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Veröffentlicht am 07.08.2020

Die Wendung war interessant, aber davor empfand ich es immer wieder als zu konfus

Stranger – Du wirst ihm verfallen
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Gerade eben noch war Carolines Leben, wenn nicht perfekt, dann zumindest ziemlich nah dran. Doch dann zerbricht innerhalb von wenigen Tagen alles um sie herum. Ihr Mann betrügt sie, sorgt für eine Szene ...

Gerade eben noch war Carolines Leben, wenn nicht perfekt, dann zumindest ziemlich nah dran. Doch dann zerbricht innerhalb von wenigen Tagen alles um sie herum. Ihr Mann betrügt sie, sorgt für eine Szene auf der Party, die Carolines Eintrittskarte zurück in den Beruf werden sollte, räumt die Konten leer und lässt sie verzweifelt und allein zurück. In diesem Moment nutzt Aidan seine Chance. Er beobachtet Caroline schon länger und weiß was er will: sie, ihr Geld, ihr Haus, einfach alles. Und ihm ist egal, was er dafür tun muss.
Oder ist am Ende nichts, wie es scheint?


Das Buch ist geprägt von „ich hätte es wissen müssen“ auf Carolines Seite. Dieser Satz taucht so oft auf, dass man ihn irgendwann nicht mehr lesen kann. Aber was hätte sie wissen müssen? Aidan trat in ihr Leben in genau dem Moment, in dem sie am verwundbarsten war. Benutzt er sie? Ist er gefährlich? Ist sie gefährlich? Oder ist ihr Mann gefährlich?

Das Buch ist abwechselnd aus Carolines und Aidans Sicht geschrieben. Das Problem dabei ist, dass sie komplett gegensätzliche Wahrnehmungen haben. Aidan hält sich für zärtlich, Caroline hält ihn für übergriffig. Aidan erzählt von Dingen, die in der gleichen Szene aus Carolines Sicht nicht vorkommen und andersrum. Man fragt sich die ganze Zeit, wer von beiden „lügt“ bzw. irre ist.
Folgt man Carolines Sicht ist es ganz klar Aidan und Caroline ist das Opfer: ihr Mann ist ein Mistkerl, nimmt auch noch das ganze Geld mit und lässt sie im Regen stehen, woraufhin ihre Tochter auch noch Partei für ihn ergreift und Caroline mit Vorwürfen überhäuft während sie sich mit einem Psychopathen herumschlagen darf.
Folgt man Aidans Sicht, führt er mit Caroline eine Beziehung und sie bittet ihn um seine Hilfe bei dem „Problem“ mit ihrem Ehemann. Immer wieder ist Caroline zickig und stößt ihn von sich, während Aidan nur versucht ihr seine Liebe zu beweisen.

Alles passt nicht zusammen. Dann kommt die Wendung und man ist endgültig verwirrt. Worum geht es wirklich? Ist Caroline das Opfer? Oder Aidan? Oder Jason? Oder stecken sie alle unter einer Decke? Es gibt so viele Versionen, dass man gar nicht mehr weiß, was man noch glauben soll.


Fazit: An sich fand ich die Idee echt gut, aber diese zwei - und später noch mehr - unterschiedlichen Versionen haben mir irgendwann Kopfschmerzen bereitet. Es war zu unterschiedlich. Diese Szenen, die in der einen Version stattfanden, in der anderen nicht, irgendwann wusste ich einfach nicht mehr, was ich noch glauben soll. Ich habe versucht den Durchblick zu bewahren, habe es aber nicht geschafft.
Weder Caroline noch Aidan waren mir sonderlich sympathisch. Mir ging Caroline mit ihrem ständigen „ich hätte es wissen müssen“ auf die Nerven. Sie verhält sich immer wieder ziemlich leichtsinnig und naiv. Und ich kann ihr Verhalten vor allem nach dem ersten Drittel – manchmal aber auch schon davor – oft nicht nachvollziehen.
Aidan ist einfach komplett undurchschaubar. Sucht er nur nach Liebe oder ist er gefährlich und krank?

Von mir bekommt das Buch leider nur 2,5 Sterne. Ich fand die Wendung und die Auflösung gut, aber das Buch hat mich zwischendrin immer wieder abgehängt.

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Veröffentlicht am 07.08.2020

Über 10 Jahre habe ich auf dieses Buch gewartet!

Biss zur Mitternachtssonne (Bella und Edward 5)
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Edward Cullen ist ein Vampir. 1918 wurde er als 17-jähriger verwandelt und hadert seitdem mit seinem Schicksal. Doch dann ändert sich alles. Sein langweiliges Leben wird von einem einzelnen Menschen, einem ...

Edward Cullen ist ein Vampir. 1918 wurde er als 17-jähriger verwandelt und hadert seitdem mit seinem Schicksal. Doch dann ändert sich alles. Sein langweiliges Leben wird von einem einzelnen Menschen, einem Mädchen, gehörig durcheinandergewirbelt. Sie riecht besser, als jeder andere Mensch und scheint ihn geradezu zu verfolgen. Stößt ihn mit der Nase darauf, dass er ein Monster ist. Doch Edward begehrt nicht nur ihr Blut, sondern auch das Mädchen selbst, Bella Swan. Aber kann das gut gehen? Wenn ein Teil von ihm an nichts anderes denken kann, als daran, ihr Blut auszusaugen?


Es gibt wohl kaum noch jemanden, der die Biss-Bücher nicht gelesen hat. Ich liebe sie, seit ich sie mit 16 oder 17 das erste Mal gelesen habe. Natürlich habe ich mich damals auch auf Band 1 aus Edwards Sicht gefreut, doch das Projekt wurde von der Autorin auf Eis gelegt, nachdem die ersten Kapitel ohne ihre Einwilligung in Internet aufgetaucht sind. Jetzt über 10 Jahre später, halte ich ihn in der Hand: Band 1 aus Edwards Sicht, auch bekannt als „Biss zur Mitternachtssonne“.
Ich weiß einige halten das für Geldmacherei - ich ehrlich gesagt aber nicht. Ich finde es sogar richtig toll, das alles aus seiner Sicht zu erleben. Warum? Das erfahrt ihr gleich...

Bella sah Edward immer als perfekt, wunderschön, unnahbar und manchmal, besonders am Anfang auch als Fiesling. Aber wie hat er Bella wahrgenommen? Am Anfang als durchschnittlich, bis er erkannt hat, dass er ihre Gedanken nicht hören kann, das machte sie zu einem Mysterium. Gleichzeitig hat sie aber auch seinen Beschützerinstinkt geweckt. Doch dann kam die verhängnisvolle Bio-Stunde und ihr Duft hätte Bella um ein Haar das Leben gekostet. Allein schon für diese Szene lohnt es sich das Buch zu lesen. So kennt man Edward einfach nicht, wie er mit seinem inneren Vampir ringt und Pläne schmiedet Menschen umzubringen.
Noch viel besser ist aber das drum herum. Wie haben die Cullens als Familie auf Bellas Duft und die damit verbundenen Probleme reagiert? Ganz unterschiedlich aber irgendwie auch passend, wenn man die Charaktere schon kennt. Ich mag diese Familien-Szenen sehr gern, weil man gerade davon in Band 1 gar nichts mitbekommt - kann man ja auch gar nicht, wenn alles aus Bellas Sicht geschrieben ist.

Noch besser gefällt mir aber, wie Edward nach und nach erkennt, dass er Bella mehr als nur interessant findet. Wie er Ausreden erfindet, um in ihrer Nähe zu sein, auch wenn sie es gar nicht weiß. Ja, er hat Stalker-Tendenzen, aber ist dabei echt niedlich, wie er ernsthaft den Himmel absucht, ob ein Meteorit auf ihr Haus zu krachen droht, weil - seien wir mal ehrlich - wenn das bei jemandem passieren kann, dann bei Bella.

Diese Schlüsselszenen aus dem Buch jetzt aus Edwards Sicht zu erleben, seine Stimme dabei zu hören und dabei zu wissen, wie es damals für Bella war, das ist wirklich unglaublich. Ich genieße das sehr.

Ja, die Übersetzung ist nicht immer exakt und manche Wendungen empfinde ich als merkwürdig, aber so ist das leider mit Übersetzungen, deswegen habe ich mir das Buch auch auf Englisch bestellt. Klar könnte man jetzt sagen: dann kopiert halt die Gespräche aus Band 1, statt sie neu zu übersetzen! Aber ich weiß nicht, ob das so einfach möglich ist, ich kenne mich da nicht aus wegen Urheberrecht etc.
Mich hat es weniger gestört, dass manche Gespräche leicht anders sind, sondern mehr die Wendungen, mit denen ich nichts anfangen kann, wie „häng es nicht zu hoch“, was Edward andauernd sagt. Das ist mir im Deutschen noch nie begegnet und sorgt bei mir für dicke „hä?“s.

Was ich besonders interessant fand waren auch die Erinnerungen, die Edward immer wieder eingefallen sind, oder auch die Szenen, die Bella nur in wenigen Sätzen zusammengefasst erzählt bekommen hat, die jetzt, aus Edwards Sicht aber mehrere Seiten lang sind.

Fazit: Ich bin begeistert von Band 1 aus Edwards Sicht. Es ist irgendwie ganz anders, aber irgendwie auch noch immer „Twilight“. Das Buch aus Edwards Sicht ist geprägt davon, wie er sich selbst sieht: als Monster, als gefährlich und davon, wie er Bella sieht: als perfekt und einfach so ganz anders als alle Menschen, die er in über 100 Jahren getroffen hat.
Ja, manchmal kann er einem mit seiner Schwermut auch auf den Geist gehen, aber das wurde ja auch in der ursprünglichen Reihe immer wieder angedeutet, dass er sich selbst für das verachtet, was er ist.
Die Interaktionen der Cullens untereinander und die süßen Stalker-Szenen mit Edward machen das aber locker alles wieder wett. Ich bin einfach nur glücklich, das Buch endlich lesen zu dürfen und werde es in Zukunft noch häufiger lesen.

Von mir ganz klar 5 Sterne. Auch wenn mir, wenn ich mich entscheiden muss, Band 1 aus Bellas Sicht besser gefällt. Aber dieses Buch schließt Lücken und ist einfach eine tolle Ergänzung.

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Veröffentlicht am 04.08.2020

Es hat mich leider nicht gepackt, ich empfand es als zu oberflächlich

Schwarz und Blau
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Ein Defekt an ihrem Motorrad sorgt dafür, dass sich Joans Leben für immer verändert. Sie begegnet Nick, einem Mechaniker und Mitglied eines MC. Doch es bleibt nicht bei dieser einen flüchtigen Begegnung. ...

Ein Defekt an ihrem Motorrad sorgt dafür, dass sich Joans Leben für immer verändert. Sie begegnet Nick, einem Mechaniker und Mitglied eines MC. Doch es bleibt nicht bei dieser einen flüchtigen Begegnung. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und Joans Fähigkeiten als angehende Tierärztin sorgen dafür, dass sie immer tiefer in Club-Angelegenheiten verstrickt wird. Schon bald bringt sie das in große Gefahr, nicht nur durch einen rivalisierenden MC, sondern auch durch ein Mitglied aus Nicks Club.


Ich fand die Idee echt interessant: normale junge Frau trifft Biker und muss herausfinden, ob sie ihm zuliebe mit dem Club klar kommt oder nicht. Allerdings ging es weniger darum, als vielmehr um die Tatsache, dass Nick selbst aussteigen will und Joan ihm immer mehr Gründe dafür liefert.

Ich mochte Joan sehr, auch wenn ich sie immer wieder schütteln wollte, weil sie sich immer mehr im MC verstrickte. Da hat sie sich teilweise echt dumm verhalten, aber auch irgendwie nachvollziehbar.

Nick hat mich vor allem aufgeregt. Das lag zu einem Großteil daran, dass das Buch aus Joans Sicht geschrieben ist, wir also nur ihre Seite kennen und nicht erfahren, warum Nick plötzlich verschwindet oder sich tagelang nicht meldet. Man ist automatisch auf ihrer Seite und macht Nick Vorwürfe.

Joans beste Freunde fand ich furchtbar. Kein bisschen unterstützend, sondern herablassend und verächtlich, das ist für mich keine Freundschaft. Joan ist gut genug, um ihnen jeweils beim Jammern zuzuhören, aber wenn sie reden will, wird sie abgekanzelt.

Mir persönlich kam das Buch immer wieder jetzt abgehakt vor. Es war nicht immer ein stetiger Erzählfluss für mich zu erkennen. Ich bin nicht wirklich reingekommen. Ja, ich mochte Joan, aber irgendwie blieb für mich alles oberflächlich. Mir fehlten die tiefen, innigen Gefühle.
Ja, es war immer wieder spannend, aber mich hat es nicht mitgerissen. Ich habe nicht die Daumen gedrückt oder bin vor Spannung fast umgekommen. Ich wollte wissen, wie es ausgeht, aber das war’s dann auch schon.

Es gab ein paar Wendungen im Buch, gegen Ende wurden sie mir aber zu abrupt und zu schnell abgefrühstückt. Es ging am Schluss alles für mich viel zu schnell.


Fazit: ich fand die Idee interessant und Joan auch sympathisch, aber das Buch selbst konnte mich nicht packen. Ich habe nicht mitgefiebert oder die Daumen gedrückt. Vieles fühlte sich für mich zu oberflächlich an. Mir hat die Tiefe gefehlt. Am Schluss ging mir einiges zu schnell und abrupt.

Von mir bekommt das Buch 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.08.2020

Mich hat das Buch überwiegend wütend gemacht oder deprimiert

Wo die Sterne tanzen
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Nele und Henry lernen sich kennen, als sie beide noch Kinder sind. Sie haben viel gemeinsam und sind einander eine wichtige Stütze. Zwar verbringt Nele immer nur die Sommerferien auf Juist, aber dann jeden ...

Nele und Henry lernen sich kennen, als sie beide noch Kinder sind. Sie haben viel gemeinsam und sind einander eine wichtige Stütze. Zwar verbringt Nele immer nur die Sommerferien auf Juist, aber dann jeden einzelnen Tag davon mit Henry. Bis ein Tag, als sie beide siebzehn sind alles verändert.



Jetzt viele Jahre später ist Nele zurück, um das Haus ihrer Großmutter zu verkaufen. Henry befindet sich auch gerade auf Juist und immer wieder kreuzen sich ihre Wege. Aber kann es zwischen ihnen jemals wieder so werden, wie damals? Oder ist inzwischen einfach zu viel passiert?





Ich mochte Nele von Anfang an ziemlich gern, auch wenn ich nicht immer mit ihr einer Meinung war. Henry fand ich als Kind so süß, aber ich hätte ihn später mehrmals in der Luft zerreißen können. Ben tat mir einfach nur leid. Er musste so viel einstecken und ist so ein lieber Kerl! Laura, Neles Mutter, habe ich die meiste Zeit über verachtet. Das ist ja auch so gewollt, weil man erst ganz kurz vor Schluss ihre Seite zu hören bekommt. Trotzdem gibt es Dinge, die auch die Erklärung nicht wieder gut macht.



Ich fand das Buch einerseits sehr interessant, die Charaktere waren vielschichtig und haben viel - vor allem Negatives - erlebt.



Was mich aber echt gestört hat, war Henrys Verhalten. Die Handlung wird von seinen falschen Entscheidungen dominiert. Er tut dieses oder jenes und in Reaktion darauf tut Nele dieses oder jenes und Ereignisketten kommen in Gang an deren jeweiligem Ende es nur Verlierer gibt.



Vielleicht war ich zu nah dran, ich weiß es nicht, aber mich hat das Buch die meiste Zeit über abwechselnd wütend gemacht und deprimiert. Ich wollte Henry, Laura und Eddy erwürgen oder verprügeln, ich wollte Nele trösten, Henry kurz darauf wieder schütteln, etc.



Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass Ben ins Kreuzfeuer gerät und immer alles abkriegt. Er tat mir so leid!

Allgemein taten mir alle irgendwann leid. So viele falsche Entscheidungen und Schicksalsschläge, so viel verlorene Zeit.





Ja, man bekommt auch für Henrys Verhalten eine Erklärung präsentiert, die in Teilen nachvollziehbar ist, aber eben nur in Teilen. Er hat mich immer wieder so extrem aufgeregt! Ich hätte ihn echt gern mehrmals erwürgt.



Die Handlung spielt abwechselnd in der Gegenwart - 2019 - und verschiedenen Punkten der Vergangenheit. Ich fand das gut gemacht, allerdings wurde es manchmal verwirrend, wenn die Vergangenheit sehr nah an der Gegenwart war. Dies war vor allem am Ende der Fall, wodurch man quasi am Ende gezwungen wird gedanklich nochmal ganz an den Anfang zu springen.



Fazit: ich fand das Buch nicht schlecht, aber insgesamt gesehen hat es mich entweder wütend gemacht, oder deprimiert. Ich konnte keine Liebesgeschichte fühlen. Mir taten die Charaktere immer wieder leid, aber es war jetzt nie so, dass ich sagen würde, ich sei „Team Henry“ oder „Team Ben“. Das Buch behandelt viele falsche bzw. verhängnisvolle Entscheidungen, die die Charaktere immer wieder unglücklich gemacht haben. Ich habe das als viel stärker empfunden als alles andere.



Was ich toll fand, war die Beschreibung der Insel. Da bekommt man richtig Lust auf einen Insel-Urlaub. Dank der Karte vorne in der Klappenbroschur findet man sich auch gut zurecht.



Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne, weil mich das Buch überwiegend deprimiert hat und ich keinem der potentiellen Pärchen wirklich die Daumen halten konnte. Die Liebesgeschichten kamen mir zu kurz, bzw. waren geprägt von „was wäre, wenn“, statt dem, was tatsächlich passiert.

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Veröffentlicht am 03.08.2020

Leider fehlt mir der Zauber aus Band 1

A is for Abstinence
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Achtung: Band 2 einer Reihe!



Vier Jahre sind vergangen seit sich die Wege von Kyle und Val getrennt haben. Val ist sich treu geblieben und noch immer Jungfrau doch dank einer Talkshow trifft sie nun ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!



Vier Jahre sind vergangen seit sich die Wege von Kyle und Val getrennt haben. Val ist sich treu geblieben und noch immer Jungfrau doch dank einer Talkshow trifft sie nun endlich ihre leibliche Mutter. In der gleichen Show kreuzt sich ihr Weg auch erneut mit dem von Kyle. Er lebt mittlerweile abstinent, nachdem ihn seine Ex-Verlobte betrogen hat und ihm klar geworden ist, dass Val die Eine ist.



Doch kann das wirklich gut gehen? Oder sind die Gründe, die sie bereits vor vier Jahren getrennt haben noch immer da?



Ich habe Band 1 so gern gelesen und war so begeistert, leider fehlt mir bei Band 2 dieser Zauber.

Das Buch ist komplett aus Kyles Sicht geschrieben, was einerseits ein Vorteil, andererseits aber auch ein Nachteil ist in meinen Augen. Es ist ein Vorteil, weil wird endlich mehr über Kyle und seine Gefühle für Val erfahren, über seine Familie, sein Leben.

Es ist ein Nachteil, weil man sich einfach das ganze Buch über nicht sicher ist, was man von Kyle halten soll.



Ja, er liebt Val, aber dieses ganz Abstinenz-Ding macht er nur, um sie für sich zu gewinnen. Er gibt offen und ehrlich zu, dass er nicht daran glaubt. Er tut es, damit Val ihm eine Chance gibt. Er macht keinen Hehl daraus, dass er mit Val schlafen will. Es bleibt aber ganz oft offen, ob es letztlich nur das ist, was er will.



Immer wieder wirkt Kyle, als sei das alles nur eine Masche, um Val, die eine, die er nicht erobern konnte ins Bett zu bekommen. Ja, er hat scheinbar echte Gefühle für sie, aber dieser Eindruck wird immer wieder gefüttert.



Man fragt sich einfach die ganze Zeit, ob er es wirklich ehrlich meint. Die Chemie zwischen ihnen ist jetzt ganz anders, als in Band 1. Für mich ist zu viel davon verloren gegangen.



Von Val bekommt man nicht viel mit, nur ihre Unsicherheiten in Bezug auf Kyle und auf Sex. Beides absolut nachvollziehbar, aber irgendwie fehlt mir ihre Stimme im Buch. Man hört andauernd von Kyle wie blöd er es findet, nicht mit Val schlafen zu können und dass er nicht daran glaubt, was sie vertritt, aber man bekommt ihre Seite nicht zu hören und das ist ab und an echt schade, weil sie dadurch mehr den Eindruck einer radikalen Jungfrau macht, als sie in Band 1 war. Damals ist sie da reingerutscht und hat das beste daraus gemacht, heute lebt sie von ihrer Rolle als „Virgin Val“ und hat daraus ein kleines Imperium errichtet.



Kyle drängt sie nach wie vor immer wieder ins Rampenlicht um sie zu „ärgern“, aber ich finde es wirkt aus seiner Sicht schlechter, als damals aus ihrer.



Fazit: leider hat mich Band 2 nicht so begeistern können, wie Band 1. Mir hat irgendwie der Zauber gefehlt, die Chemie zwischen Val und Kyle. Er wirkt irgendwie berechnender. Ich war mir ganz lange unsicher, was ich von ihm halten soll, aber ich fand ihn in Band 1 süßer. Zudem fehlt mir Val und ihr Feuer. Da das Buch komplett aus Kyles Sicht geschrieben ist, vermisse ich ihre Stimme. Ich finde die Idee toll, Band 2 nur aus seiner Sicht zu erzählen, aber in diesem konkreten Fall, wäre mir ein Wechsel der Perspektiven lieber gewesen.



Es gab einige schöne Szenen, aber das meiste fühlte sich für mich zu oberflächlich an. Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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