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Veröffentlicht am 24.04.2021

Ein emotionaler Weg zu ihrem Wahren Ich

DIE EIGENE SEELE BEFREIT
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„Manchmal fühlte ich mich allein. Da war irgendetwas was nicht so war, wie es sein sollte. Irgendetwas, das noch fehlte in meinem Leben. Irgendetwas an oder in mir, das anders sein sollte, als es war.“

Inhalt

Die ...

„Manchmal fühlte ich mich allein. Da war irgendetwas was nicht so war, wie es sein sollte. Irgendetwas, das noch fehlte in meinem Leben. Irgendetwas an oder in mir, das anders sein sollte, als es war.“

Inhalt

Die Geschichte erzählt die Biografie von der transsexuellen Gabrielle, die als Junge namens Jochen in einer schweizerischen Provinz geboren worden und dort aufgewachsen ist. Es war für sie keineswegs von Anfang an klar, dass ihr Körper nicht ihrem Geschlecht entspricht und genau dieser Werdegang und Prozess hin zur Erkenntnis bis anschließend zur Entfaltung ihres Wahren Ichs, wird in diesem Buch geschildert. Es war für Gabrielle ein emotionaler und aufwühlender Weg, der von sehr vielen Sorgen, Ängsten und Tränen begleitet worden ist. Zudem hatte Jochen zum Zeitpunkt seiner Selbsterkenntnis bereits ein ganzes Leben aufgebaut, mit beruflichem Erfolg, einer glücklichen Ehe und Kindern. Es beginnt für sie ein anstrengender Werdegang, der viele Fragen mit sich bringt, jedoch auch die Überzeugung die eigene Seele zu befreien.
[Auszug Klappentext:] Mit diesem Buch möchte die Autorin einerseits Mut machen aber auch Informationen vermitteln, wie vermeintlich ausweglose Situationen gemeistert werden können. Es soll zum Thema informieren und aufzeigen, was tief im Inneren betroffener Personen vorgeht.

Meinung

Ich finde, dass Gabrielle eine wirklich mutige Frau ist, ihre Geschichte mit der Welt zu teilen und damit Menschen, die dieselbe Erfahrung machen zu unterstützen, zu ermutigen und zu helfen, gleichzeitig aber auch denjenigen, die diesen nervenzerreißenden Werdegang nicht wirklich verstehen können, aufzuzeigen und aufzuklären, was im Inneren dieser betroffenen Personen vorgeht. Ich kenne niemanden persönlich, der oder die eine solche Erfahrung durchgemacht haben und hatte dementsprechend auch überhaupt keine Vorstellung davon, wie kompliziert und bewegend solche Entwicklungen sein können. Gabrielles Geschichte hat mir auch gezeigt, dass man oder frau nicht plötzlich aufwacht und weiß, dass er oder sie transsexuell ist und die Frage für mehrere Jahre und auch ein ganzes Leben nicht aufzukommen hat, um doch präsent zu sein. Meine naiven und begrenzten Informationen zu diesem Thema, die ich nur aus kurzen Videobeiträgen, Filmen oder Serien haben, haben dafür gesorgt, dass es mir nicht einmal in den Sinn kam, dass Menschen, die im falschen Körper geboren worden sind, genau das erst sehr viele Jahre später überhaupt herausfinden. Oftmals nachdem sie bereits ein ganzes Leben aufgebaut haben. Und genau deshalb bin ich der Autorin sehr dankbar, dass sie ihre Geschichte geteilt hat. Denn dadurch konnte ich einen Einblick in ein unglaublich emotionales Thema erhalten, welches mich zuvor nie zu berühren schien, jedoch sollte, da es wichtig ist verstehen zu können wie sich unsere Mitmenschen in solchen Situationen fühlen und Sympathie, sowie Unterstützung zu zeigen. In Hinblick auf den Schreibstil muss ich sagen, dass es mir ein wenig schwer fiel in die Geschichte hineinzukommen, da manche Wörter mir unbekannt waren und mir oftmals auch der Satzbau nicht gefallen hat. Aber das ist mein persönliches Empfinden und die Autorin kann nichts dafür, dass mich der Schreibstil nicht überzeugen konnte. Außerdem fand ich die Zeitsprünge ein wenig verwirrend, da sie ohne deutliche Markierungen im nächsten Satz bereits stattfinden konnten und ich manchmal einen Moment gebraucht habe, um zu verstehen, dass bereits mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate vergangen sind. Da es sich um eine Biografie handelt, finde ich es schön, dass die Autorin all ihre Erlebnisse – von der Kindheit bis zum Wahren Ich – geschildert hat, ebenso diejenigen, in denen auch sie sich schlecht verhalten hat, als Jochen zum Beispiel seine Lehrer gemobbt hat – was die Autorin im Nachhinein zu bereuen scheint. Je mehr Einblicke ich in Gabrielles Leben hatte, umso mehr habe ich später auch mitgefühlt, als es zum Outing kam.

Fazit

Insgesamt kann ich nur wiederholen, dass ich die Autorin sehr dafür respektiere und bewundere, dass sie ihre sensible Geschichte geteilt hat. Auch wenn ich meine Probleme mit dem Schreibstil hatte, fand ich ihre Geschichte bewegend und ihren Grund für die Publikation beachtenswert. Ich habe aus dieser Geschichte sehr viel lernen können und ein tieferes Verständnis mitgenommen, auch wenn ich weiß, dass ich diese Erfahrung niemals wirklich verstehen und begreifen werden kann, da es nur diejenigen können, die diesen Weg zu ihrem Wahren Ich auch tatsächlich gehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2021

Eine packende Geschichte mit Suchtgefahr!

Killing November
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Inhalt

Die 17-jährige November weiß nicht wie ihr geschieht, als sie plötzlich in einem historischen Gebäude aufwacht und nicht weiß, warum ihr Vater sie ganz plötzlich an das geheimnisvolle Internat ...

Inhalt

Die 17-jährige November weiß nicht wie ihr geschieht, als sie plötzlich in einem historischen Gebäude aufwacht und nicht weiß, warum ihr Vater sie ganz plötzlich an das geheimnisvolle Internat Academia Absconditi schickt. Dort ist alles ganz anders, als eine normale Schule, denn neben den Fächern Schwertkampf, Giftkunde, Messerwerfen und Kriegsführung, herrscht ein mittelalterliches Bestrafungssystem nach „Auge um Auge. Zudem muss November die wichtigste Regel der Schule unbedingt einhalten: Verrate keine Details über deine Familie! Als November gerade dabei ist, sich an das Leben an der Akademie zu gewöhnen, wird ein Mitschüler ermordet und November als Täterin verdächtigt, obwohl sie unschuldig ist. Schnellsten muss sie ihre Unschuld beweisen, bevor sie wegen dem harten Bestrafungssystem noch ihr Leben verlieren könnte. Dafür muss sie ihre Rolle im Geheimbund Strategie einnehmen und mehr über ihre Vergangenheit erfahren.

Meinung

Anfangs war ich ein wenig skeptisch, ob mir die Geschichte gefallen würde, da es sich um kein Genre handelt, dass ich normalerweis lese. Als ich dann aber in die Geschichte eingetaucht bin, konnte ich nicht mehr aufhören und kann ganz klar sagen, dass mir das Buch sehr gefallen hat! Der Anfang war ein wenig schwierig, da man als Leser mitten ins Geschehen hineingestoßen wurde und die ganzen wenigen Informationen erst einmal in Zusammenhang bringen musste. Diese Tatsache sah ich zuerst als Kritikpunkt, aber als ich mir darüber Gedanken gemacht habe, war es eigentlich eine interessante Erfahrung genauso unwissend, wie November zu sein und somit eine tiefere Verbindung zur Protagonistin zu haben. Gemeinsam mit November versucht man sich an der Akademie zurechtzufinden und die einzelnen Informationsbrocken zu einem Bild zusammenzufügen. Das Lesen fiel mir umso leichter, weil ich November als Charakter sehr gerne mochte. Sie hat eine einzigartige, gemischte Persönlichkeit, da sie ihre Meinung mutig und stark verkündet, aber gleichzeitig an das Gute in Menschen glaubt. Die Art, wie sie trotz ihrer Unwissenheit und Freundlichkeit keinesfalls naiv gewirkt hat, hat mir sehr gefallen und die Geschichte interessanter gemacht. Es wäre nicht mal halb so spannend gewesen, wenn November alles hingenommen und sich kein einziges Mal gewährt hätte. Außerdem gefällt mir auch, dass November sich von den anderen Mitschülern abhebt, aber gleichzeitig auch perfekt an diese Schule passt. Die ganze Spannung und Geheimniskrämerei wurde in Verbindung mit den Gefühlen und einer Liebesgeschichte zu einer explosiven Mischung, die bewirkt hat, dass ich immer weiterlesen wollte! Nicht nur, weil ich die einzelnen Geheimnisse endlich gelüftet haben wollte, sondern auch, weil ich wissen musste, wie sich die Beziehung zwischen November und einem Mitschüler entwickelt. Also hatte ich auch noch in der späten Nacht das Buch vor Augen und verlor mich in der Geschichte. Am meisten gefielen mir die Lehrstunden, da sie unglaublich spannend waren und ich jedes Mal November angefeuert habe, dass sie die anderen mit ihrem Wissen oder Können überrascht. Bei einer der Aufgaben habe ich mich sogar selbst beteiligt – und lag sogar bei allen drei Fragen richtig :D. Grundsätzlich gefällt mir die Idee eines Thrillers mit Jugendlichen als Hauptpersonen, Gefühlen und einem Geheimbund unglaublich gut! Wie gesagt, habe ich nicht gedacht, dass mir die Geschichte so gut gefallen würde, aber letztendlich hat sie es geschafft mich in ihren Bann zu ziehen.

Schreibstil

Den Schreibstil fand ich sehr flüssig und einfach. Ich hatte kein einziges Mal Probleme beim Lesen und auch die Kapitel hatten eine angenehme Länge, wodurch man auch nach ein paar Seiten eine Pause einlegen wollte – was ich eher selten gemacht habe. Novembers Schlagfertigkeit und Offenheit fand ich sehr sympathisch und das hat bewirkt, dass ich schnell mehrere Kapitel lesen konnte, ohne zu merken, wie die Zeit verflogen ist. Und auch die Gefühle hat die Autorin – meiner Meinung nach – sehr gut beschrieben, vor allem im Hinblick darauf, dass es sich um ein Internat eines Geheimbundes handelt, in welchem Verstellung und scheinbare Gefühlslosigkeit zur Tagesordnung gehören. Und genau wegen dieser Tatsache, war es wirklich angenehm November, die offen und direkt ist, als Protagonistin zu haben.

Cover

Anfangs hat mir das Cover nicht so sehr gefallen, aber mittlerweile finde ich, dass es zur Geschichte wirklich sehr gut passt und seinen eigenen Charme hat. Trotzdem würde ich wahrscheinlich das Originalcover bevorzugen.

Fazit

Meine anfänglichen Zweifel wurden hundertprozentig beseitigt und ich bin ein Fan dieser Geschichte geworden! Ich habe jedes einzelne Geheimnis, Information und Gefühl geliebt und kann es nicht erwarten mit dem zweiten Band weiterzumachen, da für November ein noch gefährlicheres Abenteuer bevorsteht – ohne zu viel zu verraten. Und obwohl das Buch – wie es die Leserunde gezeigt hat – unterschiedliche Meinung hervorgebracht hat, kann ich die Geschichte wirklich leichten Herzens weiterempfehlen und positiv bewerten!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2021

Eine berührende Liebesgeschichte

Fall of Legend
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Heute Abend ist alles möglich. Heute Abend werde ich leben. - Scarlett Priest
Inhalt

Scarlett Priest und Gabriel Legend stammen aus zwei vollkommen verschiedenen Welten. Während Scarlett die Tochter ...

Heute Abend ist alles möglich. Heute Abend werde ich leben. - Scarlett Priest
Inhalt

Scarlett Priest und Gabriel Legend stammen aus zwei vollkommen verschiedenen Welten. Während Scarlett die Tochter eines bekannten Models und Erbin einer der angesehensten Familien ist, musste Legend sein Leben lang kämpfen, um seiner Vergangenheit zu entkommen und einen Club zu gründen. Aufgrund eines Zwischenfalls in seinem Club könnte sein Traum bald zerplatzen. Nur Scarlett kann sein Imperium mithilfe ihres Einflusses und Bekanntheit noch retten. Nach einem äußerst ungewöhnlichem ersten Zusammentreffen schließen sie einen Deal ab und führen eine rein geschäftliche Beziehung. Jedoch wird die Anziehungskraft zwischen den beiden immer stärker, bis es dann zu einem Kuss kommt, der droht alles, was sie sich aufgebaut haben zu zerstören und ihr Leben in Gefahr bringen könnte.

Meinung

In die Geschichte bin ich wirklich sehr gut hineingekommen. Der Anfang hat mir deswegen so gut gefallen, weil es eine mal etwas ganz andere erste Begegnung war und meine Neugier geweckt wurde. Mit jeder Seite ist mir Scarlett immer mehr als Herz gewachsen, denn sie ist nicht nur eine unglaublich starke Businessfrau, sondern auch sehr sensibel und freundlich. Genau diese Mischung machte es mir so leicht sie zu mögen. Außerdem liebe ich ihren kleinen Laden und die Tatsache, dass sie trotz ihrem Erfolg, Namen, Reichtum und Aussehen, nicht alles für selbstverständlich hält. Auch Legend hat einen einzigartigen Charakter und eine traumatische Vergangenheit, die der ganzen Geschichte Spannung verliehen hat. Legend fasziniert mich, weil er niemals aufgegeben hat und trotz aller Hürden hat er sich einen Namen gemacht. Er ist ein Kämpfer und dass diese Tatsache zusätzlich darin aufgegriffen wird, dass er ein Boxer ist, gefällt mir sehr. Neben den beiden Hauptcharakteren, bin ich auch von den Nebenpersonen begeistert. Sowohl Scarletts, als auch Legends Angestellte sind mir super sympathisch und ich konnte förmlich spüren, was für ein eingespieltes Team sie sind.

Meghan March hat außerdem sehr gefühlvolle Themen aufgegriffen, die - meiner Meinung nach - der Geschichte eine Tiefe verliehen und mich manchmal sprachlos zurückgelassen haben. Das Buch besteht aus mehreren Überraschungen, sehr vielen Gefühle und einer schönen, besonderen Liebesgeschichte. Die Geschichte konnte mich von Anfang bis zum Ende begeistern, jedoch muss ich sagen, dass mir das Ende nicht wirklich gefallen hat. Es ist definitiv ein gelungener Cliffhanger – das schon. Aber wie dieser Cliffhanger zustande kam, das hat mir nicht wirklich gefallen, da es – vor allem im Vergleich zu dem Rest – ein wenig plump, zu einem ungünstigen Zeitpunkt und schnell, kam. Trotzdem haben die Geschichte und die Personen an sich bewirkt, dass ich die weiteren Bände auf jeden Fall lesen möchte, um miterleben zu können, wie sich noch alles entwickeln wird!

Schreibstil

Ich konnte sehr einfach und schnell in die Geschichte abtauchen und bis zum Schluss fiel es mir kein einziges Mal schwer weiterzulesen. Im Gegenteil, das Buch hat mich mit der fröhlichen Art Scarletts und ihrer Freundinnen, den tiefen und leidenschaftlichen Gefühlen und den intensiven Momenten gefangen genommen und begeistert. Besonders Scarletts Ausstrahlung war so gut beschrieben, sodass ich sie mir bildlich vorstellen konnte! Zudem bin ich auch froh darüber, dass die Geschichte sowohl aus Scarletts, als auch Legend Sicht erzählt wurde und die Eindrücke dadurch intensiver und vielfältiger.

Cover

Ich finde das Cover schlicht, aber wunderschön. Die goldenen Flecken bilden einen schönen Kontrast auf dem dunklen Grünton und diese Kombination erinnert mich sehr an Scarletts und Legends Beziehung! Auch das Weiß der Schrift hebt sich wunderschön hervor und die drei Bände werden nebeneinander sicherlich wunderschön aussehen.

Fazit

Insgesamt hat mir die Geschichte trotz dem etwas zu schnellen und – mich – weniger überzeugendem Ende des ersten Bandes, wirklich gefallen. Scarlett und Legend hatten eine einzigartige Ausstrahlung, ihre Freunde haben der Geschichte Humor verliehen und einige Nebencharaktere haben es auf meine Hass-Liste geschafft. Auch die Gefühle waren sehr intensiv – egal, ob die positiven oder negativen. Der Anfang hat mich positiv überrascht und dafür gesorgt, dass meine Neugier bereits von Seite eins da war. Ich freue mich also definitiv auf den zweiten Band, vor allem, da noch viele Fragen offen und ungeklärt sind, die ich auf jeden Fall herausfinden muss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2021

Geheimnisse und Intrigen - gepackt in einen wunderschönen leichten Schreibstil

Matching Night, Band 1: Küsst du den Feind?
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Inhalt

Cara besucht das St. Joseph's College, für welches ihre Familie jedes Kleingeld zusammenkratzen musste und aufgrund eines Zwischenfalls konnte sie ihre gemietete Wohnung nicht beziehen, sondern ...

Inhalt

Cara besucht das St. Joseph's College, für welches ihre Familie jedes Kleingeld zusammenkratzen musste und aufgrund eines Zwischenfalls konnte sie ihre gemietete Wohnung nicht beziehen, sondern muss in B&Bs leben. Als sie dann von der elitären Studentenwohnheimverbindung - den Ravens - hört, für die man sich nicht bewerben kann, sondern ausgewählt werden muss, ist sie Feuer und Flamme eines der begehrten Plätze zu ergattern. Denn Cara wird die Ehre zuteil um einen Platz bei den Ravens mit anderen Anwärterinnen zu konkurrieren. Dafür muss sie an drei luxuriösen Verbindungspartys teilnehmen, ein Paar mit einem wildfremden, verschlossenen Anwärter von den Lions - der männlichen Version der Ravens - zu spielen und mit diesem seltsame Aufgaben lösen. Nur drei während der Matching Night ausgewählte Paare erhalten am Ende einen begehrten Platz in den jeweiligen Studentenverbindungen und Cara ist verbissen für ihre Zukunft zu kämpfen. Dabei merkt sie jedoch nicht, dass so viel mehr als nur ihre Zukunft und ihr Herz auf dem Spiel stehen ...

Meinung

Als ich zum ersten Mal gehört habe, dass Stefanie Hasse nun auch jugendliche Romantic-Thriller schreibt, war ich neugierig herauszufinden, ob dieses Genre etwas für mich wäre. Deshalb habe ich ihr Buch "Pretty Dead" gelesen und ehrlich gesagt, hat es mir nicht so wirklich gefallen. Trotzdem wollte ich Stefanie eine zweite Chance geben, vor allem, nachdem ich den Klappentext zu "Matching Night" gelesen habe, der mich neugierig werden ließ. Jetzt kann ich voller Überzeugung sagen, dass ich froh um diese Entscheidung bin, denn "Matching Night" hat meine Zweifel gepackt und vollständig beseitigt. Von der ersten bis zur letzten Seite ließ sich die Geschichte in einem wunderschön, leichtem und flüssigem Stil lesen, weshalb es schnell passieren konnte, dass auch dem geplanten einen Kapitel gleich fünf wurden. Der leichte Schreibstil war auch ein angenehmer Kontrast zu der ganzen Spannung, die mit jedem Kapitel immer mehr ausgebaut wurde und ihren Höhepunkt dann am Ende fand, welche zugleich einen - wirklich fiesen - Cliffhanger bildete. Ich musste tatsächlich eine Seite weiterblättern, um mich davon zu überzeugen, dass ich jetzt nicht sofort weiterlesen kann, sondern erst einmal Band zwei benötige. Besonders die letzten Seiten haben mich ganz hibbelig an den Seiten hängen lassen, da ich als Leserin gefühlt habe, dass gleich etwas passieren wird und wie auf heißen Kohlen Seite um Seite umblätterte. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich das Buch so spannend und aufregend finden werde und obwohl es sich nicht um Crime oder Thriller handelt - oder genau deswegen -, waren die Geheimnisse, die Verschwörungen und das Element rund um elitären Verbindungen in Kombination mit den aufwühlenden Gefühlen und lebensnahen Personen, eine explosive und aufregende Mischung! Mir hat auch Cara als Protagonistin sehr gut gefallen, da sie eine starke, selbstbewusste, zielstrebige und direkte Person ist, gleichzeitig aber auch offensichtliche Selbstzweifel, Ängste und Unsicherheiten hat, die sie zu einem Charakter gemacht haben, mit dem man sich als Leser/in identifizieren kann und mit dem mitfühlt. Zumindest war es bei mir der Fall. Im Hinblick auf die Gefühlswelt kann ich sagen, dass meine Gefühle am Ende genauso verzwickt und durcheinander waren, wie die von Cara und wie sie, bin ich unentschlossen was ich nun denken soll. Während dem Lesen hat sich meine Sichtweise immer wieder geändert und ich war selbst überrascht, wie häufig das der Fall war, oder wie schnell es passiert ist! Deswegen bin ich auch umso gespannter auf den zweiten Band, in welchem ich dann endlich meine gegen Ende neu aufgeworfenen - gefühlte tausend - Fragen offenbart bekomme und gemeinsam mit Cara dadurch wieder meine Gefühle sortieren kann.

Fazit

Insgesamt kann ich sagen, dass mich die Geschichte wirklich positiv überrascht hat, da ich ohne große Erwartungen angefangen habe zu lesen und am Ende ganz gebannt an den Seiten hing. Ohne, dass ich es wirklich mitbekommen habe, wurde ich in diese Welt hineingezogen und konnte überhaupt nicht mehr aufhören. Was neben den Gefühlen, der Spannung und Geheimnisse, der Personen auch an dem wirklich schönen Schreibstil lag. Ich kann euch dieses Buch also wirklich empfehlen, wenn ihr auf Geschichten mit glamourösen, geheimnisvollen Eliten, Gefühlsdramen und einer Portion Spannung steht. Eine ähnliche Richtung wie Gossip Girl, Elite und Tiny Pretty Things.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2021

Ein Weg der Selbstfindung

Krötensex
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Inhalt

Wenn man gerade am Anfang seines Lebens steht, kann es neben den zahlreichen Fragen auch viele Probleme, sowie Einflüsse durch die Umgebung geben, die die Selbstfindung deutlich erschweren können. ...

Inhalt

Wenn man gerade am Anfang seines Lebens steht, kann es neben den zahlreichen Fragen auch viele Probleme, sowie Einflüsse durch die Umgebung geben, die die Selbstfindung deutlich erschweren können. Frieda ist eine junge Erwachsene, die in Berlin lebt, jedoch nach Amerika – einer ostdeutschen Provinz – reist, um ihr Studium zu beenden. In ihren Erwartungen enttäuscht, da sie das Kleingedruckte nicht gelesen hat, versucht Frieda das Beste aus ihrer Situation zu machen. Jedoch passt dieses isolierte Landleben überhaupt nicht zu ihren Lebenszielen, die daraus bestehen, die Welt zu verbessern, einen gutaussehenden Mann zu finden, erfolgreich zu sein, abenteuerlich und selbstbewusst. Sie orientiert sich dabei an ihrer – für sie – perfekten Zwillingsschwester Freia, die jedoch ihre eigenen Probleme hat, was Frieda jedoch nicht zu bemerken scheint. Bei dem Versuch es allen gerecht zu machen und den Erwartungen, die die Gesellschaft, Familie und Arbeitgeber an sie haben, verliert sich Frieda immer mehr und verfällt einem ungesunden Lebensstil unter anderem aus Diäten, Überstunden, Selbstvermarktung. Dabei hat sie nicht die Zeit sich Gedanken darüber zu machen, was sie denn eigentlich möchte und lebt in einer ungesunden Scheinwelt. In diesem Buch werden wichtige und ernste Themen angesprochen, sowie Probleme, die damit einhergehen und im Vordergrund steht Frieda, eine junge Erwachsene, die nicht weiß, was sie mit sich und ihrem Leben anfangen soll, und mit einer Vielzahl an Problemen konfrontiert wird.

Meinung

Ich war mit zu Beginn unschlüssig, was ich von der Geschichte halten soll, denn es fiel mir schwer mich einzulesen. Das lag vor allem daran, dass mir der Schreibstil sehr befremdlich vorkam – mit viel Slang, Umgangs-, sowie Jugendsprache und Anspielungen, die mir nichts sagten. Mit der Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt und auch akzeptiert, da das Buch von Frieda handelt und ihre Ausdrucksweise einen Teil ihrer Persönlichkeit ausmacht. Je mehr ich außerdem über Frieda erfahren habe, desto interessierter war ich daran sie auf ihrem Weg zur Selbstfindung zu begleiten. Ich habe Einblicke in eine völlig andere Lebensweise, als ich sie gewohnt bin, bekommen. Und während einige Entscheidungen und Verhaltensweisen von Frieda und ihren Freunden, sowie Bekannten, für mich ganz klare Tabus sind und mir widerstreben, war da doch auch eine gewisse Faszination und Neugier zu erfahren, wie andere Menschen leben. Einige Probleme und Fragen, die Frieda belastet haben, konnte ich als meine eigenen wiedererkennen, insbesondere als es um das Thema Aussehen und Ernährung ging. Ich konnte mich mittlerweile zwar aus diesem Teufelskreis befreien, fand es aber dennoch schön zu lesen, dass ich mit solchen Problemen nicht alleine stehe. Gleichzeitig zeigt die Geschichte auch, dass es einer gewissen Normalität entspricht, dass sich junge Menschen ständig Gedanken darüber machen, was ihr Umfeld von ihnen hält und sich nach Äußerungen, Kommentaren und Trends auf den Kopf stellen, verbiegen und, in extremen Fällen, sich selbst verlieren. So etwas sollte aber nicht Normalität sein, nicht einfach hingenommen und akzeptiert werden, und weil Franka Frei diese Themen aufgreift, an einer Geschichte die damit einhergehenden Probleme aufzeigt und kritisiert, hat mir das Buch gefallen. Während die Selbstfindung Frieda den größten Teil der Geschichte ausmachte, hat die Autorin auch zahlreiche andere Probleme unserer heutigen Gesellschaft beleuchtet. Medien – insbesondere die Beeinflussung junger Menschen durch Influencer, aber auch die Tatsache, dass manche Influencer von ihren Managern gelenkt und für möglichen Profit ausgenutzt werden. Die Zukunftsfrage – Will ich studieren? Was will ich studieren? Wo? Wo mache ich ein Praktikum? Was will ich in meinem Leben erreichen? Und in Hinblick darauf immer wieder die eigene Selbstfindung und die Frage, wer man denn eigentlich ist. Also Fragen, die sicherlich jeden von uns beschäftigt haben bzw. momentan immer noch beschäftigen. Mir hat die Geschichte gefallen, weil ich erst durch das Lesen eines anderen Lebens bemerkt habe, dass ich mir mein Leben in manchen Belangen unnötig schwer mache und trotz der Überzeugung, nicht von der Meinung anderer abhängig zu sein, ab und zu Entscheidungen nur deshalb treffe, um es anderen Personen recht zu machen.

Fazit

Insgesamt kann ich sagen, dass ich froh darum bin die Geschichte gelesen zu haben, da ich mich dadurch mit ernstzunehmenden und gegenwärtigen Fragen auseinandersetzen konnte. Nicht nur in Hinblick auf die Gesellschaft und Medien, sondern auch auf mich selbst. Gleichzeitig fiel es mir manchmal schwer mich mit Frieda zu identifizieren und mich in sie hineinzuversetzen, da sich ihre Lebensweise, Ausdrucksweise und Umgebung stark von der meinigen unterscheidet. Auch der Beginn hat es mir erschwert in die Geschichte einzutauchen und das Buch konnte mich nicht fesseln. Der lustige, oft ironische, Schreibstil in Kombination mit den ernsten Themen hat mir dann jedoch – nach Eingewöhnung – sehr gut gefallen und insbesondere, weil die Autorin über zahlreiche Probleme, mit denen sich junge Menschen – wie auch ich – konfrontiert sehen, geschrieben hat, habe ich weitergelesen und war schlussendlich zufrieden mit dem Buch. Und obwohl es am Ende keine Lösung aller Fragen und Probleme gibt, – was auch eine Utopie gewesen wäre und nicht der Sinn der Geschichte ist – oder gerade deswegen, habe ich viele wichtige Informationen mitgenommen und mir mehr Gedanken über mich, wer ich bin und was ich möchte, gemacht.

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