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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2026

Wichtiges Thema cool aufgearbeitet

Mit anderen Augen
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Ich finds super cool und interessant, dass es immer mehr (feministische) Bücher gibt, die relevante und aktuelle Themen, die vor allem Frauen betreffen, aufgreifen und zu wahnsinnig coolen Geschichten ...

Ich finds super cool und interessant, dass es immer mehr (feministische) Bücher gibt, die relevante und aktuelle Themen, die vor allem Frauen betreffen, aufgreifen und zu wahnsinnig coolen Geschichten verstricken. Denn die Prämisse, dass Frauen ab einem gewissen Alter Gefahr laufen an Unsichtbarkeit zu erkranken, hört sich ja erstmal skurril und geradezu abwegig an. Aber wenn man mal genauer drüber nachdenkt- ist dann da nicht vielleicht etwas Wahres dran? Und sind Frauen nicht auch vorher schon in gewissen Situationen „unsichtbar“?!

Ich fand es total cool wie es in dem Buch nicht nur um die Rolle der Frau in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der Wahrnehmung durch Männer geht, sondern viel auch um Selbstwahrnehmung, Selbstwertschätzung und darum auch mal gutmütig mit sich selbst zu sein.

Tilda war für mich eine sehr nahbare Protagonistin- Tochter, Mutter, Freundin, (Ex-)Ehefrau, aber auch Karrierefrau, Frau mit Dating-Frust. Tilda hat viele Facetten, die sie dreidimensional und authentisch machen. Und dadurch konnte ich mit ihr gut mitfühlen.

Das Buch hat so einen leicht pseudowissenschaftlichen Touch an sich, was die Erkrankung der Unsichtbarkeit und deren Behandlungsmethoden angeht. Das finde ich einerseits total genial und gleichzeitig erschreckend, eben weil es dadurch so realistisch wirkt. Auf jeden Fall ein cooles Stilmittel hier.

Die Geschichte hat so eine Sogwirkung an dich, dass ich einfach immer weiterlesen wollte. Fands richtig stark

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Plot gut, Spannung hätte gerne mehr sein können

The Box in the Woods. Schau nicht hinein
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Bei Schüler-Detektiven denke ich automatisch an „A good girls guide to murder“. Da Holly Black aber auch der unangefochtene Spitzenreiter für mich in dieser Kategorie ist, kommt dieses Buch inhaltlich ...

Bei Schüler-Detektiven denke ich automatisch an „A good girls guide to murder“. Da Holly Black aber auch der unangefochtene Spitzenreiter für mich in dieser Kategorie ist, kommt dieses Buch inhaltlich für mich nicht dagegen an. Dabei hat der Plot eigentlich alles was es braucht. Nur spannungstechnisch fehlte was.

Vom Setting her mit dem Sommercamp absolut grandios. Hat so ein bisschen Fear Street Flair. Das allein macht schon viel her.
Ich mochte auch wie der Fall aus den 70ern mit aktuellen Ereignissen verknüpft wurde und der alte Fall quasi neue Wellen schlägt.

Ich fand Stevie und ihre Clique nahbar und sympathisch angelegt, auch wenn die Figuren selbst nicht wahnsinnig viel Tiefe haben.
Die Geschichte ist leicht zu verfolgen und angenehm zu lesen. Sie ist hauptsächlich von klassischer Detektivarbeit geprägt, die vor allem aus Gesprächen besteht.

Es gibt ein paar Aha-Momente und die Situation spitzt sich gegen Ende mal kurz zu, aber sonst ist das Tempo eher gemäßigt. Spannungstechnisch wäre für mein Empfinden mehr möglich gewesen.
Die Auflösung und Rekonstruktion der Ereignisse hat mir richtig gut gefallen. Da macht Stevie Miss Marple alle Ehre.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Mordermittlung mal anders

Noch fünf Tage
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Eine sterbende Frau klärt ihren eigenen Mord auf- was für eine geniale Idee ist das denn bitte?! Und das, wäre sie selbst zwischenzeitlich Hauptverdächtige ist. Da Protagonistin Lis ans Bett gefesselt ...

Eine sterbende Frau klärt ihren eigenen Mord auf- was für eine geniale Idee ist das denn bitte?! Und das, wäre sie selbst zwischenzeitlich Hauptverdächtige ist. Da Protagonistin Lis ans Bett gefesselt im Krankenhaus liegt, ist der Handlungsrahmen super eng gefasst und spielt sich innerhalb weniger Tage ab. Das gibt dem ganzen eine gewisse Dringlichkeit und eine eindringliche Atmosphäre.

Lis rekapituliert nicht nur die Ereignisse der Mordnacht, sondern ihre komplette Beziehung zur Familie ihres Arbeitgebers, hinterfragt Entscheidungen und versucht Verbindungen zu den jüngsten Geschehnissen herzustellen. Familie Harman kommt dabei überhaupt nicht gut weg und dadurch ergeben sich verschiedene mögliche Motive für den Mord, was super spannend geplottet ist. Geld allen macht eben keine guten Menschen und besonders wie die Harman Lis mitgespielt haben, war wirklich unterirdisch.

Lis habe ich als starke, selbstbewusste Frau empfunden, die alles tut, um ihrer Tochter eine gute Zukunft zu ermöglichen, aber auch eine ordentliche Portion eigenen Ehrgeiz und ein gesundes Selbstvertrauen bezüglich ihres Könnens besitzt. Das macht sie zu einer tollen Protagonisten, deren Gedankengängen man gerne folgt.

So ein bisschen surreal ist die gesamte Situation natürlich schon, vor allem, dass Lis zwischenzeitlich Beschuldigte, aber auch Anklägerin und Ermittlerin ist. Und trotzdem die luxuriöse Behandlung eines VIPs erfährt. Die kulinarischen Ausschweifungen fand ich interessant zu verfolgen, auch wenn ich damit selbst nicht allzu viel anfangen kann.

Ich fand die knackige Erzählstruktur und die temporeiche Ermittlung sehr packend und habe durchaus mitgefiebert. War mal was anderes, mir hats gefallen.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Fakedating war noch nie so bittersüß

Picking Daisies on Sundays
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Ich liebe ja gute Fake-Dating-Geschichten, aber mein Gott wie süß ist bitte diese Geschichte, bei der absolut gar nichts fake ist. Ich bin ganz hin und weg von dieser Geschichte, die einfach zuckersüß ...

Ich liebe ja gute Fake-Dating-Geschichten, aber mein Gott wie süß ist bitte diese Geschichte, bei der absolut gar nichts fake ist. Ich bin ganz hin und weg von dieser Geschichte, die einfach zuckersüß ist. Levi und Dani sind echt ein Match made in heaven. So so süß, für mich ein perfekter cosy Read.

Fakedating allein trifft nicht mal ansatzweise worum es hier geht. Es ist auch Friends to lovers, second chances, childhood love und nebenbei haben beide einfach auch hinreißend süße Familien und absolut untoxische, bezaubernde Freunde. Das ganze Buch ist eine einzige Green Flag und ein Safe Space. Tut so gut ein Buch ganz ohne Drama, Lügen und ähnliches zu lesen.

Dani ist eine sehr nahbare, sympathische Protagonistin und es fiel mir leicht, mich in sie hineinzuversetzen. Auch ihre Unsicherheiten fand ich sehr nachvollziehbar und es war so cool, sie über sich hinauswachsen zu sehen. Ich hab richtig mitgefiebert, dass sie ihr Happy End mit Levi bekommt.

Ich fand die Geschichte nicht nur sehr charmant, sondern auch sehr witzig, habe sogar teilweise richtig kichern müssen. Wunderbar schöne, leichte Unterhaltung zum Schmunzeln und Schmachten.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Puh, ganz schön schwierig

Alle lieben Dandelion, aber sie ist tot
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Also zuerst mal: ich liebe diese Geschichte. Aber ich hasse sie auch. Die Prämisse ist eigentlich unfassbar genial: Dandelion war ein Fixstern, die Sonne, um die andere Personen kreisten, aber sie war ...

Also zuerst mal: ich liebe diese Geschichte. Aber ich hasse sie auch. Die Prämisse ist eigentlich unfassbar genial: Dandelion war ein Fixstern, die Sonne, um die andere Personen kreisten, aber sie war auch egozentrisch, eigen in ihren Ansichten und so ein bisschen flatterhaft. Und sie ist tot. Und trotzdem der Mittelpunkt dieser Geschichte, des Lebens ihrer Schwester Poppy und das eines Typen, den sie nie getroffen hat.

Eigentlich ist die Lovestory ultra traurig: Poppy, gefangen zwischen Trauer und Unsicherheit, gibt sich online als Dandelion aus und verliebt sich in Jake. Der denkt er verliebt sich in Dandelion oder zumindest das Bild, das Poppy von ihr zeichnet. Ganz ehrlich Misskommunikation ist hier nicht nur Trope, es ist die Grundlage von allem. Und dieses Netz aus Täuschungen, Missverständnissen und toxischen Beziehungen hat mich echt geschafft.

Das hier ist keine schöne Geschichte- sie ist unbequem, anstrengend, nervenaufreibend. Ich habe Jake im Handlungsverlauf regelrecht hassen gelernt. Ich meine, was stimmt mit dem nicht?! Poppy tat mir meistens einfach nur leid, aber auch sie kommt nicht gut weg.

Aber trotzdem habe ich die Geschichte wie im Wahn gelesen, ich kam nicht davon los und habe richtig mitgefiebert.

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