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Veröffentlicht am 11.04.2023

Ich mochte das Buch teilweise sehr gern, habe aber auch Kritik

Hold Me - New England School of Ballet
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Triggerwarnung: Bitte beachtet die Triggerwarnung des Verlages, es kommen teilweise heftige Themen vor.

Mit vielem hätte Zoe am ersten Tag an ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Triggerwarnung: Bitte beachtet die Triggerwarnung des Verlages, es kommen teilweise heftige Themen vor.

Mit vielem hätte Zoe am ersten Tag an der New England School of Ballett gerechnet, aber nicht damit, plötzlich Jase gegenüberzustehen. Ihrem Jase. Dem Jase, der all ihre Geheimnisse kennt, alle bis auf eins. Der Jase, den sie verlassen hat. Der Jase, dem noch immer ihr Herz gehört.
Doch Jase ist nicht mehr der gleiche wie damals. Er ist voller Wut, auf alles und jeden, vor allem aber auf seine Eltern, die ihm seine Zukunft stehlen wollen und auf Zoe, die ihn zerstört hat.
Und weil das Schicksal manchmal wirklich ein Miststück ist, werden Zoe und Jase als Partner beim Part-de-deux eingeteilt. Wird das gutgehen?


Ich muss vornewegschicken, dass ich schon sehr früh einen Verdacht bezüglich Zoes Geheimnis hatte, die Hinweise waren meiner Meinung nach sehr deutlich. Einerseits kann ich verstehen, warum sie Jase nichts davon erzählt hat, andererseits aber auch nicht. Damit hat sie sie beide verletzt.

Jase mochte ich in der Vergangenheit lieber als in der Gegenwart. Ja, er hat jedes Recht so wütend zu sein, aber trotzdem macht seine Wut ihn und damit auch das Lesen des Buches anstrengend.

Mit Zoe leidet man mit, obwohl man sie manchmal auch ermutigen will, endlich damit herauszurücken und so wenigstens für Klarheit zu sorgen. Jase möchte man schütteln. Wie gesagt, seine Wut und sein Frust sind total nachvollziehbar, aber gefühlt dreht sich bei ihm viel zu lange alles nur darum. Er ist wütend. Er tickt aus. Er schreit andere an.

Zwei Aspekte haben mich zudem etwas gestört. Zum einen Charlotte. Ich weiß, dass es im Ballett zwischen den Konkurrenten manchmal heftig zugehen kann, aber Charlotte ließ für mich jedes Maß und damit auch die Realität vermissen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand so weit geht. Mobbing, klar, aber das? Zumal sie einander so lange kennen und Zoe sie als ihre beste Freundin damals bezeichnete. Das kann ich im Übrigen auch nicht nachvollziehen, aber darum geht es nicht.
Der zweite Aspekt betrifft Zoes Geheimnis und die Entwicklung der Situation zwischen ihr und Jase. Mir ging es da in einem bestimmten Bereich zu abrupt zu schnell. Da fehlte mir die langsame Annäherung. Das ging mir zu schnell und vor allem hätte ich erwartet, dass da mehr Vergleiche kommen, mehr Gefühle als nur das, was man immer liest.


Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, allerdings gibt es einfach ein paar Dinge, die mich gestört haben. Ich fand die Protagonisten nicht unsympathisch, vor allem Zoe mochte ich sehr. Aber ich empfand Jase durch seine Dauer-Wut als sehr anstrengend. Er hatte allen Grund wütend zu sein, aber er war gefühlt ständig nur wütend und rastete immer wieder aus. Das war mir einfach zu viel. Ich fand auch, dass die Handlung rund um Charlotte etwas too much war.
Abgesehen davon war da noch ein Aspekt, der mit Zoes Geheimnis zu tun hatte, den ich anders erwartet hätte. Das ging mir zu abrupt und zu schnell. So einfühlsam und toll damit ansonsten umgegangen wurde, aber da fehlte mir genau das.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.04.2023

Es hat seine Längen, aber es ist auch sehr einfühlsam

The Hope We Find - Edinburgh-Reihe, Band 2 (knisternde New-Adult-Romance mit absolutem Sehnsuchtssetting)
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Achtung: Band 2 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber es macht mehr Sinn nach der Reihe zu lesen.

Maisie hat sich ein neues Leben aufgebaut. Sie hat es mit der Hilfe ihrer Therapeutin geschafft, ihre ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber es macht mehr Sinn nach der Reihe zu lesen.

Maisie hat sich ein neues Leben aufgebaut. Sie hat es mit der Hilfe ihrer Therapeutin geschafft, ihre Sprache wiederzufinden. Sie ist glücklich mit ihrem Job im Kindergarten und hat im Schreiben ein Ventil gefunden.
Als sie Weston kennenlernt stellt er ihr geordnetes Leben auf den Kopf, während er selbst ins Schwimmen gerät. Er studiert Jura, weil seine Familie das so will, doch für ihn bedeutet das Studium nur Stress, Stress, Stress. Maisie ist der Lichtblick in seinem Leben, aber wie soll er beides schaffen, eine Beziehung und das Studium?


Ich fühlte mich Maisie relativ schnell sehr nah. Ihre geschriebenen Worte berührten mich und ich bewunderte sie für ihre Stärke, sich aus ihrem Trauma herauszukämpfen, auch wenn es noch immer ab und an nach ihr greift.
Maisies Arbeit mit den Kindern fand ich richtig toll beschrieben, dass es wunderschön, aber auch nervtötend sein kann.
Ich mochte sie als Protagonistin sehr. Sie war gleichermaßen zerbrechlich und stark.

Mit Weston hatte ich dagegen mehr Probleme. Er studiert Jura, aber nicht, weil er Anwalt werden will, sondern, weil das schon immer der Plan seiner Eltern war. Er soll eines Tages die Kanzlei übernehmen und alles, was für sie zählt, ist, dass er super Noten nach Hause bringt. Er als Mensch zählt nicht.
Dabei schlägt Westons Herz für das Schreinerhandwerk, aber das kam nie in Frage. Nur sein Onkel, der selbst Schreiner ist, fördert ihn in dem Bereich und bietet ihm die Möglichkeit, bei der Holzbearbeitung alles andere für ein paar Stunden zu vergessen.
Maisie haut ihn aus den Socken, aber er merkt bald, dass es schwierig ist Studium und eine entstehende Beziehung unter einen Hut zu bekommen. Sein Lösungsweg hat mich ehrlich gesagt doch recht schockiert.

Im Verlauf des Buches erfährt man einiges über Maisies Vergangenheit und letztlich auch, was überhaupt dazu geführt hat, dass sie einst ihre Sprache verlor. Das wurde sehr einfühlsam und nachvollziehbar dargestellt und gefiel mir richtig gut.

Weston dagegen hat mich immer wieder genervt. Ich konnte seine Entscheidungen oft nicht richtig nachvollziehen. Er kann unheimlich süß sein, wenn er will, aber auch sehr, sehr frustrierend.

Aufgelockert wurde die Geschichte durch die Kindergartenkinder, allen voran Teddy, Westons Neffe.


Fazit: Ich fand die Geschichte sehr einfühlsam und immer wieder auch sehr süß. Maisie hat mir ab und an die Tränen in die Augen getrieben. Ihren Schmerz konnte man so gut nachvollziehen. Man wollte sie am liebsten in den Arm nehmen.
Weston hat es mir dagegen ab und an schwer gemacht. Er kann echt süß sein, aber auch sehr schwierig und frustrierend. Er hat es sich in meinen Augen oft zu schwer gemacht, dabei lag die Lösung auf der Hand und wäre relativ einfach gewesen.
Die Auflösung kurz vor Schluss kam mir etwas zu schnell und abrupt. So richtig aus heiterem Himmel. Da hätte ich mir gewünscht, dass Anklänge davon schon früher zu lesen gewesen wären.

Insgesamt mochte ich das Buch, aber es hat sich zwischenzeitlich auch gezogen, was für mich überwiegend an Weston lag. Ich fand das Buch viel, viel besser als Band 1. Von mir bekommt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.04.2023

Es gab sehr schöne Szenen, aber ich habe einiges an Kritik

The Way We Fall - Edinburgh-Reihe, Band 1 (knisternde New-Adult-Romance mit absolutem Sehnsuchtssetting)
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Achtung: Band 1 einer Reihe, in sich abgeschlossen.

Amelia versucht sich jeden Tag einzureden, dass sie glücklich ist, doch so ganz stimmt das nicht. Sie lebt für ihre Schwester, ist immer für sie da ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, in sich abgeschlossen.

Amelia versucht sich jeden Tag einzureden, dass sie glücklich ist, doch so ganz stimmt das nicht. Sie lebt für ihre Schwester, ist immer für sie da und hat ihr eigenes Leben irgendwie vor Jahren auf Eis gelegt und weiß nicht mehr, was sie eigentlich mal wollte oder sich für ihre eigene Zukunft vorstellen könnte.
Jasper hat in seiner Vergangenheit viel durchgemacht und glaubt, nicht gut genug zu sein – egal, worum es geht. Er ist ein erfolgreicher Autor, aber die Dunkelheit seiner Gedanken lässt ihn nicht los. Bis er Amelia kennenlernt, die einerseits für Licht in seinem Leben sorgt und andererseits seine Dunkelheit besser versteht als jeder andere. Doch können zwei Menschen, die so viel Ballast mit sich herumtragen miteinander glücklich werden, oder ziehen sie einander nur noch tiefer in den Abgrund?


Bei diesem Buch bin ich recht zwiegespalten. Einerseits mochte ich die Chemie zwischen Amelia und Jasper immer wieder recht gern, andererseits gab es aber auch Dinge, mit denen ich Probleme hatte.

Amelia hat ihr Leben darauf ausgerichtet, für ihre Schwester Maisie da zu sein, die seit dem Autounfall, den sie als einzige im Wagen überlebte und bei dem ihre Eltern starben, fast gar nicht mehr spricht. Als sie plötzlich damit konfrontiert wird, wie ihre Zukunft aussehen soll, unabhängig von ihrer Schwester, kann Amelia damit nicht umgehen, weil sich diese Frage für sie nie gestellt hatte.
Hier war mir schon einiges zu abrupt. Maisie spricht schon so lange fast gar nicht mehr, warum kommt die Idee, die etwas verändern soll, erst jetzt? Warum kam da noch nie jemand darauf? Ich hätte erwartet, dass Maisie darüber nachdenken würde, vielleicht ein paar Tage, aber sie ist da total spontan, was für mich nicht zu ihr passt. Das geht alles so schnell und abrupt, dass es mich irritiert hat.
Auch die Beziehung zwischen Amelia und Jasper machte immer wieder so abrupte Sprünge. Von jetzt auf gleich wurde ganz plötzlich eine Entscheidung getroffen und sie befanden sich an einem ganz anderen Punkt als zuvor. Mir fehlte da mehrmals der Entscheidungsprozess.

Jasper hat viel durchgemacht und seine Vergangenheit hat dafür gesorgt, dass er sich für nicht gut genug hält. Da tat er mir immer wieder leid. Was mich aber an ihm gestört hat, war seine Art, andere so gründlich von sich zu stoßen – natürlich zu deren Besten. Ich kann verstehen, dass er beim Thema Beziehungen, Liebe und Vertrauen Probleme hat, aber auch er trifft hier abrupte Entscheidungen. Er nimmt sich nicht die Zeit darüber nachzudenken, sondern entscheidet spontan und reißt dann alle Brücken nieder.

Zwischendrin, vor allem im Mittelteil, hatte das Buch seine Längen. Zum Ende hin ging mir vieles zu schnell und wieder zu abrupt. Jaspers Probleme wurden ausführlich behandelt, aber Amelias wurden zur Nebensache, was ich echt schade fand. Ich hätte gern dabei zugesehen, wie sie sich da entwickelt und traut, neue Wege zu erkunden und herauszufinden, was sie eigentlich will.


Fazit: Manche Szenen gefielen mir sehr gut und auch die Protagonisten waren mir nicht unsympathisch, aber ich habe keine richtige Bindung zu ihnen aufgebaut. Ich habe nicht mitgefühlt.
Im Mittelteil plätschert das Buch lange vor sich hin. Die Landschaftsbeschreibungen sind schön und machen Lust auf die Highlands, aber gefühlt ist nicht viel passiert außer ganz viel hin und her.
Immer wieder wurden Dinge wiederholt, die mir dann etwas zu viel wurden und Entscheidungen fielen sehr abrupt und mehrmals auch nicht nachvollziehbar. Mir fehlte da regelmäßig der Entscheidungsprozess, um nachempfinden zu können, warum so entschieden wurde.
Jaspers Probleme geraten immer mehr in den Fokus und Amelias werden darüber gefühlt vergessen.
Dann kam noch ein Trope vor, mit dem ich einfach meine Probleme habe und mir ging dann vieles gegen Ende wieder zu schnell.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.04.2023

Ich wurde nicht wirklich warm mit dem Buch

Nur ein Wort von Dir
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Sewanee stand kurz davor ihren größten Traum wahr werden zu lassen, als ein Unfall alles veränderte. Anstatt als Schauspielerin die Leinwände der Welt zu erobern, verbringt sie ihre Tage in einer dunklen ...

Sewanee stand kurz davor ihren größten Traum wahr werden zu lassen, als ein Unfall alles veränderte. Anstatt als Schauspielerin die Leinwände der Welt zu erobern, verbringt sie ihre Tage in einer dunklen Kabine und spricht Hörbücher ein. Sie ist verdammt gut in ihrem Job, aber er ist eben ein Trostpreis.
Eigentlich spricht Sewanee keine Romance mehr ein, doch als sie das unglaubliche Angebot bekommt mit Brock McNight das letzte Buch ihrer Lieblingsautorin/-kundin einzusprechen und dafür auch noch eine horrende Summe geboten bekommt, die gerade zur rechten Zeit kommt, kann sie nicht Nein sagen.
Die beiden arbeiten auf verschiedenen Seiten des Landes, tauschen sich nur über E-Mails und Nachrichten aus, aber irgendwie ist da eine Verbindung. Kann man sich in jemanden verlieben, den man noch nie gesehen hat?


Ich persönlich mag Hörbücher sehr gern und habe mir auch schon manchmal die Frage gestellt, wie das wohl ist, ein Hörbuch einzusprechen, die verschiedenen Stimmen zu generieren und ein Buch lebendig zu machen. In diesem Buch erfährt man einiges zum Thema Hörbuchproduktion und das fand ich wirklich sehr interessant. Mich hat der Klappentext gerade deswegen auch besonders angesprochen.

Sewanee verlor bei einem Unfall ein Auge und trug Narben davon. Das belastet sie bis heute. Nicht nur, weil sie das ihren Traum gekostet und ihr weiteres Leben bestimmt hat, sondern auch, weil sie seitdem dem Interesse keines Mannes mehr getraut hat. Sie hält sich selbst für beschädigt und glaubt, die ganze Welt sieht sie genau so.

Brocks Leben wurde nicht durch einen Unfall verändert, sondern durch einen Freund. Eigentlich wollte er Rockstar werden, doch die Schattenseiten des Jobs schlugen zu, bevor er ihn richtig ausleben konnte. Er wollte nie Hörbuchsprecher werden, doch er ist gut darin und sehr erfolgreich. Man merkt, wie viel Spaß ihm der Austausch mit Sewanee macht und umgekehrt.

So richtig wurde ich leider nicht warm mit dem Buch. Es gab immer wieder Dinge, die mich einfach gestört und emotional aus dem Buch geworfen haben. Sewanee zum Beispiel. Man erfährt erst sehr spät, was ihr eigentlich passiert ist, was ich schade fand, denn wozu diese Geheimniskrämerei? Ich kann verstehen, dass sie ihrem alten Leben nachtrauert, vor allem, weil ihre beste Freundin noch immer diesen Traum lebt. Aber im Bereich Hörbuch ist Sewanee total erfolgreich und hat schon mehrere Preise abgeräumt. Warum zählt das nicht? Sie könnte darauf stolz sein, sich darauf, so gefragt zu sein, so viel geleistet zu haben etwas einbilden, aber sie sieht immer nur, was sie nie bekommen hat.
Später, nach der Wendung/Enthüllung hat sie mich endgültig verloren, denn ich empfand ihre Gedankengänge, Reaktionen und Handlungen oft als zu drüber. Ich konnte nicht verstehen, wo das herkam und wieso. Mir war es zu viel Drama.

Ich fand den E-Mail- und Nachrichtenaustausch zwischen den beiden manchmal süß, manchmal merkwürdig. Später konnte ich die beiden aber weniger fühlen als bei diesen schriftlichen Nachrichten. Ich weiß nicht woran es lag, aber mir fehlte es an Glaubwürdigkeit.


Fazit: Ich fand die Idee sehr interessant und die Informationen rund um die Hörbuchproduktion und diese „Welt“ echt toll. Aber der Rest des Buches hat es mir nicht leicht gemacht.
Ich hatte mit beiden Protagonisten meine Probleme. Ich konnte Sewanee oft nicht verstehen und besonders ab einem bestimmten Punkt fand ich sie zu „drüber“.
Die Liebesgeschichte kam bei mir emotional nicht an. Ich konnte sie nicht fühlen und mir fehlte es an Glaubwürdigkeit.

Leider war das Buch nicht wirklich meins. Es gab ein paar interessante Szenen und ab und an dachte ich, das Buch würde für mich die Kurve kriegen und mir vielleicht doch bald gefallen, aber geschafft hat es das leider nicht. Von mir bekommt es ganz, ganz knappe 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.04.2023

Mich hat das Buch leider enttäuscht

The Love Test – Versuch’s noch mal mit Liebe
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Allison steht kurz davor ihre Träume wahr werden zu lassen. Sie wurde zur Promotion zugelassen und bekommt sogar ihre Traum-Mentorin. Das einzige Problem: Ihr Ex, Colin, ist nicht nur im gleichen Programm ...

Allison steht kurz davor ihre Träume wahr werden zu lassen. Sie wurde zur Promotion zugelassen und bekommt sogar ihre Traum-Mentorin. Das einzige Problem: Ihr Ex, Colin, ist nicht nur im gleichen Programm und Studiengang, sondern wurde derselben Mentorin zugeteilt. Wieder besteht Allisons berufliches Leben nur noch aus Konkurrenzkämpfen mit Colin. Dabei tut ihre Trennung vor einigen Jahren noch immer weh. Allison weiß nicht, was sie von Colin halten soll, er sendet so viele widersprüchliche Signale. Gibt es in der Liebe zweite Chancen? Oder ist an dem alten Spruch über aufgewärmte Liebe doch etwas dran?


Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Buch enttäuscht hat. Ich hatte auf eine Geschichte a la Ali Hazelwood gehofft, zumal mit Zitaten von ihr geworben wird, aber mir fehlte bei diesem Buch einfach der Zauber.

Allison tat mir bezüglich des Bodyshamings extrem leid, das sie erleiden musste und auch wegen des Verhältnisses zu ihrem Vater. Aber mir fehlte hierzu der Gegenentwurf. Wo blieb die Bodypositivity? Allison betonte immer wieder, dass sie ihre Kurven mochte, aber das wirkte auf mich wie hohle Phrasen.

Colin war für sie von Anfang an ein rotes Tuch und je mehr man erfuhr, desto besser konnte man das verstehen. Das Problem hierbei war aber, dass Allison zum einen oft wirkte, als würde sie total überreagieren - außer am Ende, da konnte sie nichts anderes denken – zum anderen verbiss sie sich total in diesem Konkurrenzkampf und das ging mir bald auf die Nerven. Ich fand das zu eintönig.

Colin bleibt bis ganz zum Schluss undurchsichtig. Man weiß einfach nicht, was in ihm vorgeht, was er denkt, was er vorhat und wie er zu Allison steht. Er hat auch ein Händchen dafür, Dinge schlecht aussehen zu lassen, bzw. fragt man sich, ob er für seine Karriere wirklich über Leichen gehen würde.
Da das Buch komplett aus Allisons Sicht geschrieben ist, bleibt Colin bis ganz zum Schluss undurchsichtig. Ja, nur so funktionieren die Konflikte, aber mir war das zu einseitig und zu wiederholend.

Beide Protagonisten waren mir nicht wirklich sympathisch. Ich kam nicht so richtig an sie heran, bis auf wenige kurze Ausnahmen.


Fazit: Ich hatte eine ganz andere Art Buch erwartet. Vielleicht bin ich durch die Vermarktung des Buches mit einer Empfehlung von Ali Hazelwood mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen, aber mir fehlte einfach zu viel. Der Witz, der Charme, das Gefühl. Ich habe mit Allison mitgelitten, wenn es um Themen ging, die ich aus meinem eigenen Leben kenne, aber nicht ihretwegen, sondern weil sie mich getriggert und dadurch bewegt haben.
Ich fühlte mich den Protagonisten nicht wirklich nah. Der Konkurrenzkampf stand mir zu sehr im Vordergrund. Hier wiederholte sich auch viel und besonders der Mittelteil hat sich für mich gezogen.

Leider hat mich das Buch enttäuscht. Von mir bekommt es 1 Sterne, weil mich Allisons Schmerz manchmal bewegt hat, aber mehr ist für mich leider nicht drin.

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