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Veröffentlicht am 14.04.2020

Gelungenes Buch mit Ähnlichkeiten

The Light in Us
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Idee:
Die Idee hat mich sehr angesprochen, denn "Ein ganzes halbes Jahr" hat mir damals sehr gut gefallen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich während des Lesens doch sehr starke Ähnlichkeiten gefunden ...

Idee:
Die Idee hat mich sehr angesprochen, denn "Ein ganzes halbes Jahr" hat mir damals sehr gut gefallen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich während des Lesens doch sehr starke Ähnlichkeiten gefunden haben. Dadurch habe ich die zwei Bücher ständig miteinander verglichen. Ich finde es schade, dass beide Bücher so viele Gemeinsamkeiten haben. Dennoch hat mir "The Light in Us" gut gefallen, denn die Geschichte wirkte auf mich sehr harmonisch. Allerdings konnte mich das Buch nicht überraschen durch unerwartete Wendungen oder ähnliches.

Schreibstil:
Emma Scott kann einfach schreiben. Sie ist eine begnadete Schriftstellerin. Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und reißt mich mit. Er fesselt mich und nimmt mich für sich ein. Ihre Worte werden in meinem Kopf lebendig und ich kann mir die Charaktere und das Setting super vorstellen. Die Autorin schreibt einfach grandios und voller Gefühl. Beide Sichtweisen waren für mich super verständlich und gut nachzuvollziehen.

Dialoge:
Die Dialoge in dem Buch haben mir sehr gut gefallen. Sie waren spritzig und hatten ihren Witz und auf der anderen Seite waren sie sehr bewegend und emotional. Ich konnte mir die Protagonisten richtig vorstellen wie sie ihre Unterhaltungen geführt haben. Ich fieberte richtig mit während sie sich gestritten oder versöhnt haben. Die Dialoge waren mitreißend und konnten mich auf ganzer Linie abholen. Man konnte ebenfalls an den Dialogen miterleben wie sich unsere Protagonisten immer mehr verändert haben, das hat mir am besten gefallen.

Humor:
Das Buch ist grundsätzlich ziemlich ernst. Das ist auch gut so, denn das passt zur Thematik. Allerdings sind die Dialoge zwischen unseren beiden Hauptfiguren dennoch spritzig geschrieben und man muss das ein oder andere mal schmunzeln. Das gefällt mir sehr gut.

Spannung:
Die Geschichte hatte mich fest im Griff und ich war sehr gespannt auf den weiteren Verlauf. Trotzdem erinnerte mich die Geschichte zu stark an "Ein ganzes halbes Jahr", sodass ich auf einzelne Wendungen gefasst war und das Buch mich nicht wirklich überraschen konnte. Aber dennoch wollte ich unbedingt erfahren wie es mit Charlotte und Noah weiter geht.

Gefühl:
Wir begleiten Noah und Charlotte dabei, wie sie die unterschiedlichsten Gefühle durchleben. Trauer, Wut, Frustration, Anziehung und Liebe ist alles dabei. Es hat mir Spaß gemacht in die Gefühlswelt der beiden einzutauchen. Zudem waren für mich die Gefühle der beiden auch greifbar und nachvollziehbar. Gegen Ende des Buches wurde es mir allerdings zu dramatisch und kitschig. Es war für mich einfach etwas "zu viel". Trotzdem konnte ich, besonders mit Noah, mitfühlen.

Hauptfiguren:
Charlotte ist eine junge Frau die den ein oder anderen Schicksalsschlag einstecken musste. Sie hat sich zurück gezogen, wirkt verschlossen und im allgemeinen sehr unglücklich. Das ändert sich aber im laufe des Buches. Sie hat einen unheimlichen Kampfgeist und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht sie das auch durch. Das hat mir sehr gut gefallen. Ebenso der Aspekt das sie Musik lebt und liebt hat mir gut gefallen. Die Musik spielt im gesamten Roman eine tragende Rolle, was sehr gut ins Gesamtbild gepasst hat.
Noah ist gebrochen und hasst die Welt und sein Leben. Er hat seinen Antrieb, sein Glück und seine Lebensenergie verloren. Man leidet mit ihm mit und dennoch legt er ein Verhalten an den Tag, das ihn sehr mürrisch erscheinen lässt. Umso mehr man in die Geschichte eintaucht, erfährt man weshalb Noah so ist, wie er ist. Er war Extremsportler und hatte einen schweren Unfall, auf einmal kann er nicht mehr das tun was er liebt und kann sich mit seinem neuen Ich sowie seinem jetzigen Leben nicht anfreunden. Durch Charlotte verändert er sich und dabei bleibt er dennoch er selbst, aber die Lebensfreude kehrt in ihn zurück. Noah auf seiner Reise zum Glück, zu begleiten war wunderschön.

Nebenfiguren:
Die Nebenfiguren waren wunderbar ausgearbeitet. Die Freunde von Charlotte waren mir (nicht alle) sofort sympathisch und auch Noahs Bezugspersonen haben es mir angetan. Sie tragen zur Geschichte bei und verleihen ihr einen familiären Touch.

Ende:
Ich hatte vorhin schon erwähnt das für mich das Ende zu viel Drama hatte. Und dieser Punkt stört mich am meisten an dem Buch. Es wirkte auf mich unnötig in die Länge gezogen. Ab diesem Punkt konnte ich auch unsere Protagonisten nicht mehr 100%ig nachvollziehen. Es war für mich einfach zu viel. Es triefte vor Kitsch und hat für mich die Geschichte von Charlotte und Noah nicht perfekt abgerundet.

Gesamteindruck:
Zusammengefasst glänzt dieses Buch durch einen grandiosen Schreibstil und sympatische Charaktere. Allerdings bin ich von der Idee und dem Ende sehr enttäuscht und habe mir mehr erwartet. Trotzdem konnte mich das Buch fesseln und mitreißen. Es ist ein gelungener Roman über den Verlust der Lebensfreude und dem Weg zu einem erfüllten, glücklichen Leben. Es zeigt auf, dass auch wenn man etwas verliert, nicht alles verloren ist. Die Aussage des Buches hat mir sehr gut gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2020

Interessante Idee, grandioser Anfang und unheimlich viel Witz!

Mister Romance
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Vielen Dank an NetGalley und dem LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar - dies beeinflusst selbstverständlich nicht meine Meinung zu diesem Buch.

Kommen wir zu meiner spoilerfreien Rezension:

'Mister ...

Vielen Dank an NetGalley und dem LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar - dies beeinflusst selbstverständlich nicht meine Meinung zu diesem Buch.

Kommen wir zu meiner spoilerfreien Rezension:

'Mister Romance' von Leisa Rayven hat so stark angefangen, ich war sofort in der Geschichte drin. Der Schreibstil hat etwas unheimlich fesselndes. Witzig aber doch gefühlvoll. Die Charaktere wurden so toll ausgerarbeitet, dass ich Max und Eden super nachvollziehen konnte. Sie hatten beide Ecken und Kanten und obwohl das Buch nur aus Edens Sichtweise geschrieben ist, konnte ich auch total in die Gefühlswelt von Max eintauchen. Eden war mir mit ihren Ansichten so ähnlich, dass ich mich richtig mit ihr identifizieren konnte.

Die Dialoge zwischen den beiden waren super spritzig, ich fand das Buch einfach amüsant. Der Humor kam definitiv nicht zu kurz! Meiner Meinung nach macht auch genau das, dieses Buch zu etwas ganz Besonderen. Es lebt von der Energie zwischen den Hauptfiguren und dem Witz der in dem gesamten Buch zu finden ist. Ich klebte förmlich an dem Buch und wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte hatte mich so in ihren Bann gezogen, dass ich kaum erwarten konnte, wie es endet. Auch die Nebenfiguren waren ein wichtiger Teil des Buches, besonders die kleine Ente hat es mir angetan. Im zweiten Teil der ebenfalls 2020 erscheinen wird geht es um die Schwester von Eden. Wir lernen sie in diesem Band schon kennen und ihr Charakter ist sehr vielversprechend, sodass ich mich sehr auf den zweiten Teil dieser Reihe freue!

Bei fast jedem Buch gefällt mir das Ende nicht zu hundert Prozent. Auch bei 'Mister Romance' konnte mich das Ende nicht komplett überzeugen. Es war zu schnell, zu flach und das Drama hätte man wirklich nicht gebraucht - aber ich habe schon am Anfang damit gerechnet, es war einfach vorhersehbar. Leider haben das viele Bücher in diesem Genre: ein Drama das zum Ende des Buches eintritt um nochmal einen Spannungsbogen aufzubauen. Leider wirkt das auf mich immer etwas erzwungen. Man könnte die Geschichten auch um dieses Drama verkürzen, denn wirklich etwas zur Story beitragen, tun diese Dramas nie. Auch hier nicht.

Trotzdem muss ich sagen: bisher das Beste Buch was ich 2020 gelesen habe. Eine super interessante Idee, ein wunderschöner, spritziger Schreibstil. Ein Buch mit Witz und einem unheimlich starken Anfang. Leider hatte das Buch gegen Ende hin ein paar kleine Schwächen, die aber durch die tollen Charaktere sowie Dialoge nicht weiter schlimm waren. Absolute Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere