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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2022

damals in den 50ern

Findelmädchen
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Beindruckend und atmosphärisch. Ein Leben in den 50er Jahren mit all der Ungerechtigkeit, die man sich als Frau heutzutage nicht mehr vorstellen kann. Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung rund um ...

Beindruckend und atmosphärisch. Ein Leben in den 50er Jahren mit all der Ungerechtigkeit, die man sich als Frau heutzutage nicht mehr vorstellen kann. Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung rund um Köln, sehr schön, wenn man die Stadt von einer anderen Seite kennenlernen darf.
Der Schreibstil ist gut erzählend, man taucht schnell ein in die Geschichte. Gepackt fühlt man mit Helga, ob als Strassenkind während des Krieges, als ungewolltes Mädchen in Frankreich oder als Lehrling beim WDR. Die damaligen Zustände sind sehr darstellend beschrieben. Trotz aller Widernisse findet eine Familie zueinander. Und definitv gab es damals schon Frauenpower, sich nicht unterkriegen lassen, weitermachen, egal was kommt. Letztendlich zählt der Wille und die Beharrlichkeit. Eine gelungene Geschichte mit Höhen und Tiefen. Das Ende war viel zu schnell einfach da!

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Veröffentlicht am 02.08.2022

nicht von dieser Welt

Do not eat!
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Was war denn das? Die schnell gelesenen Seiten lassen mich perplex zurück. Zu Beginn fühlte ich mich köstlich unterhalten aber das hat leider sehr schnell nachgelassen.
Einige Szenen zwischendurch waren ...

Was war denn das? Die schnell gelesenen Seiten lassen mich perplex zurück. Zu Beginn fühlte ich mich köstlich unterhalten aber das hat leider sehr schnell nachgelassen.
Einige Szenen zwischendurch waren ganz nett, aber das war es dann schon. Die Siegelmagier Bücher mochte ich sehr, vielleicht sollte Kevin Hearne besser auf der Erde bleiben statt im Weltraum mit Aliens zu kämpfen. Ich hatte bei jeder Seite gehofft, dass da noch was kommt, aber leider nein. Stattdessen hört das E-Book bei 73% auf und endet mit einer Leseprobe "Das Spiel des Barden". Irgendwie fühle ich mich veräppelt. Wo ist der schwarze Humor, der ohne künstliches Blut und Gekämpfe auskommt?
Schade, schade Schokolade.

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Veröffentlicht am 01.08.2022

erschreckende Unterhaltung

House of Wirecard
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Was für ein Real Drama! Fantastisch erschreckende Unterhaltung. Man glaubt es nicht, bis man die Zeilen gelesen hat. Dan McCrum geht dem Wirecard Universum auf den Grund und gibt trotz aller Widrigkeiten ...

Was für ein Real Drama! Fantastisch erschreckende Unterhaltung. Man glaubt es nicht, bis man die Zeilen gelesen hat. Dan McCrum geht dem Wirecard Universum auf den Grund und gibt trotz aller Widrigkeiten und Rückschlägen nicht auf. Auch wenn bis zum Freischlag am Ende Jahre vergehen.
Mir absolut unverständlich, wie alle Prüfungsinstanzen derart versagen konnten, schließlich gehörte Wirecard zum DAX. Auch, dass ein Hauptverantwortlicher seit über zwei Jahren auf freiem Fuss ist. Wie kann das sein?
Kriminelle Energie und Dreistigkeit par excellence.
Die Nähe zur Geldwäsche und allen zwielichten Geschäften war mir auch nicht bewusst. Der Schreibstil ist überhaupt nicht trocken sondern unterhaltsam. Man reist durch die Welt, staunt und fiebert mit. Außerdem füllt das Werk die persönliche Skepsis extrem auf. Es ist definitiv nicht alles so, wie es scheint.
Klare Leseempfehlung für alle ehemaligen Wirecard Fans und Aktienliebhaber (und Wirtschaftsprüfer).

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Veröffentlicht am 01.08.2022

easy und schmackhafte Sammlung

Wenn ich das kann, kannst du das auch!
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Das Buch ist anders als normale Kochbücher. Man bekommt hier einige private Einblicke in das Leben von Linda Zervakis. Außerdem sind die Fotos klasse. Es ist eher wie das genussvolle Durchblättern einer ...

Das Buch ist anders als normale Kochbücher. Man bekommt hier einige private Einblicke in das Leben von Linda Zervakis. Außerdem sind die Fotos klasse. Es ist eher wie das genussvolle Durchblättern einer Lieblingszeitschrift.
Also es ist durch und durch authentisch und sympatisch. Macht Laune aufs Kochen.
Die Rezepte sind zumeist sehr einfach und mit wenigen Zutaten, aber es ist eine Herzenszusammenstellung. Viele sind vegetarisch und einige Desserts sind auch dabei.
Habe mich extrem über das Rezept mit den Gigantes (weiße Riesenbohnen) in Tomatensauce gefreut. Die weichen gerade ein und ich hoffe es schmeckt so, wie man es vom "Griechen" kennt.
Rein vom Preis und der Anzahl der Gerichte (30 an der Zahl) finde ich das Buch etwas zu teuer. Aber die wunderbare Gestaltung und sicherlich auch der Geschmack der nachgekochten Gerichte macht das locker wett!

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Veröffentlicht am 20.07.2022

traurig und intensiv

Baumschläfer
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Das Buch beschäftigt mich noch lange nachdem der Buchdeckel zugeklappt wurde. Der Schreibstil ist klar und sachlich. Das steht im Kontrast zu dem Inhalt, der sehr traurig ist.
Es geht um Marius, der alles ...

Das Buch beschäftigt mich noch lange nachdem der Buchdeckel zugeklappt wurde. Der Schreibstil ist klar und sachlich. Das steht im Kontrast zu dem Inhalt, der sehr traurig ist.
Es geht um Marius, der alles andere als eine Bilderbuchkindheit hat und der aufgrund gewisser Ereignisse immer tiefer abrutscht. Das Unbegreifliche wird zur Realität. Wo sind alle sozialen Sicherheitsnetze, Freunde, Bekannte?

Eine Einsamkeit, die tief dringt und dabei scheinbar unaufdringlich daher kommt. Aber der Nachklang lässt einen nicht mehr los. Um so erschreckender, dass die Erzählung auf eine wahre Begebenheit beruht, wie dem Nachwort zu entnehmen ist.

Sicherlich kein Werk für die gute Laune und leichte Unterhaltung. Aber für alle, die der Einsamkeit auf den Grund gehen möchten und der Würde des Einzelnen. Das Buch läd zum Nachdenken im allgemeinen Umgang nach und hat somit definitiv auch positive Aspekte.

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