mich der Roman nicht so recht überzeugen, auch wenn Oskar und vor allem das berührende Ende mir sehr gut gefallen haben.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Masterplan Scheinfasten

Scheinfasten – mein Masterplan
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Um das Thema Fasten schleiche ich schon einige Zeit herum, habe mich aber aus Sorge vor Unkenntnis und vor-Hunger-nicht-durchhalten-können nie rangetraut. Mit dem Buch „Scheinfasten – Mein Masterplan“ ...

Um das Thema Fasten schleiche ich schon einige Zeit herum, habe mich aber aus Sorge vor Unkenntnis und vor-Hunger-nicht-durchhalten-können nie rangetraut. Mit dem Buch „Scheinfasten – Mein Masterplan“ von Prof. Dr. Michaelsen hatte das Zögern ein Ende.

In einem angenehm übersichtlich gestalteten und sehr gut verständlichen Theorieteil werden zunächst die verschiedenen Fastenmöglichkeiten, die Vorteile und der Ablauf des Scheinfastens dargestellt. Im Anschluss folgen Rezepte für morgens, mittags und abends für den Vorbereitungstag und Tag 1-5 mit verschiedenen Variationen. Die Rezepte sind durchweg vegan und bunt gehalten, sodass jeder etwas Passendes für sich finden kann. Grundsätzlich war ich hiervon sehr begeistert. Ein Manko gibt es jedoch: Die einzelnen Gerichte sind nicht untereinander austauschbar, da jeder Tag (morgens-mittags-abends) für sich aufeinander abgestimmt ist bezüglich der Zutaten sowie der Kalorienanzahl. Dies sorgt dafür, dass man – auch durch die benötigte Frische der Zutaten – jeden Tag 3x in der Küche stehen muss, um sich seine kleinen Mahlzeiten zuzubereiten. In einem normalen Arbeitsalltag, an dem man früh das Haus verlässt und erst spät nach Hause kommt, ist das nahezu unmöglich. Auch die Vorbereitung am Vortag gestaltet sich teilweise schwierig, da viele Zutaten sehr frisch sein müssen. Mich hat gestört, dass man z.B. die sehr leckere Süßkartoffelsuppe nicht einfach vorkochen und an 2-3 Tagen essen kann. Das würde nicht nur Arbeitsaufwand, sondern auch Ressourcen sparen. Denn bei den vielen, wirklich sehr schönen Rezepten bleiben oftmals frische oder frisch geöffnete Lebensmittel übrig, die in den Folgetagen keine Anwendung finden. Das ist mir zu wenig nachhaltig gedacht.

Fazit: Wir haben einige Rezepte (in normaler Portionsgröße) in unseren Alltag integriert, da diese schmackhaft und gesund sind - ich muss aber gestehen, dass wir das Schonfasten anhand der von Prof. Dr. Michaelsens vorgefertigten Packungen gemacht haben, die man auf seiner Internetseite erwerben kann (Link im Buch), da das mehrfache Zubereiten am Tag neben dem Beruf und Alltag einfach nicht passte. Sollte es alsbald ein Schonfasten-Masterplan-Kochbuch für Berufstätige geben, in dem man die Rezepte beliebig kombinieren kann, wäre ich sehr zugetan!

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Moderne Hommage an Hitchcocks "Fenster zum Hof"

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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Robyn leidet an ME/CFS und ist daher an ihren Rollstuhl und die Wohnungsebene gebunden. Zerstreuung findet sie in True-Crime-Podcasts und dem Beobachten des gegenüber ihrem Wohnhaus liegenden Hotels Ambrosia. ...

Robyn leidet an ME/CFS und ist daher an ihren Rollstuhl und die Wohnungsebene gebunden. Zerstreuung findet sie in True-Crime-Podcasts und dem Beobachten des gegenüber ihrem Wohnhaus liegenden Hotels Ambrosia. Dieses war schon mehrfach mit skandalösen Begebenheiten in den Schlagzeilen und aufgrund dessen hält Robyn es für perfektes True-Crime-Material. Als sie eines Tages Zeugin einer Entführung wird, schickt sie kurzerhand A.J., einen obdachlosen Jugendlichen, als Spion in das Hotel. Gemeinsam wühlen sie in den Untiefen des Hotels und kommen einigen Monstern auf die Spur…

„Hotel Ambrosia“ ist ein atmosphärischer und spannender YA-Thriller, der mich ab der ersten Seite vollkommen in seinen Bann gezogen hatte. Die ungewöhnliche Protagonistin mit ihrer schweren Erkrankung hatte es mir direkt angetan. Nicht nur hat die Autorin Katie Kento die Erkrankung ME/CFS wahnsinnig gut recherchiert und dargestellt, die Protagonistin Robyn empfand ich auch als unglaublich plastisch kreiert. Robyn ist sympathisch und wie sie ihren diversen Einschränkungen begegnet, ist wirklich beeindruckend. Trotz der Erzählung aus der 3. Person konnte ich mich Robyn stets sehr nahe fühlen. Aber auch A.J. als ihr „langer Arm“ hat mir als Figur sehr gefallen. Er hat einen trockenen Humor inne und sorgte hierdurch für viel Witz und Lockerheit. Zudem wirkte sich der direkte soziale Kontakt zusätzlich positiv auf Robyn aus, deren Figurenentwicklung hierdurch vorangetrieben wurde. Zudem umgab A.J. bisweilen ein Geheimnis, dem nicht nur Robyn unbedingt auf die Spur kommen wollte.

Das Hotel beherbergt viele zwielichtige Menschen und die Autorin hat es geschafft trotz bereits hoher Spannung zu Beginn, die ersten beiden Drittel des Romans immer noch spannender werden zu lassen. Ich musste mich richtiggehend zwingen, um das Lesen zwischendurch für Haushalt o.Ä. zu unterbrechen. Die moderne Aufmachung mit eingefügten E-Mails, Listen und Whatsapp-Nachrichten sorgten dabei nicht nur für Abwechslung, sondern auch für einen tollen Lesefluss. Zum Ende hin ließ für meinen Geschmack die Spannung jedoch etwas nach und auch mit der Auflösung (vor allem den Hintergründen) des Falls war ich nicht vollends zufrieden – aus Spoilergründen bleibe ich lieber vage und gehe an dieser Stelle nicht näher darauf ein. Nichtsdestotrotz hat die Katie Kento einen fesselnden Roman mit einer außergewöhnlichen Protagonistin geschrieben, der mich sowohl an den Klassiker „Fenster zum Hof“ von Alfred Hitchcock als auch an die Romanreihe „A Good Girls Guide to Murder“ von Holly Jackson erinnerte, ohne zu ähnlich zu sein oder abgekupfert zu wirken! Chapeau! Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Leider langweilig

Mismatch
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Inhalt: Austin Fields ist der neue Spitzenspieler der College-Basketballmannschaft der Hopeville University. Nach dem Umzug in die Kleinstadt will er ein für alle Mal mit seiner Vergangenheit abschließen ...

Inhalt: Austin Fields ist der neue Spitzenspieler der College-Basketballmannschaft der Hopeville University. Nach dem Umzug in die Kleinstadt will er ein für alle Mal mit seiner Vergangenheit abschließen – wenn nur diese ebenso hübsche wie hartnäckige Sportjournalistin aufhören würde, Fragen zu stellen. Denn sein dunkelstes Geheimnis scheint ihm bis hierher gefolgt zu sein …

Joyce Reed ist eine angehende Sportjournalistin, wird als Frau aber nicht richtig ernst genommen. Da kommt es ihr gerade recht, dass der neue Star der Hopeville Dragons Geheimnisse zu verbergen scheint. Die perfekte Gelegenheit, sich zu beweisen. Doch als sie die Wahrheit erfährt, ändert das alles.

Leider konnte mich diese Sportsromance nicht überzeugen. Im Vergleich zu anderen Romanen dieses Genres fehlten mir der freche Wortwitz, das Prickeln zwischen den Figuren, spicy Szenen und nicht zuletzt ein ernsthaftes, hintergründiges Problem. Basketballer Austin Fields gibt zwar mehrfach an, dass er sich wegen eines Ereignisses in der Vergangenheit schuldig fühlt, als dieses dann aber auf unspektakuläre Weise enthüllt wurde, schien mir das als sehr übertrieben. Die beiden Figuren Joyce und Austin sind ganz niedlich, konnten aber leider über die für meinen Geschmack zu langweilige Handlung nicht hinweghelfen.

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