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Veröffentlicht am 13.12.2022

Sehr interessant, aber ich hatte ein paar Schwierigkeiten

CATAN - Der Roman (Band 1)
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Asla will nicht den Mann heiraten, an den ihr Vater sie "verschachert" hat. Sie will mehr vom Leben, als die Frau eines Mannes zu werden, der Gerüchten zufolge eine seiner ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Asla will nicht den Mann heiraten, an den ihr Vater sie "verschachert" hat. Sie will mehr vom Leben, als die Frau eines Mannes zu werden, der Gerüchten zufolge eine seiner Frauen totgeprügelt hat. Sie beschließt mit Hilfe des Mannes zu fliehen, den sie liebt, Thorolf, von einem anderen Clan. Ihre Schwester Stela möchte auch mit, sie will ebenso wenig diesen Mann heiraten und so landen die beiden Schwestern bei Thorolfs Clan. Ihr Vater ist wenig begeistert von ihrer Flucht und es kommt zu einem Kampf, der in einer Tragödie endet. Um einen Krieg zwischen den Clans zu verhindern, werden Thorolf und seine beteiligten Brüder verbannt. Zusammen mit 300 weiteren und den beiden Fürstentöchtern reisen sie über das Meer nach Catan, eine Insel, die ihnen einen Neuanfang bescheren soll. Doch das Leben als Siedler ist entbehrungsreich und alles andere als einfach. Innerhalb der Gruppe kommt es zu Konflikten und die ganz große Frage stellt sich, ob die Siedlung überhaupt eine Chance hat.


Die Geschichte ist durchaus interessant. Man erfährt sehr viel darüber, wie das Leben bei den Wikingern war, welche Regeln es gab, wie die Gesellschaft funktionierte und was für eine Logistik dahintersteckte, wenn es darum ging eine neue Siedlung zu gründen. Was für Probleme allein schon die Reise an den gewünschten Ort machen kann, welche Gefahren auf dem Weg lauerten und ist dabei, wenn aus dem Nichts eine Siedlung entsteht.

Allerdings passt für mich manches nicht so richtig in Catan. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei einer Siedlung in der damaligen Zeit wirklich solch utopische Ideen angestrebt wurden. Mir spielen da zu viele moderne Vorstellungen rein. Ich denke, das hätte damals zu viel mehr und größeren Problemen geführt.

Mich erinnerten Sequenzen des Buches stark an die Serie "Vikings", deren erste Staffel ich vor einigen Jahren mal geschaut hatte – gerade was das Verhältnis von Thorolf und Gregor angeht.


Fazit: Ich fand den Aufbau der Siedlung interessant, wie Handel getrieben wurde und dergleichen, allerdings zog es sich für mich immer wieder. Ich konnte keine richtige Verbindung mit den Protagonisten eingehen – ich weiß aber selbst nicht, woran es lag. Richtig fesseln konnte mich das Buch nicht, doch ich wollte trotzdem wissen, wie es weitergeht und blieb dran.
Manchmal waren mir die Beschreibungen etwas zu ausführlich. Das ist denke ich auch dem geschuldet, dass das Buch aus dem Brettspiel heraus entstanden ist, das ich, wie ich zugeben muss, nie in meinem Leben gespielt habe. Im Spiel, so habe ich mir sagen lassen, spielt der Handel ebenfalls eine große Rolle.

Obwohl mich das Buch ab und an beim Lesen abdriften ließ, fand ich die Idee an sich sehr interessant. Manches an der Gesellschaft, die auf Catan aufgebaut werden soll, war mir allerdings für die Zeit, in der es spielen soll, zu modern. Insgesamt hat es mich aber auch nicht gelangweilt. Von mir bekommt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.12.2022

Ein richtig spannender Weltraum-Krimi

Fern vom Licht des Himmels
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10 Jahre lang war das Siedlungsschiff Ragtime unterwegs, bis es bei dem Planeten Bloodroot ankommt. Routine – eigentlich. Als Michelle »Shell« Campion, Erste Offizierin der Ragtime, nach zehn Jahren aus ...

10 Jahre lang war das Siedlungsschiff Ragtime unterwegs, bis es bei dem Planeten Bloodroot ankommt. Routine – eigentlich. Als Michelle »Shell« Campion, Erste Offizierin der Ragtime, nach zehn Jahren aus dem künstlichen Schlaf aufwacht, muss sie feststellen, dass die kommandierende KI des Schiffs außer Betrieb ist und mehrere Passagiere ermordet worden sind. Was ist passiert? Verschlüsselt bittet sie Bloodroot um Hilfe und bekommt den Ermittler Fin und seinen künstlichen Partner geschickt, um das Rätsel aufzuklären. Doch schon bald befinden sich alle drei in tödlicher Gefahr.


Ich fand die Idee an sich schon mega, eine Zukunft, in der es "normal" ist mit einem Siedlungsschiff 10 Jahre lang zu einem anderen Planeten zu reisen, das ist einfach faszinierend! Michelle stammt aus einer Raumfahrerfamilie und will sich beweisen. Als sie erwacht und feststellen muss, dass die eigentlich als unfehlbar geltende KI nicht ansprechbar ist und ihr nur die rudimentäre Ersatz-KI zur Verfügung steht und auch noch Passagiere offenbar ermordet wurden, bricht für sie eine Welt zusammen. Doch anstatt lange zu jammern, tut Michelle, was möglich ist, um ihre restlichen Passagiere zu retten.

Michelle war von Anfang an kein sehr herzlicher Charakter. Sie ist vom Typ her eher eiskalt und immer auf die Mission fokussiert. Natürlich hat sie auch Gefühle, aber sie zeigt sie so gut wie nie.
Auch Fin, der Ermittler, der ihr geschickt wird, ist sehr speziell. Er hat mit einem Trauma zu kämpfen und trägt Schuldgefühle mit sich herum. Fin hält jeden für verdächtig, auch und besonders Michelle. Der Weltraum ist allerdings nicht so wirklich seins und er tut sich äußerst schwer auf der Ragtime zurecht zu kommen.

Schon bald nach Fins Ankunft stellt sich heraus, dass sie es mit einem viel größeren Problem zu tun haben, als sie je erwartet hätten. Es sind viel mehr Leichen und das Schiff selbst scheint es auf sie abgesehen zu haben. Aber wie kann das sein? Alle Passagiere haben geschlafen, wer soll die Taten verübt haben?


Fazit: Ich fand das Buch durchaus sehr spannend. Allein die Vorstellung dieser Zukunftsvision ist total interessant. Künstliche und KIs, die die gleichen Rechte haben, wie "normale" Bürger, Aliens und Hybriden, die nichts Ungewöhnliches mehr sind und Reisen durchs All, die alltäglich geworden sind. Spannend macht das Buch vor allem, dass man gefühlt niemandem trauen kann. Man erfährt zwar etwas über Michelles und Fins Hintergrund aber kommt ihnen nicht nah genug, um sie wirklich zu "kennen" bzw. auszuschließen, dass sie nicht vielleicht etwas damit zu tun haben.
Die Auflösung fand ich sehr interessant und teilweise auch nachvollziehbar. Manches ging mir gegen Ende aber etwas zu schnell. Auch das Ende selbst habe ich nicht ganz verstanden und empfand diesen letzten Teil des Buches teilweise als etwas konfus.
Trotzdem, das Buch war spannend, obwohl man zu den Protagonisten auf Distanz blieb. Oft musste man auf Erklärungen ein wenig warten und wurde erst einmal ins kalte Wasser geworfen. Aber ich fand das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Von mir bekommt es 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.12.2022

Eigenwillige Protagonisten, aber ich fand das Buch gut

Below Zero
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Achtung: Band 3 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Hannah sitzt in einer Eisspalte fest, mitten im Nirgendwo. Ihr Chef hat ihr bereits mitgeteilt, dass niemand kommen wird, um sie zu retten und ...

Achtung: Band 3 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Hannah sitzt in einer Eisspalte fest, mitten im Nirgendwo. Ihr Chef hat ihr bereits mitgeteilt, dass niemand kommen wird, um sie zu retten und da gerade ein heftiger Sturm tobt, kann sie davon ausgehen, in dieser Spalte zu sterben. Doch dann hört sie plötzlich diese nur zu bekannte Stimme – die Stimme von Ian, ihrem akademischen Erzfeind und der Mann, der ihr seit ihrem ersten Treffen nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Aber er kann nicht in der Arktis sein, oder?


Das Buch fängt etwas eigenwillig an, aber das passt sehr gut, die Protagonisten sind ebenso eigenwillig. Hannah ist nicht gerade der gefühlsbetonteste Mensch der Welt aber unerschütterlich loyal gegenüber jenen, die sie in ihr Herz gelassen hat. Sie sieht sich selbst gern als eiskalt, aber das ist nur ihr Schutzpanzer, dahinter versteckt sich eine ganz andere Hannah.

Man braucht eine Weile, um zu verstehen, worum es geht, als das aber deutlich wird, entfaltet das Buch seine Magie und man fliegt durch die Seiten.

Die Protagonisten sind sehr eigen. Hannah weiß selbst, dass sie schwierig ist, aber mir war sie trotzdem sympathisch, vor allem die echte Hannah, die sie gut versteckt. Mit Ian hatte man es schwerer, was aber auch daran lag, dass das Buch komplett aus Hannahs Sicht geschrieben ist. Man hat alles durch ihre Augen erlebt und da sie Ian nach einem gewissen Vorfall für ihren Feind hielt, musste man sich immer wieder fragen, ob dem so ist, oder ob vielleicht etwas ganz anderes dahintersteckt.


Fazit: Dieser dritte Band der Kurzgeschichten-Reihe rund um die drei Freundinnen Hannah, Mara und Sadie war nicht mein Lieblingsband, aber ich mochte ihn trotzdem sehr. Hannah macht es einem nicht immer leicht mit ihrer Art, doch mir war sie trotzdem sympathisch. Die Auflösung ist sehr interessant. Und die Handlung in der Arktis spannend.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.12.2022

Ich habs so geliebt

Stuck With You – An wem die Liebe hängen bleibt
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Achtung: Band 2 einer Kurzgeschichten-Reihe, in sich abgeschlossen, aber man wird für die erste Geschichte gespoilert.





Sadie kann es nicht fassen. Sie bleibt abends im Aufzug stecken und als wäre ...

Achtung: Band 2 einer Kurzgeschichten-Reihe, in sich abgeschlossen, aber man wird für die erste Geschichte gespoilert.





Sadie kann es nicht fassen. Sie bleibt abends im Aufzug stecken und als wäre das nicht schon genug, ist sie nicht allein, ausgerechnet Erik steckt mit ihr fest, der Erik, den sie über alles hasst, nachdem sie eine Nacht miteinander verbracht hatten und eigentlich alle Zeichen auf Liebe standen. Was ist passiert? Und kommen sie aus dem Aufzug wieder raus?





Während Sadie und Erik im Aufzug feststecken und die Stimmung nicht gerade toll ist, erfährt man durch Rückblicke, wie sie sich vor drei Wochen kennengelernt haben und wie es gefunkt hat. Dazu der Kontrast im Aufzug, in dem stellenweise wirklich Eiszeit herrscht. Was ist passiert? Tja, das erfahren wir natürlich erst ganz am Ende, aber ich fand es wirklich super!



Was zwischen den beiden vorgefallen ist, ist aus dem Leben gegriffen. Es ist kein halbherziger Grund, nur für etwas Drama, sondern wichtig und etwas, das jedem passieren kann. Natürlich kann man darauf auch anders reagieren, aber ganz ehrlich? Wer würde das im wahren Leben tun? Ich wette, die Mehrheit von uns würde wie Sadie reagieren.



Man lernt die Protagonisten vor allem durch die Rückblenden kennen und verliebt sich so in beide. Gleichzeitig ist es schwer, die beiden von damals mit den Menschen im Aufzug in Verbindung zu bringen. Doch das Rätseln macht einen Teil des Spaßes aus.





Fazit: Ich fand das Buch richtig, richtig schön. Ich habe beide Erik und Sadie geliebt, fand den Konflikt und die Hintergründe nachvollziehbar und bin stellenweise echt dahingeschmolzen. Ich will nicht spoilern, deswegen kann ich auch nicht sagen, was ich am besten fand, aber ich hatte wirklich ein paar "aww"-Momente. Beide Charaktere sind nicht perfekt und gerade weil sie so normal und gleichzeitig teilweise auch ein bisschen irre sind, muss man sie lieben.



Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne, ich habe es wirklich geliebt.

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Veröffentlicht am 13.12.2022

Ich hatte anfangs ein paar Probleme, aber dann fand ich es sehr schön

Under one Roof- Liebe unter einem Dach
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Achtung: Band 1 einer Kurzgeschichten-Reihe, aber in sich abgeschlossen!





Mara steht kurz davor ihren Traumjob anzufangen, dafür zieht sie nach Washington D.C. – ein Glück, dass ihr ihre Mentorin ...

Achtung: Band 1 einer Kurzgeschichten-Reihe, aber in sich abgeschlossen!





Mara steht kurz davor ihren Traumjob anzufangen, dafür zieht sie nach Washington D.C. – ein Glück, dass ihr ihre Mentorin ihr Haus vermacht hat, dummerweise aber nur die Hälfte des Hauses. Die andere Hälfte gehört Helenas Neffen und der ist ein A… und ein Anwalt und er arbeitet ausgerechnet für eine Umweltverpester-Firma, während Mara sich dem Klimaschutz verschrieben hat. Zwischen den beiden herrscht Krieg, doch, was wenn ein Schneesturm dafür sorgt, dass sie zusammen festsitzen? Mord oder vielleicht doch etwas anderes?





Ich muss ehrlich zugeben, ich bin mit großen Erwartungen an diese Kurzgeschichte herangegangen. Ich liebe die beiden Romane von Ali Hazelwood und habe so gehofft, dass ich die Geschichte ebenso lieben werde – und hatte gleichzeitig riesige Angst, dass es vielleicht nicht so ist. Aber nach ein paar Problemen habe ich mich in die Geschichte verliebt.



Mara ist ein totaler Nerd und hat einige nervige Angewohnheiten. Aber sie ist auch witzig und manchmal sehr süß. Liam hat auch einige nervige Angewohnheiten und kann ein A… sein, aber auch er ist manchmal wirklich süß. Das Problem ist, dass sich beide von Anfang an im Krieg befinden. Der wird teilweise wirklich kindisch ausgetragen – das hat mich etwas gestört. Aber zum Glück ändert sich das irgendwann und die eigentliche Geschichte kann sich entfalten.



Leider kann ich dazu nichts sagen, weil ich sonst spoilern würde, aber ich habe beide Protagonisten wirklich lieben gelernt.





Fazit: Mir hat die Kurzgeschichte sehr gut gefallen. Ich hatte anfangs ein paar Probleme, weil der Krieg zwischen Mara und Liam stellenweise ziemlich kindisch ausgetragen wurde, aber danach habe ich beide wirklich lieben gelernt. Ich fand es toll, wie sich das Buch und die Protagonisten entwickelt haben und was ich besonders mochte, war die Freundschaft zwischen Mara und ihren zwei Mädels. Jede von ihnen bekommt ebenfalls eine Geschichte, und ich kann es kaum erwarten. Die zweite Geschichte ist bereits erschienen, nur auf die dritte müssen wir bis Anfang Dezember warten – das ist soooo fies!



Von mir bekommt diese Kurzgeschichte 5 Sterne, hätte das Kindergarten-Niveau länger angehalten, hätte ich einen halben Stern abgezogen, aber so ist es gerade noch einmal gut gegangen.

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