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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2017

Eine herzliche Weihnachtsgeschichte

Für immer Weihnachten
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Evas Mann ist in Kriegsgefangenschaft verstorben. Mit ihrer kleinen Tochter Lotte hofft sie auf einen Neubeginn mit Paul. Doch auch er hat sein Päckchen aus Kriegszeiten zu tragen. Und ausgerechnet zu ...

Evas Mann ist in Kriegsgefangenschaft verstorben. Mit ihrer kleinen Tochter Lotte hofft sie auf einen Neubeginn mit Paul. Doch auch er hat sein Päckchen aus Kriegszeiten zu tragen. Und ausgerechnet zu Weihnachten brechen all diese Erinnerungen durch. Als Lotte auch noch einen Zwergesel geschenkt bekommt setzt Paul Eva und ihre Tochter vor die Tür. Haben die drei jetzt überhaupt noch eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft?

Diese Geschichte vermittelt einen sehr gut einen Eindruck in das Leben der Nachkriegsjahre und auch die weihnachtliche Stimmung kommt nicht zu kurz. Das Buch erzählt von Erinnerungen und wie sehr sie einen Menschen beeinträchtigen können und von Nächstenliebe. Und auch ein bisschen Magie fließt mit ein. Ein schönes Buch zur Weihnachtszeit, das nachdenklich stimmt und ich gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 24.09.2017

Eine schöne Liebesgeschichte zum Wegträumen

Glück am Meer
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Jule führt eine kleine Pension auf der Insel Amrum. Nach einem kargen Winter bekommt sie langsam finanzielle Schwierigkeiten. Da mietet sich Ben für ein paar Wochen bei ihr ein. Die Rettung für Jules Finanzen. ...

Jule führt eine kleine Pension auf der Insel Amrum. Nach einem kargen Winter bekommt sie langsam finanzielle Schwierigkeiten. Da mietet sich Ben für ein paar Wochen bei ihr ein. Die Rettung für Jules Finanzen. Doch bringt Ben auch ihr Gefühlsleben gefährlich ins Wanken, womit sie gar nicht zurechtkommt. Und auch Ben fühlt sich von Anfang an zu ihr hingezogen. Doch ihn umgibt ein Geheimnis.

Mich haben in diesem Roman vor allem von Anfang an zwei Fragen umtrieben - was ist mit Jules Ehemann passiert, vor allem, da sie so gar nicht mit ihm abschließen kann? Und warum braucht Ben eine Auszeit und hat eine neue Liebe eigentlich so gar nicht im Sinn?

Die Autorin entführt uns in das noch winterliche Amrum. Da ich die Nordsee sehr gerne mag, war das der Hauptgrund für dieses Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht, ich konnte mich wirklich auf die Insel träumen. Noch dazu sind die Charaktere so liebevoll, vor allem Jule konnte ich sofort ins Herz schließen, so das ich mich liebend gerne selber in der Pension eingemietet hätte.

Der Schreibstil ist flüssig und so durfte ich eine schöne, niveauvolle Liebesgeschichte lesen. Ein Buch zum Entspannen und Wegträumen, grad an kalten, ungemütlichen Tagen, die uns bevorstehen.

Zu dem Buch gibt es noch einen Vorgängerroman "Küsse am Meer", in dem es wohl hauptsächlich um Jules beste Freundin geht. Den werde ich mir noch zulegen müssen, da ich neugierig bin auf das, was ein Jahr vorher war.

Veröffentlicht am 03.09.2017

Eine sehr emotionale Geschichte

Die Endlichkeit des Augenblicks
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Die Geschichte handelt von Sam, Basti und Josh - drei junge Menschen, denen alle das Schicksal schon übel mitgespielt hat. Sam hat eine autistische Schwester und der Vater hat die Familie verlassen, weil ...

Die Geschichte handelt von Sam, Basti und Josh - drei junge Menschen, denen alle das Schicksal schon übel mitgespielt hat. Sam hat eine autistische Schwester und der Vater hat die Familie verlassen, weil er mit der Situation nicht zurechtkam, was bei Sam Verlustängste ausgelöst hat. Basti sitzt nach einer Mutprobe im Rollstuhl, versucht jedoch sein Leben mit viel Optimismus zu meistern. Und Josh, der Charakter, dem es am schlimmsten erging, da sich sein Leid schon durch seine ganze Kindheit zieht. Die Mutter früh verstorben, der Vater nicht fähig auf seine Kinder einzugehen und ihnen dennoch eine schöne Kindheit zu bieten. Josh ist depressiv und suizidgefährdet und Basti sein einziger Freund. Da Josh mit an der Mutprobe beteiligt war, gibt er noch dazu sich die Schuld an dem Unfall. Joshs Freundschaft zu Basti nimmt stellenweise direkt krankhafte Züge an.

Basti spricht Sam eines Tages in einem Biergarten an und die beiden verlieben sich. Doch Sam findet auch Zugang zu Josh und so nimmt das Schicksal seinen Lauf...

Diese Geschichte ist keine normale Liebesgeschichte sondern hat sehr viel Tragik. Zuweilen ist das Buch recht düster. Ich hatte auch ein bisschen Probleme mit Sams Zerissenheit zwischen den beiden Männern, zumal das für keinen der dreien gut war. Aber wie das Leben manchmal spielt, was will man tun gegen Gefühle? Jessica Koch ist ein sehr emotionsgeladenes Buch gelungen, ich hatte stellenweise sehr mit den Tränen zu kämpfen. Ein Buch über Liebe, Freundschaft und Gefühle. Ein Buch, das aufzeichnet was eine lieblose Kindheit aus einem Menschen machen kann.

Fazit: Ein Buch, das man gelesen haben sollte, das einen sehr nachdenklich stimmt.

Veröffentlicht am 26.07.2017

Den Mund voll ungesagter Dinge

Den Mund voll ungesagter Dinge
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Die 17jährige Sophie zieht mit ihrem Vater von Hamburg nach München zu dessen Freundin und deren kleinen Söhnen. Sie wird von ihrem Vater, mit dem sie seit dem Babyalter alleine gelebt hat, vor vollendete ...

Die 17jährige Sophie zieht mit ihrem Vater von Hamburg nach München zu dessen Freundin und deren kleinen Söhnen. Sie wird von ihrem Vater, mit dem sie seit dem Babyalter alleine gelebt hat, vor vollendete Tatsachen gestellt und sperrt sich natürlich dementsprechend gegen München, die Freundin und das Leben dort. Doch die Söhne und der Hund der Familie lassen ihr gar keine andere Chance als sie ins Herz zu schließen. Genauso wenig wie die Nachbarstochter Alex - wobei sich hier aus Freundschaft tiefere Gefühle entwickeln.

Ich fand die Geschichte toll geschrieben. Die innere Zerrissenheit von Sophie (die ich gut nachempfinden kann - auch meine Mutter verschwand als ich ein Baby war), wie unsicher sie in vielen Dingen ist, aber auch wie sie sich doch der Zuneigung der anderen nicht entziehen kann. Die Söhne der Freundin fand ich süß - vor allem den jüngsten und auch den Hund. Und auch Lena, die Freundin, hat eine tolle Art, mit der sie es schafft, Zugang zu Sophie zu finden. Nur den Vater fand ich sehr unsensibel - er zeigte recht wenig Verständnis für seine Tochter - aber zum Ende hin hätte ich ihn küssen können . Das Thema "gleichgeschlechtliche Liebe" und die Verwirrung damit ist sehr gut übermittelt worden.

Das einzige was mich an dem Buch etwas unentschlossen zurücklässt ist der sexuelle Aspekt. Ich bin nicht prüde, aber die Art und Weise wie Sophie damit umgeht und es auch im Buch beschrieben ist, lässt mich doch davor zurückschrecken, dieses Buch einer 14jährigen in die Hand zu drücken. Ich bin selbst Mutter, habe die pubertäre Phase mit Mädchen einmal durch und einmal steht sie mir noch bevor - daher sehe ich das wohl etwas skeptisch. Ich werde dieses Buch für meine jüngere Tochter aufheben, aber aus heutiger Sicht wird sie es von mir erst mit 16 Jahren zum Lesen bekommen.

Veröffentlicht am 14.04.2021

Eine kleine Auszeit

Das kleine Friesencafé
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Julia hat schon früh ihre Mutter verloren und wuchs bei ihrer Großmutter auf. Gemeinsam mit ihr arbeitet sie in deren Blumenladen und eigentlich gibt es für sie gar nichts zu überlegen, als eines Tages ...

Julia hat schon früh ihre Mutter verloren und wuchs bei ihrer Großmutter auf. Gemeinsam mit ihr arbeitet sie in deren Blumenladen und eigentlich gibt es für sie gar nichts zu überlegen, als eines Tages diesen zu übernehmen. Doch dann überredet ihre Oma sie regelrecht zu einer Auszeit auf der Insel Föhr, im Gepäck das Tagebuch ihrer Mutter. Die hat dort eine glückliche Zeit verlebt und Julia möchte nun auf deren Spuren wandeln, um ihr nahe zu stehen. Dabei stolpert sie regelrecht über eine alte, hergerichtete Scheune, die ein prima Atelier zum Malen für sie hergeben würde. Und sie schafft es, den alten kauzigen Kapitän Hark, dem sie gehört, zu überzeugen, sie ihr zu vermieten.



Julia ist eine ganz liebe junge Frau, die ich auch sehr möchte. Doch die Art wie sie die Bedürfnisse des Kapitäns ignoriert hat, haben mir stellenweise etwas schwer getan, in die Geschichte rein zu finden. Allerdings hatte das natürlich alles seinen Sinn und auch etwas Gutes. Ich musste mich hier aber doch öfter zurückerinnern, das ich in jüngeren Jahren vielleicht ähnlich locker gehandelt hätte, auch wenn mir der Kapitän aus heutiger Sicht mit seinem Ruhebedürfnis mehr als leid tat.

Was ich hier toll fand, war der Wechsel von Julia zu Hark. So konnte man sich leicht in jeden hineinfühlen. Vor allem, als dann Oma aufgetaucht ist. Ab da hat mir das Buch dann auch nur noch gefallen.

Alles in allem war es aber wirklich eine schöne Geschichte. Eine nette Auszeit, und vor allem konnte man sich gut auf die Insel Föhr träumen.

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