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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2022

Mir war es zu schnell und zu sprunghaft

THREESOME
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Kristin ist aus ihrem goldenen Käfig ausgebrochen und will jetzt endlich ihr eigenes Leben leben. Das bedeutet auch, sich von ihrem langjährigen Freund Liam zu trennen. Sie genießt die Zeit in Berkeley ...

Kristin ist aus ihrem goldenen Käfig ausgebrochen und will jetzt endlich ihr eigenes Leben leben. Das bedeutet auch, sich von ihrem langjährigen Freund Liam zu trennen. Sie genießt die Zeit in Berkeley und das noch viel mehr, als sie Joshua und Daniel kennenlernt. Sie findet beide sehr attraktiv und kann ihnen kaum widerstehen. Als ihr die Männer dann noch ein Abenteuer zu dritt vorschlagen, ändert sich für Kristin einfach alles.


Ich muss vornewegschicken, dass ich etwas ganz anderes erwartet habe. Ich dachte, es würde sich hier alles in Richtung einer Ménage-Beziehung entwickeln, dabei ging es nur um einen Dreier und ein darauffolgendes Gefühlschaos.

Ich empfand Kristin oft als recht widersprüchlich. Mal wirkte sie sehr naiv und unsicher, dann wieder machte sie einen auf super selbstbewusste Femme Fatal. Das passte alles nicht so recht für mich zusammen. Ab und an kamen dann auch Situationen, in denen sie mich richtig vor den Kopf gestoßen hat mit ihrem Verhalten.

Joshua war mir sehr sympathisch. Ich mochte ihn und seine Eigenarten sehr. Dan andererseits empfand ich als sehr sprunghaft. Er hat mich oft mit seinem Verhalten verwirrt und wirkte manchmal wie ein eifersüchtiges Kind und dann wieder fast bedrohlich in seiner Aufdringlichkeit. Am Ende bekam man eine Erklärung vorgesetzt, die für mich nicht wirklich Sinn gemacht hat.

Ein Problem zog sich für mich durch das ganze Buch: Vieles ging mir hier einfach viel, viel zu schnell und abrupt. Das ließ das Buch auf mich sehr konstruiert wirken. Es gab für mich keinen Fluss und zwischendrin ging der rote Faden immer wieder mal gefühlt verloren.


Fazit: Ich hatte schlicht etwas ganz anderes erwartet. Mir ging viel zu viel viel zu schnell. Ich empfand das Buch als überfrachtet. Es wurden mir zu viele Baustellen aufgemacht, die dann ganz plötzlich entweder hinten runterfielen oder ganz plötzlich und abrupt abgehakt wurden. Aber das blieb alles recht oberflächlich und war nichts Halbes und nichts Ganzes.
Die Charaktere waren verwirrend und ihre Handlungen immer wieder nicht nachvollziehbar.
Zudem waren im Buch leider zahlreiche Fehler, was echt schade ist.

Von mir bekommt das Buch leider nur 1,5 Sterne. Es tut mir leid, aber es war leider nicht meins.

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Veröffentlicht am 07.06.2022

Unheimlich süß!

What to say next
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Nach dem Tod ihres Vaters ist für Kit nichts mehr, wie es vorher war. Auch sie nicht. Für sie ist die Welt stehen geblieben, für alle anderen aber nicht. Ihre Freundinnen reden immer nur über Jungs und ...

Nach dem Tod ihres Vaters ist für Kit nichts mehr, wie es vorher war. Auch sie nicht. Für sie ist die Welt stehen geblieben, für alle anderen aber nicht. Ihre Freundinnen reden immer nur über Jungs und die Passform von Jeans oder ähnlichen Schwachsinn, während von Kit erwartet wird, endlich über den Verlust hinwegzukommen, immerhin ist es schon einen Monat her.
Kit beschließt, neue Wege zu gehen und setzt sich beim Mittagessen an den Tisch von David. David ist Autist – Asperger-Autist – und eckt ständig an. Aber seine radikale Ehrlichkeit tut Kit gut.
David kann es nicht glauben, dass ausgerechnet Kit Zeit mit ihm verbringt und versucht alles, um sie nicht direkt wieder zu verschrecken. Aber er ist nun mal anders – hat ihre Freundschaft eine Chance?


Entweder man liebt David, oder er geht einem tierisch auf die Nerven. Ich fand ihn unheimlich süß. Er ist ein herzensguter Mensch und wie er Kit anhimmelt ist wirklich niedlich. Wie er versucht Wege zu finden, mit ihr zu reden, ohne zu seltsam zu sein und ihr manchmal genau dieses „Seltsam“ gefällt.

Kit trauert noch immer sehr. Gleichzeitig spitzt sich der Konflikt mit ihrer Mutter immer weiter zu. Da kommt im Verlauf des Buches auch noch einiges raus. Sie tat mir echt leid und ich fand es schlimm, wie es immer wieder hieß, ihre Reaktionen seien „kindisch“, dabei hat sie genau ein Recht auf ihre Gefühle und Meinungen wie jeder andere. Jeder Mensch trauert anders und geht auch mit Wut und Verletzungen anders um.

David wollte ich am liebsten einpacken und mitnehmen – vor allem kurz vor Schluss. Ich kann nicht verraten, was da passiert ist, aber da war er so unglaublich süß!
Davids Gehirn funktioniert anders, das merkt man in den Kapiteln aus seiner Sicht ganz besonders. Aber man kann ihm dennoch folgen. Seine Welt besteht aus Mathe und seinem Notizbuch, in dem er alles notiert, was für ihn wichtig ist – zum Beispiel wer vertrauenswürdig ist und wer nicht, was man zu Mädchen sagen darf und was nicht, und Grundregeln menschlicher Kommunikation.

Ich hatte die Wendung schon vermutet, bzw. die Enthüllung, aber das hat mich nicht gestört. Ich fand sie passend und gut umgesetzt.


Fazit: Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich mochte Kit und David sehr und mein einziger Mini-Kritikpunkt ist das relativ offene Ende. Ich hätte mir gewünscht, dass im Epilog vielleicht ein kleiner Blick in die weitere Zukunft gewährt wird. Aber ansonsten habe ich nichts zu meckern.

Von mir gibt’s volle 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 07.06.2022

Leider war es nicht meins

Catch My Girl
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!

Schon seit Jahren ist Grace in ihren besten Freund Ben verliebt, doch er sieht in ihr nur die Freundin und nicht mehr. Jetzt ist er mit einer Frau ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!

Schon seit Jahren ist Grace in ihren besten Freund Ben verliebt, doch er sieht in ihr nur die Freundin und nicht mehr. Jetzt ist er mit einer Frau zusammen, bei der selbst sein Bruder Noah bedenken hat. Er bietet Grace einen Deal an, sie begraben ihr Kriegsbeil und spielen Ben eine Beziehung vor, damit er eifersüchtig wird und Grace endlich ihre Chance bekommt. Kann das gutgehen oder machen ihnen am Ende ihre Gefühle einen Strich durch die Rechnung?


Mir waren die Charaktere leider durch die Bank zu „jung“. Die Streitereien zwischen Grace und Noah waren so oft auf Kindergarten-Niveau. Grace wirkt dadurch oft einfach wie eine Zicke und Noah wie ein arroganter Blödmann.
Außerdem wird zu früh deutlich, worauf es hinausläuft und was der Grund für das Ende ihrer Freundschaft in ihrer Kindheit war.

Grace war mir nicht unsympathisch, sympathisch aber leider auch nicht. Durch die ständigen Missverständnisse und Streitereien mit Noah war ich bald sehr genervt von beiden. Ich denke, wäre das Buch nicht nur aus Grace‘ Sicht geschrieben, wäre das besser gewesen. Zwar waren Noahs Motive auch so recht „gläsern“, aber das hätte einen anderen Ton mit reingebracht.

Die Geschichte wurde durch die vielen Missverständnisse und Streitereien künstlich in die Länge gezogen. Bei vielem habe ich mich gefragt, ob die beiden nicht in Wirklichkeit erst 13 sind.

Davon abgesehen, hat mich eine Sache direkt im ersten Kapitel irritiert. Dort ist von einem „Home Run“ die Rede, dabei spielt Noah Football. „Home Runs“ gibt es im Baseball.


Fazit: Insgesamt empfand ich das Buch leider als langweilig und anstrengend. Es war viel zu vorhersehbar und überfrachtet mit Missverständnissen, Streitereien und Drama. Mir wurde nicht klar, was Grace eigentlich so toll an Ben fand. Mich hat das Buch leider überhaupt nicht gepackt.
Die Protagonisten des nächsten Bandes wurden bereits als Freunde der Protagonisten dieses Bandes eingeführt, aber leider ist schon nach dieser Einführung klar, was in der Vergangenheit vorgefallen ist und warum. Das finde ich schade. Ich werde die Reihe nicht weiterlesen.

Von mir bekommt das Buch ganz, ganz knappe 1,5 Sterne, weil es nette Szenen gab, aber mehr ist für mich einfach nicht drin.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Teenie-Mafiosi und viele Extreme

Clans of New York (Band 1)
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber ohne Cliffhanger.

Triggerwarnung: Vergewaltigung, Folter, Gewalt!

Ekaterina wurde in eine Mafia-Familie hineingeboren. Vom Tag ihrer Geburt an war sie Aleksandr versprochen ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber ohne Cliffhanger.

Triggerwarnung: Vergewaltigung, Folter, Gewalt!

Ekaterina wurde in eine Mafia-Familie hineingeboren. Vom Tag ihrer Geburt an war sie Aleksandr versprochen und hatte damit auch nie ein Problem, immerhin kennen sie sich ihr Leben lang. Als sich die Ereignisse aber überstürzen, ist es plötzlich Giulio den sie heiraten soll, ausgerechnet Giulio vor dem sie so schreckliche Angst hat und von dem alle sagen, dass er der grausamste und schrecklichste von allen ist. Was soll jetzt nur aus ihr werden?


Für mich war das Lesen dieses Buches ein durchwachsenes Erlebnis. Einerseits fand ich die Grundidee, dass New York unter den vier Familien aufgeteilt worden ist und diese nun einen brüchigen Frieden halten interessant, vor allem hinsichtlich der Gesellschaft, in der sie leben, die wirklich eine Parallelwelt darstellt.
Aber mir waren die Charaktere einfach zu jung für die Handlung.

Ja, die Mafia-Welt ist brutal und heftig, aber in diesem Buch war es mir einfach zu viel. Es wurde zu viel hineingequetscht. Erst geht es praktisch nur um Gewalt und darum, dass die Frauen der Familien lediglich Ware sind, sie werden herangezogen, um gewinnbringend – natürlich jungfräulich – verkauft zu werden und das nennt man dann Ehe.
Mir war das Buch einfach überfrachtet. Es waren zu viele Einzelkonflikte und Verwicklungen und emotional blieb vieles auf der Strecke.

Ekaterina kennt nur diese Welt. Aber in ihrer Familie werden die Mädchen abgeschirmt, also weiß sie nicht wie brutal es wirklich zugeht. Im Verlauf des Buches ändert sich das aber sehr schnell.
Lange war Ekaterina vor allem eins: total naiv. Dabei weiß sie, was los ist, wenn auch keine Einzelheiten. Trotzdem versteift sie sich ständig auf ihre Vorurteile. Sie steckt Menschen in Schubladen, sie sind gut oder böse, aber Graustufen versucht sie auszublenden.
Sie entwickelt sich im Verlauf des Buches, aber ich finde es schade, dass sie nicht hinterfragt. Sie hinterfragt immer nur Giulios Motive aber nie die eines der anderen. Das war für mich einfach unrealistisch. Auch Hinweise ignoriert sie einfach und das dauernd.
Davon abgesehen hat mich ihr ständiges Weinen irgendwann nicht mehr berührt, sondern nur noch genervt. Es kam einfach zu oft vor.

Giulio hat den Ruf ein Monster zu sein. Warum er Ekaterina will, erfährt man recht schnell, aber sein Verhalten passt dazu für mich nicht ganz. Da sind bei mir einige Fragen offengeblieben.


Fazit: Mir war das Buch zu oft zu brutal. Entweder ging es um Sex oder um Gewalt. Dazwischen passiert praktisch nichts, außer, dass alte Männer über ihre Töchter und die der anderen reden, als seien sie Vieh.
Ja, diese Welt ist nun mal heftig, alles gut und schön, aber wir waren es zu viele Extreme und die Charaktere zu jung für die Handlung. Wären sie ein paar Jahre älter hätte das für mich mehr Sinn gemacht. Aber so ist eben auch viel Teenie-Kram dabei.
Gerade Ekaterina ging mir mit ihren Vorurteilen oft auf die Nerven. Sie glaubt jedem alles, außer Giulio und natürlich auch dann nicht, wenn es an ihren Urteilen über andere kratzen würde. Hinweise werden konsequent ignoriert.

Ich vermute, dass man in den weiteren Bänden noch mehr über die Hintergründe erfahren wird. Ich hatte zwar richtig vermutet, wer auf welcher Seite steht, aber deren Verhalten ergab trotzdem nicht immer Sinn. Aber das Problem hatte ich mit einigen Charakteren.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne. Es war spannend und es war auch nicht schlecht, aber ich fand es oft zu extrem, zu überfrachtet und die Charaktere zu jung für die Handlung.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Ich fand es nett, aber auch nicht "besonders"

Trust this Love
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Achtung: Im Buch treten Charaktere aus „Repeat this love“ auf! Man kenn es ohne Vorkenntnisse lesen, aber es macht mehr Sinn, wenn man das andere Buch noch lesen möchte, sollte man es zuerst tun.

Triggerwarnung: ...

Achtung: Im Buch treten Charaktere aus „Repeat this love“ auf! Man kenn es ohne Vorkenntnisse lesen, aber es macht mehr Sinn, wenn man das andere Buch noch lesen möchte, sollte man es zuerst tun.

Triggerwarnung: PTBS überwiegend in Form von Albträumen!

Anna ist nach sieben Monaten aus dem Koma erwacht und alles ist anders. Ihr Mann hat sie abgehakt und hat, weil es ja so schwer für ihn war, mit ihrer besten Freundin/Chefin geschlafen. Nach langer Reha ist Anna endlich in der Lage den nächsten Schritt zu gehen, aber welcher soll das sein? Sie hat keinen Job mehr, ihr Mann will eine Pause und sie ist noch immer nicht ganz auf der Höhe. Sie beschließt den Mann zu besuchen, der ebenfalls bei dem Unfall mit Fahrerflucht verletzt worden ist und ihr eine ganze Zeit lang im Krankenhaus vorgelesen hat.
Leif hat viel durchgemacht, die Krönung war dann noch ein Unfall, der ihn fast seine Karriere gekostet hätte. Jetzt steht Anna vor ihm, die Frau, die er beinahe jede Nacht in seinen Träumen sterben sieht. Gleichzeitig löst sie Gefühle in ihm aus, die er für immer verloren geglaubt hat.


Anna und Leif waren mir sympathisch. Ich mochte sie und fand es nett, wie sich die Freundschaft zwischen ihnen entwickelte. So richtig packen konnten sie mich aber erst ab einem bestimmten Punkt nach über der Hälfte des Buches.

Die Handlung plätschert sehr lange vor sich hin. Es passiert ewig nicht sehr viel, bis auf Annas Ex-Mann, der immer wieder versucht, sie zu manipulieren und seine Spielchen mit ihr zu spielen und sich dabei immer lächerlicher und lächerlicher macht.
Was ich hier toll fand war, wie seine Masche deutlich beleuchtet wurde. Das finde ich deswegen so wichtig, weil sehr viele Menschen, vor allem Frauen, in Beziehungen leben, die nach diesem Schema funktionieren, es aber nicht merken. Es braucht oft ein aufrüttelndes Erlebnis, wie bei Anna, um auszubrechen und die Wahrheit zu sehen.
Im Buch wirkt das vielleicht auf den ein oder anderen unnötig, aber ich finde es wichtig, den Fokus darauf zu richten. Denn zu oft lassen wir uns auf diese Art manipulieren, ohne es zu merken.

Die meiste Zeit des Buches geht es um die Freundschaft zwischen Anna und Leif während sie langsam ihr Leben wieder in die Hand nimmt. Sie schauen zusammen Filme (überwiegend die Twilight-Reihe – das hat einen bestimmten Grund), kochen, backen und reden. Leider geht darüber aber auch einiges unter. Dieser Teil zog sich für mich zu sehr, obwohl die zwei nett zusammen waren.


Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht. Es wird ein wichtiges Thema sehr schön beleuchtet, aber insgesamt war es eher ruhig. Manchmal zog es sich dadurch auch. Erst ab einem gewissen Punkt mochte ich es deutlich lieber, weil etwas Schwung in die Geschichte kam und beide Protagonisten für mich präsenter und sympathischer wurden. Nicht, dass ich sie vorher nicht mochte, aber sie waren eher „nett“ als wirklich mitreißend.
Kurz vor Schluss wurde es dann auch spannend, aber leider sehr abrupt und es war auch genauso schnell wieder vorbei. Ich hätte es besser gefunden, wenn sich das langsamer aufgebaut hätte. So wirkte es wirklich komplett aus heiterem Himmel und irgendwie grundlos.
Der Epilog war leider nicht meins. Ich fand ihn etwas zu konfus.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne. Ich fand es nicht schlecht, aber auch nicht „besonders“.

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