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Veröffentlicht am 03.04.2022

Landkarten lesen ist out? Bei weitem nicht!

Landkarten-Rätselreise Deutschland
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Ich bin noch in einer Zeit groß geworden, in der es keine Navigationsgeräte gab. Damals saß ich als Beifahrer mit einem großen Kartenatlas auf dem Schoß neben dem Fahrer. Ich durfte die Strecke oder eine ...

Ich bin noch in einer Zeit groß geworden, in der es keine Navigationsgeräte gab. Damals saß ich als Beifahrer mit einem großen Kartenatlas auf dem Schoß neben dem Fahrer. Ich durfte die Strecke oder eine Umgehung bei einem Stau heraussuchen. Es hat Spaß gemacht und hat den Orientierungssinn gefördert. Heute gibt man nur noch ein Ziel in sein Navi ein und es geht los. Das Landkarten-Rätselbuch hat mich an die "gute alte Zeit" erinnert.

Das Softcoverbuch zeigt auf der Vorderseite eine stilisierte Deutschlandkarte mit dem Titel des Buches und der Hinweis auf "mehr als 40 abwechslungsreiche Augenreisen durch die Heimat". Auf der Rückseite befindet sich der obige Klappentext. Das Cover lässt sich bei der ein oder anderen leichten Verschmutzung einfach mal mit einem feuchten Tuch abwischen. Die rechte obere Ecke ist abgerundet, was ich persönlich ganz gut finde. Leider ist es unten rechts nicht so. Ist aber Ansichtssache. Auf 232 Seiten finden sich zuerst die Rätselseiten und im Anschluss die dazugehörigen Lösungen.

Die beide Autoren richten sich zu Beginn mit ein paar einführenden Worten an den Leser. Sie erinnern darin an die gute alte Landkarte und die Informationen, die man darin finden kann. Ihre Idee ist, dadurch den eigenen Blick nicht nur auf die weithin bekannten Sehenswürdigkeiten der Städte und Regionen zu richten. Es gibt noch viel mehr zu entdecken, wenn man die gesamte Karte betrachtet. Sofort danach gibt es eine Übersicht über den Inhalt. Auf der linken Seite finden sich die die durchnummerieren Rätselseiten mit einem kurzen Begleittext. Die Rätselreisen sind "im Norden", "im Herzen" und "im Süden" unterteilt. Auf der rechten Seite sind die einzelnen Rätsel mit der dazugehörigen Nummer auf einer Deutschlandkarte eingezeichnet.

Nun starten die Rätselreisen. Der Aufbau der einzelnen Reisen ist immer gleich. Sie geht über vier Seiten und beginnt mit einem Informationstext zur betreffenden Stadt oder Region. Es wird meist nur ein kleiner Teil betrachtet bzw. hervorgehoben. So wird z.B. für München der Olympiapark und dessen Geschichte und Besonderheiten erwähnt. Oder zu Bochum wird ein geschichtlicher Hintergrund zur Sternwarte vermittelt. Dementsprechend findet sich auf der gegenüberliegenden Seite ein passendes Foto. Auf den beiden kommenden Seiten finden sich dann die Fragen und eine Landkarte. Im Durchschnitt finden sich 7 bis 9 Fragen für den Leser. Diese sind in drei "Schwierigkeitsgerade" unterteilt: "Ankommen", "Aufwärmen" und "Durchstarten". Alle Fragen beziehen sich auf die dazugehörige Landkarte, mit der sich der Leser dann auseinandersetzen muss. Ich will hier nicht so viel verraten. Vielleicht nur so viel. Es geht vom einfachen Zählen von Brückenübergängen bis hin zum richtigen Kartenlesen und die Bedeutung diverser Symbole und Markierungen. Die Antworten finden sich dann im hinteren Teil des Buches und liefern neben der Antwort ebenfalls noch ein wenig Hintergrundwissen.

Alles in Allem sind die Landkarten Rätselreisen ein einmaliges Mitbringsel der anderen Art. Hier handelt es sich definitiv nicht um einen Reiseführer, trotzdem kann man noch einiges aus den Fragen und Antworten erfahren und lernen. Wer Landkarten mag und sich immer noch gerne damit auseinandersetzt, wird seine Freude an dem Buch haben. Wer mit einem Navigationsgerät oder einem Handy groß geworden ist, lernt hier das "kleine Einmaleins" des Kartenlesens. Dazu findet sich auf der letzten Seite des Buches passend ein kleines "Kartografie -FAQ". Sicherlich finden hier auch Kinder gefallen während einer Reise und können sich schon auf den Weg zum Reiseziel mit seinen Besonderheiten beschäftigen.

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Veröffentlicht am 02.04.2022

Glück ist eine Sache der richtigen Perspektive

Alles Glück der Welt
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Glück ist eine Sache der Definition. So haben sie sich sicherlich schon oft gefragt, ob sie glücklich sind und woran sie es fest machen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich mit der Thematik ...

Glück ist eine Sache der Definition. So haben sie sich sicherlich schon oft gefragt, ob sie glücklich sind und woran sie es fest machen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich mit der Thematik beschäftigt und sich mit der Lebenszufriedenheit aller Länder beschäftigt. Seit nunmehr zehn Jahren hat die WHO anhand von diversen Indikatoren ein Ranking aufgestellt und den "Word Happiness Report" aufgestellt. Der Kunth-Verlag hat die Top 30 der Staaten in einem Bildband zusammengefasst. Diesen möchte ich ihnen im Folgenden vorstellen.

Der vor mir liegende Bildband ist hochwertig gebunden. Leider hat aber auch dieser Bildband kein Leseband. Ebenso gibt es keinen zusätzlichen Schutzumschlag. Auf dem farbenfrohen Frontcover findet sich neben dem Titel viele Hände die, wie beim bekannten indischen "Holi-Fest", unterschiedlich gefärbt sind und Farbpulver hochwerfen. Auf der Rückseite findet sich der oben aufgeführte Klappentext. Das Buch ist, inklusive Register und Bildnachweis, 272 Seiten stark. Mit seinen Abmessungen von 23.1 x 27.5 x 2.2 cm liegt es gut in der Hand und findet unproblematisch einen Platz im Bücherregal.

Auf den ersten Seiten befinden sich doppelseitige Bilder, die unterschiedliche Länder mit zeigen und den interessierten Leser Lust auf mehr machen. Im Vorwort ist noch einmal der Hintergrund zur Entstehung des Buches aufgeführt. Der Glücksbegriff ist eine persönliche Einstellung und kann unterschiedlich ausfallen. Es ist daher schwer, ein geeignetes System zur Einschätzung zu finden. Die WHO baut ihr Ranking auf sechs Kriterien auf: soziale Unterstützung, Lebenserwartung, Entscheidungsfreiheit, Spendenbereitschaft, Korruptionswahrnehmung und das Bruttoinlandsprodukt. Jedes dieser Kriterien ist mit einem Symbol versehen, welche man in dann in der Vorstellung der Länder wiederfindet. Dabei werden zum besseren Vergleich immer die Werte des entsprechenden Landes, Deutschlands und der Durchschnittswert der Welt angegeben. Auf der folgenden Doppelseite findet man die Inhaltsübersicht der einzelnen Länder.

Dann startet das Buch mit den einzelnen Ländern. Dabei geht es jedoch nicht mit der Nummer eins des Rankings los, sondern mit dem Land Bhutan, welches sich im aktuellen Ranking auf Platz 95 wiederfindet. Das Land im Himalayastaat hat es aber in das Buch geschafft, da hier das Streben nach Glück zum Regierungsprogramm gehört. Anschließend folgen die Länder in der Reihenfolge der Platzierung von Platz 1, Finnland bis Platz 30, Italien. Zum Schluss wird noch einmal ein Land außerhalb der TOP 30 vorgestellt. Dabei handelt es sich um Simbabwe, welches es im Ranking der WHO auf Platz 148 zu finden ist. Simbabwe ist von tiefer Armut betroffen, was aber nicht bedeutet, dass die Menschen nicht doch glücklich sein können.

Der Aufbau der einzeln vorgestellten Länder ist immer gleich. Neben dem Ländernamen und einigen kurzen Worten der Einführung, findet sich ein ansprechendes Foto und das schon die schon angesprochenen Rankingwerte. Auf den weiteren Seiten werden dann in kurzen Geschichten ein Einblick in das Land gegeben. Hier finden sich Geschichten zum Land und deren Lebensweise und kurze Portraits von dort lebenden Personen. Inhaltlich beschreiben die Personen, woran sie ihr Glück festmachen und warum sie gerne in dem Land leben. Hier wird schnell klar, dass das Glück nicht mit Zahlen messbar ist, sondern im Sinne des Betrachters liegt. Wo der eine sein Glück in der unberührten Natur findet, ist der Nächste in einer lebendigen Stadt mit seinen Menschen glücklich. Finnland hat seine führende Position sogar im Tourismus aufgegriffen und dies vermarktet. So kann man sich hier einen "richtigen" Finnen als "Happiness Guide" buchen und sich mitnehmen und beraten lassen. In Großbritannien wird der "Rabenvater im Tower" Christopher Skaife vorgestellt und dessen enge Beziehung zu den Raben im Tower.

Auch in diesem Band werden die Fotografen nicht vorgestellt. Die Fotos stammen von bekannten großen Image Anbietern. Im Bildnachweis sind einzig die Namen der Fotografen genannt. Gerne schaue ich mir auch mal weitere Bilder der Fotografen an, um mich inspirieren zu lassen. Es ist aber hier mit einigem Aufwand verbunden. Aus dem Bildnachweis kann man sich den Namen des Fotografen heraussuchen, um dann im Internet zu recherchieren.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass sich im Buchbeeindruckende individuelle Geschichten finden lassen, die mit großartigen Fotos begleitet werden. Glück ist definitiv vielfältig. Jeder wird hier fündig werden und sein persönliches "Glückland" finden. Die Geschichten regen auch zu einem Perspektiven-Wechsel ein. Das Glück liegt oftmals auch in kleinen Dingen, die wir in einem hochentwickelten Land oftmals aus den Augen verloren haben. Das Buch kann ein einzigartiges Geschenk für Menschen sein, die auf der Suche nach Ihrem Glück sind und Inspiration brauchen. Wie definieren sie Glück?

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Veröffentlicht am 06.03.2022

Wohin führt uns die Technisierung und die jetzt schon mögliche Überwachung?

Pyramidenspiel
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Vor ein paar Wochen habe ich dieses Buch gefunden. Die Begleitworte und der Klappentext haben mich direkt angesprochen und habe mir daraufhin das E-Book heruntergeladen. Als ich mit dem Lesen angefangen ...

Vor ein paar Wochen habe ich dieses Buch gefunden. Die Begleitworte und der Klappentext haben mich direkt angesprochen und habe mir daraufhin das E-Book heruntergeladen. Als ich mit dem Lesen angefangen habe, konnte es ehrlich gesagt nicht aus der Hand legen. Seit ein paar Tagen habe ich es nun schon durch und muss sage, es hat mich begeistert und was noch viel mehr wiegt, zum Nachdenken angeregt.

Neben Pro- und Epilog hat das Buch insgesamt 45. Kapitel. Jedes Kapitel wird mit einem Zitat einer bekannten Persönlichkeit eingeleitet. Und wie soll es auch sein, hier ist auch George Orwell zu finden:

„Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“ Quelle: "1984" (George Orwell)

Der Roman spielt im Jahr 2084. Der Prolog führt den Leser in die Geschichte ein und greift dafür auf ein Ereignis aus dem Jahr 2065 zurück. Die einzelnen Kapitel sind chronologisch aufgebaut und mit einem Datum und/ oder dem Ort des Geschehens versehen. Hin und wieder geht es auch mal "ein paar Stunden" zurück. Es kommt aber durch den strukturierten Aufbau zu keinerlei Irritationen. Der Leser lernt das zukünftige Leben der Menschen in London kennen. Die Welt hat sich verändert. Viele Menschen sind während einer Pandemie verstorben. Die Überlebenden nutzen modernste Technik, um sich das Leben so einfach wie möglich zu machen. So gibt es zum Beispiel autonom fahrende Fahrzeuge, um die Umwelt zu schonen. Die Wichtigste und im Roman in den Mittelpunkt gestellte technische Errungenschaft, ist ein implantierter Chip. Dieser wird unter anderem zur Kommunikation, zum Bezahlen, für den Zugriff auf das Internet und viele andere Dingen genutzt. Jeder Mensch hat einen solchen implantierte Chip und wird damit zum Herdentier in der Gesellschaft. Neben diesem Chip gibt es klar definierte Gesetze und Regeln. Diese definieren auch den sozialen Auf- oder auch Abstieg.

Juan Arte nutzt einen einfachen und flüssigen Schreibstil. Ich konnte mich, wie Anfangs schon erwähnt, schnell in die Geschichte einlesen und das Buch nicht aus der Hand legen. Das liegt auch daran, dass die einzelnen Kapitel die richtige Länge haben und die Protagonisten gut in Szene gesetzt werden. Inhaltlich wechseln sich intelligente herausfordernde Gespräche mit spannenden Action Sequenzen ab. Die "Chiplosen" mit ihrem Anführer "Che" wollen zur ursprünglichen Gesellschaft zurück, stoßen dabei aber auf Widerstand der führenden Elite.

Mehr möchte ich an dieser Stelle auch nicht verraten. Als ich las, dass die Geschichte im Jahr 2084 spielt, musste ich sofort an George Orwells Roman "1984" denken. George Orwell schrieb seinen Roman zwischen 1946 bis 1948. Es erschien dann im Juni 1949. In dem dystopischen Roman beschreibt Orwell (eigentlich Eric Arthur Blair), einen totalitären Überwachungsstaat im Jahr 1984. Der vor mir liegende Roman greift das Thema einer dystopischen Zukunft exzellent auf und setzt dieses in erschreckender Weise in das teilweise heute schon mögliche technische Szenario um. Natürlich ist da auch schon eine gehörige Portion Science-Fiction enthalten, aber solche visionären Zukunftsaussichten hatte auch schon George Orwell aufgegriffen. Es regt zum Nachdenken über unsere Gesellschaft und dessen Werte und Normen an. Wohin führt uns die Technisierung und die jetzt schon mögliche Überwachung?

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Veröffentlicht am 08.01.2022

höher, größer, länger, älter, gewaltiger ..... einfach nur SUPERLATIVE

TERRA MAXIMA
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Dieser Bildband ist wie auch die anderen Bände aus dem Verlag hochwertig gebunden. Leider hat aber auch dieser Bildband kein Leseband. Ebenso gibt es keinen zusätzlichen Schutzumschlag. Auf dem Frontcover ...

Dieser Bildband ist wie auch die anderen Bände aus dem Verlag hochwertig gebunden. Leider hat aber auch dieser Bildband kein Leseband. Ebenso gibt es keinen zusätzlichen Schutzumschlag. Auf dem Frontcover findet sich neben dem Titel der Erdball und Drumherum unterschiedliche grafische Darstellungen von Gebäuden, Tieren, Flora und Fauna. Auf der Rückseite findet sich der oben aufgeführte Klappentext. Das Buch umfasst 519 Seite inklusive Register und Bildnachweis. Mit seinen Abmessungen von 26.9 x 33.9 x 3.9 cm und seinem stattlichen Gewicht, ist es selber schon eine "Superlative".

Das Vorwort verweist schon auf die "Lust am Staunen", welche den Leser auf den kommenden Seiten erwartet. Der Atlas zeigt aber nicht nur Superlative aus der Natur, sondern auch von Menschen geschaffene Werke. Diese lassen sich auf der ganzen Welt finden. So ist dieser Atlas mit seinen Fotos und den dazugehörigen Begleittexten abwechslungsreich aufgebaut und vermittelt viele Hintergründe aus Natur und Technik.

Wer nun denkt, dass der Atlas anhand der Kontinente aufgebaut ist, wird schnell eines Besseren belehrt. Der Verlag hat die vier Elemente als Grundlage der Gliederung genommen. So finden sich die Superlative der Erde unter den Themen Feuer, Wasser, Erde und Luft sortiert. Untergliedert wird dann aber nach Kontinenten und Ländern, wo diese Sehenswürdigkeiten zu finden sind.

Auf den folgenden Seiten finden sich immer wieder großartige und beeindruckende Fotos mit einem knappen, aber doch informativen Text. Natürlich finden sich auch die Auflistung der Superlative im Vergleich z.B. mit Höhe, Breite, Ausdehnung, Tiefe …. Bei dem Element Wasser und dem Thema Wasserfälle hat man sich bei den "Falltiefen" dazu entschlossen, das Druckformat des Buches zu ändern. Hier muss man aus der Doppelseitenansicht das Buch um 90 Grad drehen und auf sich wirken lassen. So wie der Klappentext schon andeutet, hat der Verlag hier an alles gedacht und man kommt beim Blättern gar nicht mehr aus dem Staunen raus. Es ist eine gelungene Mischung aus Daten, Fakten, Fotos, Vergleichen und immer wieder wird mir als Leser bewusst, wie faszinierend unsere Welt eigentlich ist. Leider kann man aber auch den Eindruck gewinnen, dass der Mensch mit seinen "Superlativen", die wahren "Superlativen" der Natur immer mehr in den Hintergrund stellt und oftmals diese auch dem Menschen zum Opfer fällt.

Auch in diesem Band werden die Fotografen nicht vorgestellt. Die Fotos stammen von bekannten großen Image Anbietern. Im Bildnachweis sind einzig die Namen der Fotografen genannt. Gerne schaue ich mir auch mal weitere Bilder der Fotografen an, um mich inspirieren zu lassen. Es ist aber hier mit einigem Aufwand verbunden. Aus dem Bildnachweis kann man sich den Namen des Fotografen heraussuchen, um dann im Internet zu recherchieren.

Ich kann zusammenfassend nur sagen, dass der Kunth Verlag mit seinen Bildbänden und Atlanten wirklich beeindruckende Werke auf den Markt gebracht hat. Auch dieses Werk begeistert mich als Leser mit seinem Inhalt. Klar kann man auch mal schnell die Informationen zum längsten Fluss, höchsten Berg oder der größten Wildtiere im Internet nachlesen. Ich bevorzuge (wenn möglich) lieber das gedruckte Buch, um darin zu blättern und Abwechslung vom Alltag zu finden. Für Kinder ist es sicherlich auch ein tolles Nachschlagewerk für die Schule oder auch, um nur ihre Neugier zu wecken.

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Veröffentlicht am 26.12.2021

ein farbenfroher Augenschmaus

Die Farben der Erde
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Das Jahr geht langsam zu Ende. Die Tage werden wieder langsam länger, jedoch ist es bei uns der Jahreszeit entsprechend grau, regnerisch und trist. Ich schaue mir dann gerne mal einen Bildband an und schalte ...

Das Jahr geht langsam zu Ende. Die Tage werden wieder langsam länger, jedoch ist es bei uns der Jahreszeit entsprechend grau, regnerisch und trist. Ich schaue mir dann gerne mal einen Bildband an und schalte ein wenig den Alltag ab und schweife in Gedanken in die Ferne. Der Kunth Verlag hat im November eine neue Auflage eines großartigen Bildbandes auf den Markt gebracht.

Auf den ersten Blick fällt das Formt des Bildbandes ins Auge. Es ist 39.1cm breit und 25,1 cm hoch. Mit einer Dicke von 3 cm umfasst es 360 Seiten. Anders als bei anderen Bildbänden hat hier der Verlag ein "Panorama-Format" gewählt und das nicht ohne Grund. So kommen die im Buch abgebildeten Fotos noch besser zu Geltung. Die Bindung ist aus Halbleinen. Auf dem verstärkten Buchdeckel ist zur Einstimmung schon ein farben- und kontrastreiches Foto abgebildet. Der Buchtitel hebt sich in weißer Schrift davon ab. Auf der orange gehaltenen Rückseite findet sich neben dem Buchtitel ein kurzer Text zum Inhalt des Bandes. Ein Leseband ist leider nicht zu finden. Dafür sind aber als zusätzlicher Schutz noch einmal vorne und hinten zwei herausnehmbare Pappseiten eingelegt.

Vor der auf Seite 17 zu findenden Inhaltsangabe kann man schon ein paar Fotos auf sich wirken lassen. Das Vorwort neben einer doppelseitigen Darstellung des Grand Canyon erklärt dem Betrachter den Aufbau des Buches und die Besonderheit der herausgearbeiteten Farben. Der Inhalt ist nach den einzelnen Kontinenten und deren Länder unterteilt. Am Ende findet sich noch ein Register, der Bildnachweis und das Impressum.

Der Aufbau der Seiten ist so weit immer gleich. Die Fotos sind entweder auf einer oder als Panorama über eine Doppelseite dargestellt. Der Textteil ist immer oberhalb der Fotos zu finden und liefert kurz und knapp einen informativen Hintergrund zum dargestellten Land. Das Land und der Ort der Fotos sind links oder rechts oben zu finden. Eine Besonderheit, auf die auch schon im Vorwort hingewiesen wird, ist die Darstellung der fünf dominantesten Farbwerte.

Die Fotos sind beeindruckend und zeigen Landschaften, Gebirgszüge, Küsten, Wälder, Flüsse, Schneelandschaften, Gletscher, Eisberge aber auch Tiere zu Lande und im Wasser. Der Mensch wird auf den Fotos nicht dargestellt. Ebenso finden sich auch keine Städte oder anderen von Menschen geschaffene Bauwerke. Hier geht es einzig um die Natur und deren Einzigartigkeit und die gewaltige Farbenpracht. Hier braucht es keine Ausleuchtung durch entsprechende Lampen. Die Natur ist da der beste Regisseur und der Fotograf braucht nur ein gutes Auge und den passenden Augenblick, um auf den Auslöser zu drücken. Sicherlich wird hier auch mit dem ein oder anderen Filter und der Belichtung gespielt, aber die Ergebnisse könne sich sehen lassen.

Ich mache selbst gerne Fotos und finde es ein wenig schade, dass die Fotografen nicht vorgestellt werden. Der Kunth-Verlag greift auf Fotos von bekannten großen Image Anbietern: Alamy, Mauritius-Images, Getty-Images und Corbi zurück. Der Bildbestand des letztgenannten Anbieters wurde von Getty übernommen. Im Bildnachweis sind einzig die Namen der Fotografen genannt. Man muss schon ein wenig recherchieren, um auf weitere Fotos der Fotografen zu stoßen. So findet man zum Beispiel auf Seite 4 ein Foto der Sextener Dolomiten in Italien von Lukas Furlan. Das Foto lässt sich auf "lookphotes" auch käuflich erwerben. Ich nehme aus Bildbänden gerne Inspirationen mit und versuche sie für meine Fotos umzusetzen.

Alles in Allem ist der Bildband ein tolles Geschenk für Naturliebhaber oder (Hobby-) Fotografen. Hier kann der Betrachter mal "die Seele baumeln lassen" und den Alltag vergessen. Natürlich kann man auch einfach vor die Haustür gehen und die Farben genießen, aber man kommt nicht immer so leicht zu denen im Bildband vorgestellten Kontinente und deren Länder.

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